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Äi'cW-rrr« in stemmst. gcnr. öc ffsmil. 8.0m. ^»co».^1«^«/?. clc ksm. 8.0m. *
Fulvius/ oder Fulviö/ (Andreas) von Preneste gebürtig,leb-te zu den Zeiten Pabsts Leonis X, und gab die comrekE der be-rühmtesten leute beyderley geschlechts heraus. Er hat auch 5 bü-cher von den Römischen antiquitäten verfertiget- «Nsi.
II. ^«» 2 ,,». in prüfst, in comin. cie rep. 8.2m. ^o/^rr- clc Nist. l.sk.
Fulvius Asprianus / lebte in den, dritten secülo unter denKaysern Caro, dessen söhnen, dem Dioclctiano uttd Maximians.Vopiscus berichtet von ihm , daß er das lebett Cciritn beschrieben,aber dasselbige mit gar zu vielen kleinigkeiten und geringen, nichts-würdigen umständen angefüllet habe. n- i^r-
Fulvius/(Pctrns) ein vortrcsiicher Poet,aus Poitou gebürtig,war der eiusainkeit so sehr ergeben, daß er selbiger zu gemessen, allesglück,so er sich in der well mit seiner geschicklichkeit mächen können,auf die feite setzte. Absonderlich ahmte er, in Verfertigung der rra-qödien, dem Scneca nach. ni. Antonio Mureto und IoachimoBellaio war er si'hr wohl bekannt. Sie verfertigten alle ; eins-mals ein epißnLmm» , und überliessen das urtheil davon dem >sal-monio Macrino , welcher dem Fulvio den „reiß zusrrach. Nur istzu bcdanren ,daß man nichts als wenige stücke, so Rolandus Bcto-laus heraus gegeben, von ihm übrig hat. Er starb in seinen jungenjähren zu Polsters an. ,z62. Lamm/--//,, cio^, !.
Fumcus / (Adam) Herr von Röches, Siegel-Verwahrer vonFranckreich, von Tours gebürtig, war ein söhn Pauli Fumei, wel-chen König Ludovicns XI als -rmvsstsffcur nach Rom geschickt,und nach seiner zurückkunfft zunt Kouvetneur von Nantes ge-macht, Er studirte die Medicin zu Montpellier , und wurde hieraufder beyden Königen, Caroli VII und Ludovici XI, Leib-^cci,cus,davon der letztere ihn auch um das jähr 1472 zum Regneten-Mei-ster gemacht , und Carolus VIII an. 1492 zum anite eines Siegel-Verwahrers befördert. Er starb zu Lyon an. 14Y4, und hinterließnebst andern kindeni Adamum ll, welcher in dem letzt-qedachkcNjähre ebenfalls Rcqucten-Meistcr worden. Sein enckel, Äntomus,wurde Parlamcins-Nath, i-r-Kacm sux cn^ck-ics und Regucten-Meister, und verfertigte einige historische schrifsten. r.«
bibl. prsnc Nist. cic; N1s,c. lies 8.ccz»ec. <^c,
Funccius / (Johannes) wurde in Wchrd, einer Vorstadt zuNürnberg , an. iz,8gebohrcn. Nachdem er in dcn lmmz»i»,iku-gute vrogressen gen,acht, legre er steh ausdie theologie- und wurdeHof-Prediger bey Hertzog Albrecht in Preussen. Allein sein Hoch-muth brachte ihn dahin, daß er sich in die weltlichen fachen meng-te,und nachdem er den tttul eines Raths bekommen,sein geistlichesanit gar fahren ließ. sonderlich wurde ibme sehr übel aufgenom-men , daß er nebst Paulo Scaltchio einem Jtaliäner dem Fürstengerathen,keinem Preussen zu trauen ; es wurden diese zwar daraufmeistens von dem hoff weggeschafft, cs entstunden aber darüber soviel schwurigkeiten in dem land , daß der Fürst letztlich selbst in ge-fahr gcriclhe. Wcßwegen endlich auf anhalten dessen eydamsHertzog Albrechts aus Mecklenburg denen schlimmen Ratb 'cbernder Proceß gemacht, und nachdeme sich Scalichius ? e„ zeiten ent-fernet, sonderlich diesem Funccio zu Königsberg den :6oct. an.15öS der kopff abgeschlagen wurde. Kurtz vor seinem tod soll ermit seinem eremvcl in 2 vcrstn iebcrman vön dem eüigmsse in einfremdes amt abgemahnet haben. Man hat von ihin eine chronicvon erschaffuug der well bis auf das iahr ,;6o; das leben VitiTheodor,, eines Nürnbergischcn Predigers, und seines Schwieger-vaters Andrea Osiandri, dessen wunderlicher lebrc von der recht-fcrtigung er auch einige zeit deygepjlichtck ; in strichen aiimcrckun-gen über die offcnbahrung 8. Jöhannis. vlr. rkcc>..
Nist. I ,8. clc lcicnc. msrli. *
Funchal / die Haupt - stadl auf der insul Madera, mit einemBitzthum, so unter das von Lmabon in Portugal ! gehört.
Funck / von Scnfftenau, eine Adcliche familic in Schwaben ,welche von Sigismundo, der an. izoo gelehrt, hergeführet wird,Von dessen nachkommen haben unterschiedliche in decReichS stadtMemmingen das Bürgermeister- amt besessen, und au. >676 leb-ten ihrer zwölffe. Carl Jacob Funck von Erdmannshausei, thatsich zu ausgang des 17 scculi in dem Ungarischen krieg hervor, ober aber von dieffm gcschlecht abgesiainmet, kan man nicht sagen.
stemm. ?. 4, Orrc>,i>. Ist', p. 2«
Fungerus/ (Johannes) von Leiden gebürtig, lebte zu enddes ,6 'steilst. Nachdem er zu Löwen studirt, trat er eine reisenach Franckreich und Deutschland an, und machte sich in den spra-chen zimlich fertig. Nach der zurückkunfft in sein Vaterland wurdeer 8e<stoi- daselbst. Man hat von ihn,: i> mUMmum cMlcorum cx-
plicsrioncs; clc conllsßrsrionc muncli; cc^mologlcum rrilinguc ücc.
Niki. kclg,
ssVXEss. ist ein arm der hohcnAlpen,zu obcrst in dem Walli-ser- land, bey dessen fuß einer seits die Aar, und anderer stits dieRhone entspringet; er hat den „amen von den hoben stluiec - ge-bürgcn, die sich allda gleich einer gäbe! mit 2 zinckcn zertheilen;es gehet eine straß darüber aufUrstlen in das Canton Ury, da man2 starcke mcilen lang auf- und absteigen muß, in dem Winter aberbeschlieffcn schuce und cyß völlig den paß. §"<??,/>/. >. >> p. ,4, l>.
§c^c»ct>Lc^ k. 8.. I'. ; z,. qc,. 6,,/ex. 8Ns:r. 1 .1 ; g. 20; b *
^uretiere / (Antonius) von Paris , Abt zu Cbalivoy, undistic»- vonCbuincs, war ein Mitglied der /,»clemie kran^nlie. Nach-dem er so wohl in den gcist - als weltlichen rechten gute pi-ogrcstengemacht, wurde er unter die zahl der Parlaments-Advocaten und
für
der K<cLl-?rocurcurs bey der Königlichen Abtey zu 8. Germain ö«Prez aufgenommen. Hierauf begab er sich in den geistlichen standund erhielt die Abtey zu Chalivoy nebst der Probstey zu Cbuin gSoNsten hät er sich durch verschiedene wercke, dahin absoiideriich
sein stiKionaire univerlel pnur I» lanßue krrn^oise zu rechnen
kannt gemacht. Doch starb er noch vor endigung desselben an1688 im 68sten jähr seines alters. Auf seinem todt - bette suchte erauf alle weise die Mitglieder besagter acaäcmie wieder mit sichversühnen, welche er vorher in seinen schrifften, sonderlich durchdas ka-stum, so er aus anlaß seines viLlonalre, (dessen druck »esich widersetzten, auch den Furetiere dessentwegen gar aus derscsäcmie stiessen,) ausgegeben, sehr scharst und hitzig angegriffenhatte. -Ä *
ssDXIL. sind gewisse höllen - göttinnen bey den Heydnische»Römer» gewesen, welche von ihnen -stcÄa. st.iHlwne undgenennet worden, und nach ihrer einbildung bestimmt waren,die gottlosen zu peinigen. Sie wurden abgebildet, als wenn sie anstatt der haare schlangen auf dem köpf und Hangende brüste hät-ten. I. >2. Mncick. LrciffM. ssmsZm. rnricz. Nom.
p. 182 Iccz.
ss(IK.IXss.' war gleichfalls bey den Heyden eine raach-göitin/welcher ge'wisse tcmpel und Priester gewiesn,et worden. Doch hatman bereits zu Varronis zeiten kaum ihren Namen mehr gewußt.
I. ; clc ling l.sr. L-ce-'o Nc nzrurL weor. Lc,
Furius Antias / ein alter Poet / dessen Macrvbius unbAul. Gellius gar rühmlich gedencken. Q- Lutatius Camlus hatdas von ihn, verfertigte buch von seinem Bürgermeister - amt die-sem Fnrio dedicirt- äs um. üc z-c-Lr. starm.
jVI. furius nib-cuiu-, ein Lateinischer Poet, war vonCremonagebürtig, allwo er/r-V. 6z,,/,.xc. ;88>,^a. in; dasliechr der ivelt erblicket. Er hat stine jähr - bücher in gebundenerrede geschrieben, davon Macrobins einige stücke anführet. V,r-giliüs suchte mit grossem fleiß seine schreib-akt nachzuahmen.
^«c-'oK I. 6 iLruinLb c. 6cü. I >8 c. lo. äc Nist. 1 «.
I. I c. ,2 clc pocr. c, I orar. inüilur. 1-4 c- 6 kcM. Is,
Turins / (Fridericus) Cäriolanus zngcnannt, war von Vä-lencta in Spanien gebürtig. Er studirte zü Paris unter Hadrian »Tnrnedo und anderen berühmten Männern, und kam daraufnachLöwen, allwo er eine rhetoric heraus qcgcben, und Wider Bvno-Niam, einen ^rosciff,- her thcolögie, dehauvtet, daß man die heiligeschristt in die landes- spräche übersetzen müsse, davon er einen tra»
clat , unter dein titul : Noncinis 6vc clc libris sscr >5 in vormcwrmccrnverr-näi.c , in 2 düchern in verfertiget, so an. i;z6zu Basel von dem bekannten Oporino gedruckt worden. Hierüberkam er nun in eine gefährliche wcitläufftigkeit, davon ihm aberKavser Carolus V wiederum geholffcn. Dieser schickte ihn zu sei-nen, foh» Philippo, da ihm uachgchcuds der titül eines stistoricibengclegt worden. Nach dieser zeit suchte er mit gröstem ciffcr un-verwerstiche proben seiner treue dem Könige darzulegen, welcheser absonderlich in demjenigen pcojccst eines Vergleichs zwischenLvaiüen und dcncn anfgcstandeiien Niederländischen Provmtzienan den tag legte, welches er au., z 7; übergab, mit kräffliqer Ver-sicherung , daß Philivpus dasselbige gutheisscn üud bckraffligenwurde. Allein die Nicdetländek wolten nun nicht mehr trauen,und Priutz Wilhelm von Oralsten antwortete darauf, man kämeviel zu spath damit; es starb aber Furius zu Valladolid an.-lyrunverhevrathel, und hinterließ ausser dem vorgebuchten tractateinen andern, unter dem titul: e»nNic>cc„acicm, welchennachgehends Simon Schardins und Christoph. Warsewicius we-gen seiner vortreflichkeit in das Lateinische übersetzt haben. 17 -««-°
I. 60 üc 104. 6cöc>er. üc bibl lblisssn. L.>/«. *
^urnes/ Veurnen / lat. kurn.?, ein wohlgebautes städtleinnebst einer Abte», und grossen Castcllancy in Fländer», z weilenvon Dirmüdcn, und 2 von Nieuport gelegen. Man si,gt, daß dasschloß daiclbst von Balvliino l, Grafen in Flandern , repariret,und nachgehends die darben erbaute häustr von Philivvo demgütigen an., 790 mit niauren umgebe,, worden. An. 1646 nah-men es die Frantzosen ein, denen cs aber 2 jähr darauf Ertz-kMtzog Leopold Wilhelm wiederum abgenöibigec. Doch ist cs balddarauf abermals an die Frantzosen übergegangen, und ihnen an.1668 durch dcn friedens-schlnß überlassen worden, da sie dann diewälle und manren niederrissen. A». 1692 kam es aufs neue ausFranekrcichs bänden, worein es zwar das folgende iahr wiederumverfallen, allein durch den Rnßwickischcn frieden an. 1697 aber-mals von dieser crone abgetretten worden. Unter den geistlichenaebäuden ist absonderlich die stiffts - kirchc zu 8.Walpurg zu sehe».In dem Utrcchtischen frieden an. 171; wurde sie in savör des Hau-ffs Oesterreich an die General - Staaten abgetretten, und in demBadischm frieden an. 17,4 den, Kayser übergeben. 6.'"-««--«».
clelcrlzic. Ilclg. sä sn. 1646 öe 1648. I070Z-'. effc.
^urtenbach / eine Adeliche Bündtner- familie, deren stamm-vatec schon an. 1480 bekannt gewesen ist; von z söhnen, die erhinterlassen, habe» sich Hieronxmus und Erasmus in r astezertheilet, und jener sich zu Leütkirch niedergelassen, allwo stmeNachkömmlinge sich in der gegcnd weit ausgebreitet, und viel wa-ckere männcr gezenget; Erasmus aber setzte sich zu Vcldkirch, au-
wo sein sohnpaulus, Herr ziiOsterdorff/Burgermeistenvorden;
dessen brnder David ein Hauptmann ist auf dem berg Sinai au-i z ür gestorben; Facharias aber, Paust söhn, wurde Tbum-De-chant der hohen Stifft Augspurg, und David, dieses letzter» sM,