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Ens / eine kleine insul auf der Süder-see in Holland,nicht weitvon den Fneßländischen küsten .
Ens/ heist i) ein fluß, welcher in dem Saltzburgifchcn ent-springt , und sich in Oesterreich in die Donau ergicsset. 2) Ein flußin dein Hertzogthum Würtemberg, welcher bey Bestgheim in denNecker fällt. ;) Ein fluß in Frankreich / siehe Ams.
Enschhede / ist eine kleine stadt in der Niederländischen Pro-vintz Over-Dssel, und zwar in der Twcntc/ irahe bey den Münsterj-schen gräntzen gelegen,welche mit guten Privilegien versehen.
Ensdorff/ ein Bayerisches Benedictiner-kloster in dem Biß-thum Regenspurg und dem Pfleg-gcricht Rieben, so zwischen die-sem ort und Amberg an der Vsts gelegen, von Oltvne I V, Grafen1» Dachau und Wittelsbach,gestiftet worden,
Ensfridus/ (welchen einige unrecht Melfridum ncnneri,) warPrior in dem Beuediclincr-tloster Eberbach in dem Mayntzischengelegen, und schrieb einige wcrcke von der gottseligkctt und gcichr-samkeit, die in der Kibi,c>«>ccL prrrum zu finden. Er starb an. I2Ü4.
-so ,n biN. ptzcidoc. bib!. icri^r. Lijtcrc.
Ensisheim / Ensheim/ eine stadt in Ober-Elsaß, an der Jll, zweilen von Colmar,,st init starcken dopvelten mauern, einem Wasser-graben , wohlbcvestigtcn schlösse und einem Icsmtcc-o.ucMo ver-theil. Sie wird vor die Haut-stadt in Ober-Elsaß gehalten. An.7;o soll allda ein Hertzog in Alcmannien rcfidirt haben, von wel-chem sie folgcnds an die Grafen von Egishcim , so Landgrafen imElsaß waren, und nach deren absterben an das Haus Habspurg ge-kommen seyn soll. Die Oesterreichische regierung über das Sund-und Brißgau bat allhier ihren sitz gehabt. Vermöge des Munsteri-schen friedens kam dieser ort an. 1648 an Frankreich , welches da-selbst ein Parlament vor die Unterthanen,m Ehaß angerichtet, soaber bald nach Breysach, und nachbeme diestr ort durch den Rys-wickischeu frieden abgetrcttcn werden muste, gen Colinar verlegtworden. *
Entella/ siehe Lavagna.
KX1 I8HE Ossi, war vor diesem ein gewisses gcld,welches geistliche Personen erlegen muste», wenn sie cm tzo.eüciumoder antrelten wollen. ^niiuomiuc.c hiessen die
lbrief, darin ciu Bischoff, sonderlich in einer vomehmen stadt, dienachbarn berichtete,daß er diese würde überkommen habe.
Icx. cccl. p. 146.
Enthusiasten / (von dem Griechischen Wort ss6-c>r oder issöd-c,welches einen von Gott ausscrordcntllch bewegten oder insviririenmensche» bedeutet) wurden vor alters dicienigc ketzer genenuet,welct'e sonst in der kirchcn-historie unter dem »amen der Messalia-ner und Euchiten bekannt sind. Die Ursache solcher benennungwar,nach dem Tbeodorcco, daß sie die triebe und dewegungen, jv inihnen von dein teuffel herrührten, oder die auch wobt eine erhitzteund verwirrte phantasey oder einbiloung eingeben tonte,vor wahr-hafftigc und unmittelbare eingebungen Gottes hielten und von an-dern davor gehalten haben wollen. Heutiges lagcs nennet maneinige Wicdertäuffcr also, vornehmlich aber die O.uacker und allediejenige, welche sich göttlicher offenbahrungcn rühmen, und diesegleichsam zu einer richtschnur machen, wornach die heilige schrifflerkläret und verstanden werden mühe. siehe Messalianer. *
Entieres/(Maria 6c) gebürtig von Tonrnawwar wegen ihrerwisscuschafft in dem -6 feculo in grossem ansehen. Sie hat ver-schiedene tractaleu verfertiget, unter welchen sich eine epistel widerdie Türekeu, Iüdcn und Lutheraner, rc. befindet, die an. 1^9 her-aus gekonimen. ü-bi. yioi. Lsig.
stehet, in welchem bald hernach ein ichadliches wur soll aufgegan-gen seyn, welches nicht habe mögen gelöjehek werden, als da man
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dem Avostel Jacobo an den ort eine Arche zu bauen angelobet, da-her auch daraufdicses hauß unter 8. Jaeodr »amen in eine Archeverwandelt worden. !. 1. v,c-
VOHIX 0 -V -ssllXIIO. eine Provintz in Por-tngall, welche deswegen aljo gcnenncl wird, weil sie zwilchen denflüsscn Douro und Mmho lieget. Gegen süden stöst sie an denDouro , gegen norden an den Mmho, gegen Westen an das Atlanti-sche meer, gegen ostcn an wrst»5mo,ucs. Sie ist die lustigste mdvolekreichste Provintz von gantz Porrugall: denn ob sie sich gleichin die länge nur auf" 18 und in die breite auf 12 weilen erstrecket,sobegreisst sie doch 1400 Archspicle, ohngefehr izoklöstcr, 6scc-hafen, und andere feine stadte, als Braga , Porto, Guiiuarcncs,Viana, Barcelos rc. in sich. umüs».
Nott/r^/rl ciellripr. prov. Lulrc vou u y §.
,omo llcNripr. NorcuA. Lorss-rtt clelcrij'r. ll'Lnrre Oouro ct> 9 ssoo»ce//o- xA'o.
Eiltrevaur / lat. inc-cv-ü-'um, eine kleine stadt in der Provencean dein siusse Var, in dein aebürge, an den grantzen der GrafschafftNizza gelegen. Heutiges tages ist sie der sitz des Bischvffs vonGlandeve,welche sehr wüste stadt nicht weit davon liegt.
Enyenberg / eine freyberrlichc familie in Tyrvl, welche an.1042 dem thurnicr zu Halle auch beygcwobnet. Johann von En-tzcnbeeg, beygenannt Nir, soll von an. 1419 bis 1462 Bischoss zuSpeyergewelcn seyn. Eberhard lebte zu des K'ayscrs Marimilia-ni I Zeiten, und ward ein groß-vater Georg», welcher, als Hauvt-mann in der Mhlbacher Clausen, daselbst das schloß Freyenthum
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erVanet, davon feine nachkommen den naiven angenommen hak«.'Georg der jüngere,ein enckel des letzter»,hat dem Kayftr in Italien ,Ungarn und m den Niederlanden als Obrister gedlcnet, und 2 söh-ne nachgelassen, nehmlich Anton und srantz, welche beyde bey demBischoff von Brircn die Raths-stelle erhallen. An. 1712 warFrantz , Freyherr auf Jöchel und Freyenthurn , c-nonicu, zgBriren. icäuc. rcyiv. ?. r. Mce/r». flcmm.
k>. z ,7. o. 8. ?. I.
Eobanus/ (Helius) mit dem zunamen Hessus, den er von sei-nem vateriande annahm. Sein vater diente dem Niedcr-Hrßi-schen kloster Haina. Man weiß den eigentlichen ort seiner gebiirknicht, doch wird gemeiniglich Beckendorff, ein dem bemcldtm klv-stcr gehöriges gut, dafürgehalten. Seine Mutter ward von denwehen im ftlde überfallen, da sie ihn den 6 jan. 1488 zur weitbrachte. Er ward von jugend auf zum studiren gehalten, da erdenn bald in der schule eine sonderbare neigung zur LateinischenPoesie wieß, und öffters seine verse, wenn er den lehr-meister nicktbesprechen kunre, andern zu durchsehen und zu verbessern ausnö-thrgte. In sei'.ien erwachsenen jähren hat er sich zwar durch seinehum^nio, s fortgehvlffen, aber kein groß glück gemacht, unb ist oftvon einem ort zum andern gezogen. Nachdem er zu Erffigt die«endemischen studien getrieben, fimg er an zu reisen, und kam inPrensteu zu einem Prälaten, der ihn wegen seiner gelchrsamkeit liebgewann, auch zum 3ccrccs-ic, machen, und in Gesandtschaft dmn-chen wolle, deswegen er Eobanum auf seine kosten nach Leipzig schickte, die rechrs-gelehrsamkcir allda zu erlernen. Es stund ihmaber diese wisseuschafft nicht au, daher er seine juridischen bücherverkaulste,u>id nach Erfori zog, allwo er sich auch verheyrathct, unddie iiu,»L>»»i^ gelesen, alser aber »ach verlauffeiniger jähre vielfeinde bekam, und den zulauffverlohr., legtc er sich auf einrastenscmer freunde,damit er das drod gewinnen möchte,ausdie Medicin ,die er zwar sehr lieb gewonnen, aber doch niemals practiciret hat.Er lebte also sehr kümmerlich zu Erfurt , bis an. 1 zr6, da er aufemralycu Melanchchons nach Nürnberg zog, auch daselbst garwohl gesehen war unb die NumL. i-.rL vvn neuem lehrte. Von darzog cr an. izzz wieder nach Erfurt , weil ihm seine freunde guteHoffnung machten, und er diesen ort gar sonderlich liebte. Ob cr
tircn. Dieser Herr war Eobano so günstig, daß cr ihn oft um sichhatte und imt ihm in dem schach -spiel kurtzweilte. Zu Marvurgfiel cr in eine verzehrende tranckhcit, mit der cr ein ganhes nstr gvbrachte, bis er daran zu ansang des oct. an. 1540 starb. Kmvorseinem tobe sagte er, cr müste zu seinem Herrn, welches die anwe-iendcn voin Land-grafen verstunden, cr ist aber bald daraus ver-schieden. Er verließ seinem weide und Andern nichts, weil cr erstzu Macpurg in rechten verdienst gekommen, auch niemals ein guterhanichaller gewesen, deswegen ihm seine freunde gar oft aus dernoth helffcn müssen. Jedoch hat sich der Land-graf der scinigci,angenommen,die söhne am Hofe befördert, und dietöchter seiner ge-mahlin anbefohlen. Er ist ein grosser starekcr mann gewesen, derals cm soldat ausgesehen, in der that aber war cr nicht wild oderzanekisch, doch ist cr von allcrhaub lcbcns-übnugen, ringen, schnum-meu und fechten cm grosser liebhaber, und dabey ein stareker iriii-ckcr gcwcss'n. Sein gcmüth war aufrichtig, offenhcrtzig und z«allerhand schertz geneigt. Er bat Llilheri lehren bengeHichtct.Scine gröstc siärckc ist in der Lateinischen poeste bestanden, kamfeine arbeiten noch vorhanden sind, unter welchen sonderlich dieÜbersetzung der Psalmen hoch geschätzt wird. Zu ssinem vonnnMihat er Helius angenommen, welches im Griechischen eine sonnebedeutet, weil ?>,<rbus oder die sonne vor einen Gott der Poeten ge-halten , und er an einem sonutage gcbohrcn worden, bey seiner ge-butt auch am Himmel die ieyer, dcs pi'-rb- Instrument, aufgegan-gen , welche Ursachen cr selbst von dieser Veränderung angegeben.
,i> virs tteli, L. b»r>, tteiii. *
Eon oder chudo / ein Britannischer Edelmann, von welchemman vorgiebt, daß cr, da cr in der Arche die worte aus dem aposto-lischen i; mtzc>,» : ..er eiim , yui vcnruru; „Ü jucbcare viv>'§ 6c mormok,
singen hören, sich eingebildet, cr sc» der Eon, der da kommen wür-de , zu richten die lebendigen und die todten. Er svll auch einen an,hang von vielen, die ihn für einen Propheten gehalten, bekommen,und solches durch seine zauber-Amst zuwegen gebracht haben. DerErtz-Bischoff von Rhenns ließ ihn in verhaft nehmen, und stellteihn an. 1148 vor das Concilium, welches der Pabst Eugenius IIIaissdicsem orte hielt. Man urtheilte aber aus seinen antworten,daß er unsinnig wäre, und brachte ihn deswegen wieder ins gefang-niß, worin»«, er bald darauf gestorben. Er hatte einige anhanger,welche sich lieber wollen verbrennen lassen, als von ihm abstehen.Einige urtheilen, weil dasjenige, was man von ihm,berichtet,nicht allzu wohl an einander hängt, daß cr weder so böse noch sowahnwitzig gewesen, als man ihn beschrieben, und daß ihm voninnen feinden viel angedichtet worden. rckE- in ->ppc"-i. ->ö s>-
ßcbcrcum 36 Ln. 0 . U48. Otto I. c. 5;.
I. c. ,y. in LuZcn. HI. tiTret. 146.
xo--. 3n. C. H48. tcLkxer-billoc. ?. 7. i. ir. c. >. §. io.
Epaminondas / ein berühmter General bey den Thebanerit'Sein vater Polymnus ließ ihn in allerhand anständigen kuchirunterrichten, wie cr dann die muüc von Dionnsto und OIvM'«'-doro , das tantzeu von Calliphwne, und die Philosophie von LostA,
welcher der Pythagorischen fette war, erlernet. Nachdem er etwa»
erwachsen, lag cr allen den cxcrcinir, die ihm in dem kriege Aholich seyn kunten, mir grossem fleiß ob. Gleichwie er aber daeuw