der del
ih» ins feuer gelegt,damit er von alle dem, was sterblich wäre,möch-te gesäubert werbet;. Mein, als seine muter Meganira hierüber
stieg, der von brachen gezogen wurde, und den Deivhon mitten inden flammen ließ, welche ihn augenblicklich verzehrten.
Deira / oder Deirland / war vor alters der name eines ab-fönderlichen Königreichs in Engelland, und zwar nennetc man alsodenjenigen theil von Northumberland,welcher südwärts und disseitdes flussesThineligt, da hingegen der jenseitige theil Bcrnicia hieß.Rlla oder Ella war in dem ü seculo der erste König von Deira, undregierte daselbst zo jähr. Nackgchcnds aber ist diefes reich und Ber-
;. p.
Detsten pflegt man, sonderlich in Engelland diejenige zu nett-«M, welche zwar einen Gott glauben, durch dessen weise Vorsehungdie welt regiert werde, und von dem die menschen auch nach ihremtdde, nach befchaffenheit ihrer guten oder bösen wercke, entwederbelohmmgen oder straffen zu gewarten haben, hingegen aber alleandre die vernunfft übersteigende glaubens-articul, als von betMenschwerdung Christi, von der sendung des H. Geistes, von densacramenten, und so weiter, keinesweges vor wahr halten, daß siedemnach eben so weit von den Christen, als von den atheisten, un-terschieben zu seyn scheinen. In einem noch absonderlichen verstän-de legt maN denjenigen den namen der Misten bey, welche zwar sehrviel in der heiligen schüfst enthaltene glaubens-articul annehmen;dabey aber nur Gott den vater vor einen wahrhafftigen Gott erken-nen, und der beyden andern Personen goktheit leugnen. In dieserletztem deutung findet man öfftcrS - daß Gregorius Paust, ein So-rinianischer Prediger, welcher um die mitten des 16 seculi in Polen gelebt, ein Haupt der Misten genannt wird. Siehe vauii.
Dem / soll der name eines Phrygiers gewesen seyn, welcher zu-rrst den gebrauch des eistns erfunden, Wiewohl von andern striben-tm noch mehrere andre für die urhebere dieser erfindung ausgcgcbswerden.sihe k-H-r Ne r<rI II. c >9 Diehaupmrsachdieses underschcids ist ohne -Weisel diese, daß die bey verschiedenenvölckern den gebrauch des eystns zu erst aufgebracht, entweder von
Delawar/ oder -l- ^ (Lords) in Engevand. Die-jenige , so diesen ritt;! anitzo führen, sind aus dem geschlecht dererWests. Thomas von West war an. 1)24 ein mitglied desöwterhauscs von dem Parlament. An. i jrs ward er zum Rittergemacht, und bekam erlaubniß, auf seinem landgut zu Rughcombem Wirtshire ein castrll zu erbaue;;. An. - z zo ward er c»u^!,-.-urSön dcm casteü ztt Christchlirch in Svuthamvton, und in den fol««enden zeitcn leistete er in den Niederländischen, in den Schottlän-dischen und Fr-ntzösischen kriegen so gute dienste, daß man ihn un-ter den Englischen Baronen zu dem Parlament beriefst Mit Eleo-Nora, einer rechter und erbin des Ritters Johann von kantilupe,zeugte er Thomam. Dieser bekam an. M46, in der schlacht beyCrecy, mit eigner Hand den König von Franckrcich, Johannem,gefangen, und erwiest hernach bey den damaligen kriegen seine tapstferkeit in sehr vielen degebenheitm, bis er zu ausgang des 14 seculimit tode abgieng. Sein söhn, Thomas/ ward gleichfalls zu denParlamenten derussen, that sich in den Waffen hervor, und starbM. 1405. Sein ältester söhn,Thomas/ nachdem er deniKönigeHenrico V in den Franbösischcn kriegen gedienet, starb am 1416ohne leibeS - erben ; daher ihm sein jüngerer bruder, Regmald/fsccedirte. Dieser erlangte, nach dem erempel seiner vorfahren,ken rühm eines guten soidaten, und bekam das «ouvEm-m von8. Lo in der Normandie , und einige zeit hernach die stelle einesCapitains von dem in derselben Provintz gelegenen castell -l-1-Mvthe. An. 1426, nachdem seiner mutter bruder, Thomas, Lordsc is Ware, ohne lcibes-erben qestorben, bekam er dessen erbschafst,und zugleich den titul eines Lords Delawar. Ihm folgte an. 1449sein söhn, Richard/ welcher zu unterschiedenen Parlamenten be-ruften, endlich aber, wegen seines cifers vor das intereffe des Hau-ses Lancaster, sein Vaterland zu verlassen genöthiget ward. Nachfeinem tobe, welcher an. 1476 erfolgte, succedirte ihm sein söhnThomas. Derselbe stund in absonderlichen gnaden bey den; Kö-nige Henrico VII. An. 1491 war er einer von den Generals, wel-che die in Flandern wider Franckrcich abgeschickte armee comman-dirten. Fünff jähr hernach diente er wider die rebelten aus Corn-wall. An. 1 z 1 z begleitete er Hcnricum VIII nach den Niederlan-den , und das nächstfolgende jähr dessen schwester, Mariam, nachFranckrcich. An. 1 §22 war er einer von denen, welche den KayserCarolum V von Gräveiingen bis nach Calais und Dover einhol-ten. Er hatte 4 söhne: Thomam, Owenum, Georgium und Levn-hardum. Der älteste, Thomas/welcher Lhne erbte, unterzeich-nete, nebst andern Pairs, das denckwürdige schreiben an den GabstElementen: VII, die ehescheidung Henriki VIII. betreffend, undbekam, bey emziehung der klöster, unterschiedene ländereyen. Weiler keine leides-erben hatte, so adoptirte er seines bruders söhn,Wilhelmum/ verklagte aber nachgehends denselben, daß er ihmmit gisst nach dem leben gestanden, welches gleichwohl nicht ver-hinderte/ baß nicht an. r; §4, da er starb, gedachter Wilhelmus seinerbe ward. Dieser diente, mit dem titul eines Lords Delawar, beyder belagerung von Qmntin, erhielt an. 1 eine neue o-s-rion des itztcrwehntcn tituls in seinen favsr. und starb an. izy;.Von Elisabeth, einer tochter Thomä Strange von Chesterton,hinterließ er seinen nachfvMk, Thomam- Diese? brachte es an»
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, daß Man ihm den rang seiner vorfahren, zwischen demLord Wrlloughby von Eresby, und dem Lord Berkley, rwttuirteVon Anna, einer tochter Francisci Knolles, Ritters von dem do-ftrwande, und Königlichen Schatzmeisters, hinterließ er an. 1 So,Thomam. Dieser ward zum General-Capital n aller colonien inVirgnnen ernennet, und segelte deswegen mit z schiffen dahin,starb aber unterweges, nachdem ihm Cäcili« / eine Lochtet desRttters, Thoma Shirley, Henricum gcbvhren. Dieser zeugte mitJsabella, einer tochter des Ritters Thomä Edmvnds, Schatzmei-sters bey dem Könige Carolo I, Carolum / weicher mit Anna,emer tochter Johann Wilds von Dorlwich , ; söhne bekam.Der älteste, Carolus, verheyrathete sich zwar zwrymal, starb abernoch vor dem vater ohne leides-erben. Der andere, Hvratius,starb zu Barbados in America . Der dritte, Johannes / ward
tochter und erbin Johann Freemanns, eMesKuffm'anns vcmAn«den, sind ihm gebohren worden r) an. Johannes; s)Elisa-
beth. 0/ iv-.
Delbene / siehe Elbene.
Delbene/ (Franciscns) ein rechts-gclehrter vün Verona , waratt 149° berühmt, und lebte noch an. 1503. Er schrieb eine chronickvön den familren zu Verona , nebst verschiedenen anderen werckrn»
«« IN elog, Lcivocsc. Vcrnn Lc.
Delbrug / eine kleme stadt in Westphaken zwischen der Emsund Lippe, gehört unter das stM Paderborn , und führt den tituleines Fnrstmthums. Sie war sonst durch die Bructcros bewohnt,welche Germaniens, ein söhn Drusi , geschlagen. Nach diesem sie-ge richtete Germaniens das ehren-maal wieder auf, welches AmDrui; genennct wird, und das diese völcker niedergeworfen hatten,ließ auch alle gebeine derer, so nnr dem Varv umgekomen, zusam-men in ein grab sarnmlen. Der berühmteKayserliche General GrafJohann von Sporck war an diesem ort gebohren, und brachte den-selben an sich. mcinum NsULrk
Delebio/ist ein alter,lustiger und ansehnlicher flecken auf freyemweiten selbe, im untern Veltliu, zwischen Morbegno und dem körec!i k^enrcs gelegen, dessen hausier dannoch nicht beysamen und arreinander, sondern zerstreuet ligcn.In dem krieg,den HertzogPhilippVisconti zu Meyland an. 14)2 wieder die Republic Venedig ge-führt, da der VcnetiaMsche General Georgius Cornars, aus demCamoniger-thal, über den berg Auriga, in das Veltliu eingefallen:ist es bey diesem Delebio, zu einer schlacht gekommen, darinnen dieMaylandrschen unter anfuhrung Stephans Quadri und NiclausPicimni die vberhand behalten und den Cornaro ftlbsicn gefangengenohmen. Es wurde hernach eine Capelt auf die wahl-statt ge»bauen. 1 rr. p
Delfoder Drift/lat. oeipk,' oder Nsipllium »eine mittelmäßi-ge und wohlgebaute stadt in Süd-Hvlland, welche von dem cünal ,so daourch gehet,den namen hat , sintemahl delven in dem Hollän-dischen fv viel heist, als graben oder em canal machen. Sie l legt anden stüssen Gaech und Schie, eine Meile vom Haag, und ist die drit-te in der ordnung der 18 städte, so Depulirte in die Versammlungder General-Staaten schicken. Von ihrem bier und tuch, welchesman vor diesem sehr hoch achtete, hat sie grossen reichlhum erlangt,und nochjetzo verfertigt man daselbst viel Porcellan, welches untredem namen Delfter-gefaß weit und breit bekannt ist. Dieser orkhat schöne geväude, worunter sonderlich das rakhhauß Md die sogenannte Sabourg berühmt, ingleichen 2 feine kirchen, in deren ei-ner des Printzen Wilhelms von Nassau , der daselbst an. i;84meu-chelmörderischer weise erschossen worden, in der andern aber desAdmiral Tromps begräbniß zu finden. Hertzog Gottfried von Loth-ringen /welcher Holland unter sich brachte, soll diese stadt erbaue;haben ; hierauf hat sie Albertus Bavarus erobert und geschleiffl»An. i?;übrannte sie gantz ab,und an. 1654 litte sie grossen schaden,als das pulver-und rust-magazin, weiches man namgehenvs in dasfreye seid aebauet, in die lufft sprang. In 4 Kusn, wird
eines aufstands gedacht, welchen die weiber allhier erregt, als manerne ueue beschwerung aufdas getreyde legen wollen. Zwischen denGomaristen und Arminiancrn ist allhier eine, Unterredung, wie-wohlohne erwünschten ausgang gehalten worden. Seyt denen let-sten frantzösischen kriegen ist auhrer dasvornemste kriegs-magazinder herren'Staaten gehalten worden. Zu diesem orte gehört der fle-cken Delfshafen / obngefehr eine Viertel-meile von Rotcrdam gele.gen, von welchem ein grosser cana! biß nach Delft gehet.
Le>Z ctisscr. UioU
Delfmo/ eines von denältesten edlmgeschlechtern zu Venedig ,welches mit der Gradenighischen famiiie einerley Ursprung haben,von derselbigen aber,was den namen und das wapen anlangt,durchfolgende Veranlassung unterschieden worden seyn soll. Es wird nem-lich vorgegeben, daß in dem y seculo ein gewisser Gradenigo wegenseiner sonderbaren geschicklichkeit in schwimmen den beynamenMlphin bekommen, und daß seine nachkommen nicht nur sich be-ständig also genennet, um von den andern linien derer Gradcnighrsich zu distingmrcn, sondern auch das ehemalige wapen, so in einertreppe bestanden, in einen silbernen delvhin in einem blauen selbeverwandelt. Gregorius Delphins,, welcher sehr mächtig und reichgewesen , hat nach einiger zeit ; güldene delphine in einem blauenselbe zu seinem geschlechts-wapen angenommen, welches auch aufsolche art beybehalten worden. Im übrigen hat sich die Delfinischefamilie theils durch die ansehnliche guter,so sie imerzu besessen,unge-achtet sie einen nicht geringe theil davon zu geistlichen stifftungen un
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