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einem Überröcke von feinem meisten zeuge, und einem mit Hermelingefutterten mantel. Die Aebtißin aber trägt einen vieifarbichtenHabit. Keine von ihnen darff ein gelübde thun, sondern wenn sieheyrathen wollen, borsten sie nur dem capitul für die ihnen erzeigteehre danckfagen. Bey diesem orte wurden die allirten unter demGrafen von Albermarle an. 1712 den r4jul. von dem Marfchall -lsNillars geschlagen. »emoirer äu rems.
Denaistus/ (Petrus ) dieser berühmte jurist wurde an. i;6ozu Straßburg gebühren, dahin seine elteren außLotthringen der re-ligion wegen gezogen sind. Er hat allda sich auf die jurisprudentzgelegt und ist hernach aufdie Universität zu Basel gegangen, allwoer den Z-x-lum 0oÄc>r»iem empfangen. Nicht lange darnach wurdeer Churpfältzischer Rath und gäbe grosse proben seiner treu und ge-schicklichkeit von sich, er wäre auch gesandter an die Königin Elisa-beth in Engellano und an den König in Pohlen und verrichtete seineihme aufgetragene Commißion mit sonderbahrer klugheit und Zu-friedenheit allseilhiger Höfen. An. i; y 0 wurde er Reichs-Cammer-richter zu Speyr, welchem amt er mit grossem lob und rühm vor-gestanden , mästen er ein grosser jurist und ein mann von durchdrin-gendem verstand, darbey aber sehr sanftmühtig und ein fcind allesehrgeitzes gewesen. Die teutsche Poesie hat er sehr geliebet und einenette reine schreib-arth gehabt, ist auch nicht wohl auf die zu spre-chen gewesen, welche ihre teutsche muter-svraach mit allerhandfrembden, außländischcn Worten verderbten. Der musst wäre erglcichfals ein liebhaber und ein geschwohrncr feind der Rabulisten,hingegen wäre das podagra sein freund. Auf die leiste hat er dieeinsamkeit geliebet, wie er dann in sei» gemach,den prophetenEliasin der wüste mit den raaben mahlen lassen mit dem verse:
ailoquii fttix cti coeruz tußillc profsnos.
Kurtz vor seinem tode, hat er sich alle seine schafften vor sein bettbringen lassen, selbige durchsuchet, und was er vermeynt hat, dasanderen zu wissen unnöthig scye hat er alles in das fcurgeworf-fen und verbrennt. Er ist an. 1610 gestorben. Die bücher, die erder gelehrten wett hinderlassen sind (1) )u; Q^mergic. (2) oc jurs(;) Ein düchlein genannt, Jesuiter Latein. (4) o,f-5e«Ltio ftziienll- Er wölke weder sich abmahlen , noch ein
Lj)icLplliuii, sstzrn lasten. v>r. pzg. r,-4. ü"-.
Denbigh / lat. Denbiß-, die vornemste stadt in Denbigshire,wird für die beste in Nord-Walles gehalten, unr liegt aufder nord-seite des kleinen ffusses Jstrad,welcher sich ohngefehr; meilen davonmit der Cluyd vermischet. Nachdem König Eduard Igantz Wallesunter sich gebracht, schenckte er diesen ort, Hcnrico Lacy,dem Gra-fen von Lincoln, welcher ihn mit einer mauer umgab, und an dersüdlichen leite mit einem casrelle befestigte; allein, er ließ solcheswerck unvollkommen liegen, weil sein söhn in dem daselbst befindli-chen brunnen ertranck. Es wurde also nicht eher die Haupt-stadt inder Grassehafft, als biß zu des Königs Henriei VIII Zeiten, da diez neuen Shires oder Grafschafften dem übrigen Walles mit beyge-füget wurden, unter welchen diese auch eine war. Zuvor war es nurdie Haupt-stadt in der freyherrlichcn herrschafft Denbigh , welcheweit mehr Edelleute unter sich zur lehn hatte, als einige andere. An.1564 wurde der Baron Robert Dudley , von der Königin Elisabethzum Baron von Denbigh und Grafen von Leicester gemacht; mitdem aber dieser titul wieder ausstarb. An. 1622 ernennte JacobusI Wilhelmum den Burggrafen Fielding zum Grafen von Denbigh ,welche würde nachgchends dessen enckel geerdet hat. m
LrikLiniis, <n riiesrr. MLtzns.- kricann.
Denbigh - Shire / lat. Ocnkigcnlis comlrstu;. ist eine ammeer gelegene Grasfchaffr in Nord - Walles, welche von ihrerHaupt-stadt Denbigh diesen namen führet, und in der lange ohnge-fähr ;o, in der breite aber von norden gegen süden 18 meilen be-areiffet. Sie gräntzet gegen Westen an Caernarvan, wovon siedurch den flnß Conwy abgesondert wird, gegen süden an Meris-neth und Montgommcry, gegen osten an Shrop und Ehester, undgegen norden an Flint und das Irländische meer. Sie gehöretunter die -ncrccs von 8. Asaph , und vor zeiten haben dieselbige bewohnet. Die lufft in dieser gegend ist zwar gesund, aberkalt. Der erdboden ist zimlich bergicht und unfruchtbar, sonder-lich in der westlichen gegend, da man zu sagen pfleget, baß derbauers-mann sein brod aus dem feuer holen müsse : Denn wenndaselbst getraide wachsen soll, so muß man die oberste erde umgra-ben, so dann Haussen daraus machen, dieselbige zu asche verbren-nen, und solche auf dem unfruchtbaren Hoden herum streuen, wel-ches dann verursachet, daß eine grosse menge körn darauf wächset,so von den einwohnern Amelcorn genennet wird. Allein, die östli-che gegend ist um ein gut theil besser, sintemahl sie zwischen denbeyden flüssen Allen und Dee lieget, und nicht so bergicht ist.Aufden Hügeln und bergen in dieser provintz ist gute weyde für dasVieh, weßwegen man daselbst viel ziegen, wie auch einige kühe undschaafe hat. Die thäler tragen an den meisten örtern, sonderlichaber in den ost-wärts gelegenen gegenden sehr viel getraide. Camb-dcnus berichtet, daß die leute, welche darinnen wohnen, sehr ge-sund sind. In dem kirchspiele Lanfaiman solle, wie Speed erzehlet,an der feite eines steinernen Hügels ein runder ort seyn, so aus ei-nem grossen felsen gcbauet ist, worinnen 24 sitze sind, unter welcheneiner grösser oder kleiner als der andere ist. Dieses wird von dem.gemeinen manne Arthuri runder tisch genennet. Auf der westli-chen feite des flusscs Dee, so an Cheshire gräntzet, stehet ein be-rühmt castell, Holts-Castle genannt. Die marckt-städte in dieserGrafschafft sind, ausser der Haupt-stadt Denbigh,Lhanrust,Ruthin lind Wrexam.
Dendermond/ Tenermund/ lat. 'r-nersmun-z-, einest»wohl von natur wegen der moräste, als auch von der kunst sehr
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wohl bevestigte stadt, anderDcnder, wo sie in die Scheide fällt,5 rneilen von Gent in dem Kayserlichcn Flandern gelegen. Siewird samt ihrem gebiete unter die besondere Landes - FürstlicheHerrfchafften gerechnet, als welche durch heyrath an Flandern ge-kommen. Es werden auch daselbst gar feine wollene tücher verfer-tiget , und grosse Wochen - märckte gehalten, so wegen des flachs-handels berühmt sind. In der stiffrs - kirche zu 8. Maria werdendie gebeine ihrer Patronen, des heiligen Bischoffs Hilduardi undder heiligen jungfranenChristianä, eines Königs in Engelland toch-ter, verwahret. An. 148; bekamen sie die Brabanter, die es nochmit des Ertz-Hertzogs Marimiliani von Oesterreich parthey hiel-ten , mit list ein. An. 1472 ließ sie der Printz von Oranien aus-plündern. An. i;8; eroberten sie die Frantzosen, und wäre diesesein kleiner theil des von ouc gemachten treulosen an-
schlags auf die Niederländische städte, der noch geriethe; aber dieSpanier nahmen sie ihnen, unter dem Hertzog von Parma, daSfolgende jähr wieder ab. An. »706 gieng sie 2 tage nach eröffnetenrrenckcen an die Alliirtenüber. ,n liilior NL,r,r. pr,4cÄio-
nis öc insuAursr. L-Igii frincipum H iberr! Lc Ilstzells:;lleicr. Lelgii; in fall Neig. in lletcri^r. jiujus urbis;
kopogr. circuli Nurgunll- p- ,6?. *
Denhsff/ siehe Dönhoff.
Denia / lat. eine kleine und vormahls Bischöffliche
stadt in Spanien , an den küsten des Königreichs Valentin gelegen.Sie ist mit einem schloß und Hafen versehen, und an. 1484 zu emerMarggrafschafft gemacht worden. Ju dem Spanischen i ucceillons>krieg ward dieser ort an. 1704 von dem König Carolo III erobert,und an. 1707 von Philippo V vergebens belagert, jahrs daraufaber von demselben eingenommen. Nahe dabey ist eine kleine insuigleiches namens, so von den alten Pianasia genennet worden,
Denickon/ ein Grauen-kloster Cistercienser-ordens, in derEyd-genosslschen Landgrafschafft Thurgöw gelegen, ist an. 1257von den Edlen von Bichelsee rc. gestifftet.
Dentn / siehe Denain.
Denison/ (John) ein bekandter Englischer Geistlicher, flo-rirte unter Jacobs I, zu Oxfurt m om-g «Äliioientl legte er dengründ zu seinen Nutzüs. Als er sich sonderlich aufdas ipeo-logicum beflissen, wurde er an. IÜIIL lueo! Uottu-, hierauf desKönigs und Vicsr of Maria Kirchen zu Readings in
Bcrkeshire, bey welchem posten er auch geblieben, und gestorbenim Febr. an. 1628 zu Readings. Seiner kleinen schafften, dereneinige auch in unsere spräche übersetzet sind, ist eine zimliche an-zahl, als: 1t>-bLnquct. osi cke sät okicneeliiiA
in klie 2Ä of reccio ng riie Äscremcnr s rtireefulct iicivlnrion.Oc Lonfetlioinü 4 uriculLriü vsnicm-. for rlie 8ouiz f-fetii.
I'lle blstzcciiiek of xcscemrlcers: rlle linnsrs LcgusimLncc.
-Lo^/cr. * -
Denisot/ (Nicolaus) ein Mahler und Poet, wurde zu Mansin der Haupt-stadt der provintz Maine, aus einer bekandten familieqebohren. Sein natürlicher trieb machte ihn in feinen Unterneh-mungen sehr glücklich. Von Franckreich gieng er m Engelland,allda z schwestern, Annam, Margaretham und ^ohannam vonSeymour zu unterrichten. Seine schrifften, die er so wohl in ge-bundener als ungebundener rede verfertiget, als von der ersten zu-kunfft Cbristi, desgleichen »oo Lateinische aMickL der gedachten- st!,Western, gab er unter dem namen Comre tz'äitznois heraus.Michaela-Montaigne, m>Bellay, Muretus und andere gcden-cken seiner mit rühm. Girard Denisot, ein berühmter .welcher unterschiedene wercke hinterlassen, war ebenfalls aus die-ser familie entsprossen. NibNock. frsocoitc «tc -LLrrns
Dennemarck/ siehe Dänemarck.
Dennstädt/eine Adelichc familie in Thüringen , von welcherSeyfried an. n6? dem thurnier zu Zürch beygewohnet. Dietrichdiente seinem Landesherrn, Landgraf Friedrichen, als Obrister,und verlohr in der schlacht bey Eckstädt an. 1)42 sein leben. Georgewar an. 142; Amtmann zu Wcymar. Ulrich istum das jähr 1490Chursächs. Marschall, und George an. 1; zz Chursächf. Rath undAmtmann zu Saalfeld gewesen. Hans Christoph hat sich nach an-sang des i tz seculi durch seine geistliche schrifften über die offenbah-rung Johannis bekannt gemacht- krsnc. roll-.
llelst». v. il. sni>. Lax l'. 8 , >o Lc.
Dennftädt / Tennstädt/ Tännstedt / eine stadt, nebst einemChursächsisthen ober-amte, in Thüringen , an dem flusse Scham-bach , zwischen Langensaltze und Weißensee gelegen. ier.
t. i L,>eF.icr2ti. 1'kur. x> 122.
Dentatus / siehe Luriusund Siccius.
Deodaws/oderDeusdedit / gebürtigaus Nieder-Teulsch-land, ein Cardinal Priester, zu welcher wurde ihn Grcgorius VIIan 107; erhoben. Die parthey dieses Pabsts hat er beständig undmit arossem eiferst» wohl wider den KayserHenricum IV-als wi-der den aeqen-Pabst Clementem III > gehalten. Zu solchem ende hater auch unterschiedenes geschrieben , als wider die von weltlichenverfoncn unternommene Vergebung geistlicher ämter; wider alleunrechtmäßige bescher geistlicher jachen, der fimonie zugethane undf'kifmkicicos u.s.w. Absonderlich ist von ihm,fast aufdieart,wiedesOi-sriLni 6--crcrum , herausgekommen: ecc!-U»Mconim per capi»
rg compcnciium. Zuletzt soll er als Päbstlicher Legat in Spanien ,ungefehr an. rc»ss, gestorben seyn.