Band 
Zweyter Theil
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seinen leib geschickt machte, also vergaß er auch nicht sein gemüthevollkommener zu machen. Danncnhero suchte er sich in seinen Ver-richtungen bestheiden, klug, emsthafft und wahrhafftig aufzufüh-ren. Seine redlichkeit war so groß, daß er sich durch kein geschenckebestechen ließ, wie er denn den Diomedontem von Cyzicus , der ihmindes Artarerxis namen geldanbot, ;6oy, x. c., v. L.z 79, oiymx. loi, r sehr tapffer abwieß; wiewohlen er dem bünd-nis selbsten, so da, umb die allzugrosse macht der Laccdämonier zudämpfen, fürgeschlagen wurde, gar nicht zuwieder wäre; mit glei-cher großmüthigkett schlüge er auch Jasonis von Phera eines Thef-salischcn tyrannen geschencke auß, ob er schon im übrigen sehr ge-ringe mittet befasse. Über diß war er von grosser berchtsamkeit, so,daß es ihm keiner von seinen lands-lemen hierinnen gleich thunkirnte; ingleichem von sehr fertig-und geistreichen, wie auch nachersorderung der sach scharffen antworten gegen denen, so auf ihnesticheln wollen; welches ihm dann in den vielen Verantwortungen,darzu ihn der neidige Meneclides gezwungen, nicht wenig zu stat-ten kam. Seine tapfferkeit ließ er bey allen begebenheiten sehen.Die erste gelegenheit eröffnete sich in der ersten schlacht bey Manti-nea, welche mit derjenigen, in welcher Epaminondas lang hernachumkommen, nicht muß vermischet werden; dann als da die Theba-ner den Lacedämoniern wieder die Arcadier zu hülff gezogen waren,auch der flügel, auf welchem Epaminondas neben Pelopida föchte,in Unordnung geriethe, und dieser letstere bey sieben grossen empfan-genen wunden niedergesuncken, stellte sich Epaminondas vor seinesFreundes leid,und hielten die feinde nicht ohne ziemliche vergieffungseines eigenen bluts so lang alleine auf, biß endlich derLacedämo-nische König Agestpolis von dem anderen flügel dazu kam, und siebeyde errettete; wodurch dann diefreundschafft Pelopidä und Epa-minondä so fest verknüpfet worden, daß man dergleichen erempel inGriechenland sehr wenig gesehen. Als bald darauf die Lacebämo-nier das schloß zu Thebe, Cadmea genannt, unversehens, und daman sie als verbündete ohne argwohn vorbey ziehen liesse, über-rumpelten und besetzten, auch durch solches mittet die gute stadl un-ter einein harten joch hielten, fasse zwar bey wiedcr-einnahm derstadt, welche von denen vertriebenen Thebanern under Pelopida anführung unterfangen wurde, unser Epaminondas anfangs still,nur damit er seine Hände nicht mit dem blut seiner mit-burgeren,deren es viel mit Lacedämon hielten, besudeln möchte; so bald aberdie sach in der stadt richtig, uns man nun gegen die Laeedämonierin dem schloß zu fechten hatte, stellte er sich an dre spitze, und trügezu dessen eroderung ein grosses bey. Der krieg gienge daraufaufdashitzigste an. In denen ersten treffen wäre Pelvpidas der TbcbanerenHeerführer, daher derselben allhier nicht gedacht wird; aber beydergroyen Leüctrifchen schlacht,durch welche her Laeedämonier machtauf einmahl gantz zu boden geschlagen wurde, commandierte Epa-minondas , als das Haupt, und wußte auch seine Armee also zu stel-len und treffen zu lasten, daß er hauptsächlich und fast allein durchsolche kunst denjenigen feind überwunden, weicher bißhcr eben da-rinnen feine gröste stärcke gehabt; er brehete nemllch seine schlacht-ordnung also, daß der Hausse, in welchem seine beste kriegs-leuthwaren, zu erst auf den feind stieffe, und schlüge mit demselbigen,wiewohl nicht ohne hartes gerecht, den ihine entgegen stehendenfeindlichen flügel in die flucht; und als die Laccdämonier von demMittel, oder c»- 9- K^crii - in ersehung dieser kriegs-list dem Epa-minondä eilends in die feite gehen wollen, wurden sie zugleich vonihme, der den Vortheil an seinem ort schon erhalten, und von Pelo-pida, der den Mittel-punct der Thcbaneren commandierte^, auffzweyen feiten angegriffen, und da sie sich durch die allzueylfertigeanruckung in Unordnung gebracht,auch von dem rest ihrer orvnung,so noch nicht geschlagen hatte, abgerissen, wurden sie noch mit leich-terer mühe, als der vorgemeldte flügel geschlagen; worauf alles urvolle flucht gebracht ward, und der Laeedämonier Konrg Cleom-brvtus init mehr als 4000 der seinigen auf dem platz bliebe. Epa-minondas ruckte so fort biß vor Gpartam, und baucte die stadtMessene wieder auf /welche vorher von den Lacedamontcren zerstö-ret worden. Als sich hernach der krieg einige zeit in Petoponnewherum gezogen, und dagegen der tyrann der stadt Phera m Thes-salien, namens Alexander unversehens Pelopidam gefangenge-nommen hatte, gienge Epaminondas mit volck dahin, und bedien-te sich einer besonderen behutsamkeit, daß er den unbilüchen nndgcwaltthätigen mann zwar schreckte, damit er den gefangenen wie-der anßlieferte, aber doch nicht gar zur Verzweiflung brachte, aufwelchen fahl es Pelopidas zu allererst mit dem leben hatte bezahlenmüssen. Sonst ist von diesem mann noch merckwurdig, daß, als erin Peloponneso den krieg führete, und nach verflossener zeit seinesGeneralats, oder (wie Corn. Nepos, wiewohl mit nicht so grosserWahrscheinlichkeit, meldet) auß Mißgunst seiner feinden andere Ge-neralen der armee vorzustehen abgeschicket wurden, Epaminondas in erwegung ihrer allzugeringen capacität ihnen das comm-,1180nicht überantworten, und also das Vaterland einer so grossen gefahrbloß stellen wolle, obfchon er leicht sahe, daß er deßwegen bey sti-ller wiederkunfft nach Theben zum tod verdammt werden mußte;es wäre auch würcklich an deme, daß es geschehen solle ; allein daEpaminondas dieses gleichsam als die leiste gnade begehrte, manmöchte in sein lodes-urtheil setzen: Es wäre darum wieder lhne ge-fället worden, weilen er die Thebaner wieder ihren willen gezwun-gen hätte, die Laeedämonier zu überwinden, und ihnen die Herr-schafft über Griechenland auß den Händen zu reisten; so wurdendurch diese red die Richter zum lachen bewegt, und die so nachtruck-liche erinnerung seiner Verdiensten würckte so viel, daß kein einigereine schärfst Meinung wieder,ihne sprechen dorffte. Zu einer ande-ren zeit, als die Thebaner in Thessalien krieg hatten, wäre »hm ei-ner seiner mit-burgeren im comwsnllo vorgezogen, er aber liesse sich

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darum nicht abhalten nur als gemeiner soldat mit zu ziehen; wienun das krregs-hecr wegen schlechter anführung zimlichen schadengelitten, lerstlrch auch gar zurück ziehen mühen, folgte ihme derfeind, ,0 eben den vorbemeldten Alerandrum Pheräum zum hauprhatte, auf den fersen nach, und triebe solches (da insonderheit auchMangel an Proviant wäre) dergestalten in die enge, daß fast alleHoffnung zu entrinnen dahin fiele; hier zwange sie nun die noth ihreäugen wieder auf Epaminondam zu werffen, und zu seiner hülste zukriechen, welcher auch mehr seiner Pflicht gegen dem Vaterland, alsder zuvor empfangenen schmach eingedenck alsobald die Feldherren-stelle wieder angenommen, durch feine gute anstatt den feind ingeschwinde zurückgetrieben und die armee in sicheryeit gebracht bat;wie er dann nicht minder in folgenden zeiten auch mit größer ge-fahr seines lebens nichts unterließ, was znr wohlfahrt seines Vater-landes dienen konte. Das letzte treffen, welchem er beygewohnt,war bey ob-angezogener stadt Mantinea, da er von Gryllo, des be-rühmten Tensphontis söhn, oder noch anderen, von einem, na-mens Machärion, (den einige für einen Arcadier auß Mantinea selbst gebürtig, andere aber für einen Lacedämonier außgeoen) miteinem wurff-pfeil durchschossen wurde, und das eisen nicht eher ausder wunde ziehen wolle, als biß er gehört, daß die feinde überwun-den waren. Worauf er, nachdem er das eisen heraus genommen,.4. ;ÜLI, L. L. , V. c. )9I ^ Oix.mv. 104,2 mit sonderbarerVergnügung unverheyrathet gestorben. Man begrub ihn an demort, da er gestorben, uno setzte ihm daselbst eine ÜE, z welcherder Kaystr Adrianus, ihm zu ehren /noch eine setzen ließ. Uin mitwenig worten dem leser gantz sonderbahre gedancken von diesemmann zugehen, dienet nur dieses zu melden, daß sein VaterlandThebe beydes vor, und nach ihme stäts in schlechter achtung, undmeistentheils anderen unterworffen gewesen, hingegen aöersso langer darinnen das steür-ruder geführt, oder denen kriegs-heeren vor-gestanden, ohnstreitig die gröste macht gehabt, und gleichsam fürdie Fürstin in Griechenland gehalten worden. 1. s.

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vics. 1 . 1 ;. bitt. 6 r. I. 6 6 / 7 . in /Vr-

cLciicis. vsriL kill. I. 6 . *

Epaphus / ein Griechischer geschicht-scbreiber, welcher eineHistorie von dem Ephesinischen tempel schrieb, und darinnen vondessen erster gründung und allen übrigen merckwürbigkeiten Nach-richt gab. IchA«, lle Kilt. Qiiec. I. z.

Epaphus / soll des Jupiters und der Nymphen Jo einer toch«ter Jnachi söhn gewesen seyn, in Egypten regieret und die stadtMemphis erbauet haben. Herodotus bemcrcket, daß der Egyp-tische gottesdienst des Apis eben auß dieser fadet des Epaphi her-rühre , auch in dem Griechischen das wort Epaphus würckkch ebenso viel als bey den Egyptieren Apis bedeute; die sach ist auch um soviel gläudlicher, weil nach der fabel Jo,als sie mit Epapho schwan-ger gienge, von der göttin Juno in eine kuh soll verwandelt, unoso lang herum getrieben worden seyn, biß endlich, nachdeme sie inEgypten kommen, Jupiter seine gemahlin erbetten, ihrv widerumihre vorige gestalt zu vergönnen; in Lmsrp. ^ wk-ll.

in ckron. rnsrninin pk.!. i. v. 748 . *

Epauna / Epaunum oder Epone / soll eine stadt in demalten Königreich Burgundien gewesen seyn, und ist wegen des c»n-ciki, welches Lpsunenle, Lponen 5 e, LpLoncnle , kanie. ü undkounenll genennet wird , berühmt. Daß der ort dieses conciüi rmKönigreich Burgundien, und zwar im district von Vicnne gelegen,will man nicht zweifeln; was es aber eigentlich vor eine stadt ge-wesen , davon kan man nichts gewisses sagen. Etliche lesenmiünll. und verstehen die stadt Pamiez in Languedoc ; andere ver-stehen dre stadt Mandcvre, welche auch bey den alten »Quo-rum oder Lpsmanrokunim civiles genennet wird; andere haben an-dere gedancken. Dieses Concilium aber wurde von dem König Lst-gismundo in Burgundien ums jähr 517 beruffcn; denn nachdemderselbige die Arianische Letzerey abgeschworen, wandte er alle sorgean, den schaden, den er in seinem Reiche verursachet, wiederum;»ersehen. Alcimus Avitus , Ertz-Bischoffzu Brenne, präsidrrte aufdemselbigen, und es wurden 40 »nones gemacht, die krrchen vifri-plin zu befördern. L. L. .29. coüell. concll. c. 8, >2.

t. 2 . conci!. L<z Lnnoll. I. 1 . epill. iz. ckillir. <ie concil.

Lpsun. cklll lle loco concil.Lponcnll äsepill.Välcnr.

L/-o 7 rc 7 kill. cic vLupkine.

Likssl, gewisse völcker an der westlichen küste von Peloponnefo,welche ihren namen von Epeo, Endymionis fohne, ihren sitz aberin dem nachmaligen Gide hatten. Ginge wollen, daß sie mit derzeit Eler von Eleo, Endymionis enckcl, genennet nwrdcn, welchesaber andere wiedcrlegen. t-ü». r. 4. c. 5. l. 9.

Eperies oder Eppenes / lat. Lp-ri-ckmum, , ,st

ie 4te Königliche freystadt in Ober-Ungarn an dem flusse Torissaver Taroza in dem Saroftv Comitat, 6 meilen von Caschau gele-ert , hat ihren namen von den vielen erobecungen, fo aufUngarischwer heissen. Sie ist eine schöne, saubere und ziemlich befestigteadt,fo an i;94 mit mauren umgeben worden. Sie treibet star-e Handlung, sonderlich nach Tentschland und Polen , und ist we-en ihrer faltz-qruben berühmt, darinnen man nebst andern edclge-ernen ovalen findet. Der fauerbrunnen, welchen man allda hat,k sebr anaenehm und gesund zu trincken. An. 1604 eroberte siezolskan, dem sie aber der Kayferliche General George Basta baldstederum abnahm. Nachgehends ist sie in der Bethlenifchen, Ra-stzifchen und sonderlich in der Tockelischen unruhe öfters einge-smmen worden» c>ome7. kill. volon. I. -',1. in cbUcillan.

I. c.p. Sein novS cisllripr. ktuNALi.99 ich.

^u^ik. von unsarr,. 0 . ii;7. ' Aa Evernav/