Band 
Zweyter Theil
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kMIOKI, Ware zu Lacedämon ein gewisser Magistrat, derausPersonen bestünde, welchen Lycurgus, oder/ nach anderermeynung / Ehilon / oder auch gar erst der König Theöpompusaufgebracht haben soll. Anfänglich wurden sie von den Könige»/nachmahls aber vom volcke erwählt / und ihr amt währete nurein jähr. Das vornehmste absehen dabey war / daß sie der Königegemalt in schrämten hielten/ damit sie sich nicht eine -Wl'oiure herr-schafft anmassen möchten. Weil sie meist aus dein volck erwähletwurden / so hielten sie auch viel auf des volcks freyheit; nach derzeit aber bekamen sie die vornehmsten geist - und weltlichen Verrich-tungen. Wenn inan das fest der Pallas begieng / da die jungenpursche gewaffnet zusammen kamen / so richteten sie das opffer zu.Wenn man die Götter um rath fragen wolle / so musren sie sich inder Pasiphaes tempel schlaffen legen / und was ihnen daselbstträumere / mufte vor sich gehen. Sie gaben auch etwas achtungauf den lauff der sterne; sonderlich wäre diese gewohnheit einge-führt/ baß die LpKvrr alle y jähre eine gewisse nacht die lnfft unddas gestirn betrachten musten / und wann sie dann / wie man esnennte / einen stern schicssen sahen, durfften sie dem König deß-wegen seinen Königlichen gemalt stille stellen, unter dem vorwand/die Götter zeigten dabey an, daß der König gröblich mißhandelthatte; jedoch käme es noch auf den ausspruch des Delphischenorscuii an / ob solches den König entschuldigen / oder fein urtheilbekräftigen wolle. Diß wäre ohne zweiffel eine ftaaks - list / umdie Könige desto besser in dem zäum und in der forcht zu halten.Sie bestellten alle feste und schau-fpiele / und gaben achtung / daßin einer allgemeinen trauer keine Neuerung unterlief. In welt-lichen dingen hatten sie freye Hand, und niemand durffte sich ihnenwidersetzen; denn sie waren über alle "wsgis , und konten derenmit-glieder absetzen, ins gefängniß werffen / oder auch wohl garauf leib und leben anklagen / ihre fchlüsse ergiengen durch die meh-rere stimmen. Sie hielten unter den Ephebis gute auÄplln. alswelche sich alle iotage vor ihnen stellen musten / damisssie ihrelebens-avt und leibcs-beschaffenheit beurtheilen könten. Sie ent-schieden auch einige streit-sachen, und hatten ihr aufdem

marckte. Sie hatten die ansucht über den gemeinen Kicum , undmusten bey ihnen alle rechnungen abgelegt werden. Die zeit desjahrs theilten sie ebenfalls, und wenn sie ihr regiment anfiengen /welches um den kürtzesten tag geschah, sieng sich das neue jähr an.Weil sie aber ihre grosse gemalt mehrenthcils mißbrauchten / sowird ihrer bey vielen m,w>-wu 5 nicht in gar grossen ehren gedacht.Dieses wichtige amt wurde endlich vom König Cleomene mit ge-malt aufgehoben / als der die Authoritat des gemeinen Wesens zuSparta auf alle weife zu schmählern suchte, wie er dann die da-malen im amt stehende gar tödten liesse; indessen gicnge

damit auch die bisherige freyheit zu gründ / und verfiel diese stadtbald hernach unter Tyrannen / ja gleich darauf gar unter frembdeHerrschafft/ zu einem nicht undeutlichen beweißthum/ von wasfür grossem nutzen dieses amt gewesen. äc -ex.

milc. L-Lcon. *

Ephorus/ ein Redner und Historien-fchreiber / war gebürtigvon Cuma in Aeolien , und lebte gegen die i°7 Olympias/ unddas^rjghr der stadtRom, züzr, L.c. zzr. Jfoerateswar fein lehrmeister / auf dessen einrathen er auch seine Historiegeschrieben. Weil er denjenigen nicht gewogen war / die ihre ge-schichte von fabelhafften zelten ansieugen / so bemerckte er nur die-jenige fachen, welche die Griechen und^andere völcker / nach derHeracliden wiederkunfft / ober, nach Suidä ineynung / von demTrojanischen krieg an, bey nahe durch achthalb verrichtethatten. Es bestund solche Historie aus ;o düchern, und einemjeden buch war eine vorrede beygefügt. Diodorus Siculus emdStrabo legen diesem wcrck in vielen stücken grosses lob bey, Se-neca hingegen und andere finden daran genug zu tadeln. Ausserdiesem hat er noch einige andere schrissten verfertiget, wie erdann von guten und bösen24 buchet/ und von den durchgehendsbewunderns-würdigen jachen 15 / ingleichen einen tractat von densiädten in Thracien / hinterlassen / darzu noch dieses kommt / waser/ unter dem titul , von seinem vaterlande geschrie-

ben. Einige halten dafür, daß sein söhn Demophilus seine Hi-storie erst völlig zum stände gebracht, i. 9 x. -.90 1. 0

I. IZ x. ch!,8. i. 1 c. l. 4 c. I 1.16 c. 77. gu«ff.

nsrurLl. j. 7 c. Ä/ÄM in öc äs vic»

lioweri. ,ie ii-llor. 0,L-c. p. z6,cie xkllnll leÄ- c. 4. äs

tcism. msrk. c. 4z. in inäics suk. plinii. *

Ephraem / ein Griechischer LuÄor, welcher zu ansang des14 seculi lebte/ und eine Chronick von den Constantinopolitam-schen Kayseren in Jambischen verscn schrieb. iw. <le xieii.?- uz.

Ephrämius/ von einigen Ephraimus genannt, wäre erst-lich unter Kayser Iustino . oder befehlhaver un Orient /und suecedirte hernach dem Patriarchen zu Antiochien , Euphra-siv/ welcher bey einem erdbeben fein leben gelassen / well er ebengrossen siciß angewendet hatte / der stadt aus diesem elend wiederaufzuhelfen. Als Cofroes an. 544 Syrien verheerte / erdachte er/um die kirche und andere nah-gelegene örter zu erhalten, dlew llst/d< er alles von aussen mit heiligen bildnissen zierte / die an stattder rantzwn seyn solten; ohne zweiffel / damit die feinde durchsolche beute besansstiget / der kirche mit brand verschonen moch-ten , wie auch geschehen. i. iv c. s

Ephraim/ war der andere sobn Josephs / welchen ihmeAsnatss des Potiphcrä/ Priesters zu On, tochter, gebühren. Semgroß-vater, als er ihn nebst seinem brudcr Manasse segnen wolle,

eph epi 18^

legte die rechte Hand auf ihn / ohngeachtet er der jüngere war.So nahm er ihn auch, nebst seinem bruder, unter die zahl seinersöhne auf/ daher nachgehends der stamm Ephraim entstanden.

4! ^ 48. sn. m. 2)45 ». Z. zo;Z n. I.

ckron. l 1,

Ephrath / eine stadt im lande CaNaan, ohnweit Bethe! / ge-legen. Als Jacob von seinem fchwieger - vater dem Laban ausMesopotamien zog / starb Rahe!, seine liebste ehe-frau/ in kindes-nöthen daselbst, z; L;8. i 2 L4 ö-c.

Ephrem oder Ephraem / welcher von den Arabern-itzrLm oder allwi . und sonst auch Meister der Welt genannt wird,war gebürtig von Nisibe / und ließ sich von Jacob»/ dem Beschössedieses orts, unterrichten. Hierauf wurde er v-sconuz der kirchezu Edessa in Syrien / und starb an. z?8. Seine schrissten, derener eine grosse menge hinterlassen / hat er grösten theils in Syri-scher / jedoch auch einige in Arabischer spräche verfertiget, weitihm die Griechische unbekandt wäre; sie waren aber bey der Sy-rischen kirche in solchem ansehen, daß man sie nach der heiligenschulst öffentlich der gemeine vorlaß. Ebed-Jesu bemercket hier-von seine commentLrios über das erste / andere und dritte blichMosis/ über Jofuam, die Richter/ die bücher Samuels und derKönige / über die Psalmen und 4 grosse Propheten. Photius be-richtet/ daß er 49 homilien/ deren auszug er ^gleich gibt/ von ihmgesehen, und fügt hinzu / daß er, nach der Syrier vorgeben / über100O verfertiget. Die Maroniten haben unter ihren kirchen - ge-fangen gar viel / welche sie Ephremo zuschreiben. Es befindet sichauch noch in Arabischer spräche eine beschrerbung Marouns / ei-nes vornehmen bedienten zu Antiochien / Mariä seiner gemahlt»und seiner kinder / welche das heilige creutz zu Jerusalem besuchthaben / und denen zu ehren er diese gantze Historie in einer öffent-lichen rede vorgetragen. Viel von feinen schrissten sind ins Grie-chische übersetzet / auch von Gerardo Vostio / so viel er hat habenkönnen / in ein werck zusammen gebracht worden. Sein lebenhat ein Griechischer scribent beschrieben. csrsi. c.

cowx. 8. Lall!. ö-l Lxiirem. Lsss/. Komi!. 2 in kexssM»oisr. äs ejus virs. orsk. äs llllk. pro»

xlisc. ä: clostor. c. 196. äe viris illullr. c.

I. ! c. >16. I. > cic xsrsä.

in cLkili. icrixr. (ibal. L-V 4 F,. Mcex/l/orn,.

->n. L. z;8 öc ^0/^r^, äs llillnr. 6r. I. rc. lS, K. nielncnrcs i^svsns. bitzliocllecx oricnl. -4,.

», llcirsr-llill. k 1 l. 4 s. 4 h. Z6. *

Ephron / eine stadt in dem staunn Ephraim / welche Abia der.König in Juda / dem König in Israel abgenommen. -- ,z.

Ephron oder Hephron / war eine feste und grosse stadt in demstamme Manasse ohnweit dem Jordan. Judas Maccabaus zer-störte sie, und ermordete alle bürger, die darinnen waren / weil sieihme in dem krieg wieder Timotheum den durchgang sperren wol-len / und mit stürm eroberet werden müssen. - r Lkrcc. rr»

^0/. i. ir. c. <2. *

- sind bey den poeten die Nymphen derbrünnen genennct worden; indessen kommt dieser name bey den al-ten gar wenig vor, und gebrauchen die scribenten viel lieber dasWort ö-c. Nur findet sich derselbige in einem zimlich artigentzwißfAmmLre eines Griechen, der sich sechsten darinnen Henna-!creon nennet, und in der .4mKo!oZ>!> Lx. or. stehet. *

Ephyra / soll / nach der poeten vorgeben / des Oceani tochter,und eine Nymphe gewesen ssyn / von welcher die staot Corinthus(bevor sie von Corintbo, einem söhn Marathonis oder Pelopis,repariret worden) den namen Ephpre bekommen, georz.

I. v. 464. mer. !. r. v. - 9.tZc bei!, crv. 1. 6. v.

Epicadus / (Cornelius) ein freygelasseuer des viK-wnis Syl-, lebte >r. u. 657, und brachte die welche Sylla von sei-nen eigenen Verrichtungen zu schreiben angefangen, wegen seinestodes aber nicht vollenden können, zu stände. Über dieses soll er auchetwas von verscn und znnamen verfertige: haben.

l. I. c. ,IN iNuUr. Or.nnn. csrm. Iicroicv.

I. !. äs kill. > sr.!.

Epicharis / eine weibs-pcrson / von geringem herkommen,auch sonst von schlechten sitten, erzeigte sich aber am ende ihres le-bens über die Massen standhafftig. Dann als sie sich neben anderenin die Pisoniamsche zusammen-schwörung wieder Neronem ver-wickelt / und deßwegen von Volusio Prvculo / (welchem sie die fachanvertrauet / jedoch aber die nahmen der mit-verbundenen verhallthatte) angegeben worden / konte man sie doch durch die tortur nichtdabin bringen, daß sie selbige entdeckt hatte. Endlich brachte sie sichselbst um / weil sie besorgte, sie mochte dre schmertzen nicht ausste-hen können / wenn man sie aufs neue auf die folter legen solte. Manbemercket / daß viel von dem vornehmsten Romijchen adel, auchmehrere kriegs-leüthe ebenfahls diese parthey genommen, jedochkeiner auß allen eine so grosse tapferkeit und bestandigkeit erwiesen,als dieses von freygelassenen sclaven Herstammende wcib, welcheMacht auch selbsten zuvor eine stlavrn gewesen. -m-iai. 1.

r. llr.it.ig. I-1- *

Evicharmus/ ein Poet und Pythagorifther?Kiiolkpi,us, warein söhn Thyrst, und wie Dlog.Laertms ivill / in der insiil Eos ge-bobren. Er verfertigte unterschiedliche comodren, darinnen er dielebren des Pythagvrä in versen vorstellete / weil ihm die Philosophieöffentlich zu lehren von dem tyrannen Hierone verbotten worden.Arrstotells schreibet ihm die erfindung der 2 Griechischen buchsta-

Aa» bei?