Band 
Zweyter Theil
JPEG-Download
 

MckawiMMuntz-Mner, und biblwthec,dle alle Hertzog Fried-rich III angelegt, versehen. Aus der counme der vestmig geht einebrücke über den Borg-see, darauf eineslle- von ulmen-baumen bisan das nahe in einem luftigen thal gelegene neue werck, wordey einegrotte/und pommerantzen-hauß befindlich, gepflantzetift. Dieftadtist auch sonst Mit schonen gebauden, und vornemlich mit vorweist»chen gärten gezieret, hat in der nähe eine nutzbare holtzung, denfischreichen Schlieftrommnd die ftadt Schleßwig. Dieses Gottorpwurde vor zeiten Klein-Gottorp genannt, und nachdem das schloßGroß-Gottorp, welcher ort noch heut zu tag Alt-Gottorp gencu-net wird, von dem Statthalter zu Schleßwig, Claus Rast söhn,'inden damaligen unruhcn zerstöret worden , haben daselbst die Bi-schvffe von Schleßwig zu Königs Woldemari I zeiten,und vielleichtlang vorher, einen schonen pallast gehabt. Es hat aber BischoffNicolaus II diese seine residentz in Klein-Gottorp an Hertzog Erichvon Bralurschweig vertauschet. Hertzog Fridericus I, welcherhernach König in Danemarck wurde,hat das jetzige schloß zu bauenangefangen,welches Hertzog Adolph noch weiter ausgeführet,auchdie bcvestigung in bessern stand setzen lassen, welches über andert-halb Millionen gekostet. Im Nordischen kriege haben sich an. 171;die Dänen dieser stadt nebst dem gantzen Hertzogthum bemächti-get. Das amt Gottorp begreifst sieben Harden,oder Untergerichte:Ärens- Strucksdorff- Schließ- Crop-Berg- oder Hütten- Hörner-Harde und das landlein Stapelholm. b-sckrelb.

8clilszvv. unci -iolkein ?. r c. 9 9, 108 legg. Lns»,

lisZVA.

Gottorp/ist eine besondere Holsteinische linie. Derselben stiff-ter ist Hertzog Adolphus, Königs Friderici l in Dänemarck, undSophiä , gebohrner Hertzogin in Pommern jüngster söhn, geboh-ren den 25 jan. an. 1526. Er theilte mit seinem bruder, dem Kö-nig Christians III,an. 1544 die Holsteinischen lande. Er liebte denkrieg, und diente dcm Kayscr Carola V in der fruchtlosen belage-rung vor Metz; an. 1559 halffer die Ditmarschen bezwingen,thatan. 1; 68 den Spaniern wider die Niederländer dienste, wurde an.I; ;6 Bischoff zu Schleßwig, und starb an. 15 86. Er hatte vonseiner gemahlin Christina, Landgraf Philipps zu Hessen tochter,4 Printzen, davon der älteste Fridericus ein gottsfürchtigcr und ge-lehrter Herr,so den 21 apr. an. 1568 gebohren, Bischoff;» Schleß-wig wurde. Er folgte an. i z 86 seinem Vater in der regierung,starbaberden i;jun. an. 1587. Sein anderer Printz Philippus, so den10 aug. an. 1^70 gebohren,folgte in der regierung,starb aber, nach-dem er kaum; jähr selbige geführct, den 18 oct. an. 1; 90 unverhey-rathet. Der He Printz, Johannes Fridericus, gebohren an. 157?/war Ertz-Bischoff zu Bremen und Bischoff zu Lübeck . Er mustein dem Dänischen krieg von den Kayserlichcn viel rrdulten, tratdeshalben an. 16; 1 in den Leipziger bund, ergriffdie Waffen widerden Kaystr Ferdinandum II, und starb den ; sept. an. 16^4. Derdritte Printz aber, Johannes Adolphus, führte die regierung amlängsten. Er wurde an. 1585 Ertz-Bischoffzn Bremen, und an.i;86 Bischoff zu Lübeck , trat aber an. 1597 beydes an seinen bru-der , Hertzog Johann Friedrich, ab. Er empfieng den ;o oct. an.160; nebst dem König Christians IV die Huldigung von der ftadtHamburg, richtete an. 1606 zu Gottorp eine vortrefliche bibliotheean,und starb den ; 1 martii an. 1616. Er war ein gottsfürchtiger,gelehrter, sanfftmüthiger und vieler sprachen kundiger Herr. Vonseiner gemahlin August«, so König Friedrichs II in Danemarcklockter war,hatte er 7 kinder, worunter 4 tochter. Die älteste, Amna,starb an. 162; ohnvermählet; Hedwiq war PfaltzgrafAugustivon Sultzbach gemahlin, so den 12 martii an.16;7 verstorben ;Dorothea Angusta wurde an ihren Vetter, Hertzog Joachim Ernstvon Plön,vermahlet,und starb den ;i martii an. 1682; Elisabeth«Sophia war an Hertzog Augustum von Scichsen-Lauenburg ver»wählet,starb aber an. 1627. Nächst dem hatte er ; söhne,der mitt-lere,Adolphus, gebohren den sept. an. 1600, ward den 2 sept. an.16; l in der Leipziger-schlacht tödllich verwundet, und starb 2 tagedarauf. Der jüngste,Johannes, gebohren den 19 martii an. 1606,war der erste unter den Hertzogen von Holstein, der seine erb-por.von vor eine jährliche spsnsgs fahrenließ. Er wurde an. i6;4Bischoff zu Lübeck, und nahm seine residentz zu Eutin . Er war eingelehrter Herr, hatte wohl gereiset, bekam aber viel ungelegenhertvon dem zipperlein. Er wendete nebst seinem ältern bruder Fride-rico IV grossen fleiß an , daß das Bißthum Lübeck in dem West-phälrschen frieden nicht 5ecui3n6ret wurde. Deswegen auch dascapitul zu Lübeck an. 1647 zur danckbarkeit gegen das hauß Got.torp einen vergleich aufgerichtet, daß nach diesem noch 6 Bischöffenacheinander aus dem Gottorpischen hauß solten erwählet wer-den. Derselbe vergleich ist an. 1700 in dem Travendahlischen frie-den bestätiget worden. Er starb an. 16?;, und hinterließ von sei-ner gemahlen, Julia Felicitas, Hertzogs Julii Fnderici von Wur-tenberg tochter, einen einzigen söhn, Johannen: Augustum, geboh-ren den z aug. an. 1647. Dieser war blöden Verstandes, lebte un-ter seines Vetters,Hertzog Friedrich Augustens zu Eutin , vormund-schafft, und starb zu Hamburg den 29 jan. an. 1686 ohne erben.Johannis Adolphi ältester söhn aber, Fridericus I V,folgte dem va-terin derregierung, und starb den aug. an. 16?9. Er hatte vonseiner gemahlin, Maria Eli,«beth, Churfürst Johannis Georg» Izu Sachsen tochter, 4 Printzen, worunter die beyden ältesten iungverstorben. Fridericus, gebohren den 17 jul. an. 16;?, starb den Laug. an. 1644 zu Paris ; Johann Georg, gebohren den 8 oct. an.-6;8, war cosäjuwr zu Lübeck , und starb den 2; febr. an. 165; mItalien ; der jüngste Printz, August Friedrich, war den 7 ,rmy an.164s gebohren. Er wurde an. 1666 zum /rämi»>llr,kor des StifftsLübeck erwählt,und residirte zu Eutin . Er starb den; oct. an. 17°;,und hinterließ von seiner gemahlin, Christum, Hertzog August» zu

844

sept»

undLwurd^

i6zr, wurde an Hertzog Gustav Adolph von Meckleman. *6" vermahlet: Maria Elisabeth, gebohren den 7 just

Darm^r/nnv k"' an Landgraf Ludwig von Hessen-gestorben den 17 mn. an. 166;; Hedwiq Eieono-w, gebohren den 2; pct. an. i6;6, Königs Caroli GiMM wSchweden gemahlin; Anna Dorothea, gebohren den 1; febr. an.

stiffts Quedlinburg ; Augusta Maria-gebohren den 6 febr. an. 1649, wurde an. i 67 °MarggrafFridesV Badeu-Durlach gemahlin; der älteste Printz aber-

Christian Albrecht , setzte das geschlechte fort. Er starb den 24 dec^ÄL I^4, und hinterließ von seiner gemahlin, Friderica Amalia-Königs Friderici III in Danemarck tochter, Sophiam Anmliam-gebohren den 19 jan. an. 1670, so den 7 jul. an. 169s des Erb-Pnntzen von Wvlffenbuttel/Augustini Wilhelmi, andere gemahlinwurde ; Martam Elisabetham, so den 21 wart. an. 1678 geboh-ren,und noch unvermählet iffnebst 2 Printzen, Friderico und Chrisstmno Augusts. Jener setzte die regierungffort, und wurde den ialul.an. 1702 ,n der schleicht bevCliffov erschossen. Er hinterließvon ferner gemahlin , Hedwig Sophia , Königs Caroli XI vonSchweden tochter, einen eintzigen Printzen, Carl Friedrich, geboh-den 19 apr. an. 1700,0« indessen des vaters bruder,ChristianusAugUstus, joden 11 jan.an. 167z gcbohren,dlesämimllrsnondei:regierung geführct. An. 172z hat sich Carl Friedrich Hertzog vonHollstem m:t einer Moscowitischen Printzeßin, des Czaaren Pekrraltister tochter aus letster ehe zu Petersburg vermählet, ist auchnach des jetzt-gedachten Kaysers tod zu dem ersten Regierungs-

ilsZogs 9. -55, Hllogc. nor- yroc. I, 4,

c- 9. *

, Gotts-auer/ ligt nicht weit von Durlach , Und war ehebesseNein Reichsckloster, welches nachgehends an die Mavggrafen vonBaden gekommen. In den Frantzösischen kriegen aber ist es der-gestalt ruinirt worden- daß es nünmehro gantz wüste ligt. Dochweisen die noch da stehenden mauren aus, daß es ehedessen ein sehrkostbares gebäude müsse gewesen seyn.

Gottschee / eine stadt neben einem schloß in dem HertzogthuntCrain, 8 weilen von Laybach, gelegen. Sie ist an. 162; in der Per-son Hans Jacobs von Khysel zu einer Grafsihaffl erhöben,nachge-hends aber den Fürsten von Äuersperg käusiich überlassen worden.Die gegend da herum heist die Windische Marck/ und sind dieeinwohner, an der spräche und kleidung sowol als an Wen von denandern Crainern unterschieden, ekre aes u. ersia.

Gottshüußbund/ist einer von denen dreyen bänden im höhestLliLci», von dem Gottshauß, oder der hohen Stifft zu Cbnr alsogenannt. Er ligt zwischen dem Granen-und X gerichten bund,wie auch der Herrschafft Worms und dem Veltlin, und begretfftXI grosse Hochgericht, welche in XXI kleine oder halbe Hoch-gericht abgetheilt werden. Die XI grossen sind (1) die stadt Chur »(2) die 4 dörffer, nemlich Zizers , Jgis, Trims und Untervatz.(z) Ortenstein. (4) Obervatz. (;) Oberhalbstein. (6)Bcve,odevStallen. (7) Pragell. (8) Ober-Enqadin. (9) Unter-Engadin .(10) Mnnsterthal. (n)Pttschlaff. In diese sind die XXI kleinealso eingetheilt. (1) Die Stadt Chur allein. (2) Die 4 dorffepauch allein. (; ö- 4) OrtenstcM und Fürstnaw. (? s-s) Ober-vatz und Bergün , oder Greiffenstein. (7,8 6 - 9) Tintzen ,, Reamsund Tieffenkasiel. (io)Beve. (m) Avers. (i2)Renms. (iz)Schlims. (14 A 1;) Prägel ober - Porta und unter-Porta»(i6<Sc i7)Engadin od und unter der ick--uis. (18 L 19) Unter.Engadin ob und unter V-l Isws. (20) Münsterthaü. (21)Puschlaff. Eine jede dieser Gemeinden ist frey, hat ihren eigenenAinmann, Richter, Satzungen, Gewohnheiten, hohe und niedereGerichte. Das Haupt des gantzen bundes ist dercienk, welcher aus den Räthen der stadt Cbnr, durch das loos, all-jährlich auf dem Dunds-tag zu Chur erwählt wird. Dieser Bundnähme seinen ansang an. 1419, da Bischofs Johannes zu Chur,mit seinen Gottshauß-leutemsich in der stadt Chur verbunden,auchmit der stadt Zürich ein burgerrecht auf m jähr errichtet bat. An.1498 schlösse dieser Bund ein ewiges Bnndmß mit den VII ästest

vrtkN. I-i- Ä/rrler llü Kepudl. kiclvec. l. i. 9. ;ü7. leq. L l. r. 9. 607»9. Z19. cliroo. L 4 Scr. sä so. 141--

k. r. 9. in;. *

Gottftatt/ wäre eine Abtey Bernhardiner-ordens an der SyllwischenNydau und Büren gelegen,und käme mitBuren an Bern ,oelche stadt nünmehro einen Landvogt alldvrten hat. Es wäremch ein Frauen-kloster daselbst. Der st-ffter wäre GrafRudolphu Nydau und Neuenburg, um das jähr 1247. Es wurde aber an.482 die Aebtißin mit samt ihren Nonnen, rhres ärgerlichen Hebens.alber, aus dem land verschickt. An. 1 ;28 babendiebanrenmdeSrasschafft Nydaw einen ausstand erregt, das kloster überfallen-,nd etliche faß mit wein darinnen ausgeleert. Es sind aber Raths-ottschafflen vonVern u.Biel eylendsdahu.ger.tten,und ha^chwürigen köpffe mit guten Worten abgethadiget; Aber die anfan-er wurden hernach gegriffen und abgestrajst, neben ersetzung deschadens. Der leiste Abt namens Johann SüMng, ward nacher re5»cms-ion der erste schaffner des klosters. bist. Ecr.

^ p. I. I. I. p. 90. *

Gottjell / ein Bayerisches kloster und Abtey der re^uiUestChor-herren 8. Augustrni zum Bißthum Regenspurg und Strau-!I theil» Zrr bmgi-