Band 
Zweyter Theil
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jatk einen theil mit an Der regierung. NeneruZ Gondi schloß an.ir;S den frieden mit den Pisancrn. Baldus bekleidete an. 17.90die wichtigsten bedienlingen iin kriege- Julianus Gondi schlug eine^)en6on auö, jo ihm Alfonsuö / König von Aragonien , anbot / mitdiesen Worten: Es woll: sich nicht geziemen / dass ein bürgeraus einer freyen Republtc von einem auswärtigen Po-tentaten p-nNon nähme. Bernhsrdus , Caroli söhn, war ober-ster Loak-Iomer der Republic. Gendo von Gondi gelangte zu denvornehmsten stellen daselbst / nnd Simon that der republic Florentzin dem kriege wider den Hertzog von Mayland an. 1; 91 grosse dun-ste. Er hinterließ Bernhardum, Bernhardt II vater, von welchemAntonius I, der Antonium II hinterließ. Es wurde aber selbigesgeschlecht in Franckreich bekannt, als Johannes LspMs.Hiero-nymus und Antonius Gondi mit der Königin Catharina lle Me-Licis sich dahin wendeten. Johannes Lzpr.cu war bey selbiger ober-ster Hofmeister, welcher auch den pallast Gondi zu Paris erbauethat, der jetzv der pallast Conds genennet wird. Hicronymus,dessen bruders söhn, wurde von dem Könige Henrico III und IVin verschiedenen wichtigen Verschickungen gebraucht; wie denn die-ser letztere ihn ZUM lmroguÄeur 6c; LmkzlU-jeur; machte, Ulld ihm

hernach die stelle eines c>v»lierz bey der Königin Maria von Medi-cis gab. Dieser hatte die Vermählung des Königs mit selbiger Prin-tzcßin in Vorschlag gebracht, welche auch, als sie nach Paris kam,in seinem pallast am ersten abstieg. Antonius von Gondi, Herr vonPerron, setzte das gcschlechte fort. Er war bey dem Könige Hen-rico II erster Hofmeister, und vermählte sich mit Maria von ?>e»rs vivs. Caroli, Herrn zu Lezigny tochter, so der Königlichen kin-dern oouvcrngnre war, mit welcher er Carolum von Gondi, Herrnvon Tour, General der galeeren und obcr-aufseher über die König-liche g-rcle, zeugte, so den 15 jun. an. 1574 zu Paris ohne erbenstarb; (von diestm will gesagt werden, als habe er König Carolum

IX mit gisst hinrichten helsscn; allein,weil das von der vergifftnngselbst aufgegangene gerächt ohne zweifel falsch ist, (siehe Carolus

X König in Franckreich) so fallt auch die dißsals dem Gondi zuge-

stoßene schuld von sich seldsten weg;) ferner Albertum von Gondi,und Perrum Cardinal von Gondi und Bischoffvon Paris, vonwelchen beyden hernach. Albertus aber zeugte mit Claudia Catha-rina von Clermont Dampiere, verwittibten von Rels,

Carolum, von Bellisle j welcher an. 1596 umkam; Hen-ricum, den Cardinal von Rets,von dem hernach; Philippum Ema-nuelcm, von dem hernach; Johannem Franciscum, welcher dererste Ertz-Bischoffvon Paris war. König Ludovicus XIII machteihn an. iSz; zum Loma-ancleur seiner orden, wobey er sich sehrgrosse rcpursrion erwarb. Er starb zu Paris den 21 mertz an. 1654im 70 jähre seines alters. Carolus, der älteste, hatte von seiner ge-malstin, Antoinette von Ocleans, Henricum von Gondi, Hertzogvon Rets und Ritter der Königlichen orden, welcher aber nur 2töchter hinterlie; ßPhilippü's Emanuel aber zeugte Petrum vonGondi, Hertzog von Rets unv General der galeeren, welche stelleer aber aufgab, und nur 2 töchser hinterließ; und Johannem Fran-ciscum Paülum von Gondi, Cardinal von Rets, mit welchem dasgesthlechte ausstarb. Xexxrm üb. ?- klor. iUullr. Lkr>r kill. VIor.vr/n. Q-». ccl» !li. lle MusciL 6c llmbr.

tamil. Lo««»' lle kawil. Lonlli. Lall. gcn. p. 179.

Gondi/ (Albertus)Hertzog von Rets / pLir undMarschaklvon Franckreich/ Ritter der Königlichen orden / ältester Cam-merjuncker und General der galeeren/ war Antonil von Gondisöhn/ gebohren an. 1528 zu Florentz/ und stund bey der KomginCatharina von Medrcis / nicht weniger auch bey dem Könige Ca»rolo IX in gar grossen gnaden. Er befand sich an. 1554 rn derWacht bey Renti / an. 1567m der schlacht bey 8. Denys / undan. 1569 in der bey Moncontour . Carolus IX brauchte ihn auch/um die Vermählung mit der Ertz - Hertzogin Elisabeth von Oester»reich / Kaysers Martmiliani II tochter / zu schliessen. Nach die-sem schickte er ihn an. 1566 als Abgesandten in Engelland / undmachte ihn im folgenden jähre zum Marschall von Franckreich.König Henricus III -onrinulrte diese gnade/ und muste er bey sei-ner cronung die stelle eines conne-Lbiez vcrtretten. Er machte ihnauch zum General der Königlichen galeeren/ zum Hertzog undPair von Franckreich/ zum oouverncur von Provence / mgleichenderstadk und schloß zu Nantes rc. Er diente diesem Konrge sehrtreulich / und riech auch selbigem / sich mit dem Komge voy Na-varra wider das unternehmen der ligue zu verbinden. Nach demtode dieses Königs hielt er sich zu Henrico IV/ bey dessen cronunger an. 1594 den Grafen von Toulouse r-^Ls-mwen muste / unddiente demselbiqen Könige / biß er an. 1602 starb/ worauf er inder capelle von Gondi/ so hinter dem chor der kircyen norrc-o-mczuParis zusehen ist/begraben ward. 2-/,

gen. Lsll.

Gondi/ (Petrus ) Cardinal und Tischoffzn Paris/ warAn-tonii von Gondi sohnnnd des obigen Alberti brudcr/ an. 1;;; zuLyon gebohren. Er studirte zu Paris/ wurde zu Tou-

louse / und hierauf Almoscnier/ wie auch bey Königs Caroli IXgemahlin Elisabeth Cantzlerv Er wurde hierauf Abt zu 8 ^eanvon Vignes/ zu Soisson/ zu 8. Aubrn/ zu Angieres/ zu 8.Martin/ zu Pontoise / zu 8. Maria von Campama und zu 8.Espalo imStiffteMans/ auch an. 1562 Bstchoff m langrcs/und dadurch Hertzog und Pair von Franckreich / endlich an-1571Bischvff zu Paris. Carolus IX machte ihn auch zum Grafen zuCoigny und Herrn zu Pctrosa. Henricus III gab ihm an. 1576den orden des heil. Geistes. Er wohnte vielen Reichs-convemen/sonderlich an. 1577 dem zu Paris / an. 15 88 dem zu Moi.-/»ndan. 1596 dem zu Nouen/ auch verschtedenen Versammlungen der

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chen tttul er hernach mit einem andern ^ ' machte / Wels

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^^'^ben / zum frieden nicht bewegen. Weil er sich^ liguescike nicht schlagen wolle / wurden ihm seine Bi»schöflichenelnknnffke zurück behalten. Erließ sich htcrauj von Temr co iv tnemerGesandschafft an den Pabst Ci m« viil abrauchen/ bey welchem er aber/ weil Henricus IV noch r fo^?lch cmchnichts fruchkbarlichesaus.

ttchkm konke. Als aber der Kömg an. iz^dre stadk Baris cinae»Mmen hatte/ begab er,ich wieder in diese seine Bischöfliche re.

diente dem König getreulich. Er war sonst em fried-fttttg.r mann / welcher den armen sehr viel gutes that / und stark^^^rahr semesalters/ seines bruders söhn/ Philip,pum Emanuelem/ zu seinem erden hinterlassend.

I,b. 2 Us l.oui-XIIl I>l>. 18. ÄSN. Lall.

Gondi/ (Henricus) Cardinal und Bischofs zu Paris / war^8; von Alberto von Gondi / Hertzog von Rets / und Clan-via Cakharma von Dampierre gebohren. Sein vekter/ obigeeCarPinal/ Petrus Gondi/ machte ihn anfänglich zumzu Paris / und nachdem er auch Abt zu 8. Johann zu Soiffonsmid zu Buzay gewesen/ i--a»n,rte er ihm an- 1598/ mit KönigsHeimcrlVbewrlliglmg/ das Dißkhum Paris . Er brachte dieUacres con^cAgkioms orarnrii an. i6ic>/ auch verschiedene anderevrdensckeute m diestadtParts/ that Henrico IV an. iSic, bmlerch-scrinon/ und wohnte an. 1Ü14 dem Rcichs-eonvenl zu Paris bey. Als Paulus V einem aus der Frantzösischen clcrisey den Car»mnals-hut geben wolle/ wurde dieser an. 1618 darzu befördert.Er erhielt an. 1619 den orden des heil. Geistes/ riech dem Königden krieg wider die Hugenotten / zog an. 1620 wider selbige zuseid/ und brachte es dahin/ daß ihnen die geistlichen inBear » genommen wurden. Nach des von Luyncs tod wurde eroberster kimMer bey dem König/ und nahm hierauf seinen brudcr/poh. Franciscum Gondi/ zum Loschmorc an. Er wurde in derbelagcriiug Monkpellier mit der feld-kranckheik befallen / starb zuBeziers ben24jul. an. 1622/ und ward in der capelle Gondi zu

PMs vegl'ÄM» 1. rr.

Gondi / (Philippus Emanuel) Graf zu Joigny /von Is!« ci'or, Generaider galeren in Franckreich/ war Albertivon Gondi / Hcrtzogs von Rets / dritter söhn / an. 158-- geboh-ren.Er bekain von seiner mittler wegen die Hcrrschaffk Dampierre/und von seines vaters bruder/ dem Cardinal Petro/ BtschoffzuParis/ die GrafschM Joigny / besaß auch das ^quilsr a- ri-i-a'or und dteHerrschasst v >»s pr-ux. Er wurde an seines vaters stattGeneral der galeeren/ wie auch osncrsi Liemenam des Levanti»schen meers und «ouvecncur der Provintz Auvergnc / wohnte an.1602 dem berühmten csrouiei zu Parts bey/ erlangte an. 1619 dieKöniglichen Ritter-orden des heil. Geistes und8.Michaelis/schlug an. 1621 den berühmten Corsarn/ Solimann Nais/ wieauch andere meer-räuber von Algier und aus der Darbarey/befcmdsich an. 1622 in der see-schlacht bey Rochelle/ auch an. 1627 beydem enisatz der insul ke. und bey der niederlag der Engclländer/woselbst er mit einem musgueten-schuß an der schulter verwund!würd. Nachdem er nach seiner gemahlin absterben sein am einesGenerals der galeren seinem söhn/ Pelro Gondi/ r-'Hmle/ nahmer den geistlichen stand an / und gieng unter die con^cZLnon <-rm-nis orsrorii. Er gerietst an. 1640 wegen einigen mit GrafLudovicozu Soiffons/ der sich wider den König auflehnte / gewechseltenschreiben/ in Ludovici XIII ungnade/ so/ daß er arrestirtwurde.Er muste sich hteraufin das gebürg von Auvergne als in ein exiiiumrcririren/ kam aber nach einiger zeit nach Paris / woselbst er den19jul.an.1661 tm8i jähr seines alters starb. /«L-/.

gen. OaU.

Gondi/ (Joh.Franc. Paulus) Cardinal von Rets undwecanus der Sorbonne/ hatte ein herrliches -ngcmum, und nahmden voSor. ttnil in der Sorbonne an. Er genoß vlei geistlichebeaeüci», und wiewohl er vor diesem stand einen grossen absehenhatte/ und um seine verwandte zu zwingen / daß sie lstne m rrncnandern stand weiten liessen / in der jugend verschledene mahl«Zuellirte / so wurde die fach doch jedes mahls unterdrückt/ undmuste er wider seinen willen ein Geistlicher bleiben. Hernach wurdeer von seinem Vetter zum <co«ajuro-o des Ertz-Dtßthums Pans er»

sehen/ und von dem PabstUrdan»' VIII zum Ertz-Drschoff von

Corintho ernennet. Als er bey hofckwas empor kam/ germh ermit dem Cardinal Mazarin in und als er sahe/ wie

dieser bey der Königl-Mutter snrtrass/ suchte er denc durch anstlff-tunq innerlicher Unruhen mit gemalt aus dem Königreich zu ver-treiben / zu welchem end er sich dann unter dem volck zu Paris ei-nen grossen anhang machte / und das vornehmste Haupt der so ge-nannten kroMeur-oder Müderer wurde/ auch mit drcfcm allemdem Mararln und der Königl. mutier eine solche sorchl emiagte/daß sie istme/ wie sehr es ihnen auch immer zuwider wäre/ zuRom einen Cardinals-Hut zuwegen bringen musten / welches von

^iinocentio X geschahe- Weil man ihn aber noch immer zu neue-r,maen / und f->Lt>onen geneigt sahe/ auch ohne zweifel den altengrollen wider ihne noch stats im hertzen hatte/ wurde er kurtz" Lxx r darauf