Band 
Zweyter Theil
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Krstsch-thal / ist ein schönes stuck kandes in Wallis , zwo weilWegs lang, barvurch das Wasser,die Uffenn genannt,herab rauschtmid gegen Siders über in den Rhodan fallt. Es ligen darinnendie pfarr 8. Eufemia, nebst den orten Esso, Grrmensi, Reschirc.Es ist dieses thal vor altem in der Freyherren von Raron gewaltgestanden, aber nunmehro eine freye sondere Herrschafft, die ihr ei-gen paner hac. vsies, p. rz. s«»,/,/. i. u. zgs. b. *

Engaddi/ oder Engeddi/war ehemals eine von den vornehm-sten stävten in dem Jüdischen lande, welche ;oc> lbz<li3 von Jerusa-lem entfernt lag,und zwar auf einem rauhen gebürge,welches abermit einem sehr angenehmen, und mit allerhand wohlriechendenkräutern oder gesträuche angefülletem thale umgeben war. Inson-derheit befanden sich balsam-gärten in der nachdarschaffr, und na-he dabey waren die 2 höien, in deren einer Loth, in der andern aberDavid,sich verborgen gehalten. Das todte meer lag nur etliche feld-weges davon, und noch heutiges tagcs soll in selbiger gegend einklein dorff dieses namens anzutreffen seyn, von wannen man köstli-chen balsam bringet, to/ c. V. 6r. I Ss»r. c. -4. V. ,, r. LErc.c.l.v. 14, Linigu, I, 8. c. r, To7»r'eL'. -V. Lt. 2976. n. r. Lrsc«»-«! cie

lrrrs 8.

Engadin / c-pur oenl, und anfAhätische sprach, Ln eo-le in»,ist etnffirich landes im hohen Nhätia, längst dem Jnn-fluß, von des-sen Ursprung an, bis himmder gehn Finstermüntz, in dem Gotts-Hauß-Bund gelegen. Es wird abgetheilt in das obere und unde-- re, darinnen ligen dem Jnn nach folgende stecken, und gerichle;welche durch einen Amman regreret werden: St. Mauritz, Ardez ,Sarnez, Rettains, Eins, Sumada, Zutz, Stcinüverg, Schuls ,Remns,ein schoß und alt stammhauß deren von Remüs, welche ei-nen steinbock im Wappen geführt haben. Die iufft ist darinnen sehrrauch und kalt, jedoch hat es treffliche vieh-weyden, und an mehre-ren orten sehr fruchtbare ackere; wie dann meist nur die höchstegipse! der bergen mit schnee bedecket sind, die niedrige theile aberdas beste und fetteste gras hervor bringen. Vor alters haben dar-in», nachPlinii beschmdung , die völckere Vennon« und s-runeresgewöhnet, davon der letzteren name in der benennung des fleckensSarnez annoch übrig ist'. Es hat in denen alten kriegen viel erlit-ten ; Massen an. 1499 um Pfingsten, 8000 Etschländer und Tyrolereinen einfal! in das Engadin gethan, und solches mit raub undbrand verderbet,auch starck gcbrandschatzet und bis zu erlegung die«ser Summen,;; der fürnehmsten landleuthen als geysel mit sichgen Meran geführt; Nachdeme aber die Bündcner den Etschlän-deren auf den hals gekommen, ihrer bey 4000 auf der Malser-Hey-de erschlagen, das Stättlein Glurns mit den besten dörffern inEtfchland geplündert und in den brand gesteckt, mustcn die armenzu Meran gefangene geyfein herhalten und der feinden raach mitihrem blut abkühlen. In den Bündtnerifchen »nruhen und Velt-liner-krieg wurde das Engadin von denen Österreichischen völckemübel mitgenommen. Der BündtnerischeGeneral von Lalis ist an.!622im julio in das Montafuner-thall und Engadin eingefallen,und hat zwar dieOesterrelchischc landsknccht verjagt,auch das block-hauß und die 8. Martins-bruck eroberet, aber anbey dem land eineKontribution von 4000 Cronen ausserlegt. Dieses zu rächen, thäteErtz-Hertzog Leopold, (ungeacht man zu Lindau aufeiner Frie-dens-Conferentz beysammen wäre) wiedermahlen einen unverse-Henen einsah! in das imtereEngadin,jagte die Bündtner gleichfallsdaraus, und häufele mit feur und schwerbt übel darinnen.

lib. 10. psg. zog. ic<;, I. 4. ?LlIs<z.k^k«r. p. 114. Aekt/s/. ?-

I« l. 7. ;46. öc?. r. p->x. ;>9. 54;. *

Engedin / oder Enyed / ist eine in Siebenbürgen / zwischenKlause,würg und Weiffenburq / nahe beydem fluß Marosch / ge-legene kleine stadt / welche in der mitten ein schloß bat/ so mit was-ser-gräben umgeben ist. An diesem ort und zu Dornburg redet manin Siebenbürgen die Ungarische spräche mit der grösten Zierlichkeit.

Engel von wagrein/ eine Adeliche und Freyberrlichc samiliein Oesterreich / welche an. -717 von dem Kayfec in den Grafcn-stand erhoben worden. Georg Engel von Burgstall/starb an.i;98-Sein söhn Albertus/ Kayserlicher Rath und Ober-Jägermeister/bat unterschiedliche kindcr nachgelassen/ welche den namcn vonWagrein angenommen, von welchen aber Augustinus allein dasseschlecht fortgepflantzet. Sigmund Friedrich war um das jähri67oNleder-OestrelchischerRegjerungs>Rath/und ein vatterMar»quardt Alberti undConradiPhilippi. Gottfried hat; söhne ge-zeuget / ncmlich i) Frantz David / 2) Frantz Georg / ;)Frantz Ferdinand; dessen bruder / namens Ferdinand / verlohrin der Wacht bey Sk.Gotthard in Ungarn sein leben. IndemHertzvgthnm Bremen florieret gleichfalls eine Adeliche familie/namens Engel, kemm, ?. ;. tbearr, nnb. Mein.

Engelland / ist ein schönes Königreich in Groß-Britannien/und zwar der graste und beste theil von derqantzen insul/wclche in; haupk'theile eingetheilet wird / nemiich in Engelland/ Schott-land und Wales . Engelland ist dasjenige/ welches in der südlichengegend liget / hat Schottland gegen morgen/ und Wales / von sei-nem mittlern theile an zu rechnen / gegen abend. Die flösse Lwedevnd Solwan scheiden es von Schottland / und die see von einemkleinen theile der Provintz Wales . In anschung der ausländischengegenden flösset es ost-warks an das Teutsche meer/ wodurch es vonden Niederlanden abgesondert wird; gleichwie es der canalsüd-wärts von Franckreich/ und wcst-warts die Jrrländische see oderder ranai 8.Georgil von Instand scheidet. Solcher gestalt begreifstes in der länge von norden gegen süden/ ncmlich von Berwick ander Lwcde bis nach Porrsmvuth in HampShire 1meilen/und rnder breite / und zwar/ da es am breitesten ist/ als von Dover d;s an

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Lands-end/ von Osten gegen westen 2;« merken. Es hak seinen na»men von den bekommen/ welche ein alt Dänisch volck ausInstand waren/ und nebst den benachbarten Sachsen Britannieneroberten; und mit diesem namen ist es durch ein besonder es,erEgbert!/ des erstenMonarchcnvon Engclland/nach der ttepr^cm-beleget worden. Unter der regicrung des Sächsischen Königs Al-fred!/im 9 seculo/ wnrdeEngcllanv in gewisse Shjres oder Gras«schafften eingekheilet/deren anjetzv 40 sind/ nemiich ,8 an dem meergelegene und 22 inländische / worunter die meiste» nach ihrenHaupt-städten genennet werden. Die am meer gelegene Gras»schafften smdCornwal/Dcvvnshire/Sommersetshire/Dorselshire,Hampshicc/ Susser/Kenk/ Esser/ Suffolk/Norsvlk/Llncolnshire /Aorkshire/ Durham/ Northumderlanb/ Cmnderiand/ Westmor»land/ Lancashjre und Cheshire . Die inländische Grasschaffteasind: Noktingham/Derby/ Slafford/Shropshlre/Worcelter/He-rcford/MoiuNoiith/Glocester/Wiiks/Berks/Blickinaham/Surrey ,Middlescr/Hartford/Cambridge / Huntingdon/Beksort/Orsord/Wacwick/Norrhamptvn/Rmland und Lcicester. Unter allen diesenGrafschafflen ist Uorkshire die gröste/und Rutiand die kleinste.Heute zu rage werden die meisten Graffschaffrcn in Hunderte/ unddiese wiederum m zehende/eingetheilet. Ein hundert hat -o zehen-de/ und em zehend hat 10 familien in sich. Die folgende Eras-schafften haben eine andere emthcilung/ als Durham wird einge-theilet in wakcs oder wachten: Nottingham in wape-n^e- oderca«rc>nz; Ciimberlanv/ Westmorland und Northumberland inwards oder quartiere; Dorkshire mz ridings; Kent in ? lathes;Suffer rn6 rapes/ und Lliicolnshrre m diese; theile/welche mitnamen heißenLindsev/ Kesteyen und Holland oder Hoiland.

In anschung der öffentlichen Verwaltung der gerechtigkeit, sodurch hin und her reisen der Richter geschieht, wird Engelland in 6crayse eingetheilet, deren jeglicher eine gewisse anzahl Grafschaff-ten in sich begreifst, worinnendie von dem Könige bestellest Rich-ter alle jähr 2 mal umher reisen müssen. Die so genannte )ulli-ces ok Liiixs, oder von dem Könige zu entscheidung der crimtnal-sachen abgeordnete Richter, haben Engelland nur in 2 crayse untersich getheilet/ welche sind der nord-und südliche. Jener begmfft alleGrakschafften aufder mitternächtlichen, und dieser alle auf dermittägigen seist des flusses Trent in sich. Nach dem kirchen-regi-ment wird Engelland ausser Wales in 2; cUcsce!« oder Bißthümereingetheilet, worunter die 2 Ertz-Bißthümer mit begriffen sind,undjegliche ö-o-ces hm ihre gewisse anzahl von kirch-spielen. Die 2 Ertz-Blßthümer sind Canterbury und Jorck; jenes begreifst ein theilvon Kent, und in allen 297 kirch-spiele in sich, dieses aber den bestentheil von Aorkshire und Notlinghamshire, zusammen 587 kirch-spiele. Die andern Bißthümer sind: Londen , Durham, Winche-ster,Ely,Lincoln,Hereford,Worcester, Bath und Wells, Chichester ,Covemry und Lichsield, Ereter, Saltsbury,Carlisle,Rochestcr, Ox- ford,Ehester,Glocester,Peterborough,Bristol,Man . Von allen die-sen Bißthümern gehören nur ; unter das Ertz-Bißthum Zorck;die übrigen alle unter Canterbury . Solcher gestalt wird heut zutage Engelland eingetheilet. Als es aber die Römer besassen^ theil-ten sie es in 2 theile, welche waren kri»nni» prims..so die südlichegegend von Engelland begrieff, und msxim» ca-lLncMis, welche dienördliche gegend Wales m sich hielte, und von ihnen ie.

cunllr genennet wurde. Die besondere eintheilungen geschahennicht nach den lanbschafften,sondern nach den eimvohnern,als z. e.die Atrebatii wohnten in Barkshire; die Belgä in Sommerset,Hamshire und Wiltshire ; die Brigantes hatten den grösten theilvon Nord-Engelland innen; die Cantii wohnten in Kent ; die Ca-tieuchlani in Buckingham, Bedford und Hartfordshire; die Co-ritani in Lincoln, Leicester, Rutland, Nottingham, Northampton und Derby; die Cornavii in Ehester, Shropshire , Worcester,Stafford und Warwickshire ; die Dammvnii in Cornwal undDevonshire; die Dobum in Glocester und Oxfordshire ; die Du-rotriges in Dorsetshire; die Zoem in Suffolk, Norfolk , Hunling-don und Cambridge; die Ottadini in Northumberland ; die Regniin Sussep und Surrey ; die Trinobantes in Esser und Middleser.Zur zeit der Angel-Sachsen wurde Engelland in 7 Königreicheeingetheilet, daher der name NeprsrciiiL entstanden. Das land istinsgemein platt und eben, nicht mit wilden unwegsamen Wäldernbewachsen,noch mit allzu hohen bergen besetzet. Kein land ist freyervon schädlichen und räuberischen thieren, gifftigen schlangen undschädlichen fliegen und gewürme, als Engelland. Die ffusse darin-nen sind die Tames, Medway, Severn , Oust, Trent, Humber,Tees, Line und Twede. Die gröste ungelegenheit, die sich allhlerereignet,kömmt von der beschassenheit der lufft, als welche mehren-theils grob und feuchte ist, und etwas von der saltzigkett der see beysich hat. Das weiter ist sehr veränderlich und unbeständig, jedochmehrentheils gewölckig und regnicht, sonderlich im Winter. Dienahrung anlangend,so wird schwärlich ein land beper mit körn undweyde, sonderlich vor schafe, versehen seyn. So mangelt es auchdaselbst nicht an guten-waaren, unterschiedenen arten von w,ld-pret,und allerhand flüchten, welches alles so beständig in Engel ,land, daß es in vielen l-cui>- keine hungers-noth empfunden hat.Nächst dem versiehe! es die see mit allerley gattungen von fijchen.Zwar aus Mangel der sonnen-hitze hat es wenig oder gar keinenweimvachs; nichts destoweniqer sind einige jähre her durch so»,derbaren lleiß eben so gute trauben,als in den meisten gegenden vonFranckreich, zu wege gebracht worden. Zum täglichen truncke ha-ben sie das beste bier, oder den besten apffel.tranck,cider genannt.Was die zur kleidung gehörige dinge betrifft,so ist die Engetländi«sehe wolle beydes wegen ihrer schönheit und gute durch die gantzeweit berühmt, woraus sehr breite tücher gemacht werden,und zwarin solcher menge, daß nicht allein Engelland, sondern auch andere

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