Iü einer von den stummen büchstaben, welchervon dem Griechischen a, dieses aber von demHebräischen 7 herkommen soll. Vor zeitenwurde dieser buchstabe durch ; in einen lri-n-gui gesetzte sterne vorgestellt und geschrieben,nach art der Egyptier, welche durch solch kiero-Aixpi-icum den namen Gottes verstunden, in-dem man dafür hält, daß sie einige erkäntnißvon der heiligen Dreyeinigkeit mögen gehabt haben. Dieser buch-stabe hatte bey den alten vielerlei) hedeukungen. In den zahlen galter , wiewol das altere und erstere zeichen diese zahl anzudeuteneigentlich wäre, und nur durch der schreiberen Unachtsamkeit inein v. zusammen geschmoltzen. Dieser duchstab wurde auch gantzallein hingesetzt, unterschiedene Wörter anzuzeigen, als z. e. vivur,
Oecimus, OüvotuSjOisbus, Oiurius,vcilicLv>t,IZominus öcc. liic-rogl. I. 47 c. z. I. ;8 c. 46. vsr. leü-1.i; 0. IA. cc^mol.
§e„srr», Ue ooriz Lomsn. Lc. *
OAL/ein volck inScythien an derCaspischen see,so von denGne-chen^--°-,von denLateinern aber»--vi genent werden. Endlich mach-te man ein Nomen Lvpeilsrivum für knechte un comödianten darauß.
Dabier/ sihe Daviev.
Dabir/ oder Debir/ war eine stadt im gelobten land, nahebey Hebron, so vor zeiten Ririath-Sepher/ oder die stadt der bü-cheren oder schrifflen genennet wurde, aus welchem namen schonLyranus, ksbbi David Kimchi und andere noch ältere Jüden, ge-schlossen haben, die Cananiter hätten allhier allbereit zu denen älte-sten zeiten eine berühmte schul,oder auch wohl ihr ^rcUlv gehabt. Eswird auch die Chaldeische Übersetzung der Heil. Schrifft hieher ge-zogen, welche den ort Rrriath Arte nenet, wiewol sich das wört-lein Arke auch viel änderst, als von srcl-i ven auslegen lasset. Gro-tius über Joh. i? 1; ziehet gar an, Tenophon selbst habe diesenort OymnLiium ?vmnicum, die hohe schul der Phönicier genennet,welches, so es wahr, von keinem kleinen gewicht wäre. Allein es istnur zu gewiß, daß Lenophon dergleichen nie nichts gedacht, undder gelehrte Grotius sich hier von dem betrieger Annio Virerbisnii,weiß nicht wie, habe betriegen lassen, welcher in dem, Venophontifälschlich untergeschobenen buch u« Lqmvocis-diese Worte gebrauchthat. Indessen bleibt immer das wahrscheinlichste, diese stadt habeihren namen von ituäien und büchern bekomm. Was in dem Thal-mudischcn buch Aboda Sara gemeldet wird,der nameDebir oderDabir seye diesem ort von denen Perseren gegeben worden, das istgantz falsch; weil dieses volck noch nicht ausser seines landes grän-zen bekandt wäre,zu der zeit,da wir den namenDebir schon allbereitdurch einen andern namen ausgelöschet finden. Josua rottete all-hier die Enakim aus, und Caleb , als er wider die Cananiter kriegführte, versprach seine tochter Achsa demjenigen zum weide zu ge-ben , der Dabir erobern würde, welches darauf Athniel, der söhnKenas des Calebs jüngster bruder, gethan. io, n s-
I. sn. M. 2.406. *
Dabir / König von Eglon , im land der Amoriter, vereinigtesich nebst; andern Königen mit Adoni Zedeck dem Könige zu Je rusalem , die Gibeoniten zu bekriegen, weil sie mit Josua friede ge-macht hatten. Allein Josua schlug sie auf befehl Gottes, und stunddie sonne stille, damit sich Israel an seinen feinden rächen möchte.Die ; Könige der Amorirer entflohen, und verbargen sich in diehöhle zu Makeda, davor Josua grosse steine wältzen, Und Hüter be»stellen ließ. Nachdem aber das volck, nach erhaltenem sieg, sich wie-der gesamlet, ließ Josua die 8 Könige aus der höhle hervor bringen,befahl den Obersten des kriegs - volcks, daß sie ihnen mit füssen mu.ften aufdie Hälse wetten,woraufer sie tödtete,undan ? bäume hieng.
LIÜS». > 7 V 2 ML/. 2 N. M. 2584.
Dabei!/ eine Indianische stadt im Königreich Decatt, andersüdlichen feite des meer-busens von Cambaye, welche einen trestichguten haven und eine vestung hat. Sie ligt an der gegend, da sichder fluß Halbwache ins meer ergießt, und tragt eben dreser flußdasmeiste zu dem port bey. *
Dachan/ ein grosser und schöner Bayerischer marck-fiecken aufeinem hohen berg, ; stunden von München an der Amper gelegen,hat sein eigenes ins rent-amt München gehöriges land-gericht, wo-zu man viel ansehnliche örter geschlagen. Vor alters hat dieser ortseine besondere Grafen auS dem Scheyerischen geschlecht gehabt,bis er nebst der gantzen Grafschafft dieses namens vonuchtild, Con-rads Grafen von Dachau gemablin, an Otten, nachmaligen Her--oq in Bayern aus dem Wittelsvachischen hauß verkaufft worden :bey dessen nachkommen es beständig verblieben. Im Teutschenkrieg hates viel leihen, und insonderheit an-i6z; undi648sichzubeyden malen an Schweden , wiewol nach tapfferer gegenwehr, er.geben müssen. Das auf eben selbigem berg, aber noch mel hoher,gelegene Churfürst!. e-Ll-me. schloß ist wohl sehens-wurdig. Es rststlbiges auS verasche, darein es Kayser Courad und Hertzog Hein-
rich XI geseget,durch HertzogWilhelm und Albert in Bayern weitherrlicher, als vorhin,doch nur nach damalhls bekandten bamkunst«reguln aufgeführet worden, und wird die gegend vor gesund ge-halten, daß die ^eUici bey entstandenen seucheN/ihreFürstlicheHen-schafft nicht besser, als nufdicsem schloß verwahret zu seyn glauben.
Dächhülss/ Hertzog und Marggraf in Thüringen , welcher zu-gleich die Sorbische Marck verwaltete. Als die Böhmen an. 84Yeinen einfall in Teutschiaud vorhatten, brachte der König Ludovi-rns I eine ansehnliche krieges-macht aufdie deine, und stellte unterandern selbiger auch denHertzogDachhülffvor.DieBöhmen,welchesich dessen nicht vermuthet halten, und gleichwol bey erfolgten, cin-bruch in ihr land, sich wider einen so starckmfeind viel zu schwachsahen, schickten ösxmlrte ab, und suchten durch darstellung ihrergeissel den frieden zu erhalten; absonderlich setzten sie ihr vertrauenin den Hertzog Dächhülss, weil er der Wendischen rechten und gan-tzen staats kundig war. Dächhülss, welcher in diesem zug eine wun-de am lincken dein bekommen, wüste wol, daß, wann er seine bles-sur den feinden mercken lassen würde, selbige nur zu neuer künheirwürden angeflammet werden; setzte sich demnach bey ankunfft derBöhmischen Abgeordneten zu Pferd, und versprach ihnen, so vielimmer möglich, in der fach zu thun. Er hinterbrachte auch würck-lich ihr begehren den übrigen Generals-personenzallein weil sie seinanbringen mit neidischen äugen ansahen, waren sie so wenig zu au-nehmung der geissel zu bringen, daß sie vielmehr mitgrosser Hitze aufdie Böhmen los giengen,welches aber so übel abliessdaß sie mit blu-tigen köpffcn davon lauffen und durch stellung ihrer eigenen geisselUm freyen abzug bitten müssen. Als an. 8;8 die Sorben-Wendeirabermals rebsiiirten, ist Hertzog Dächhülss aufs neue wider sie aus-geschickt würden, da er aber vermuthlich nicht viel sonderbares aus.
gekichtet.^ 2 r»Ä/nIÄ/«ie»/e-.S«§r>,L>'.sllrig. Oucsr.LiiurinZ.I.z c, z A/.
Dachsburg; sihe Dagsburg.
Dachstein oder Dagobertstein / lat. dsZobern tsxum, einskleine stadt im nieder-Elsaß , in dem Bißthnm Straßburg, hatteehemals ein vestes schloß, so imjährigen krieg zusamt dem städt-lein mehrmalen eingenommen und geplündert worden, bis es zu-letzt die Frantzosen gar zerstörten. Lüsr. ^,7.
Dachstuhl / ein unweit Birckenftld nahe an der Saar gelege-nes vestes schloß und städtlein, nebst einer darzu gehörigen Herr-schaffr, davon ehemals eine Adeliche familie den namen geführet,darausBoemundusI,vonan.irZhbis iryyCburf.zuMer gewesen»Nach deren abgang kam dieser ort an dieHerren von Rvllinqen,vortdiesen aber an. i;8y durch Heyrath an die Freyherren von Flecken-stein,welche ihn an-i644an dasErtzstifftTrier verkaufften.
Dacia / ein altes Königreich, welches gegen norden an die Car-patischen gebürge, gegen süden an die Donau , und gegen Ostci^Mdie Teisse gräntzet, und ein stück von Ungarn jenseit der Theiß,Sie benbürgen , die Wallachey und die gantze Moldau in sich begreiffet.Die einwohner hiessen hey den Römernvscl.bey den Griechen abev6er«, und hatten ihre besondere Könige, bis endlich an. y8 KäysevTrajanus ihren König Decebalnm, den des Domitiani trägheitgantz stoltz gemacht hakte,überwand.Nachgehends wurden die v-ctauch von Constantino N- den Gothen,Sarmaricrn,und endlich vonden Hunnen unter das joch gebracht. Als die Sachsen von Caro-le AI. geschlagen worden,so erwählten sie lieber in Dacien zu ziehen,als unter seinem regimeNt zu leben.Wenigstistsdie gemclnstemuth-massung, daß die noch beut zu tag in Siebenbürgen die Teutschesprnach gebrauchen, und den namen der Sachsen führen, von deöhier gemeldten coionle ihren Ursprung her haben. Die Datier wa-ren grausacke und wilde leute; das gemeine volck unter ihnen trugnur sein blosses haar, die aber etwas vornehmer waren, trugen kap-pen und mützen,wie die zusamt ihrer übrigen IleiduNg und waaffeüin denen tu Rom noch aufstecht stehenden triumph-bögen Traiam,und vielen alten müntzen zu sehen. Sir wurden von dem H.Nicetäbekehret.Es soll eine coiöme von ihnen an die Norwegische see-küstSversetzt worden seyn. >- 4 c. 12. 1.7. 1. z c. s.
i)ro esstk«, j. 68 60 reöiti, 8. läic. in vsc. LL2-0». Ltt. 6»
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Däciättüs/ war Oouverneur in Spanien,unter den RömischenKaystrnDioeletiano und Marimiano, welcher die Christen zu endädes ; seculi hefftig verfolgte, und VinceMium nebst andern mehrhinrichten ließ. pcriküpU. i>) m. 4 L ; in !zn<z. i z.tttLrr»
CLlLr. Xug. äcc. L Lö//-!2kF. rr I»n.
Dacius oder Dativs / ein Bischoff zu Mayland, von an. 5 27biß ? ? i oder c, frischte die einwohner an, die stadt wider die Bo-then zu beschützen, welche sie belagerten, reisete anch nach Rom,um für selbige von Belisario hülffe zu begehren.Aber wegen zweytrachtder Generalen ward nichts daraus, und fiel letztlich die stadt in dcefeinden Hände,worbey,wieProcopius meidet,mehr als zooooo manhingerichtet wurden. Dacius sahe sich deswegen gcnöthiget zu ent-fliehen, kam nach Cvnstantinopel, und gieng von bannen nach Co-II cheik A rmthus