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schenberqe gestanden/und ist sehr schlecht gewesen/auch an. r^8-u einem futter-boden undstallung angerichtet worden. Langstvvr-her überhaben die alten Marggrafen auf erne bequemere rcstdentzgedacht/und etwas höher hinaufwarts andemLaschenberge umdiegegend/ wo das ietzige schloß stehet/zu bauen angcMgen; wertaber solches gleichfals gar unordentlich worden/hatHertzog Georgan. 15 ;4 ein neues schloß angelegt / und solches innerhalb; bis4 jähren vollendet/welches von aussen her mtt vielen dcnekwurdr-gen in stein gehauenen fiqnren / schrifften und wapen gezicret ist.Das andere alte schloß aber hat an. ^-47 Churfürst Mannttuszum theil/ sonderlich abendwärts / abbrechen / und alldamit dembau weiter nach der fcstnng hinaus rücken / auch neue gemachernebst vielen andern zu auszterung dieser rcstdentz gehörigen gcoau-den aufführen lassen. Chnrsiirst Johann Georgei Ueß den berühm-ten ricsenffaal aufs neue bauen / und Churfürst rivhann GeorgeIVHat cs an vielen orten noch herrlicher ausziercn lassen. Alleman. t7oidcn-5 mertzistcin groß theil von vielem schloße md wa-sche gelegt worden. Die allhier befindliche und in vielen Zimmernbestehende kunsickammer ist wegen der vielen rarttaten ledermanbekannt. In Nen-Drcssden an dem schlostestchet auchdas ansehn-liche und weitläuffkigc stall-gebäude mit allenzugehorungen/wor-zu der Churfürst Christianus I an. 1^86 den 6 jun. den gründ ge-leget / und welches vor ein prächtiges schloß passieren kan. Nicht al-lein in den prächtig und kostbar abmieten stallen/find stände vorir8 Pferde/sondern es sind auch diedarüberbefindlichen vielen ge-macher mit kostbarem pferd-zcuge / allerhand art von armatur/und was zu ritterlichen spielen und aufzngen gehöret/desgleichenmit verschiedenen historischen gemähldcn von der sncceßlon derSachsen und dergleichen crlullet. DaS zeuqhauß/ so ChurfürstAugustus an. izzy zu bauen angefangen /und an. i>sz vollendet/wird unterdie vornehmsten in gantz Europa gezchler/wormnenein sonderbarer grosser vorrath von allerhand qeschützund rustungvorstanden ist. So ist auch der schöne zwtngcr-garten hinter demschlösse / und der grosses garten vor dem Mimischen thorc wohl zufesten. Desgleichen ist alisticr der fitz dcrober-qerichts-collegien derChnr-Sachscn. Ne-i-Dresideu stat; thorc / 2 marckt-plätze / zstadt-kirchcn/; 6 gasten / welche gleich / und mit prächtigen steiner-nen Häusern gezicret sind. Die forlificatlon allhier ist unvergleich-lich/ und die gantzefestung aus harten quader-stemen gebauct/hin-ter welcher noch eine Hohe und dicke stadk-maucr ist. Den ansangzur bescstlgung machte Hcrlzog George / worauf nachgehendsdiefolgenden Churfürsten Maurilius / Augustus / Christianus undderen nachsolgcrunglanblich kosten angewendet/ die fortlficauonfortzuführen und zu vcrstarcken / auch selbige m einen solchen zu-stand gesetzt / daß sie keiner fcstung in Lcukschland wcder an stärckenoch an zicrllchkcitctwas nachgeben darst. Die brücke über dieEl-bc ist ncchst der zu Rcgcnspurq undPraqe die vornehmste in Leutfch-land/undan. myzu bauen angefangen/nachgehends aber wie-der unterlassen / endlich an. 117z ist verbau von neuem fortgesetzt /und an. 122r vollendet worden. Sie hat vor diesem 24 Pfeiler ge-habt/ und ist 8°c> schritte lang gewesen/,bey Churfürst Moritzenszelten aber /als man mit bevestigüng der stadt Ncu-Drcßden um eingrosses theil über das ufcr bis an die Elbe gerückct/ find 5 Pfeilervon dieser brücke verschüttet worden/daß sie also nnrnoch 6; oschrittelang ist. Alt-Dreßden gehörte ehemals dem Stifftc Meisten; Bi-schofs Bernhard von Camcntz, aber hat es den Nfärggrafen um eingeringes überlassen.An. 1404 stak es das stadt-rcchl bekommen. Esist etliche malbercnnct worden / und etliche mal abgebrannt/son-derlich an. 168z biß auf 21 Häuser / hernach aber hat man es destozierlicher wieder aufgebauet. Es ist auch befestiget/und an. 1704eine weitläuffige fortineation darum zu führen angefangen wor-den. In dem ;o jährigen kriege sind beyde stadtc verschont geblie-ben. Lci LN. 808. Iziill-clii'on.
rlieLkr. 8,ixon. urbib. copo^r. 8rx. kupcr.
kciclll'. Drcsllcn. llurclll. ruiLmmcnllunkc.
Drcs-cnsis / (Petrus) siehe Petrus .
Dresky / ein ansehnliches adcliches gcschlccht in Schlesien ,welches sich aus dem Hause Mcrtzdorf in dem Neisiisthcii Fürsten-lhum schreibet, und mit denen von Zdreschizky oder Zdieschizky /so in den Schlesischcn Urkunden öffters vorkommen , cinerlcn zusinn scheinet. Heinrich von Dresky, ein wohlgcreißccr und gelehr-ter Cavallicr/ lebte an. 1620.^ Caspar von Dresky und Mcrtzdorf,aufJcmschdorf und nicder-Sappraschin, war an. 167; Würtcn-bcrg-Oelsstschcr Rath u>id Burggraf zu Oeiß. Zu ansang des 18lccuv lebten unter andern ; brüdcr, nemlich 1) Hans George vonDresky aufUloschwitz, Fürstlicher Rath und Amts-Hauptmannder Herrschafft Mcdzwor. 2) Caspar Friedrich von Dresky undMcrtzdorf, des Oclßnischcn Printzcn Christian Ulrichs Rath undHofmeister, dessen söhn Eylvius Friedrich an. 1719 bey demHertzoge zu Oelße die stelle eines Cammcr - Jnnckers vertreten,z) Paul Wilhelm von Dresky, Fürstlicher Würtenberg-OclßischerRath, ober-Stallmcistcr, Forst- und Jägermeister. Caspar Adolphvon Dresky und Echwirse, ein vctter der vorigen, war um ebendieselbe zeit des Oelßnischcn Fürstcnthums Land-edomm,iHr,us.Paul von Dresky und Mcrtzdorf auf obcr-Stradam und Paul-witz, war an. 1701 der freyen standcs - Herrschafft WartenbergHof-Gerichts->rjicssor «nd Landes - Deputirter. 8cMcll
curio^. *
Drcsserus / (Matthäus) wurde zu Erfurt den 24 aug. an.r?zü gebohren. Den gründ seiner studien legte er zu Eislcben,und hernach zu Wittenberg, woselbst er Luther und Melanch-thon horte. Hierauf kehrte er wieder nach Erfurt , und bedien-te sich in der Griechischen spräche der untcrrichtung Martini Si-
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demanni, wurde auch daselbst an. izzy r^sskl-r psillokopinK,und an. 15 60 I>5c>kcssor der Griechischen spräche. An. Iz 74 wurdeer nach Jena an Justi Lipsii stelle beruffen; wiewohl einige zweif-fcln, ob Dresscrus zu Jenagewesen. Diefts ist gewiß,daß er bald nach dieser zeit LeLor der schule zu Meisten worden,und 6 jähr daselbst verblieben, bis man ihn an. i?8i nach Leipzig beruffen, die Griechische und Lateinische spräche zu lehren, undFabricii KMoriam fortzusetzen. Als er nach Leipzig
kam, war diese Universität voller unruhe, so wohl wegen der strei-tigkciten der Lutheraner und der so genannten Crypto-Calvinisten,als auch der Ministen und anti-Ministen. Nun wolle er sichzwar anfänglich in diese streitigkeiten nicht mischen, wurde aberendlich bewogen, die parthey der anti - Ramisten anzunehmen,darinnen er sich mit grossem eiffer gegen die Ministen aufführteEr starb den ? oct. an. 1607, „nd hinterließ unterschiedene fchriff-
ten, als : inventioniz, <lissotir,»nis L elocurion,8 cx-
empiis sscris L- pro5»nir qusmplurimis lllullrsum ; lrez IilirvzronLÜnaium lircerzrurs: OrLCL, vr^cionum, ep>llol37um öc pocmz.rum; öcc. issgozen llilloricLin per rnillensrios <l>lknl>utsm, L: Zgsttnum urgue nonLßciirnuar primum lliprs rnills quin^cmoz gellu-ÄLM. in virir pliiloll in kliesr. inrio-
tzuÄ scl L. c. ir.
Dreux / lat. rnocum , eine stadt nebst einer Herrschafft inI-Ie cie i-rance - an dem kleinen siuß Blaise gelegen. Es ist einevon den allerältesten städtcn in Franckreich, und soll noch von DrioIV, einem Könige der Gallier und vornehmsten stiffter der Drui-den, erbauet worden seyn. Vor zeiten war diese stadt sehr veste,anjctzo aber ist das eastell fast gäutzlich ruiniret. Sie ist vornem-lich deßwegen mcrckwürdig, weil sie vor zeiten der Druiden sitz ge-wesen , und bey allgemeinen Reichs-versammlungen Cbarlres'undvielen andern städten vorgehet. Rodertus, ein söhn LudoviciCrassi, hatte die Grafschant Dreur an. 11 z 7, und war der stamm-vatcr der Grafen dieses namens, daraus die liuie der Hertzoge vonBretagne entsprossen. An. 1; 76 aber wurde diese Grafschafft un-ter König Carole V mit der kröne vereiniget. Carolus VI gab siedem Hause von Albert, und an. 1 zz 1 kam sie wiederum an die kröne.An. i?62 erhielten die Catholischen allhier einen sieg wider dieHugonotten, und au. 159; eroberte der König Henricus IV die-sen ort, nach einer 18 tägigen bclagerung. König Ludovicus XIVhat ihn an. 1707 dem Hertzoge von Vendome gescheuckt.
Iiill. l. ie^. Uilkoir. cle Is Mellon cie llrcux.
L: LLs/xw.
Dreur. Die familie der Grafen von Dreur entstund imi2tcn seculo, und stammte von Ludwig dem dicken, Könige mFranckreich, her, dessen fünffter söhn Robert, Graf von Dreur,Pcrche, Brenne, rc. war, welcher sich im gelobten lande so wohlals in den kriegen gegen Engelland hervor gethan, und an. i;88in hohem alter verstorben. Unter seinen söhnen ist, neben Philippe,Bischofs zu Beauvais , von dein an seinem orte kan nachgelesenwerden, Robertus ll zu mcrckcn, der an. 1218 oder 1219 verstor-ben, und neben Petro, der das Hertzvgthum Bretagne crhcyrathct,(siehe Petrus ) Robcrtum III gezcuqet, welcher in den Engli-schen kriegen eine Zeitlang der Engelländcr gefangener gewesen,unter denen wider die Regentin Bianca, Ludovicc des beiligcnMutter, zusammen vcrschwornen Grossen eine Zeitlang sich hervorgethan, sich wicht durch gcschcnckc gewinnen lassen, und an. 12;zgestorben, exin iungcrcr söhn Robert siifftcte die linie der Herrenvon Bru, der ältere Johannes I aber pflantzte das geswlccht vonDreux fort, welcher Robcrtum IV , dlcser aber Johannem IIzeugte, dessen söhne Robert, Johann und Peter, alle drer, ohnemännliche erben abgicngcn, so daß, als der letzte an. >Z4Z starb,seine crbschafft an »eine lochter Johannam fiel, die an den Vicomtevon Thouars vcrhcyrathec war. Unter den Herren von Bru, de-ren linie von Robcrti des dritten iüngern söhn Roberto gcstisstctworden, ist sonderlich Rvbcrms III zu mcrckcn, welcher des KönigsPhilippi von Nalois und s'incr gemahlin obcr-Hosincister gewe-sen, auch von gedachtem Könige zu ausrichtung sichres tcstaincntsgesetzt worden, und an. 1 zz 1 gestorben. Es bat diese linie bis an.1428 gedauert, da Robertos Vl ohne erben gestorben. Von die-ftn Herren von Bru, und zwar von Roberto II , sind entsprungendie Herrcnchon Beaussart, welchen titul gedachten Robcrti ande-rer söhn Johannes angenommen, dessen nachkommen durch 7erzcuguugcn bis iZ4° bestanden,daNicolaus ohne kindcr abgegan-gen. Von den Herren von Bcaussart, und zwar von Roberto, sindzu ansgange des i z sccnli entstanden die Herren von Moraiiwille,welche linie Jacobus, gcmcldtcn Robcrti vicrdter söhn, gcstiffter.Selbige iir mit Johanne abgegangen, welcher 6ouve,»eur vonPcrche gewesen, und an. 1590 in der delagermig von Verncnil er-schossen worden. Zu seiner zeit war das Hauß von Dreur so her-unter gekommen, daß man sie fast nur vor Adelich hielt, und mnsteer d'c wurde desselben, wegen einiger dcßhalbcn entstandenen strci-tigkeilcn, durch das Parlament bckräffligen lassen.
2^. ^ cje Dreux öec.
Drerelius / (Jcremias) ein Jesuit, war von Augspurg ge-bürtig , und nachdem er lange zeit die KK-roric gelehrt, erwählteihn der Churfürst von Bayern zu seinem Hof-Prediger. Er starbzu München den 19apr.au. iw 8 , im z-Mn sichre feines alias,nachdem er verschiedene geistliche schrifften verfertiget, welche in2 romis in fol. zusammen gefastet worden, l-wi. kcrim.
8 . ).
Dreyeicherwald/ Dreyeichische gebiethe / v,r,'c>nrris, IrsÄuz Triquerccranus, ein gewisser strich landes, Z weilenlang, und eben so viel breit, nahe an der Wetterau, unweit Hanau
und