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griffe gegen den Predigersiand haben gerade den entgegengesetzten Erfolggehabt, „nämlich unser Ansehen bei den Gemeinden nur noch mehr zubefestigen, besonders jetzt, da man es einsieht, daß Alles so kommt, wiewir es schon vor mehreren Jahren vorausgesagt haben."
Auch in sittlicher Hinsicht hat die Revolution nicht nur Schlechtesgewirkt. Die Geduld erreichte bei Vielen eine bewunderungswürdigeStufe. Das Vertrauen auf Gott und seine weise Vorsehung nahmzu, je größer die Noth wurde, ebenso die Wohlthätigkeit gegen dieLeidensgenossen.
Die Schattenseiten der Revolutionszeit aber sind die: „Sie hatdie, welche in ihrem Christenthum kalt waren, noch kälter, noch frechergemacht, und die Lauen stiegen allmälig zum Kalten herab, d. i. sie wer-den immer gleichgültiger gegen Religion und Sittlichkeit... Von eigent-licher Irreligiosität, Aihcisterei, Religionsspötterei finden sich in hiesigenGegenden noch wenige Spuren. Einzelne Freidenker gibt es wohl, diefrech genug sind, atheistische Grundsätze auszubreiten. Ihr Wandel istaber dabei von einer so allgemein bekannten ärgerlichen Beschaffenheit,daß sie kein Gehör, wohl aber allgemein verdiente Verachtung finden."
Um so mehr Schaden litt die Sittlichkeit. „Es entstund eineZügellosigkeit, die die schönen Namen Freiheit und Gleichheit zu Begehungenjeder Schand- und Frevelthat entweihte und mißbrauchte, da man jedenoch so schändliche That damit zu entschuldigen, ja sogar als eine Helden-that zur Nachahmung anzupreisen suchte. Es entstund ein allzu sichtbarerMangel an Unterwerfung, verbunden mit einer unsinnigen Verachtungder Kirchenzucht, ein empörender Trotz und eine halsstarrige Widersetzlich-keit der Kinder gegen ihre Eltern und Lehrer, eine bis zum Entsetzengehende Raubgier und Frevel der Nachtschwärmer, die in einer Nachtganze Bäume leeren und verderben und die Weinberge plündern. Esentstund bei reichen Bauern ein Eigennutz, der an die unbarmherzigsteHärte grenzte. Es entstund eine fürchterliche Zwietracht, die alles Guteunwirksam macht und der Bosheit und Rachsucht den Weg bahnt."