Band 
Zweyter Theil
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daß ihme ei« solch ftüMmes / gehorsames / lhnö inniglich lieben-des weide gegeben hatten; und dann noch mehr / daß er selbige nachihrem tobe, (der in Mieten am fuß des gedurgs Taurus in einemdorffnamens Alalä erfolget,(ander die zahl der Minnen versetzen,jhro tempel aufbauen, priesterinnen und so genannte i-rum.oisnÄS verordnen ließauch das dsrff Alalä zu ihrem angedenckenin eine stadt und Römische Colonie verwandelte. Sie hatte„„der 6 linderen auch eine tochter gleiches namens hinderlassen,welche an den Burrum scheinet verheyrathet gewesen zu seyn, dervon Commodo umgebracht worden. commenr.

<ls vira lus 1. 1. 77 «««- Iiujus Dsulling:, I«/. io Lmonin.

xbiloll in *

Faustina / (Flüvia Maxima) eine gemahlin des Kaysers Con-stantii, welche er sich an. zsi kurtz vor seinem tobe beygeleget. Dietochter, welche aus dieser ehe gezenget worden, und würcklich erstnach absterben Constantini an die weit kommen, hieß Constantia,und ist an den Kayser Gratianum vermählet worden. *

Faustmus / ein Diaconus , oder / wie andere wollen / ein Prie-ster / hieltes mit dem Ursicino wieder Damasum / und nachge-hendsmit den Luciftrianem/ wie er denn auch an.; 84 ein i-bd-lum precum dem Kayser Valentiniano / wie auch dem TheodosionndArcadis offerierte / darinnen er den Luciferum Calaritanumvertheidigte/ und beweisen wolle / daß er sich milrechtvon den Br-schöffenabgesondert/ welche mit den Arianerngemcinschafft hal-ten. Er schrieb auch ein buchte Drinirare , Vder6e66econc>-r n.ris-nor, so er der Kayserin Flacilla dedicieret. Diese schrifften hat un-ter des Jaustini »amen zu erst Sirmondus an. i6;o herausgege-ben/und sie besinden sich in der bNNiorNccL pLcmin. OeE-ti«- Ue

scnpc.cccl. c. ,6.

Faustius/(Jsaacus) ?rofeiwr rNcologiL zu Straßburg/war daselbst an. iszi den ic> um. gebohren. Er machtestch dieHebräi-scheund Griechische sprachen so wohl bekannt/daß er selbige fertigredenkume/wie er denn davon so wohl bey anderngelegenheiten/als in öffentlichen nnpmLriombus unterschiedene proben an den laggeleget, Nachdem er so wohl in der Philosophie/ als in der theolo-gie guten gründ geleget/ besuchte er Holland/ Danemarck/ Schwe-den / Ober-und Nteder-Sachsen / und machtestch bey dieser ge-legenbeit mit Dvrschao zu Rostock bekannt / welcher ihm freyen zu-triltzü seiner bibliorhecverstattete. An. is^okam er wieder in seinvanerland/ und erhielt die erlaubniß / sowohl inderPhilosophieund Philologie/ als inder theologiezulehrcn. Zwey jähr hernachwurde er in das predigt-amt genommen / und nachdem er an. 1659seineinaugural-disputationgehalten/ wurde ihm an. 1661 die Dc>-üor wurde ertheilet /auch bald daraufcmeLr<Mi>o MeoioZiL auf-getragen. An. i6yä folgte er Sebastiano Dchmidio in dem amteeines i^nnis bey dem kirchen-convent / und zugleich eines Prob-stesbeydem capitul zu8. Thomas nach. Er starb an. 1702 den zorwv.und hinterließ ausser unterschiedenen dispulationen nichts/ alseine ercrcikation über das coNoquiu,u zu Lasset / welchedentitul

Ireas Sirene führet, Lcrmari. an. 170z mens

x. 187.

Faustus / ward von dem Britannischen Könige Dortigem/inder mitten des Muli / mtt seiner leibltchen tochter m blutichandegezeugt/bey anwachsenden jähren aber/ durch die ansuhrung ei-nes discipels des heiligen Germani / so weit gebracht/daß er aufeine sehr exemplarische art sein leben an dem stuß Remnts inGla-mvrganshire zubrachte. E«»/ um. ot'LnZi. vook z.

Faustus / Bischoff zu Rlez, .gebürtig aus der provmtz Bre-tagne . Er war anfänglich ein Munch, und nachgehends Abt mdem kloster auf der insul Lerins, da er in dfe,er wurde Maximo suc-cedirte,welchem er auch an. 466 in der Bischöflichen wurde zu Rlezin krovence folgere. Er war zu seiner zeit einer der gelehrtesten Bl-schöffe, der insonderheit von Sidonio Apollinari sehr hoch gescha-het wurde, wie aus dessen briefenzu ersehen. Doch merckendre ge-lehrten an, daß er der meynung der 8em>,Pelagianer zugethan ge-wesen. Er starke ums jähr 48-- oder48s, wie es von anderen gesetzetwird. Unter seinen schrifften sind sonderlich merckwurdig: -w

NL Osi , A livero L^dirrio likri 2. ^ e^i6:olL 36 ^.ucicjum ^

IideHus cjü creLruns, in iklis 6c incor^OTeum z

Hand Messe, predigten rc. die in E r-crum anzutreffen. Genna-dius gedencket auch dessen bücheren vom H. Geist, und wider dieArrianer und Macedonianer, die aber langst verlohren gegangen.

Äk/onirLk !. ^ ) öc 4. lilutrr. e- 8^4

6c illultr. ecclcii lumin. I. r. c. 85. 6e

Vlr. iNullc. c. 14. ^t^o cllroo. öc 6s

scri^t. eccl, ^6 sn. 490. <8c 26 816011. Apol-

NnLr. OL». rom. r. p. cliron. l.icin. p. ;r stc>.

kidliocli. biU. ?ciLßi«n. ic. cte iii'U. Dsc. 4 nri^.

Vriisn. NiNor. ?e>LZ. Lcc. D/ri,«. *

Faustus/ ein bekannter Bischoff in Africa von der seete derManichaer / lebte im anfange des z secult. Er war aus Mstevls/einer stadt in Numidien gebürtig / und nachdem er sich zu der steteder Manichaer bekäme / erlangte er unter ihnen gar bald ein grossses ansehen / so daß er den titul eines Dtschoffs bekam, Er hielt icheine zeitlang zu Rom auf/ gieng aber wiedernach Afrika / woselbster von den rechtgläubigen bey dem ?roc«nM!e ^tric-no angeklaget /und da er sich zu der stete der Manichaer bekannt/tu eine msul re-legiert wurde/ von wannen man ihn doch bald wieder restttmerte.Er vertheidigte die lehre der Manichaer mündlich und schrtfftltch /daher» er von Augnsitno wiederlegt wurde / der doch vorher»/da er noch selbst den Manichaem irigethan war/ein grosses ver-

fall 277

längen getrageri / ihn zu besprechen-eo„». käun.

Emoifes pour tsrvic-MM.eccl. r-

/ einMünch von Moute Cassino / und distiptil desberühmten Venedlctt/davon dre Denedictincr-Münche herrühren.Er lebte un erder regterung des Kaysers Phscä im / stculo / undschrieb das leben des Abts Mauri/ welches Surins und Bollan-dus ln den iz zan. referieren. L-°offie»/^ckr<.n.L.ul-ncn5. , cÄL-Le^-nc«2i.c.z-. Es ist noch ein anderer Faustus/vereinPriester gewesen / und das leben Scvmni/ eines Abts im kloster8^11,tkviLimce cic cdsMsis geschrieben/ welches beyde obgemeldteam 11 ftbr. referieren.

Faustus / (Johannes) ein büraer zu Mayntz, welcher gegendie nutte des i z seculi dem Johann Guttenberger in erfindunq undVerbesserung der buchdrucker-kunst mit rath und that beygestanben,und ,lch dadurch einen unsterblichen namen erworben. Denn alsder erste ersinder dieser kunst, Johann Guttenberger, sein ganvesvermögen bereits darein gestecket hatte, ehe noch kaum die facherecht angefangen war; so trat Faustus ihm mit seinen Mitteln bey,daß das gantze werck zu einem erwünschten ende tonte gebracht wer-den. Und lasset sich auch auß mehreren umständen gar wahrschein-lich schnessen, daß, ehe Faust oder auch gar dessen diener und zu-letst gewordener eydam ir-chäffer sich der fachen angenommen,Guttenberg immer auf lauge ausgegrabene tafeln von holtz oderauch von zinn gedacht habe, da man hingegen erst nachdeme diesebeyde dazukommen, auf die erfindung der sonderbaren buchstabengefallen, in welcher doch die eigentliche drucker-kunst bestehet. In-dessen hatteFaust auch verschiedene zufalle dabey.Denn ausser dem,daß er mit Johann Guttenberger, wegen der aufgewandten köstenm einige weitläufftigkeit gerathen, so hat er auch zu Paris grossegefahr ausgestanden. Und zwar so erzehlen einige, daß,da die erstegedruckte bücher in diese stadt gebracht worden, und man solche de-nen , so von dieser neuen ersindnng noch gantz keine muthmassunghatten, um desto mehr daraus zu ziehen, für geschriebene bücherverkaufft, da habe sich zwar anfangs ein jeder seines kauffs erfreut,und in genauer betrachtung der so netten und satten schrifft, der-gleichen, wie leicht zu erachten, nimmermehr aus einer scher durchein so grosses buch hindurch, und zwar mit einer so vollkommenengleichheit fliesten wird, für das schönstegeschriebene buch/ so ie znfinden, wenigst von dergleichen grosse, ausgegeben. Dadurch wä-ren bald verschiedene gewette und vergleichungen oder zusiimmen-haltnngen der neugekaufsten Faustischen bücheren, veranlasset wor-den. Aber hier muste sich die Verwunderung noch weil mehr ver-mehren , da man die so grosse und starcke bände dannoch blat fürblat, linie für linie, Wort für wort, und endlich gar zug für zug ei-nander gleich fände. Kurtz ; der verkäuffer, von welchem unge-wiß , ob es einer der ersten erfinderen und künstleren selbst gewesen,oder vielmehr eine andere von ihnen dazu bestellte person, ward füreinen zanberer gehalten, und wolle niemand auch aus denen gra-sten Doctonkus und KiLMris nokris die fach für natürlich halten;so daß der gute kerl, welchem vielleicht die kunst selbst mochte ver-hälet worden styn, und der auf solchen fahl diese meynung den leü-then nicht hat sicher benemmen können, in nicht geringe gefahr lies-se,zum danck vor seine schönen bücher aufden scheiterhauffen gesetztzu werden. Einen anderen streit erweckten die ungleichen preise,

' ebenfals in Paris und anderstwo. Dann als die ersten stuck von die-sen bücheren noch ziemlich theür und für geschrieben verkaufft wor-den , hernach der preiß von den verkäufferen, wie sie leicht thun kon-ten, um sie desto geschwinder zu verlausten, um die heiffte und mehrverringeret wurde, letstlich auch gar etwas ruffs von der leichtenart viele eremplar zu verfertigen, under die leüthe käme, wollendie so am ersten und theürsten geknufft, einen theil ihres gclds wie-derum heraus haben; allein mit dem allem hat Faustens glück bißan seinen tobe geblühet, und ist auch die edle drucker-kunst langezeit under seinem enckel in dem Hause seines cydamms Peter Schässfers geblieben. LNU^U. Lwon, all LN. 14)0. snnsl.

liiklLUA. üc in cliran. 8psnn acl »n. !4Zo. snnLl. Loj. get cl. L.

Ä7S7. cllcon. X1c>i-. 6c orcu sc pro^reliu k^poAr. sie /«< 7 -!,//«

kill. 6e kimprimecie. von 6cr l>ucl>6rucIcek-jcunN 6cc.

cL,«- in fsd. liuniani xcnsns. siehe Buchtruckeres. *

Faustus / (D. Johannes) soll ein berühmter schwartzkünstlerzu ansang des 16 seculi gewesen seyn, von welchem erzehlet wird,daß er aus Schwaben, oder aus Anhalt, oder aus der Marck Bran-denburg, bey Sollwedel, eines bauren söhn gewesen, welcher ihnzu seinem verwandten nach Wittenberg geschickt, da er mit gros-sem fleiß zur schule gehalten, und wegen seines herrlichen Verstan-des sehr geliebt worden. Im 16 jähr seines alkers seye er nachJnqolstadl komm, die ill-oiogi-m zu studieren, und; jähr hernachÄ-Mec worden; er habe aber nachgehends die rllcoloß.e verlafifen, und sich Mit grossem eiffer auf die und wahrsager-kunst aus den gestirnen geleget, immrttelst von senies vaters bru-der zu Wittenberg einen zimlichen reichthum geerdet, solchen aberin allerhand Üppigkeiten verschwendet, und sich gantz und gar denzauber- künsten und beschwörungen der geistcr ergeven, ych diedarzu aehöriqe bücher angeschaffet, und eines Priesters söhn vonWasserburg, namens Joh. Wagner, zu seinem drener angenom-men und zu gleicher gottlosigkell angeführet, auch pch 2 ,ahrlang der unterrichtnng Christoph Kaylltngers, so in der chrystal-tcnFebcr-kunst bcxnffcn war, bedienet. Hierauf habe er den teufesbeschworen, mit ihm auf 24 jähr einen bund gemacht, und vonibm einen geist, namens Mephistophelcs, zu stmem dienst bekom-men Da er denn vieie wunderbare dinge, und auch an des Kay-sers Marimiliani I Hof soll ausgerichtet haben, endlich aber in' Mmz dem