Band 
Zweyter Theil
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fer

wie auch mit muhlen, zeug- und Proviant - Häusern versehen ist,t„,d sagt man, daß sie chne über 2 Millionen an gold gekostet habe.An. i;86 wurde allhier ein bundniß wider die Protestanten ge-macht. Das Florentinische conciimm wurde hieselbst an. 14; 8angefangen , nachdem das zu Bafel von Eugenio IV durch eineöffentliche 6eciararion aufgehoben worden , auf welchem der Grie-chische Kayfer, Johannes Paläologus VII/ nebst feinen Patriar-chen mit zugegen war. Um das jähr izyo wurde von Alberto,Marchefen von Ferrara, aus haß gegen Bononien, eine Univer-sität allhier aufgerichtet. Das Hertzogthum Ferrara ist ein stückvon Romandula, so an die halb-insm Rodignia, west-wärts andas Hertzogthum Mantua , süd-wärts an das eigentliche so ge-nannte Romandula / und ost-wärts an das Adriatische meer grän-tzel. Es ist unter dem Haufe Este gewesen von an. i; z 6 bis 1; 98,nach Alphonst II tod, welcher, weil er keine männliche erben hatte,solches vergeblich an seinen verter, den Hertzog Cäsarem von Este,zu bringen gesucht. Nach seinem tod hat sich Pabst Clemens VIII als Lehn-Herr desselbigen angemaßet. Burnet hat von dem Her-tzogthum Ferrara in seiner reise-beschreibung angemercket, daß esdamals, als er es gesehen, so wüste und ungebauet gewesen, daßsich nicht einmal zum graß-abmähen leute genug gefunden, so,daß solches auf den wiesen verwelcken und verderben müssen.Die stadt Ferrara war gleichfalls in keinem bessern zustande, sin-temalen gantze feiten von straffen darinnen angetroffen wurden,woselbst rein einiger mensch wohnte. So ist auch die lufft daherSans verderbt, weil fast niemand ist, der den roth und Morastwegschaffet. Diese gantze Verwüstung aber haben einige dem un-ordentlichen wesen etlicher Pädstlichen wspomm zugeschrieben,welche die besten fanulien darinnen mit auflagen und confiscirun-gen dermaßen beschwüret, daß einige davon gäntzltch ruiniret,rhrer mehr aber von dannen weggetrieben worden, um. M.

Lv'o». in rnnsl. Irrl. p. ie^. e6ic. Venet. i;8l.

ja Elemente VIH. 6isr. c. , 6c Z. Lrccro/r cliroo. 6cc.

kWK.MIL)ff8I8 > ist der Name, unter welchem ordentlichFranciscus Sylvester, ein scholastischer ?K>iowpKus von Ferrara,angeführet wird. Er wurde zum General des Dominicaner-ordenserwählet, welchem amt er mit grossem fleiß vorgestanden, bis erzu Reimes in Bretagne an. 1528 gestorben. Seine schrifften sind r

«vmmcnkrrii in 4 libr. IkomL ^uin. cnnrr» gemilcs; comüienr-riiin pkiloiopkism Lrillocslis 6c vikL S. Olllnn«. in tzitzl.

Vaminicsn.

Ferrariola / war vor alters eine stadt, an der rechten feitedes Po - flusses gelegen. Zu des Kaysers Theodolit II Zeiten wurdesie zerstöhret, und die einwohner musten sich auf die andere feitedes Po retiriren, allwo sie hernach die stadt Ferrara gebauet.

6c ilrsl. r p. 170.

Arrariis / (Jo. Petrus 6 -) war von Pavia gebürtig, lehrteaber die Rechte zu Ferrara , und schrieb daselbst um das jähr 140°eine ssrnÄicsm , die ihm zur selben zeit einen grossen Namen erwor-ben hat. Er ist nachgehends Caroli II Königs zu Neapolis CaNtz-lar worden. 6e klar. !cg. incerpr. I. r c. 7;° in

«pon^mol.

Lerrarius/ (Bernardinus) ein berühmter voLo- von May-land , welcher um das jähr 1620 gelebet. Man hat von ihm einenartigen tractat: 6e rim lLcrLrum -Olicionum; darinnen er zeiget,was die alten vor eine art in ihren Predigten gehabt. Es wurde!zwar selbiger gleich anfangs etwas rar, weil ihn der Ertz-Bischoffzu Mayland, Fridericus Borromäus, aus Neid, daß fein buch,6- concionLmc Lpilcox» . nicht so wohl von der gelehrten Welt auf-genommen worden, unterdrückt; allein dieser Mangel wurde an.iLä; durch eine neue cllicioi- ersetzet. Er hat auch sonst noch 6sepilloliz ecclelisllicis» 6s scclsmscionibus 6c pl,u 5 a geschrieben.

^errarius / (Johannes) ein Rechts - gelehrter, war vonAmelburg in Hessen gebürtig. Nachdem er zu Münster in denwissenschafften guten gründ gekeget, begab er sich nach Wittenberg ,und erklärte daselbst ^.oenn noötcs Dabey legte er sich aufdie tlicoioZie , und wurde darinnen LsccsiLurcur. nachdem er be-reits vorbero den titul eines vaMri erhalten. Hiernächst trieb,rr auch die artzney-kunst, und wurde darinnen l-ic-nri-r. Hieraufwurde er L-ctor bey der schule daselbst, welchem amt er bis an.izr; vorgestanden; denn weil zu dieser zeit die wider-täuffergrosse unruhe erregten, gieng er zurück nach Marpurg , allwo ererstlich in den Raths-stand, und nachmals an. 1526 zur profclliouder Rechte erhoben wurde. Er nahm hieraufden voÄor-titul an,wurde v>ce-Cantzlar, und der erste «.cüor der Neuen »»6-06«-worauf er an. i;;8 den»; jun. gestorben. Seine schrifften sind r

snnorruoncs in inkiruriones 6c commenrarius 6c »ppeNsrioaitzus §/«Pp!ilLn6l uiu, rsUirutione sclverNis rem ju6l«tLM z coaimentsr-26 Nr. pLvgeüsr. 6s rsAolis juris, sc in tcu6s; cncljirillion 6c ju-6icivrum cxercicsmenris; commenksr. 6s rep. bene inkituen6a;vier D. Llilsberk« csrwine 6escripl». in v>k- ^Lt«r.

in tkerrro,

Ferrarius/ (Johannes Baptista ) ein Jesuit von Siesta,verfertigte ein sehr nützliches Syrisches Wörter - buch, welchesan. 1622 zu Rom , unter dem titul nomcnci-torSyriLcuL, gedrucktwurde. Sein vornehmster zweck darinnen ist, die Syrischen Wör-ter der bibel zu erklären, wie er denn zu solchem ende bey den ge-lehrtesten Maroniten sich befragte, wenn er einige schwütigkeikantraffc. L. L-m«».

Lerrarius/ (Johannes) dieses namens ist ein anderer Jesuit Wesen/aus Guienne gebürtig / ein guter freund von Baliar /

fer 29z

der die beydenbücher 6 ei',mmortsiiks 6 - i'«ms,und a-ii tzeLms 6 e

fälschlichJohanmFerrario /demMeben L-)-^ ch ^tter/ rugeschmben worden/ an das licht

Ferrärius/ (Johannes Matthäus) 6s Qr-Ldm. von sei-nem geburts-ort Gradoin dem Mayländischen, zugenannt, wurde

krokellor meäiclrl« Ul PüvtÄ / Und Leib s XLeäicus dtt Hektzogitt

Blancä Maria zu Mayland, welchen beyden ämtern er mit gros-sem rühm vorgestanden. Er starb an. 1460, und hinterließ co«.

Menr, kexkusl. cum smpÜLcionibus 6c L66!t!ooidus msrsriLrum innvnua, piiLiiL s6 Llmsolorcm, s6juiiÄo erism tcrru; contilig vari»meUicinsIis; cxposirion« super vigcllmsm tccun6,m kenteni« cs»üonir ^vicennL; prsÄics. vik. meöicor. Lttü», ckesrr.

Lt-rc/L««- l-in6. renov. p. Sz-. tiierrr.

Lekkärtus / (Octavius) war zu Mayland an. i L°o gebohren.Nachdem er sich so wohl im Griechischen und Lateinischen , alsauch m der k>K>tosc>pk>s und rk-otogis geschickt gemacht, wurde erdurch den Cardmal Borromaum zur proteMon der rede-kunst indem l-min-ri«, zu Mayland befördert, Und drey jähr hernach mitunter die zahl der lehrer des LoUcgü Lmkrollsiu aufgenommen»Nach dem tode dieses Cardinals berief ihn die Repuöliq Venedig nach Padua , die rede-kunst daselbst zu profitiern, welche stelleer auch mit grossem nutzen seiner Zuhörer, bis ün feinen tod, wel-cher an» Ikzo erfolget, rühmlich verwaltet. Man hat von ihm

orscionem 6s Iruöiku- psrLvii; »6 ivo6vm Vskrün» - lins-

rskorunt kslUm; iepillolLW 6e »bitu Oominici klolitü ilsüscoris Vs-acti; «lägi» multorum virariiiü litterärorum; Lukscki! rommsnri-ri» »6 ssomsri 06 )'il«Lm Isrinicsre 6oN»t» 6cc. in müli bist.

Förrariüs/ (öctabius) würde an. 1607 zu Mayland geboh-ren , allwo er hernach die rede-kunst 2) jähr in demeoiisßic,KrvL-n«, grlehret. Die Republiq Venedig berief ihn nach Padua ,allwo er auch die rede-kunst, politic und Griechische spräche mitsolchem rühm profitirte, daß ihn nicht Nur die gedachte Republiq,sondern auch der König von Franckreich, ingleichen Christina,die Königin von Schweden , UNd die stadt Mayland, mit grossengeschencken und jährlichen penfioNeN beehrten. Er starb an. i68s.Man hat von ihm einen sehr curieNseN tractat von den lampett istdett hegräbnissen ; dergleichen prolUlloas-; epillolLs Lc. r vol. in410; e>sÄs in4ko; vriZincs liNZuL ItsIicL in toi. - Md litzros. 6e

^nsieÄ- 6e re veitistts. Die zwey letztere sind Haupt-wercke, undzeigen grosse geschicklichkeit. Es ist auch gewiß, daß dieser mcinNdurch die gantze zeit seines lebens, vornemlich die darinnen abge-handelte Materien studieret habe; wobey nur das nicht zu loben,daß, nachdem ihn diese so viel mühe gekostet, er gar ungerne ge-litten , daß jemand etwas davon Noch besser erläuteret; wie erdann eben in den ^nLieüis 6- re venisri», und dem dabey gefügtenbrief an Joh. Mb. Gronovium, solches mir zu klar an den tagleget, da er in denen ersten wider Albertum RnbetttUm, der inder that besser, als er gesehen hatte, wörinNen der i-ms cisvus,und die LNßoiti ciavi in denen Römischen kleideren bestanden, allzuhefftig und ohne Ursache lvßbrennet; in dem andern aber sich widerdie klareste beweiß - gründe setzet, welche Grönoviüs in einemprivat - schreiben ihme übersendet hatte, um die rechte art zuweifen, wie die Römischen angekleidet worden. Er hat einestsöhn, mit namen Julius, hinterlassen, NNd demselben im testamentverbötten, nichts von seinen ungedrUckten schrifften herauszugeben;welches jedoch nicht verhinderet, daß nicht einige v,Lr»r,o,ic;.als 6e pLnroioimiL 6cc. noch neulichst heraus kommen.

rtissrr. 6 lluom. tekt.; «Äi'i,. rom. r. *

lerrarius / (Philippus) war General des ördens der Ser-vilen , und von Ovillo, einem geringen dorff, unweit Alessandri»della Paglia, im Hertzogthum Mayland gebürtig. Er war m denwracken, in der rnsoiogie und in den cicZLnriorib>us > absonderlichaber in der m-tUe«»-»-, die er zu Padua 48 jähr gelehret, wohlerfahren. Bey Elemente VIII, Paulo V/.undMbano^ 1 !,stunde er iN grossem ansehen, und gab, Nebst anderen schrifften,ein lexicon xeoArsptzicum heraus / so zu erst äN. 1627 gedruckt,hernach aber von Baudrando vermehret wurde, und emes vonden besten 6 iekiousrili gcogeslpiiicis ist, Er starh zu Mayland

^"ÄerarL»/ (Johannes Baptista ) wurde von ÄleMndro Vl

daß er von dem besagten Pabst und dessen söhne mit geld bestochen

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