Band 
Zweyter Theil
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Er war auch General über die Mayländischcn trmipven , lindbat bey den inao^cis ein grosses lob. Er starb den i4jul. an.1484/ und hatte von seiner gemahlin Margarctha , Hertzogs Al-bertides frommen in Bayern tochter, Siglsmundum, Cardi-nal , Bischvffvon Mantua, und Francii'cum II, der ihm mcc^rte.Dieser hatte an den Italiänische» kriegen / so z»! ansang des >üscculi gefschrt wurden, grossen theil, wie in einem besondern artieul»u sehen. Er starb aii. 1»19, und hinterließ von seiner gemahlinElisabekba von Est- Herculem, so Cardinal war; Ferdinandum,Hertzog von Malsctte, Printzen von Ariano und Gliasialla, v>ce-Ke von Sicilicn, und Onuvcrueur von Mayland, von welchem diePrintzen von Mclpho undGuasialla abstammen. Der älteste aber,Fridericus II, erster Hertzog von Mantua und Montferrat, setztediese linie fort. Er starb den 28 ju». an. 1540, und hinterließ WÜ -helmmn; Ludovicnm, Hertzog von Ncvers; Fridericum, so Car-dinal war, und 'Alerandrum. Der älteste, Franciscns III, ver-mählte sich an. 1549 mit Catharina, des Kanters Ferdinandi Itochter, starb aber ohne leides - erben, und folgte ihm sein bruderWilhclmuS von Gonzaga. Er vermählte sich gleichfalls mit desKansers Ferdinandi I Printzeßin, namens Eleonora, und dieseshalff dar»,, daß ihm an. 157; der Kayscr Marimilianus II, alsseinem schwager, das eines Hertzogs von Montferrat er-

theilte. Er vermehrte sein gebiet um ein anjehriliches, hat auchirooooo rthlr. erspähet, die aber sein Nachfolger auf bevestigungder stadt Casal mcistcnthcils verwendet hat. Er starb den 14 aug.an. 1587, und hinterließ einen soh» Vinceniium I, der ihm folgte.In den Ungarischen kriegen hat er sich wider die Tüecken tapssergehalten. An. 1582 ließ er sich von seiner ersten gemahlin Marga-rethe», Alepandri Farnesii, Hertzogs von Parma tochter, deßwegenscheiden, >veil sie unfruchtbar war, und vermählte sich hingegenan. ^81 mit der Printzeßin Eleonora, Francisci, Groß-Hcrtzogsvon Florentz, tochter. Er stifftcle an. »üog den Ritter-orden desheiligen bluts, starb endlich den -8 fcbr. an. 1612, und hinterließ; söhne, Franciscum IV, Ferdinandum und Vincentinm II, dieeinander in der rcgicrung gefolget haben; Wilhclmus aber, dervierdle, starb gar jung. Sein ältester söhn, Franciscns I V, folgteihm. Er vermählte sich an. 1603 mit der Printzeßin Margarethe»,Hertzogs Caroli Emanuelis von Savoyen tochter, starb aber denn dcc. an.i6lr. Ihm folgte sein bruder Fcrdinandns. Weil aberFranciscns eine Printzeßin, Mariam, hinterlassen, so wolte derengroß-vater, Hertzog Carl Emanuel von Lavoyen, behaupten,daß zum wenigsten in dem Hcrtzoglbun» Montferrat die luccctlio»eher auf sie, als auf Ferdinandum fallen m äste. Allein dieser be-hielt die obcr-hand, und nachdem er den Cardinals-Hut, welchen eran. 1605 empfangen, quittirt hatte, wurde die fach durch den tra-ctat zu Ast» an. »6»? auf eine zeit beygelegt. Allem der krieg giengbald wieder an, bis auch selbiger durch die zu Madrid und Pavia gepflogenen tractaten an. 1617 völlig aufgehoben wurde, und erin beydeHertzogthümer succcdirte. Erstarb den zoocl. an. 1626ohne leides - erben. Qeinc erste gemahlin war Camilla Reticina,die er aber an. iü»6 verstoßen, ohngcacht sie ihm einen Printzen,namens Hyacinth»»»», gebohren. Die andere war Catharina, des

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Printzen von Matts und Güastalla, söhn, von derCapua u»,d Baux, und Johannis Vincentii bruder, »velcherun^Pabst Gregorio XIII den CardinalS - Hut empsicng. Er »vurdovon jugend auf zu den ttutzns. und insonderheit zur rechts-aM,-.samkeit gehalten. Pins IV, welcher mit dem hauß Gonzaaa ver-wandt war, gab ihm die Aötey Aquanegra, ui»d machte »im ,,,febr. an. i;üi zum Cardinal. Einige zeit hierauf ernennte er ilmzum Legaten in komanL, und gab ihm hernach dar

Ertz-Bißthum Conza m Avulien, auch hiernächst das BMumMantua . Man machte sich zwar grosse Hoffnung von deme, waser noch ausrichten wurde; allein er starb der» 6 »an. an. »?66, j,nrSsten jähr seines altcrs, wenige tage nach Pio IV. -

c. ,2. bist. Oon^sg. UFbtl. cie Lpjkcox. iiiii.

cler Lsrtzln.

Gonzaaa / (Hercules von) Cardinal von Mantua, warFranc»,c» II söhn, und Friderici II Hertzogs von Mantua bruderDurch seine meritcn uns geburl wurde er zu der Cardinals-würdeerhoben, und Pins I V machte ihn zu seinem Legaten, daß er aufdem Loncttiv zu Trident prL-üciwen solle, allwo er auch den 2 machan. »?6; starb. Er führte in »nährender minderiädrigkcil seinesvetlers Francisci III, Hertzogs von Mantua , die regierung, undzwar nüt grosser klugheit. Er war gegen die armen sthr mildthä-tig, und den gelehrten sehr zugethan,

Goilzaga / (Lndovicus von) Ferdinandi von Gonzaga söhn,wurde den 9 mart. an. 1 -168 zu Castiglione gebohren, und, als erkaum 8 »ahr alt war, nebst seinem »ungern bruder Rudolvho, vonseinem vater nach Florentz gebracht, daß sie daselbst an dem Hofsollen erzogen werden, woselbst er sich gar eingezogen hielte. Obn-gcfähr 4 iahr hernach verließ er Florentz, »im sich »ebst seinembruder Rudolpho nach Mantua zu wenden; allein er safte balddarauf die --toll,«»». in den geistlichen stand zu tretlen. Weil eraber solches nicht so fort zu stände richten konre,gieng er wiederumnach Castiglione zurück, allwo Carolus Borromäus bey seinerdurchreise eine besondere liebe auf ihn warf. An. i;8> führte ilmsein vater mit sich in Spanien ; als er aber kaum daselbst ange-langt , »nachte ihn König Philippus II bey seinem Printzen zumMitten mitcr der hos- unruhe erlernte er die Philosophie,und als er das 16 jähr seines alters erreichet hatte, suchte er vc»»seinem vater crlaubniß, in den Icsuiter - orden zu tretten. Selbi-ger verlangte, er solle zuvor zurück in Italien kommen, und alssolches geschehe», schickte er ihn an die benachbarten Höft, um ihnweltlich zu erhalten; endlich aber willigte er darein, daß Ludovi-cus nach Rom gehen, und in selbigen ordcn tretten möchte, wel-ches er nicht allein mit freudcn that, sondern auch alle sein cck-schaffts - recht den» jünger»» bruder Rudolpho abtrat. So bald erzu Rom angelangt, trat er an. 1585 in den Icsuiter-erden, dachkaum »8 jähr alt war. Er muste hierauf eine reise zu sinnen ellemantrettm, um einen schwären proccß, welcher zwischen dem v«.ckclc von Castiglione, seinem bruder, und dein Hertzog von Man-tua war, wegen des staats von Solferino , beyzulegen, welches ekauch glücklich vollbrachte. Von dar kehrte er an. »59» wieder nach

Groß - Hertzogs ferdinandi 1 von florentz tochter. VZeil er aber Rom , allwo er erlanbniß bekam, denen, die mit der pest befallen

waren, dcyzustehen, welche er sich darüber selbst an den halß zog,

Dinccntllis II. Er »var den 28 dcc. an. 159; gebohren, und hattean. iüi 5 die Cardinals - würde empfangen; allein er verliebte sichin Isabellan», des Fürsten von Bszzuolo wittwe, die gleichfallsaus dem hauß Gonzaga »var, und verließ also den geistlichen stand,um seidige zu heyrathen. Er wurde aber ihrer bald st»tt, und ver-stieß sie, unter dein vorwand, daß sie nicht tüchtig »väre, linder zuzeugen; hingegen suchte er sich mit seines bruders Francisci IVtochter, Maria, zu vermählen. Dieweil aber solches wegen dernahen aiiverwandtschafft nicht angehen »volle, so ließ er seinennächsten anverwandlen, Carolmn von Ncvers , in aller stille ausFranckreich zu sich kommen, und denselben mit gedachter Prin-tzeßin den 2; der. an. 1626 beylager halten. Er starb hierauf den16 der an. 1627, und folgte ihm sofort sein vcttcr Carolus I. Erhatte einen söhn, den obbemcldten Carolmn II , »reicher ein Herrvon guter Hoffnung »var, aber an. »6;i noch vor seinem vaterstarb, und einen söhn Carolmn III hinterließ, welcher dem grvß-vater succcdirte, an. »629 gebohren »var, und den »6 aug. an.»66;stach. Er ließ einen söhn Ferdinand Carl, der Carl IV hieß, undan. 1709 ohne erben abgegangen. Von diesen vier Carlen sind diebesonderen articul an ihrem ort nachziisthen. Es stammen aberaus diesem hauß Gonzaga noch sonst»» ausser vor benannten ver-schiedene feiten - linicn ab, als die dicken,,, 8, Palazuol», die vonGazuolo und Dozuolo, die Baronen von 8. Stcfano, und dieHerren von Nefcovado, die aber theils schon abgegangen sind.

Laccr inli, Xlznr. L ü>m. ^cn. wucum

»UL. orig cicUi tamigl. ll'llLl.

dick gcnc^i ll-traiicc. kill. xcne^l. llc 8 svv)e.

4 - c>^> llcrckll. ?. I/cc. 1.1 c. 29.

Z-e^o/4 ?. 2 9. 756.

Gonzaga / (Ferdinand»- von) siehe Guastalla.

Gonzaaa/ (Franciscns von) Cardinal von Mantua, warLndovici If Marggrafen von Mantua ningster söhn, von bcrBarbara aus den» hauß Brandenburg. Pins II machte ihn an.»46» zum Cardinal, und wenige zeit darauf wurde er auch Bi-fchoff von Manrna. Er wurde in vielen wichtigen Verrichtungengebraucht, und starb an. 148z. »M. Qvnrzz.

Goirzaga / (Franciscns von) »var Cardinal, Ertz - Bischofs»on Gonza und Bischof von Mantua . Er »var Ferdinandi,

und ob cr, gleich daran curirt »vorbei», blieb doch ein laiMmcssicher zurück, »voran cr z monat darauf an. 1592 starb. Grcgo-rins XV versetzte ihn an. 1621 unter die Seeügcn, und gab denordens - brüdern gemalt, seinen todtes - tag zii fcyren, welchesauch den 21 jun. an einigen orten geschieht. vw stu s. komr

llc <»on2L^ur.

Gonzaga/ (Pyrrhus von) ein Cardinal und BWoffvonMantua, »var des Marggrafen Johannis Francisci von Mantuaenckel, und Ludovici von Gonzaga, Rodomont zugenannt, bei-der. Er harte herrliche /und »veil cr sich zu Elemente v IIhielte, machte cr ihn an. 1527zum Cardinal. Erstarbabermmaio an. 1528.^0^^»«- in gen. Oon22§. lici«>c.

I. 6.

Gonzaga/ (Scipio)ein Cardinal, in dem 16seculo, warc-clsris, von Gazuolo, söhn, ein Herr von gutem ver-

stand , welcher dabey in der Griechischen und»Lateinischen ipracPsehr »vohl erfahren »var. Muretus stund bey ihm sehr wohl, we -icher ihm auch einige seiner orLrioncn cic4ic>ret. Er selbstcn hat et-liche Italiänische pocsicn geschrieben, welche nebst andern gedrucl»sind, wie er denn auch die scL^cmiLm .«bcriorum zu Padna ge-stiftet, und selbiger, so lang er daselbst gewesen, in eigner Per-son vorgestanden. Er nahn» aber hierauf den geistlichen stand an,und wurde Patriarch von Jerusalem . Als er einsten «achRomkam, und sich auch Hertzog Wilbclm von MantuadaielbsiaW-hielte, ließ cr ihm aufder straffe wegen eines streits, so er über ei-nige schlösser mit ihm hatte, eine sckmfft einhändigen. Der.ycrtzogdcschwärtc sich dcßhalben bey dem Pabst , welcher, um den Her-tzog zu befriedigen , Scipionem ins gefängniß ivcrffei» ließ. MMSirlns V befrcyetc ihn nicht allein, sondern machte ihn auch l»fort zum Cardinal. Er starb knrtz daraufam podagra.

chn. 2 >m3ß. illullr. c. II.

Gsnzaga / (Sigismnndus von) war des Marggrafen Fri-derici III von Mantua anderer sobn. Julius II machte ihn amizo; z„in Cardinal. Er war ein tapfferer Herr, welcher auch, daer bereits Cardinal »var, die Waffen annoch führet»'. Er starb an.1 >2» ZU Mantua . liilkvr. Lon^ag.

Gonzaga/ (Caciliavvn) ein gelehrtes m»d tugendhafte»fraueujiimner aus dem i z seculv. Sie wurde dttrch Wckonmml