Jahrgang 
auf das Jahr 1883 (CFM 1132)
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und gründlichen Kenntnisse dehnen sich über alles Andere aus, nur nichtauf Religion und Moral hin. Der größere Theil der Gcmeindsbürgersteht aber in der Geisteskultur noch weit zurück . . . Neuerungen sind ihnennicht lieb; dies zeigte sich nie stärker als bei Einführung der bessern Lehr-methode in den Schulen. Sie wollten in diesen: Stück nicht klüger seinals die Alten, ob sie schon in andern Stücken klüger sind oder vielmehrschlauer, abgefeimter und verschlagener."

Der Aberglaube hat wenig abgenommen.Der Kalenderglaubesitzt noch so fest wie vor 100 Jahren, selbst bei solchen Leuten, welchesonst als verständig gelten wollen." Als Zeichen des Aberglaubens wirdu. A. auch angeführt,daß jene berüchtigten Prophezeiungen vom Endeder Welt auch hier Glauben und Vertheidiger und jenes Büchelchen dersieben Posaunen Liebhaber fanden. Auch Herr Jungs Phantasien undVisionen haben Anhänger und Verehrer selbst unter Gebildeten."

Es herrscht im Ganzen hier noch ziemlich Moralität und Re-ligiosität. Die bäuerlichen Haushaltungen zeichnen sich noch immerwie vor Altem durch gute Hauszucht und ächt religiösen Sinn aus, wäh-rend diese bei der Fabrikbevölkerung durch den frivolen Zeitgeist verdrängtworden sind. Gleichgültigkeit gegen die Religion hat bei dieser stark zu-genommen. Beweis ist die immer öftere Versäumnis; des öffentlichenGottesdienstes... Es gibt schon eine ziemliche Anzahl, welche ihm seltenmehr beiwohnt als an hohen Festtagen." Ursachen davon sind theils Un-glauben und Irreligiosität, theils die Fabrikmaschinen (theils werden letzteream Sonntag geputzt, theils ^erfordern sie so strenge Arbeit, daß die Leuteam Sonntagausschlafen" wollen). Besuch der Kinderlehre und häus-liche Religionsübungen haben ebenfalls abgenommen, letztere auch wiederbesonders wegen der Spinnmaschinen, die keine Zeit mehr zum Gebet lassen.

Ein ähnlicher Rückgang wird in der Kinderzucht konstatirt undzwar in den Haushaltungen, wo'auch die Religion an Achtung verlorenhat. DieMaschinen" tragen auch hier die Hauptschuld. Ja,sie habendie Sünden der Unzucht merklich vermehrt und veranlassen frühzeitigeHeirathen mehr als je... Bei den Bauern hat sich die alte Ehrbarkeil