Band 
Zweyter Theil
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angriff/ imd zog sich solches also zu gemülhe/ daß er sich selbstdas leben nahm» ^4r-üc^2nnL,. 8sx. Oü/fe?' ULuf. merclcvv.

8orLujfcke ctu-on. Ä-r«/>r 8cü!cf. curiof.

Gablkoven/ eine ansehnliche Adclichc lind nunmehro theilsFrenhenüche und Gräfliche familie in Oesterreich und dem Für-stenthum Goch / hat vorzeiten den »amen Gablkover von Gabl-koven gesuhret. Ihren eigentlichen nrsprung hat sie aus Bayern /wie denn daselbst ihr stamm-schioß Gabltoven ohnweit Dingeisin-gcn/ zwischen der Iser und Viltz gelegen/ welches aber an. 14:6in den damaligen innerlichen kriegen zerstöret worden. Sie besi-tzet auch noch setz» einige dahcrnm gelegene Ichn-gnter/ welche siebereits an. 122 z von dem gedachten schlöffe und ihrer sestung Frein-berg (wozu nachgchcnds das schloß Wildharn gekommen) verlie-hen hat/ und biß aus diesen tag von dem ältesten dieses geschlrchlsempfangen / und wieder verliehen werden. Die gewisse stamm-reihe sänget man von Paulo an / welcher sich um das jähr 1480aus Oesterreich / dahin sich sein vater Zacharias aus Bayern ge-wendet/ nachLoibcn in die Lcckycrmarck begeben/ und durch seine4 söhne nachfolgende 4 linicn angeleget.

Die erste linke stiffkcie der älteste söhn / namens Wolffganq/welcher an. 1441 mit rode abgegangen / und unterschiedliche kin-der nachgelassen/davon sonderlich folgende 2 zu mereken. (i)Os-waldus/ der in Italien den rittst eines uoüons mcMcinL- ange-nommen/ und wegen der Lutherischen lehre Stcycrmarck mitdemnicken ansehen muffen / da er sich dann in Schwaben niedergelas-sen/ und an. iezy zu Memmmgen verstorben. Seine söhne wa-ren Wolffgangus II und Oswaldus II/ davon jener voctoc wneo.l»w--- zli L sibittgen/ dieser aber ll.,vlc 6 ici».i,, wie auch in die;--jähr istaih und Leib->i- 6 icu 5 bcv dem Heryoqc zu Wurtunderg ge-wesen. Dieser letztere hinterließ Hicronymmn/ s.u. u. Woiff-oangum III/ Wurtemberqischcn Rath und Leib-^cMcum/ wel-cher 6 cenlnricn curai. üc vbisrv--r. m.aic. geschrieben ; Johannen:Iacobum/ Fürstl. » 6 -imr>>cc,rium zu SlMtgardt; nndChristo-Vhorum). rv Bi'irgerineistcr zu Eßlinqcn/welcher an. lüzrgestorben/ worauf bald hernach dieser äst in Schwaben gäntziichverloschen. (2) Fraiiciscns pflantzcte seinen äst i» der Steyermarckjort/ und ward ein groß-vaierZacharia/ wcicherdiewurde einesband-und Hofgcrichts- wtc auch eines Land-Raths zu

Grätz bekleidet / und an. >üzr die Freyhcrrliche würde erlangethat. Er starb an. 1675 / und ließ 2 söhne nach sich; Der ältere/HanS Siegfried/ so gleichfalls des Landes und Hofgenchls bcy-sitzer,/ wie auch Kayserlicher Rath und des Adclichen vormnnd-schafft-amts m-rb-Zc»! war/ gesegnete an. >707 das zeitliche, undhinterließ Ioh. Phllippum AMouimn/ und Iosephum Iguanum/davon jener würcküchcrKavscrljcher Inner-Oestcrrcichischcr gc-hcimdcr Rast) / und an. 1718 m den Rilchs-Grafenstand erhobenworden. Der jüngere Georg Christian/ kayserlicher Rittmeister/siürtztc an. 1686 mit einem pfcrdc / und büßte darüber sein lebenein. Sein söhn/ Hans Anton/ diente zu ansang des 18 seeuli demKayscr in dem Ungarischen kriege.

Die andere linie legte Lconhard an / der sich zu Loibcn in derSteyermarck aufgehalten und an. i?44 das zeitliche qcjegnct hat.Sein cnckel/ Daniel/ brachte es in der aryncy-knnst so weit / daßer den timl eines o<>ü»-R zu Basel annehmen kontc / woraus ihmdie ctiLrgc eines Kavscrlichcn würcklichcn Raths/ lind an. lüzc.die Freyherrliche würde zu theil worden. Er war ein großvatcrJohann Martins/ Herrn auf Syrowitz/ Altenbcrg/ Frauen«stein und Nnßperg/ welcher des land-rcchks Bcylitzcrmid an. 1632Verordneter des grossen ansschusses in Kärndlcn gewesen. Erstarban 1700 und hinterließ Martinnm Iosephnm Anlonunn/ Lan-des-und Hofgcrichts-»RM-nem/ ivclcher sich an. 1701 mit einerGräfin von Platz vermählet hat.

Die dritte linie hat ihren Ursprung von Rupcrto/ welcher sichan. 1 zyo an dcmDodmscc niedergelassen / und mit seiner gemah-lt»/ Anna Litscherin von Rönscbach/ >o linder gezcugct/ wor-unter 2 söhne / Paul und Carl / gewesen.

Die vierte liniesseng Zacharias an/ welcher an-izzr zn.Loi-bcnmittodcabgicng/ nachdem er mit 4.gcmahliniicn i> söhneund 9 töchtcr gezcnaet hatte. Von den söhnen haben die meistenihr geschlccht fortgcpflaiitzct/ und zwar m Oesterreich und^rcycr-»larck/ woselbst sie die schlösset Pctzcnkirchcn/ Pnhel und Hclf-ftnbcrq / an sich gebracht. Das letzte / Hclffenbcrg/ liegt m derGrafschtffl Cillcy/ und hat es einer von gedachten 1 ; johncn/ na-mens Abraham/ welcher an. 1609 gestorben/ durch heyrath ansich gebricht. Derselbe war ein vaicr Georg Sicgjricds zn Lvcallsunweit Hclffendcrg/ der weaen der Lntherlschcn religion senw gu-ter verlassen/ und sich in das Fürstcnlhnm Golha gewendet. Sen:cintzigcrsohn Johann Dalthasar begleitete an. 1688: FnrstllcheSachsen - Esthnische Printzen ant der reise nach fremde landet alsHofmeister / woraus er die stelle eines gchcimden Raths und ober-- Pl'äsidcnken zu Golha erhalten. Er gab an. 1709

^Liinriä f.'.MiÜL ill toi- / Uli!)

lebte noch an. 1717 im 80 jähre seines alters. Sein mit einer vonHopfaarkcn erzeugter söhn/ Hans Sicgsricd/ ist Furist. Braun»schwcigischip Cammerjnnckcr worden.

Gabon / ein Königreich in Conao/ darinnen die Mosonleswohnen 7 hat eine stadi Maccira an dem flnß Gabon .

Gabres / siehe Ghcbres.

Gabrias/ siehe Babriao.

Gabriel / ein Ertz-Engel / dessen namc so viel hcissek als Got-tes starckc. Er ist dem Daniel erschienen / dem Zacharias / da er

thu von der gcdurt Iohanms des räuffers versicherte/und der sichItgen Jungfrau Maria / da er ihr das geheimniß dermenick^Edüng des Sohnes Gottes verkündigte. c.p.8 ö-

Gabriel/ ein Ertz-Bischoffui Philadelphia / mit demmen Severus. Er wurde von vereinm / einem Patriarche mConstanttnopel / eingeweihet; da er aber sahe/ daßerwGriechen m semer gemeine zu Pyiladelphien hakte/ wendete erki knach Venedtg/altwo er der Griechen/ welche in dem Vene Aschen gebiete lebten/ Bischoffwmde/ und seine bücher inGr ch'scher spräche drucken ließ/ als da stnd: ein kleiner iraciat von sacw»menren an. iüoo und eine schütz-rede an. 1604/ in welcher i mder einige Lakcriiische die ehrcrbietung / so die Griecken

dem brodt und wem noch vor ihrer conssc^rion erwiesen / vertbRdiget. Der Cardinal Perronius hat zuerst das gedachte buch Wi,dem abeudmahl angeführet/ damit zu erweisen/ daß die Griechedie rranxtuMtLmi-uioii ebenso/ wie die Lateiner glaubten / Mb

daß sie auch gar das wort erfunden / welches eben so

vlel helyek/ als irrm8lubtiL,ir,-!rio. Johannes Claudius hak in sei.ner antwort/ die er Antonio Arnaldo ertheilet/ dieses welch ichein erdichtete« buch ausgegeben / weil er des Gabriclis buch nicktbesaß / st.md dcr Cardinal Pcrronins die Ei iechischen werte dieseZErtz-Biseyosts nicyt angeführet hatte. Allen: Richard Simon l atzu Pans an- 1^71 diese schutzrede Gabriclis / darauf es hmwk-sachllch ankam/ in Griechischer und Lateinischer spräche/ Ecmtgen andern tractaten eben dieses -ur«ris drucken lassen / woriner noch einige anmerckunqen gethan / in welchen er beweisen wol-len/ daß man diesen Bischoff nicht unter die zahl der Grieche,!/weiche sich nach der Lateinischen kirche gerichtet / setzen könne/ an»gesehen er wider das Concilium zu Florentz geschrieben/ welcheser gleichfalls m einem zu Paris gcdruckien/und u crcrncc öe

genennien buche erwiesen / f,Owider Thomas Smiih behaupten wollen. Im übrigen gebe,Mdieses Gabriclis Marünus Crusins in semer rurco.cEis Mrühinllch.

Gabriel / (Aegidius 6c) i.iccntiLms aüfder UniversitätLöoen,Priester des Franeistaner-ordcns, vc6»,ror Ocnc>Ä,y und cü,mr>ir-tarius >ruuüoiicu! in den Niederlanden , war von Lüttlch gebürtig,und ließ au. 167z eine moral zu Brüssel drucken, unter dem limi rLpccimir!^ LliriliiZiilc ä morsüs aisboücL. Dieser tlttti warbzu Rom verdächtig gemacht, und Miste der auwr deshalbeu dahm,in von seiner lehre rcchcnschafft zu geben. Allein nachdem manbefunden, daß an seinem buche nichts unrechtes sey,wurde es noch-mals zu Rom 1680 gedruckt, jedoch mit einiger Massen veränder-tem tltul , und lediglich 8pccimina morziiz genannt. Man Hai esauch ins Frantzösische übersetzt, unter dem titul: >cs cüHr n- u m-o,moiLie. In dem wcrcke selbst konit er der strengen varthcy beeMoralisten näher, als der gelinden.

Gabriel 6s Dasra / ein Syrischer scribent, hat in seiner sprä-che alle csttonc8 ivn>,6oi'um kürtzlich znsammcn getragen, und inzwey theile gctheilet, auch sein dedenckcn hinzu gethan.

In cLiLlnAN Lnsi6. lcripr.

Gabriel Sionira / ein gelehrter Maronit, und Professor desSyrischen und Arabischen spräche zu Rom , von wannen er auchnach Paris gcholet wurde, um an der bibcl des 1- sa/ mitarbeitenzu hclffen. Er brachte Syrische und Arabische bibeln mit sich, wel-che er mit seiner eigenen Hand von den mLnus'cripR in Rom abge-schrieben, und sind solche zuerst in des grosser bibel mit Punc-

ten, den Engclländischcn Ui-P^ottis. mit einer Lateinischen Über-setzung , die er selbst mit unglaublicher mühe hinzu gethan, beyge-füget worden. Dieses bedauern etliche, daß er die bcschaffcnheitderSyrischen und Arabische » KWcc. deren er sich bedienet, nicht an»gczciget, welches daher gekommen, weil er mit dem >- »»einsworden, und deswegen nicht weiter an diesem wercke arbeiten wol-len. Sonst hat er auch noch andere Arabische bücher übersetzt, undunter andern eine Arabische Geographie, unter dem titulpüis NuwciiM, zu Rom drucken lassen. wüuirc cruig. 6U VI-1W

kesssiu. Xo-r/o/-. cic fcripr. ecük. c. zr.

Gabriel: / eine edle und alte famile, hak ihren Ursprung vollEngubw in Umbrien , und schon im dritten seculo diesen »amen ge-führet. Nachmals hat sie sich in unterschiedene scitcn-mnc» gc-thcilet, welche sich zu Rsni, Venedig , Padua , Fans, und andcrsw»niedcrgclassci:, und sämtlich berühmte manner gczeuget haben.Faciuä wurde an. n >4 sonderlich hoch gehalten, und vcrferügieeinige philosophische bücher, als 6- gumuor -ism-nus;üssopülL, öcc. Hugolinus ist an. 14)8 Groß-Vicsrlus des CardMMIoh. Vitelleschi, ErmBischoffs von Floren!;, gewesen, m>d Meinen tractat von sacramentcn geschrieben. Ludovicus vttbücmcan. i;ü2 einige wcrcklcin,darinnen von der Übung der gottesjuMgehandelt wird. Julius, ein Priester,hat die sprachen und m>m--i>ic«-s gclehret, und ist ein piiiioiopMis, inglcichem ein O/E gewe-sen. Er war bey dem Hcrcule von Gonzaga, Cardinal von MN-tua, welchen er auf das Concilium zu Tndcnt begleitete, nllwo n »reden gehalten hat,welche im druck heraus Schaben worden. RW-mals übersetzte er xcuopllonris LvropL-Uism aus dem Grwwüwsisins Lateinische; wie auch einige tractatc Plutarchi; ) reden wr^aorii Nazianceni, und machte andere bücher mehr. Er lwsv zuEugiibio in stincm Vaterland,dcn i2inay an. 1579. Hieronymus/ein Consistonal-Advocat,verfertigte - bücher von der rechts-EMsamkcit, das erste an. i; 7 t / welches er dem Pabst Gregmo XMdedicirle,und das andere kam an. i;8; mit einer zutchrmt ontun, V ans liebt. Er starb zu Romden 27 »ov. -;87-m74 aMseines alters. Diese Gabriel: sind Herren zu Eugubio und vvpam