Band 
Zweyter Theil
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ykafvon Brandenburg, in einer hierbey gehaltenen schlacht / vondem Ertz-BWoffgefangen. cvr. c. 16;. 0-»-»««

ciiron. 1.4, c 7. L/er^>o»r. 10m. r. re,. Qcrm. f. z?6.

Lrossardus / (Johannes) ein berühmter nikoricus, und Fran-tzößscher Poet, lebte zu ende des 14 kccuii, und war von Valencien-ües aus Henneqau gebürtig. Er war c-nonicus und Schatzmeisterdes Stiffts zu Ehimay, und schrieb eine chronic von an. i;rs bißan. - zyy / darinnen ihm um so viel mehr glauben zuzustehen, ie em-siger er war, den Verrichtungen hoher Potentaten emweder selbstbeyzuwohnen, oder doch von glaubwürdigen Personen sichere nach-richt einzuholen. Aus diesem hat nachgehends Sleidanus das nö-thigste heraus gezogen. Von den Frantzösischen -unionen ist die be-ste , so Dionysins Sawage an. 1559 zrt'Lion in ko>. heraus gegeben.Den ansang dieses wercks hat Froissard der Königin Philippä, ei-ner gemahlin Königs EdUardi lll iN Engclland überreichet, undim übrigen eine grosse anzahl von liebes-gedichten verfertiget, ob ergleich den geistlichen Ksbir immer getragen. Ue Uittor. i^-c.

I. c. 4. rcclisrck. ae >L krance I. 7. c. p. 6ir. bltzl.

xclß. 6 e/Ä„. /4 LkEe. öccr

Fröthö / ist der name, welchen 6 Könige in DaneMarck gefüh-rt haben. Frotho I hat Wider die Engelländer und Preussen grossekriege gefuyret, und ist von seinem schwager Regners, König inSchweden , erschlagen worden. Er lebte noch P. iVl. ;26r. Fro-tho II, beygcnannt Vegetus, ist ein söhn Dani II gewesen, undhak von U. ; 77 ^ biß ;8o> regieret. Frotho III kaciScus, einsöhn Fridlevi l, hat Schweden, Norwegen , Enaelland ünd Jrr-land inne gehabt. Wider die dicbe gab er ein gesttze, daß man sie anein creutz nageln, und einen lebendigen Wolf dabey anbinden solle ,welches so viel vermochte, daß sich keiner »ach fremdem gute schne-ie. Ek soll an. 15 von einer hexe, in gestalt einer kuh, umgebrachtwvrben seyn, nachdem er 14 iahr derregierUNg vorgestanden. Fro-Iho I V, i->r§us, ein söhn Fridlcvi II, hat sich nebst seinem feindeSuertingo, einem Sächsischen Fürsten , den er unter dem scheinguter freundschafft zu sich kommen lassen, an. 79 in seinem eigenenMast verbrannt. Frotho V, schlug seinen bruder Haraldum -der mit ihm gemeinschafftlich regierte, todt, und ward zum lohnvon des entleibten söhnen an. izi verbrannt. Frotho VI, einsöhn Canuti, ließ sich in Engelland tauffen, und gieng an. 89°, indem 16 jähre seiner regierung,nut tode ab. lM.van.

ksriez reß. Oan. X

Fruart, ist eine wohlbewohnte, doch kleine stabt in Löthringewetwa» anderthalbe meile von Nancy, nordwärts, an der Mosel /nicht weit von deren Vereinigung mit der Mcurtre, gelegen.

Fruchtbringende Gesellschafft/ oder der fruchtbringendePalm-orden / ist an. 1617 den 24 aug. zu beförderunq und^colirung der Teutschen svrache so wohl in gebundener als ungebun-dener rede, aufgerichtet worden. Die geleaenheit hierzu hat derdamahlige Weymarische Ober-Hof-Märschall Caspar von Teut-lebcn. ein Thüringischer Ritter, als unterschiedene Fürsten undEdelleute auf dem alten schloß Hornstein (so nun nach seinem >e--no^ Wilhclmsburg gencnnet wird) beysammen waren, an dieHand gegeben, darum 'er auch als ein gelehrter und wohlgereißrerCavalier die erste stelle in diesem okden bekommen. Es wurde alsovon Johann Ernsten deichsüngern, Friorichen und Wilhelmen,Hersagen zu Sachsen, Johann Casimirn Fürsten von Anhalt,Dietrichen von Werther», Fridrichen von Kosvoth, Weyma-Mein Cammer-Rath , Christoph von Krosigk, und gemeldtemCaspar von Teutleben nebst andern anwesenden, FürstLudwigvonAnhalt zum hauvt dieser gesellschafft erwehlet, und ihni der namedes Lehrenden beygeleget; denn es wurde dieses so mit eingefüh-ret, daß ein jedes glied solchen ordens einen besondern namen be-kommen muste. Als aber dieser gelehrte Fürst zu ende des 1650jahres mit tbde adgienq, wurde Hertzog Wilhelin von Sachscn-Weymar, der schmackhckffte genannt, an. 1651 an seine stelle er-wehlet; aufweichen, als er an. 1662 den 17 may von der weit ab-schied genommen, Hertzog August von Sachsen , der letzte ^sirmor des Ertz-Bißthums Magdeburg , genannt der wohlgera-tene / an. 1667 folqete. Es blühete auch dieser orden dergestalt,daß sich fast 8 °o Edelleute (andere gelehrte männcr Nicht zu zehlen)45 Barone, 6° Grafen, 19 Fürsten , 8 Pfaltzgrafen, 10 Landgra-fen , 4 Marggrafen, 49 Hertzoge, z Churfürsten, ja selbst ein Kö-nig (nemlich der Schwedische Carl Gustav) darein begeben. Alleiner ist mit dem absterben höchst-ermeldteu Hertzogs Augusti gantzins abnehmen gerathen, sonderlich nachdem einige gar kein wort inder Teutschen spräche leiden wollen, das irgend einer andern seinenUrsprung zu dancken hat, auch in der orthographie gantz was neuesaufbrachten, sonderlich aber mit einem Haussen selbst wunderlichausgedachler Teutschen Wörter sich bey andern riUicw machten.Wie denn biß sich niemand mehr finden wollen, der dieser an-fangs so berühmten und starck zugenommenen, nun aber sehr her-unter gekommenen und fast vcrgeßnen gesellschafft sich als Hauptund schutzherr annehmen wollen. ncu-st,roiienUon

brum. von Uce frucl,kbrin^en6e,< Ze-

kcllsclisffr vorksvöri > LucN Nero nsmen , Zemäkllli-unll wörrcr, in Äctzc-

reiiißs -vow

Aii/sTke-iNcker pLlm-tzaum. UillcrrLr. cle krarribus KLiencistilS

cum nari; LlinNiani k^ncilci Naulini p. 5, 6. 7.

Frumariuö / ein König der Suovorum in Gallicien, welcheran. 460 dem Maldra in der regiernng gefolqet, und noch in dem be-sagten jähre den thron zu verlassen genöthiget worden. Ihm succe-dirte Remismundus- >o ck-on.

^rumentius / Abyßinisch salama, ist der Aethiopier

bmbekeMt^Erka^ ^bnstizum Christlichmglau-Aedesio, und mit e ne n Tmi^

andere für einen " kauffmann Meroplv, welchen

verrichteten sie nach des Königs tode, wie vor, mitgrosser treue, und machten sich dadurch so wohl als ihrer reliaionwegen bey allen beliebt. Frumenkius wolle diese geleaenheit nichtvorbey lassen, sondern reisete zu dem heiligen Athanasio, welcherAEopien Machte, woraufFriiinen-andern male dahin rer,ete, und einen glückseligen ansang

a aubm machte'götzen-diener zum Christlichen aiauoen machte. tt. L. p >. c» 5. §0,7^,„ x,i.x. 7^,^.

tt. L. 1.1. c, ^r. 1. r, lz. s». ^7.

-Lrkioc,. i. c. r üc alilii. ' ^

Fronsberg/ oder Freundsberg / ein sehraltes berühmtes Tyrolisches oder auch Schwejtzerisches geschlecht.Zussdie erjre dieser meymmgen wird angezogen, baß dieses ge-^ ^ Freundsberg, so nachgehends Sig-u undsss iid genennet worden, besessen, solches aber bald darnachL'Oesterreich um die Herrschafft Pertersberg undSteitzlmg verivechselt. Die andere hingegen gründet sich auf einschloß, und vormals mllf demselben seßhafft gewesenes geschlechtdieses namens , welches ohne Veränderung einiges duchstabenssrundsverg geschrieben worden. Das Burgstal ist noch zu sehen,unfern Raperjchweil am Zurich-see , oberhalb dem so genanntenHlttcnberg. Nach dieser zeit hat es an. 148- Mindelherm inSchwaben an sich gebracht, daherö es auf den tnrnieren zu denSchwäbischen Rittern gesetzet wird. Sonstcn hat sich bereits an.968 Uiricus von Frundsverg auf dem turnier zu Merscburg befun-den. Ein anderer dieses namens hat an. 12S7 das Frauen - klosterPrediger - ordens zii Marienthal, genannt Vvldepp, erbauet.Und endlich hat Ulricus, welcher um das jähr 1492 gelebet, undHauptmann der gesellschafft 8. Georgen Schilds, des theils ander Donau , gewesen, auch vor den urhebcr des Schwäbischen Hun-des angegeben wird, sein geschlecht durch seinen söhn Georgiumund enge! Caspar, von welchen beyden nachgehends mehr sollgejagt werden, m den höchsten stör gebracht. Sckwcir--.

csiron l. v c. 8 Ng^eriicd llLmm-bocll?. 2 104 ieg.

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lein tzez l'^rol. -ltzlers ? II s,.;; lgz *

Frundöberg / (Georg) Herr von Mittdelhoim in Schwaben ,waren, ,ohn Ulrichs von Frundsberg , welchen ihm seine gemah-nn Barbara von Rechberg an. 147? gedohren hatte. Gleich insemen jungen jähren wurde er zu dem krieg angewöhnt, dann erschon an. -492 dem zug des Kaysers und Schwäbischen bundesbeygewohnt, durch welchen Hertzog Albrecht in Bayern , Regen»spurg dein Reich wiederum einzuräumen, gezwungen worden. Indem 24 jähr seines alters begab er steh in den Schweitzer - krieg,und an. 1504 erwieß er sich in der schlack» bey Regenspurg, welcheKayser Maximilian mit dem Pfaitzgraf Ruprecht am Rhein ge-hslten, so tapffer, daß ihn der Kayser zum Ritter schlagen ließ.Worauf dieser dem Kayser in den mit dem Hertzog zu Geldern,den Venetianern, dem Pabst Julis II und den Frantzösen geführ-ten kriegen, ungemeine proben seiner treue und tapfferkeit abgelegt.Bey eroberung des Hertzogthnms Würtemberg commandirke erim namen des Schwäbischen bundes 20000 mann zu fuß. KayserCarolus V ernennte ihn zu Worms an. 1521 zu seinem Rath undFeldherrn in der Fürstlichen Grafschafft Tyrol, übergab ihm auchdas schloß Rungelstein samt der Burghnt. Solche gute meynungnun von sich zu erhalten, gieng er bey angehendem Frantzösischenkrieg in die Kayserlichen erb-lande, Flandern und Hennegan, solchewider den besorgenden Unfall zu verwahren, allwo er auch beydem starcken anzug der feindlichen rnacht seine schwache mann-schaffr mit grosser klugheit abgeführet. Aus den Niederlanden be-gab er sich nach Italien , und hatte an den daselbst vorfallendenschlachten und eroberungen immerdar grossen anthecl; wie dannihme sonderlich wegen dem bey Bicoque erhaltenen sieg das gröstelob ertheilt wurde. Als Genua mit stürm an die Kaystrlichmübergieng, bekam Frundsberg das silberne scepter, die silbernenschiüffel, die Haupt - sahne des meers und einen kostbaren conipaßfür seinen antheil, da er im übrigen seine Teutsche armee nachMöglichkeit vom rauben und plündern abgehalten. Im treffen beyPavia umringte er die aufFrantzösischer feite hartnackig fechten-den Teutschen, welche man die schwachen sahnen nennte, nebenMarx Sittichen von allen leiten, daß durch deren Niederlage eingrosses zu dem Kayserlichen. sieg beygetragen wurde, wovor erKönigs Francisci schwerdt kriegte, so demselben ftm MarschallGaleacius von Sansi'vetino nach gewohnbeit solle vorgetragenhaben, und welcher wenigst nächst bey des Königs Person m derschlacht umkommen, solchen nahm er auch mit nach TMschland.Daselbst Mete er den gefährlichen dauern - aufstand im Algow,ohn einiges blut - vergießen. Doch kmite er nicht lang m Teutsch-land bleiben; denn weil der Pabst Clemens VII dem Kayser an.1526 den krieg angekündiget, auch mit seinen Mitten bereits wi-der die Kayserlichen anrückte, warb er in grosser eil von semeneigenen Mitteln, die er aus Versetzung seiner Herrschafft und seinergemahlin kleinodien aelößt, 12000 mann zu fuß, wovon er einemreglichen einen gold-güiden auf die Hand gab, und mit ihnen ohnegeld, geschütz und Magazinen, theils aus treue gegen dem Kayser ,