Band 
Zweyter Theil
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endlich, wenn er gantzlich und aufünmer abgesetzet wird, in wel-chem falle ihn der Bischoff mit feyerlichen ceremönieu scmer prie-sterlichen kieider in gegenwart der weltlichen obrigkeck deraudet,und ihn so dann, als einen i»>c.,m, derselben überantwortet, um vordie begangene übelthat gestrafft zu werden. Was die übrigen geist-lichen strafen anbelanget, als z. e. die kirchen-buffe,die cxcommui-crnon und den bann, womit vor zeiten beydes welt-und geistlichePersonen von dem kirchen-gerichte beleget wurden, so sind diesel-bigen anietzo einiger Massen beyseits gethan, und werden gar seltengebrauchet.

Die Historie von Engelland betreffend, so ist zu wissen, daß,ehe noch die Römer in diese msul gekommen, die Britannier, alsdie damaligen besitzet dieses landcs, in verschiedene nacinnes zer-theilet gewesen, deren jegliche von ihrem besondern König undFürsten regieret wurde. AIs hernach Britannien dem RömischenReiche anhängig gemacht worden, hakten dennoch immerfort vielvon ihnen ihre besondern Könige, welche zwar nach ihren eigenengesetzen regieren durfften, aber den Römern zinßdar seyn musten.Dergleichen Könige waren Codigunns und Prasitagus, derenTamils gedencket, Lucius, welcher der erste Christliche Königgewesen seyn soll, und Coilus, ein vaker der Helcnä, des KaysersConstantini N. Mutter. Als hernach die Römer, bey dem einfallder Gothen, und anderer nordischer völckeren, in die der stadt Rom am nächsten gelegene Proomtzien in Italien , Britannien, unterdes Kaysers Honorii regierung, das ist, im c seculo, wiederuinverlassen hatten, kam das Königliche rcgiment von neuem auf dieBritannier, welche so dann Eonstantinmn Aldroini, des Königsvon Bretagne in Franckreich bruder, einen Fürsten aus Britan-nischem geblüte, zu ihrem König erwählten. Diesem succedirtesein söhn Constans, welchen Vortigernus, ein mächtiger Herraus altem Britannischem geblut, umgebracht , und sich an feinestatt zwar auf den thron geschwungen, aber, als er darauf vonden Schotten und Picken hcfflig angefochten wurde, und selbigenmit seinen Britannkrn nicht allein widerstehen konte, zu derenund seinem eigenen grössten schaden die Angel - Sachsen an. 44szu hülffe rüffle; dann diese kamen, unter Heugisto und Horso, ingrosser anzahl daselbst an, und trieben die räuberische Schottenund Picten dapffer zurück, bekamen auch dafür von Vortigerno,zur danckbarkeit, sitz in der Provintz Kenc; er vertrüge sich bis inseinen tod mit diefim frembdlingen trefflich wohl, heyrathete sogar Heugisti tochtar, namens Ronix, und beförderte die Angelnfast mebr an seinem Hof, als feine eigene Britannier; welcheseiner seits bey diesen einen haß gegen jene erweckte, ander seitsaber die frembde dermassen stärcktc, daß, als sich der söhn undNachfolger Vortigewi, namens Vortimer, auf die Brittischefeite schlagen, und die Angeln demüthigen wolte, solches nun-mehr» zu spath wäre; Massen, ob sie wohl in einigen schlachten,erstlich von Vortimer, wie auch hernach vom Könige Arthur über-wunden wurden, so verfielen doch bald, nach des jetzt - gedachtenletzten, Königs tod, die Britannier in eine solche ohnmacht, undwüchse dargegen des gcgentheils geweilt, durch dündnuß mit denPicten, und anlockung mehrerer lands - keuchen aus Teutschland,dergestalten an, daß >ene sich zuletzt entweder ergeben, oder denangenehmsten theil von Britannien mit den Wallischen bergenverrauschen musten. Von den Sachsen wurde das land in siebenKönigreiche getheilet, welche deßwegen der Sachsen bepack,-,oder siebenfache regierung gencnnet wurde. In solchem zustandeverharrete Britannien etlich 100 Mr lang, bis endlich das obsie-gende glück der west-Sachsen sie allesamt zu einem cintzigen Kö-nigreiche, unter dem namen Engelland, machte. Dieses geschahean. 819 unter Egberti, eines west-Sächsischen Königs, regierung.Denn nachdem bcrselbige die andern Sächsischen Könige über-wunden , und ihre länder fast allesamt zu den seinigen geschlagenhatte, ließ er sich in jetzt-gedachtem jähre zu Winchester, unterdem titul eines Königes von Engelland, welches wort dazumalL-.ßci-!on6 geschrieben und ausgesprochen wurde, crönen; wie-wohl eigentlich König Alfred , einer von seinen enckeln, derjenigewar, welcher die Sächsische b--prLnclli.i vollends gäntzlich in eineiniges Reich zusammen brachte. Also nun ist sie von des gedach-ten Königs Egberti zeit an, bis aufden heutigen tag, fast in dieyoo jähre, eine KwEciii-.- gewesen: Und zwar war sie erstlichunter 15 Königen aus dem Sächsischen geblüte, deren regimentbis 1017 daurete, zu welcher zeit die cron von Engelland auf dieDänen fiel. Denn nachdem diese zu erst, unter Egberti regierung,Engelland feindselig angefallen, liessen sie nicht nach , bis sie esendlich gar überwältigten, und das Königreich an sich brachten.Da. aus nun lebten die Sachsen und Dänen unter einander ver-mischet , befreundeten sich also durch heyrathen, und machten zu-sammen eine »arian, welche aus Sachsen und Dänen bestünde.Diese letztem hatten allhier z Könige von ihrem geblüte, nemlichCanutum I, Harolldum I, und Canutum II, welche in allemnicht länger als 24. iahre regierten, nemlich von an. 1017 bis1042. Darauf halten die Sachsen das glück, wiederum aufdenthron erhoben zu werden, und zwar dieses in der perfon Eduardi,welcher conkm,.. oder der bekenner / qenennet wurde. Aufdiesen folgte Haroldus II, gleicher gestalt ein Sachse; unter des-sen regierung an. 1.066 die Normämicr, mit Wilhelms dem ero-bere» / in Engelland einfielen. Als nun derselbige die Engellän-dische crone, sozusagen, mit einem streich erhalten, so hinterließer sie nach feinem tode feinem söhne Wilhelms Rufo, welchemsein bruder Hcnncus I, und diesem ihr vctter Kömg Stephanussuccedirte. Solcher gestalt blieb die crone auf 4 Königen vondem Normannischen geblüte. Nach Königs Stephani tod wurdedas Normannische und Sächsische geblüte, in der Person des

nächst-folgenden Königs Hemici H, den man Fitz - empreß zunennen pflegte, an. 1S4 mir einander vereiniget, in dessen stam-me nachgehends die Königliche würde stäts geblieben, wiewohlmcht allezeit in gerader linie. Denn daß wir nichts von demKomge Johanne gevencken, welcher seines altern bruders Godo-trcdl «ohne Arthur die crone mit gemalt abnahm, und sich selbstaufsetzte, so tst insonderheit bekannt, wie die Häuser von Lancasterund Mrck, welche beyderseits von dem Könige Eduards III ber-stammeten, einander Wechsel - weise, wiewohl nicht ohne vielesblut-vergieffen, succedirt haben. Denn Henricus IV , der ersteKonig von der Lancastrischen link, maffete sich an. i zyy unrecht-mäßiger weise der crone an, indem er sie der Porckischen linie,weiche die älteste war, mit grwalt aus den Händen riß. In destselben Hause nun bliebe sie in die sechzig jähre, nemlich unter dennächst - folgenden beyden regierungen Henrici V und Henrici VI.Letztlich behielt die Jorckische familie die oberhand, nemlich inder person des Königs Eduardi IV , welcher die crone an. 1460mit vielem blut erlangen, und auch mit dem schwerdt behauptenmuste. Diesem succedirte Eduardus V, und dann Richarbus III,sein Vetter, so beyderseits von der Jorckischen linie waren. Dar-auf bestieg die Lancastrische familie abermals den thron in derPerson Henrici VlI an. 148c. Allein hernach, als er sich mitElisabeth, Eduardi IV ältesten tochter, vermählte, wurden diesebeyde familien glücklich vereiniget, und so dann Engelland ruhegeschaffet. Aus dieser Vermählung sind hernach alle "feine luccck.lo^5 in gerader linie , bis aufdie letzte Veränderung, entsprungen.Denn als des Königs Henrici VIII geschlecht mit dem tod seinertochter, der Königin Elisabeth, ausgieng, kam die crone auf Jaco-bum VI dieses namens, König von Schottland, und ersten vonEngelland, als den nächsten erben, welcher von Margaretha,des Königs Henrici VII ältesten tochter, herstammete. Solchergestalt wurden an. 160; die beyden Königreiche, Engelland undSchottland , welche bis dahin stäts einander aussätzig gewesen,glücklich vereinbaret, und gedachter König Iacobus wurde derchste König von Groß - Britannien, in dessen linie die crone bisauf den König Wilhelmum III , Fürsten von o-LNM, geblieben,nach dessen tode Anna Stuart , Königs Iacobi II tochter, uuddarauf George I, Chur-Fürst von Hannover , gefolget. *

I.

1.6. Die Sächsischen Röntge:

819 Egbert,

8;6 Ethelwolf,

8c7 Ethelbald,I

860 Ethelbert, i, .

866 Ethelred, s ^ bruder.

872 Alfred, I

901 Eduard, mit dem zunamen der ältere.

Ethelwald, dessen ältester söhn und cron-erbe, lebtenur etliche tage nach ibme, und wird deßwegen nichtunter die Könige gerechnet.

92; Ethelstan ,

941 Edmund,

946 Edred ,

9S Edwin, I sder schöne, l

9cy Edgar, , > der friedfertige.

975 Eduard, ^genannt*, der Märtyrer, und heilige.

978 Ethelred , > der unfertige.

1016 Edmund,A EJronside, oder die eiserne fette»

1017 Canutus I.10; z HaroldI,

Die Dänischen Röntge:

I°;c HaroldI, L genannt basen-fuß.i°4° Canutus, s ucnanm ^ behertzte.

z.

Die wiederum aufden thron erhobene Sachsen :1042 Eduard, genannt der bekenner.ic>66 Harold II.

4.

Die Normannische Röntge:

1066 Wilhelm I , I f der eroberer.

1087 Wilhelm II, : genannt z Rufus.

1100 Heinrich I , I EBeauclerc.

n;c Stephanus.

c.

Das vereinigte Normannische und Sächsische geblüte:

- emprck.

cour >lc Icon , oder löwcn-hertz»lacic - lonll , oder ohne land.

, von Winchester.

-«genannt*! lonZ. , oder der lang-schencklichte.von Caernarvan.von Windsor.von Bourdeaux.

nc4 Heinrich I ,ti89 Richard I ,ii99 Johannes,1216 Heinrich III ,1272 Eduard I ,

i zo? Eduard II ,1)27 Eduard III ,1)77 Richard II , .

Die Lancastrische linie:

i)99 Heinrich IV, ^ insgemein fBullinqbrook.1412 Heinrich V, !, genannt ! Monmouth .1422 Heinrich VI,von LWindsor.

Z 2

7 . Die