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he, ließ Johannes von Arckel solche mit mauren und grüben um-geben. So ist sie catch berühmt wegen der von den Holländern aus-gestandenen belngerung, ehe sie sich derselben bemächtigten. Mansagt/ daßmanaufdcr spitze des kirch-thurns zn Gorcum 22 mitnianre» uinschloffene örtcr nebst einer grossen anzahl anderer klei-nern stadte und dörffer sehen könne, unk. -l-Ti.ilL,Me.lletcripr. Lz-sv. clelcr^r. Lclxii p. l>-6. siehe auch Heinrich
von Gorcum.
Gorcao/ein König der Humrcn,welche an dew.Bofphoro wob-nelen. Er kam zu dem Kaystr Iustiniano / um den Christliche»glauben anzunehmen , und nachdem er gemusst und wohl gehaltenworden, kehrte er mit vielen präsenten wieder zurücke. ?. Or--com».
Gorddäus/sJohannes) cinRcchtsgclehrter,war erstlich Bür-germeister in seinem Vaterland zu Svcrda, nachgchends aber ?ro-tbNbr zu Herborn, und endlich zu Marpurg . Er hat coma-enr-ri-
unr äcj rir. cjü v.rk. cie i^i^u^rionilrur;, cic nuicuv, me^uüam ju-
riü tcucl^lts geschrieben, und ist an. lü;; gestorben. bibliolk.
clcr surcu-i Ue 6-<„r. c. ,.
Gordianus/ der ältere,genannt tvl. Antonius Gordianus,warMetii Ältarull, und Ulpiä Gordianä söhn. Er stammle von väter-licher seile aus dein staunn der Q-»cci»'rum . von mütterlicher linieaber aus eben dem geschlecbl her , aus welchem Trajanus her-gcstammet. Sein vater, groß-nnd älter-vater waren Bürgermei-ster zu Rom,er selbst bediente gleichfalls diese stelle, und wurde aufbefehl des Raths c-oconw, inAsrica. Er war ein großmüthiger,beredter,gerechter u.dcschcidenerHerr,daß man in Verwaltung allerhohen Römischen ämtcr, denen er vorgestanden, nicht den gering-sten geitz, nnbescheidenheit oder sonsten etwas unanständiges anihnssspühren können. Nachdem er zum?roc.',at>! ui Airica, undbald darauf sein söhn zum >-eg-ro erwählet worden, machte er uchdurch sein gütig regiment soviel fteundc, daß er endlich wider Ma-riminum,der bcn iederman verhaßt war, an. 2;ü im 80 >ahr seinesalters in der stadt Tysdruni, ob schon wider seinen willen, und nichtohne gewalt,dciie die soldacen gebraucht, um ihne zur cinwilligungzu zwingen , für einen Kahser aufgcworffen , sein soh» aber zumObussen über die arincc gemacht, und kurtz hernach nebst seinemvater vor Kavser erkläret wurde , welche wähl der Rath auch be-kräfftigte. Dieses alles geschahe durch Veranstaltung Maurilii,eines Kriegs-Obristen, welcher bev den A«mauern in grossem an-sehen stund. Allem bald hernach geschahe es,daß Capcllianus, Lou-vc-ocui- in Mauritanien, welcher von Gordiano wegen unterschie-denen verübten unbilllchkeiten seiner würde war entsetzt worden,und daher» wider ihn einen heimlichen groll ben sich hegte,eine rot-te von Manritaniern , auch vielen alten soldaten, die es noch mitMarin,ino hielte», zusammen brachte, und damit nach Carlhagozu marschirle, um den neuen Kavser auszusuchen, welcher ihm sei-nen söhn entgegen schickte, der zwar ein guter ehrlicher mann, aberkein sonderlicher soldal war, und daher» gar leicht erleget und vonCavclliano geschlagen wurde. So bald Gordianus Nachricht hier-von bekommen, crhieng er sich selbst, nm Marimino nichl in dieHände zu fallen. In seiner iugend war er der pocsie sehr ergeben,und schrieb Antonmi Pii und Marci Antonini leben in büchcrnin zierlichen verseil, welche den titnl führen: >nrun>n>z-, Allesvolck liebte ihn, da er c^llo-war, wegen feiner srengebigkeit, undwegen den von ihm veranstalteten prächtigen fchau-fpiclcn. Er waretivas fett voin leibe, und in feinen letztem jähren verursachten sei-ne zierlichen grauen haar, fein freundlich gesteht, feine majestäti-sche äugen und feine crnsthafftc stirn und mund bey allen denen,die ihn «mähen, eine grosse chrcrbietigkeit gegen ihm. 1«/""
lolrnM in vicr diorlliini. h 7. I.
c.viZ-. *
Gotdianuo/des jetzt-gcdachten Kanfers söhn,war von ansehn-licher gestalt,trcsiichem gedächtniß,und von so gutem gcmücbe,daß,als er einen von seinen schul-gcscllen stäupen sähe, er sich des wci-Nens nicht enthalten konte. So bald als die zeitung erschollen, daßer nebst seinem vater zum Kayfcr erwählet worden , erkannte ihnauch der Rath davor. Wie er umgekommen, stehet oben. Erhieltsich sthrnett und köstlich in kleiden,, lebte gerne dclicat, hielte vielconcubincn, und hakte von selbigen viel kindcre, da er sonsten nie inden ehcstand getrcttcn; wurde im übrigen von seinen dienern, wieauch allen,die ihn kannten.unvergleichlich geliebt.
in viir Onrlli.>ni. >. 7. *
Gordianus i-rriuz oder junior, wurde an. 2z8 aufanhaltenhes volck? und der armer ausdcm rath-haust zu Rom mit den Kay-ftrlichcn kleiden, angelegt, und z»n, Oll>rc erklärt, ohngeachtet erdamals »och nicht über >ü ,abr alt war. Die meisten gcsehicht-schrcibcr saacn. daß feine mutter des ältern Gordiaiu tochter gewe-sen. Er dämpsste Sabmiam aufrubr in Afriea mit bey stand desKandvflcgcrs „, felbiger Provwtz, und brachte die rebelten darzu,daß sie um gnade bitten inusten. Er vermählte sich „ül Misithei,eines sehr gelchric» Mannes tochter, that einen seldzuq in Persien ,schlug Savorein, bekam Antwchien. Car:ba?, Nlsibin und anderezuvor verlvkrenc plage wieder cm , und zwange die Perier, daß uenmstcn um friede bitten. Alle,,, diese glnckseltgkcit währete nichtlänger, als so lange Misitbcus lebte, dessen klugen rath? er „ch zudcdicncn psiegte. Dem, w bald dieser durch Pbilivpi (welchen manAraber nennte) heimliche Nachstellung, ober, wie andere schreiben,durch kranekbeil , hingerissen war , und selbiger darauf zumHauptman» über die Kavserliche leib-garde gemacht worden,trachtete er „ach Gordiani leben, und fuehte gclegcnbeit, sich felbstden weg zu den, Lächerlichen throne zu bahnen. Z,i diestm endveranlaßte er belrüglich, daß die provianl-schiffc au, dem Euphrat
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weit von der armee entfernet wurden, auch diese an solche örter komen, allwo ne grossen Mangel an lebens-milteli, litte M edie kricgs-leure sich hierauf sehr ergrimmet erzeigten, mach g-Dbilippus glauben, Vaß alles von Gordianieigensmn heckänm unkbrachte es bald dahin , daß er Gordiano zum coUcgr an der ww?rmig zugenölhiget wurde,wassere sich aber gleich fo viel qewalks andaß Gordiano kaum der schatten des Myftrthums üdttbNDieser thäte zwar einen verweh bey der armee, sich dieses,Manchbaren coiiegen zu entfchutten , wäre aber zu fpath, und hielten esfast alle mit Philwvo. Daher, als Gordianus endlich nur ei, ge-ringes theil an, regiment, ja auch nur ein anderes anu in der armeefür d,e kunfflige zeit begehrte,gar nichts zu erlangen war, sonderner muste in dem lager felbst auf des Tyrannen befehl an. 244 seinleben verlieren. c^o/rE. ch
Gordianus / em m der Griechischen spräche sehr geübter Rö.wer,wurde em Benedictiner, in dem kloster von mon-c LM,„o undschrick nachmals , auf des Kanfers Justiniani befehl, das lebenPlacidl und feiner gesellen, welche in Siechen an. zry durch diestc-rauber waren gemartert worden. Lipomannus führet solchelebens-be,chreibung in dem 4 wmo. und Surius unter dem c vctan. Sie stehet auch in denen LÄ15 8?. om. 8. Benedicti best-'Mabillvn ; muß aber nothwendig für ein nach den zeiten Gordiwni gar sehr verändertes werck gehalten werden, wo je etwas davonvon Gordiano oder einem andern mltgefellei, Placidi, wie Gor-d,a»ns,oll gewesen seyn, zu erst aufgefetzt worden. Baronius ae-dencket auch dessen m dem >oi->gio Nomsno. *
GOKVH.ssXEssl ?i-( 0 N 0 X 20 I 2 IGN > oder -iimonce l -lcone, ist ritt vvrgebürge an der westlichen küste von Sar-dinien, gegen norden zu, welches sich etwas gegen die inful Alinargzu erstrecket,und kaum 20 weilen von Argentara nord-wie auch ebenfo weit von Sassari west-wärts entfernet ist.
Gordium / eine stadt in groß-Phrygien,an dem flusse Sanga-riogvar wegen des fo genannten »o-u o»r 6 ii. oder Gordianischenknotens berühmt, welcher daselbst als ein heiliqthum verwahretwurde. Man gibt vor, daß Gordius ein armer Pbrngifcher »ck«.mann gewesen,der 2 kuppeln ochsen gehabt, mit deren einem er seinland gcpflügct, mit dem andern aber feinen wagen gesubrct habe.Als er nun einsten gepfiüget, habe sich ein adlcr an das ioch einerseiner ochsen gehänger, und sen daraufbis an den abend sitzen blie-ben. Wie er nun hierauf die Wahrsager um die bedeutung solchesZeichens gefragt,fo habe ihm eine jungsrau des landes befohlen, demGott Jupiter unter den, lilul eines Königs zu opffern; woraufcrselbige gchenrathct, und Midam mit ihr gezeuget. Mittlerweil ha-be sichs begeben, daß die Phrygicr von demorsculo crmabnetwor-de„,die erste pcrfon.die ihnen aufeinem wagen begegnen würde, znihrem König zu erwählen. Weil ihnen nun gleich Gordiu? mit sei-nem weide und sodne auf solche weife begegnet, fo sey er von ihnenalfosort auf den Königlichen thron erhoben worden. Hierauf sollMidas dem Gott Juviter vor diese von ihm empfangene gnade sei-nes Vaters wagen gewidmet haben. Ferner wird vorgegeben, daßder knoteiywomit das joch an die dcichfel angeknüvffet, aus das, sokünstlich ineinander geschwungen gewesen,daß man die ende daronnicht habe finden können ; wobey zugleich die Weissagung imschwänge gieng, daß derjenige, welcher diesen knoten wurde auf-lösen können, Herr in Asien werden würde. Als dabero Alexander„ach Gordium kam, und den knoten nicht aufzulösen wusle, hieb erihn mit seinem schwcrdt entzwey,, und rühmte sich, daß er solchergestalt des »racull Weissagung erfüllet hätte. LE-», 1. z c.>.
I I Lc r.
Gordon / ein altes und vornehmes gcschlecht in Schottland ,welches diesen „amen von der Frcyhersiichcn Hertschafft Gordonin der Grafschafft Berwick oder Mcrs, im südlichen theil des ge-dachten Königreichs, so das alte crb-gut dieser fanülie war, bekom-men. Der Hcrtzvg von Gordon ist der erste dieses namens und gc-schlechts , welches leine vornehmste residentz viel loo iahr lang mdem nördlichen theile von Schottland gehabt, da der Haupt-sitz dermorastigtc ort Gigt gewesen. Sir John Gordon, einer aus dieserfaimlie, hinterließ zur crbin seines grossen vcrmögens eine einigetochter, welche a» Sir Alcrander Sclon vermählt wurde, der sobann durch des Parlaments anssprnch den namcn Gordon amnahm, um das gcdächtmß dieser samilie zu erhalten, und an. 144-von den, König Jacobo II zmi, Grafen von Huntlu gemacht wur-de. Georg Gordon, Graf001, Hnntln, wurde von den, König 2 mcobo V mit seiner eigene» samilie wider die Engelländer ,ausconi-mandirct, um zn verhindern, daß sie nickt in die Schottläudischcngräntzcn einfallen möchten, da er denn selbige durch des Lords Hu-me beystand wieder zurück trieb. Nachgehcnds commandirte er10000 mann widcr sie,und bracbtc sie in grosse Verwirrung,welchenVortheil aber er sich nicht zu nutz machte, und dadurch in des Kö-nigs „„gnade fiel, der gleichfalls aufdle meisten von, Adel übel zusvrechen war, weil sie zu selbiger zeit gar nicht geneigt waren, mitEngelland krieg zn führen. Zn der Königin Mariä zeiten bedienteman sich feiner, die vornehmsten von den so genannten ^-c ke>-nzlck, die an ihren Nachbarn grosse räubcrcycn verübet, wieder zumgehorchn, zu bringen, wobey er aber unglücklich war, und dahcroübel beredet wurde,wiewohl noch mehr deswegen,weil er Wrilmw,das Haupt der fo genannten clE-inc-i-n hinrichten lassen, weichtsamilie sich feiner Herycbafft nicht hatte unterwerffcn wollen. 2t-doch widerfuhr dein Grafen nichts mehr, als daß er geMM ge-sttzt wurde,und einige feiner regalien müsse fahren lasse». Weil derAdel nicht gerne,volle, daß die Frantzoscn, welche dajumai unter