Band 
Zweyter Theil
JPEG-Download
 

epr

von den Anwohnern in Cephalonia , aus welcher landschafft seinemutier gewesen , als ein Gott angebeten worden, e/-??».

Arom. !.!>L'r. ;r.

Epiphanius / ein Patriarch zu Constantinopel , folgte um dasjähr 520 dem Patriarchen Iohanui ans Cappadocien. Der PabstHormisdas forderte von ihm, daß er , nach gewohnheit, einen Ge-sandten an ihn schicken, und die gewöhnlichen präsente offerirensolte, welches die Constantinopvliranischen Bischöffe bisher frei-willig gethan, Hormisdas aber als eine schuldigkeit verlangte.Epivhanius bequemte sich, und that, allen streit zu vermeiden, wasder Pabst haben wolle. Er bekam auch von dem Pabst eine voll-macht, alle diejenigen in die gemeinfthafft der Römischen kircheaufzunehmen,die eine gewisse chrmul,darinnen die annehmung desMakedonischen conciin und Verdammung des Eutychis enthaltenwar, die ihm der Pabst zugeschickt, unterzeichnen würden. Er starban.; zund hat das zeugmß, daß er es mit den rechtgläubigen wi-der die Eutychaner gehalten. essll. 7- ei- 7z.

Lc! an. ;io i>. 8. >c. sn. n. ;8. in cllron. ccctcll

OrLc. p. 5A.

Epiphanius / ein bekannter kirchcn-scribent,war gebürtig ausPalästina, aus dem dsrff Besanduce, in dem gebieth Eleutheropo-lis. Seine eitern sollen Juden gewesen seyn, und von seiner anfer-ziehung, bekehrung und gantzcm ledenslauffc werden von Johanneund Polybio, die sein leben beschrieben, viel dinge erzehlet, welcheaber die gelehrten als ungewiß und zweiffelhafft verwerssen. Inseiner jagend that er eine reise nach Egyptcn, da er in grosse gefahrgcrieth, von einigen weibes-personcn der Gnosticorum verführt zuwerdemvon welchen er aber noch los ward.Er gieng daselbst mit denEgyptischen München um , und erkundigte sich ihrer gebräuche,worauf er im 20 jähre seines alters wieder nach hauß kehrte, undeine zeitlang unter des Hilarionis aufsieht lebte. Er selbst fundirteein kloster, dem er als Abt vorstund, bis er an. zS8 zu Salamina in Cypern zum Bischoffbeförderkwurde. An. ;82 wurde eonachRom berussen, mn Paulini fache,wegen des Antiochenischeu Biß-thuins, zu beurtheilen. Nachgehends verfiel er mit Johanne, demBischoff von Jerusalem , in grosse streitigkeiten, indem Epiphaniusmit sonderlicher hefftigkcit den Origenem verdammte, welchen imgegenlheit Johannes vertheidigte,und geschahe es,daß,als Epipha-nias einsmals zu Jerusalem predigte, und seinen eyser gegen Ori-genem ausließ, Johannes einen Lrckwiaconum zu ihm schickte, undihm das stillschweigen auferlegen ließ. Zu einer andern zeit, alsEpiphanius daselbst predigen wolte, stieg Johannes selbst auf, undzog jenen in seiner gegenwart, als einen Anthropomorphiten durch.Dieser streit wurde so hefftig, daß sie unterschiedene episteln undapologien gegen einander schrieben, und darinnen einander vor-wurffen, was sie nur erdencken konten. Bald darauf verfiel er nochin eiaenandern streit. Denn als sich Thcophilus, Bischoffzu Ale-xandrien, gleichfalls sehr hefftig wider Origenem bezeigte,und eini-ge Manche, die es mit Origene zu halten schienen, aus Egyptenverjagte,nahm Epiphanius dessen parthen an; hielt auch bald dar-aufeine verstnnmlung der Bischöffe aus Cypern , da dann Orige-nes und seine bücher verdammet wurden, welchen schluß des con-cilli er so wohl andern als auch dem Chrysostomo, der die von demTheophilo verjagte Münche aufgenommen hatte, kund that. Ja erließ sich von Theophilo bereden,selbst nach Constantinopel zn gehen,woselbst er mit Chrysostomo, der ihm alte Höflichkeit bezeugte,nichteher etwas zu schaffen haben wolte, bis er Origenem verdammt,und die Egvptische Münche weggeschafft hätte. Da er aber diesesnicht erhalten konte,auch in Chrysostomi kirchen-verrichtungen An-griff that,und von ihm deshalben bestrafst, ingleichem von der Kay-serin Eudoria nicht allerdings gütig empfangen wurde, gieng eranverrichteter fachen von Constantinopel weg. Man berichtet, daßer bey dem abschiedegesagt: er hoffte,Chrysostomus sollte nicht alsBischofs sterben, woraufdieser geantwortet: Epiphanius wurdenicht einmal lebendig wieder in sein Bißthum kommen. Beydessoll erfüllet seyn, indem Chrysostomus bald darauf abgesetzt wor-den , und im cxiiio gestorben, Epiphanius aber gleichfalls aufderrückreise an. 402 sein leben aufgegeben, da er fast 100 jähr alt war.Er wird von etlichen wegen seiner frömmigkeit und gelehrsamkeitgelobt, andere aber bemercken an ihm eine gar zu grosse hefftigkeitund andere schwachheiten,die einem Bischöffe nicht wohl anstehen,auch bezeugen seine bücher, daß er sehr leichtgläubig gewesen, undvieles ohne gnugsame Untersuchung geschrieben. Die Kaystrin Eu-doria machte ihne wegen der allzugroffen hitz, und dem fast blindeneyfer, welchen er in diesem streit wider Origenem und alle, die sol-chen nicht, gleich ihme aufs hcfftigste verdammen wollen, merckenliesse, durch eine sehr vernünfftige Antwort schamroth. Sie hatteihn, da eben ihr söhn der jüngere Theobosius unter wahrendemanwesen Epiphanii zu Constantinopel gefährlich kranck wäre, fürdesselben gesundheit zu bäten ersuchet. Er antwortete: Ja, ihrsöhn würde nicht sterben, wo sie nur alsobald den Dioscorum undandere Origenisten aus ihrer gesellschafft verbannete. Aber ermuste von Eudoxia sich wieder sagen lassen: Sie wisse wohl, daßihr Gott den söhn nehmen könte, wie er den gegeben; seye auch be-reit, sich nach seinem heiligen willen zu bequemen. Indessen wärefle auch dessen versichert, daß Epiphanius, der sich eines so hohentbons gebraucht hatte, als wenn er über tod und leben, frey gebie-ten dörffte, ihren söhn, wo der je stürbe, keines wegs würde wiedererwecken mögen, als der ja eben vor wenig tagen seinen ^clliäis-rcmum hätte sterben lassen. Unter seinen schafften ist das vornehm-ste das so genannte oanarinn gllverius IiLreles Üs; die übrigen, sonoch vorhanden,sind: LncoiLwL, p. llc Löe termo-, LNLcepllLls-c>l>8 r.

p-narii spirome ; p»nc!cridur 6-mcnluris über; 6cc. DwNysiUs

Petavius hat unter andern seine wercke zu Paris an. IÜ22,2 vo!.

epi 189

inkol. herausgegeben, und gelehrte anmerckungen hinzugefügt,welche eNinon zu Cölln an. IÜ82 cum appenciicc kcravianL wieder-um aufgelegt worden, in cataloz. tcripror. eccll c. ,1^.,

ir. Lpolog. r 3c! Lullic. L aiibi. cie iia-cel. 77,coc!.

an. ^72. ri. ic>8. tecz. Lr«,,

c!e icriptor. scc!cs. L 77 ». *

. Epiphanius / Bifchoffvon Pavia, wurde gebraucht,eine Ver-söhnung zwischen den: Kayscr Anthemio und seinem tochkermann,dem Ricimero, aufzurichten. Desgleichen gieng er mit dem cNa-kLÄer eines a,ml>Lttai!eurs zu Thevdorico, welcher ihn zu dem Köni-ge Gondebaldo in Burgund schickte, um daselbst die sreyheit vielengefangenen wieder zu verschaffen, worinnen er auch nicht unglück-lich war, und darauf um das jahr4yo starb. vir»

gpucl 8nriuin 2L januar.

Epiphanius / ein Scliniastici-z. lebte in dem z seculo, und stundmit Caßiodoro in guter Vertraulichkeit, aufdessen einrathen er auch

die bikor. ecclct. 7 ?ll-c>c!c>reti, 8ocrari5 UNd Loromcni fus LMelNifche

übersetzet, woraus er nachgehends die sinnige, welche er iri parmLa,nennet, verfertiget. Es werden ihme auch noch einige andere Über-setzungen zugeschrieben,als die erklärung Didymi über die Sprüch-wortere Salomonis und die 7 Canonische Episteln, auch des buchsLp.pkLni, über die Lamica, und endlich eine sammlung von Sy-nodal-sendbrieffen, welche in fachen des Calchedonensischen concNiian den Kayser Leonem waren geschrieben worden. pr«-

tat. in !ijsto,.rrip. Q, cic cüvin. !eA. c. ,7. in csra!. c. ,2. 74-

killt. Karin. *

Epirus/ ist eine Provintz von Griechenland,zwischen Jllyrico,Thessalien, Aetolien und dem Ionischen meer. Sie wird von denZeoZrspkk in kpirum 3 niic,Ln> und N 0 V 3 IN unterschieden , wovonjene den eigentlichen Epirum, diese aber auch CrLciL.oder

das heutige Albanien mit begriff. Die erstere theilte man wiederin die landschafften Chaoniam, Thesprvtiam und Molossidem,worzu einige noch Cassopiam, Eestrinem und den Pindinn hinzuthun. .Die volcker waren, ausser den schon genannten, die Orestai,Perrhobii, Athamanes, Tymphäi, Aethices, ParoräyAetiatares.Sie begriff die stadte Oricum, Palästein, Antigonäam, stlicopolin,Passarton, Chimärani, Omphaliun?, Phönicen, Panorrnum, On-chesmum, Dodonam, Cassiopen/Posiddium, Elatriani, Buthro-tum, Pandosiam,. Cichyrum, sonst auch Ephyre genannt, Tecmon,Phylaccm, Buchatium, Ambraciam, und andere, nebst den OffenCelydno, Thyamis, Acheronte und Arachtho, von Venen der erstedie gräntze dieser landschafft gegen abend, der letzte aber gegen mor-gen war. Auch waren die Ceraunische gcbürge bey den alten garberühmt. Es hat dieses Land vor zeitcn feine mächtigen Könige ge-habt , und ist Olympias, Alexandri iVl. mutter sowohl alssPyr-rhus, hieraus entsprossen gewesen, nachgehends aber sind diese vonden Römern unter das joch gebracht worden. Seitdem 14 seculostehet es bis aufetwas weniges, so den Vcnetianem gehört, unterTürckischer bothmäßigkeit. Aber ehe sich darum die Türcken rechtvest setzen möchten, gäbe ihnen der berühmte Scanderbeg viel zuschaffen. Heut zu tage gehören dazu die örter Chimära, Larta,Bu-trinto, Prevesa , Orchimo, Archiro, Elatria rc. An. i z 16 wurdewegen des Bischoffs zu Nicopolis , Johannis, ein Concilium allhiergehalten. 7V-». I. 4. 1. 7. l. ;. 1.17, 26, rb,

74W. I. 8 . 6 e/l. I/. TZc/o». I, ,. ollll c. 64 r. 4 conc. QeoZr-

antiqua. *

Episcopius / (Nicolaus) ein berühniter bttchdrucker, war vonMondidier in Bresse gebürtig, und muste sich der religion halbenaus Franckreich nach Bafel begeben, da er eine tochter JohannisFrobenii, eines gleichfalls berühmten buchdruckers, heyrathete.Seine wercke, die er so wol in Griechischer als Lateinischer sprächegedruckt, sind alle sehr sauber und nett. Mit Erasmo Roterodamshielt er gar genaue freundschafft; wie dann dieser ihm die voüfüh-rung seines letzten willens neben Hier. Frobeniv in seinem Testa-ment anbefohlen. Er starb an. 1564, einen söhn gleiches namensund profeßion hinterlassend, der aber 2 jähr nach ihm das zeitlichegesegnet. Er war selbst gelehrt, wüste von den Büchern gar wohlzu urtheilen, und schriebe einen gar netten Lateinischen brief. Sei-ne nachkommen sind in Basel zu verschiedenen ehren-ämtern gezo-gen worden, und floriren allda noch auf diesen tag. hin.

Ue krclle. /c kill. lle l'cg: öc cle t'cmpice. cls ^>rinc.

lwprim. *

Episcopus/ (Simon) war an. im M. zu Amsterdam gebohren/und begab sich an. i6oc> nach Leyden/ allwoerindas

colleslum Or^lnum

Kumlinns/seines vakters/ Eqberti Remberki Episcopii/sehr gu-ter freund / Vorsteher war / aufgenommen wurde. An. 1606 er-langte er die magister-würdc / und legte sich unter anfnhrung Go-mari/Trellcatii und Armtnii auf die rkc»!o§>° , wobey er sich impredigen so hervor that / daß man ihn zum Pred icantm nach Am-sterdam haben wolte/wiewol er / weil er es mit Armimo hielte/diese stelle nicht erlangen konte. Er begab fich/ demnach an. 1609nach Franecker/ Drusium zu hören ; nachdem erffch aber hierindisputieren etwas hitzig erzeigt / und dadurch Aibderkum / einen ei-frigen Gomaristen / gegen sich aufgebracht / verließ er dielen ort /nachdem er sich y monat daselbst aufgehalten / und rcisete nachFranckreich. Da er wieder nach Hanse kam / hatte er zwar einigeverdrüßlichkeiten / wurde aber dennoch an. 1610. von dem Rathe zuRoterdam nach Blyswigk beruffen/ nachdem er vorher» die vo-ration nach Alckmar ausqeschlagen / worauf er im folgenden jäh-re auf feiten der Remonstranien dem coiioquio. welches man imHaag hielte/mitbenwohnte / und seine gelehrsamkeit an den tag

A a ; legte