Jahrgang 
auf das Jahr 1883 (CFM 1132)
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Januar

angelegenheiten betrifft, einstimmig, hinsichtlich des Be-gehrens um Aufhebung der unentgeltlichen Einbürge-rung nach zehn Jahren dagegen nur mit Mehrheit ab-lehnende Begutachtung.

In Folge des neuen Straßengesetzes, welches diefrühern Straßen zweiter Klasse zu solchen erster Klasseerhob (Gesammtlünge 1290 Km.) und damit derenUnterhalt in weiter gehendem Maße dem Staate über-band, haben sich die Ausgaben für den Staat in zehnJahren um Fr. 126,000 vermehrt.

10 Die Stadt Zürich zählt 28 Gasthöfe. Die Frequenzderselben schwankte letztes Jahr zwischen 8800 Personenund 1858 Personen.

Das Nettovermögen sämmtlicher zürcherischen Ge-meinden belief sich Ende 1879 auf Fr. 56,711,569, dieSchuldenlast auf Fr. 55,294,687.

Der Voranschlag der Gemeindeverwaltung der StadtZürich zeigt an Einnahmen Fr. 2,134,640, an Aus-gaben Fr. 2,149,440, wovon Fr. 906,000 allein zurVerzinsung der Schulden.

12 Durch die Vermehrung der Bevölkerung laut Resultatder letzten Volkszählung erhält der Kanton Zürich zweiweitere Vertreter im Nationalrath.

Bei Anlaß des Umbaues der untern Brücke wurdenim Bette der Limmat einzelne Münzen, Degenklingen,Ofenkacheln rc. gefunden; doch ist die Ausbeute geringerals erwartet wurde. In der Nähe des Hauses zumSteg" werden 12 Meter lange eichene Pfähle zuTage gefördert.

14 Aus den Verhandlungen des engernStadt-rathes. Ertrag der Erbschaftssteuer im Jahr 1880:Fr. 81,784 in 36 Fällen. Als städtische Mitgliederdes Verwaltungskomite der Telephongesellschaft werdender Bauherr und der Finanzvorstand gewählt. Vondem Recht, 6 Aktien s. Fr. 1000 zu übernehmen, wirdGebrauch gemacht.

Die Akten des Seequaiprojektes werden der Bau-und Finanzkommission zur Prüfung überwiesen.

Ausd en Verhandlungen desgroßenStadt-rathes. Die Gemeindesteuer wird auf 5. 80 per Mille