Band 
Zweyter Theil
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Sät als Obrister in den Teutschen, Italiänisch - und Ungarischen so woN als sein , 4 ^!

krieqen gedienet, bis ihn an. 1610 der tod wegnähme. Christoph leutbe aedientt Noch mehrere habe» als Haupt,

st an -ü;° als Thum -Herr zu Amen gestorben, und sem bruder Fusta,"/istenb^^^ ^ >

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G.

Dieser stumme buchstab wird zwischen eund ck ausgesprochen / und kommt mit demGriechischen x überein. Er wird von denLateinern, wenn von vergangenen Zeiten dierede ist / oder, wo man die vcrba aus demprLtenri in das pr^rerirum verändert , in L.und bisweilen in 8 oder x verwandelte Diealten gebrauchten sich öffters des buchstäbensk an statt 6° - gleichwie die Spanier noch jetzo zu thun pflegen -da sie z.e. schreiben 8-»«,« an statt Scznor, und iaino an stattruZno, Lc. Die Fkantzosen verwandeln v ist 6 - als o-llonz anstattVLlcon-L; o^slis in Engelland vor cVs»i8-, 6gp vor Vzmncum.Auch setzten die alten - absonderlich die Griechen, wie wir heut zutüg ein ^ vor das o setzen, ebenfalls ein 6, als /rggelus vor >rnAc-lus, Wann dieser buchstab allein stehet, so bedeutet er in den altenRömischen schrifften ostus (so viel als L-yus) o-niu.«; Qc-Nus. o->u-liium, 6ES, öcc. Solisten ist stlbiger in der Lateinischen spraächNeu, und erst in dem ersten Carthaginensischen krieg durch Sv.Carvilium aufgebracht worden, wie erstlich die alte stein - schufst( so C. Duillio zu ehren noch in obgemeldtem krieg ist verfertigetworden , und an statt o durchgehends 6 hat,) erweisen käst;lind ein solches auch die älteste Lr^mm-nci ausdrücklich melden.

libr. i snälo^. VroEt/. !. 2^.

lürers. ^

- ein altes volck in Gallien , so in der siegend wohnte,Wo anjctzo die Provintz i« Givaudan ist, unter dem Sevenner-gebürg, zwischen !- Velay, Vivarais, Rovergue und Auvergne.Ihre Haupt- stadt war vor zeiten Mimatum - so anjctzo Mendeheisiet. u/r»,«- I. 4 c. ,9. «je 8. Q. üb.

6I6VI.I8. (i-ctomie lle) ist der tiiul eines bttchs- so voreinigen jähren gedruckt wurde, und von den geistern handelt, auchwegen der artigen schreib-art und netten Manier ein gespräch zuformiren von vielen gar hoch gehalten wird. Der autok hiervon

ist der «je Villsrs. Siehe VIUI.AX8. *

Gabato / (Sebastianus) welchen man wegen seiner wissen-schafft in der schiff- fahrt Nauclerum zugenannc, war von geburtein Venetianer, hatte sich aber in Engelland niedergelassen, undwohnte zu Bristol . Hicronymus Bezon meldet folgendes von ihm rNachdem er aus dem glvbo geurtheilet, baß die straffe Nach suden,welche Christophorus Columbus genommen, nicht die rechte wäre,und daß, wenn man nord-nord-west-warts segelte, man viel eherund mit geringerer mühe nach Amcricam, von danuen aber durchdie engen, welche beyde b.LmilpM-ri« gegen norden vereinigenmüssen, nach ost-Indien kommen könte, habe er von Hcnrico VII,König von Engelland, zu ausführung dieses enrwurffs, ; kauf-farthey-schiffe erlanget, mit welchen er in dem frühling des iahrs1496 in see gegangen; sein vorsas sey gewesen, sich beständignach nord-nord - westen zu halten, so lange - bis er auf die höhevon Catay bey der grossen Tartarev würde gekommen seyn; da eraber wahrgenommen, daß er zu weit nach norden, und von nordestnach offen gesegelt, habe er seinen lauff Nach der mittags - liniegerichtet, und diejenige insul angetroffen, welche die Spätsteriiachgehends Florida genennet - von wannen er nach einem kur-tzen auffenthalt - weil es ihm an lebens-mitteln gefthlet, nach, Lmgelland zurück gekchket sey, allwo eben damals, wegen des berühm-ten Perkins, eine zimliche Verwirrung gewesen; Liese habe ihstveranlasset, in Spanien zu gehen - allwo ihn Ferdinandus undIsabella in den stand gesetzt, von neuem auszulauffen, da er dennin Brasilien und bis in die ländschafft u- L Plata gekommen sey.So viel berichtet Bezon, Allein Baco m Verulamio saget - daßGabato nicht ost-Jndien - sondern Americam gesucht; daß er bisan den obsten grscjum Iscirulllnis gekommen, das land aeLabradorentdeckt, und in Engelland gantz vergnügt nach seiner schiff- fahrtwieder angelanget sey, weiter von dem andern o-m >->K«ei«, sowohl waffer als land gefunden. In der that nahm er eine gantzandere fahrt, als Columbus; denn dieser war imch den Canarlen-insuln, und nach denjenigen, welche ^oi-« heissen, gcjegelt, undvon dannen nach dem süd - westlichen theil von America gebrachtworden. Gabato hingegen vermeynte noch viel eher die nördlichegegend davon zu entdecken, und betrog sich auch nicht darinnen.Er versprach dieses reiche land für Henncnm VII itt besitz zunehmen, und dieser König war entschlossen - ihn zumandernmalmit etlichen schiffen auszuschicken, als eben um dieselbe zeit Chri-stophorus Columbus ihm zst solchem end die dienste jeuies brnders-Bartholomäi, anbot. Nun war des jetzt - gedachten Christophenrühm so groß, daß Henricus VII ohne bedencken dessen bkstderdem Gabato vorzog; allein da Bartholomäus nach Engellandübergehen wolte, wurde er von see - räubern gefangen, und stichteher, als nach 2 jähren ioß gelassen, innerhalb welcher zeit Christo­ phorus Columbus für die cron Spanien dasjenige land einnahm,dessen sich sein bruder zum besten der cro» Engelland hatte bemäch-tigen sollen. cemerics. vir. ttenr. Vll. bist.

rj'^nAler. rom . i ^ 49.

VabeUus / ein fluß in der Lombardey, siehe Secchia.

Gabrano / eine stadt auf einem Hügel gelegen,; messen unter

lmEneti^

rcu cnlscrnel ril / M ven gränzen von Dlemont:

schen Casal und Vercelli , wie Ferrarius vorgiebest ^ ^ ^

ein an Rvm gräntzendes volck, deren Haupt-stadt s-di!hieß, welche in stakio oder LsmpLßos «il ffomL, ,u der gegend, soametzo LLMP« L.ibio genennet, wird - .gelegen. Dieses volck suchteder Römische Kontg Tarqmnms stnfanglich mit gewalt unter sichzu bringen ;da es aber also nicht angehen wolte - gebrauchte er die-sen list, daß er Sertum seinen söhn hinschickte j welcher sich stellenmußte , als wäre er Mit dem vater gantzlich zerfallen; als er sichnun da lN ansehen gesetzt, und sonderlich des gemeinen volcks gunstgewonnen, liesse er seinen vater heimlich um rath fragen, wie ernun die fach werters anzugreiffen hätte; dieser - der in einer so wich-Ucn fach dem botten nicht alles vertrauen wolte - und seines sohnsscharfflinmgen verstand schon vorhero kandte - gietige mit selbigemM dem garten herum - und schlüge währendem discurs die höchstenkopffe vom magsamen mit einem stock herunter, ohne dem botteneine wettere erklarung hierüber zu geben. Der junge Targuinius -so bald er von diesem des Vaters verfahren vernommen, merckteseine mremwn alsobald, fände Mittel die vornemsten des orts nachund nach äus dem weg zu machen, und auf solche weis ohne wie-derstand dem vater den ort zu übergeben.

Gabüi/ lm. Qsbinum. ist eine stadt in Groß-Polen indetzWomvvdschaffl Rava/ am fluß Bzura / zwischen Uladlslanund Warschau . oolon-

Gabstnus / (Aülus) war Bürgermeister zu Nom/ eben mdem Jahr / da Cicero von w Ll«,«!,«, i das elend verjagt wurde/worzu dann Gabinius ebensowohl / als sein damaligerk. Calpurnius Piso sehr viel geholffen / theils aus heimlicher amstifftung Pompeji / Cäsarls md Craßi/ deren kEn,«, sie anhien»gen/ theils auch/ weil Clovius einem jeden aus ihnen auf solchenfall eine ansehnliche Provintz zu verschaffen verheißen harte. ESwurde auch darauf eben dieser Gabinius Römischer Oouve-ncurin Syrien und Judäa / kurtz vor Christi geburt. ErhalffdaHyr»dasso wiederum zu der Hohenpritsterlichen würde/ brachte ist In-daa alles in gule ordnuNg/ widersetzte sich dem Aristobulö/ nahnrihn gelangen / und sandte ihn nach Rom . Darauf setzte er Mole-imimn Auleten wieder in sein Königreich ein / und schlug Alcran»drum / welcher sich der ober - herrschafft über Judäam anmaffcte;Weil er sich aber des PwleMai wider den ausdrücklichen befthl desrakhs aNgenomcn/ und auf seinen eigenen kopff mit seinem kriegs»Heer aus derProvintz gezogen/ auch/ wie jederman glaubte/ sich indiesem allem mit gelb bestechen lassen/ faßte der Räch Und alle ehrst-

me nicht ohne schimpffaus derProvintz zurück/worzu mich Cicero-nis rede ö« provinciis consuisriku- sehr viel holffe/ als in welcher er sowohl an Gabiniö als Pisone eine grosse raach außübte. Doch wäredieses denen eyferern für des stands ehre noch nicht genug / son-dern/ so bald er nach Rom zurück gekommen/ geschaht wegender aus eigenem gewalt vorgenommenen einsetztiüg Pwlemäi einsöffentliche klage wider ihne« Cicero/ der sich nun genug meyntLgerochen zu haben / und vornehmlich hierum dem Pömpejo einengefallen erweisen wolle/ nähme sich zwar in diesem Handel des Ga-binii an / es konte aber weder wohlredenheit noch gunst etwas helf-fen ; Gabinius wurde von den Richtern verdammt/ und müstein das elend ziehen. Lrc. w o-sr. L e^mt-pLisim. iz

c. II. Dro üb. zy p. 17. *

. Gabinius / Kaysers Diocletiani Vetter/ bekannte sich zurChristlichen religion/ und wurde dahcro nebst seinem bruder CajoDalmata/ Römischem Bischoff/ und seiner tochter Susanna/um das jähr Christi 28; zur marler gezogen. Es ist nviy ein an«drerGabtnius/etn Römischer «illoncu», dessen 8rrsbo bi-gedencket.

Gablentz/ Gabelcntz/ eine alte Adelichefamilie inMerssenw in dertzaußnitz / welche vermuthlich von dem schloffeGablentz!y Krimmitscyau in dem Meißnischen ertz-geburae den uamen er-ssten/ wie denn Georg von der GableNß / der dey den Marg--afen Friderieo m Mctssm in grossem ansehen gestäkNn/ amr2i darauf gewöhnet. Albertus ist an. 14 ;ö Abt des klostees znltenburg gewesen / und hat das kloster Pform mit rcrcyen em-infften versehen. Georg von der Gablentz aus Wendrschleube hakr. 1; 29 dem Churfürsten zu Sachftn dasBurglehn zuMmburg/if welchem er und seine vorfahren gewohnt/ verkauffk» Christophav Sebastian anfWendtschlcube flonrten amis/m JnderVaH-ltz und zwar in dem Görlitzischen crayse/ be,itzet dieses geschlechkje Rittergüter Heydersdorff/Spree und Hamchen/ ln der Herr-mfft Pforten aber Kalcke. Es hat sichschon zu ansang -es 1 ? secult1 der Herrschafft Sorau in der Nieder-Laußnitz aus dem Hauseriderichsdorff ausgebreitet / von welchem Hemrch an. 14; alebsnus zu Sorau worden / der an. 144? St. Barbara zu ehrenne cavelle gebauet/ und dieselbe mtt gewissen elnkunfften vcrse-m hat. NachgcheNds ist einer von Gablentz Probst zu Droßkau/w ttnanKr Probst zuDehnan/ ChristophFrantz aber/,Amts«kerweser zu Sorau worden^ Einer von diesem Hause entleibte am>z i einen gewissen vom Adel/ der ihn aus der straffe bey Sörau