Band 
Zweyter Theil
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Heimen Rath. Er starb bald daraufim dec. an. 1681.Seine schriss«ten stnd OermLniL meciis, und verschiedene -lissertzriones, worunterseine origiiicz 6ermLN0rulN ÜL ZueUorulu. in pr-cf. sll

ttsclic-ibcrßii orig. 6si-wLN.

Kachelte/ (Jeanne) ein großmütiges frauenzimmer vonBeau-vais aus der Picardie gebürtig. Als die Burgundier an. 1472Beauvis hart belagerten und bestimmten, trieb sie nebst andernweibs-pcrsonen, deren anführerin sie war, die feinde zurücke, da dieMänner aus Müdigkeit und schrecken sich würcklich in Unordnungauf die flucht begeben hatten, indem sie dieselben durch steine undein gewisses aus bley und hartz gemachtes kunst-feuer abhielte. Ei-nen Burgundier, der die gemachte Lre-we erstiegen, und seine«gancUrre daselbst aufstecken wolle,schmiß sie von der Mauer herun-ter, und nahm ihm die e!i»n<ä»ne. Wegen dieser sonderbaren thatwird ihr gcdächniß in Beauais währt gehalten, wie denn ihr bild-lich aufdein rathhause stehet, und ihre nachkommen noch bis aufdiese stunde von allen auflagen frey sind. Der tag dieser erlosuug,nemlich der 10 iulii, wird jährlich, durch eine doicnns proccision ge-feyerr, in welcher die weiber den Vorgang haben. Als Hachette nocham leben war, gicng sie bey dergleichen Wiennität mit ihrer6s»c vor denselbigeu her,welcheanjetzobey den Iacobinern dastlbstaufgehoben wirb diese geschieht überhaupt wird von allen niltoncirdieser zeit erzehlet, doch nennen nicht alle die Jeanne Hachette mitaufgedruckten Worten. Kill. <lc ^

^acke/eiues der ältesten und ansehnlichstenAdelichen Häusern inThüringen und Meisten, welches Biltzingsleben, Cannewurff- und Krumpe, als ein altes stammhauß im anite Freyburg unweitMerfeburq gelegen, besitzet. Es hat sich in vorigen zelten wegenharten streitlgkeiten mit dem Grafen von Weichlingen,meistentheilsaus Tbüringen in andere läyder begeben, und sich hierauf in Meis-ten ausgebreitet. An. 520 soll einer dieses namens, so ein Sächsi-scher Odrister gewesen, mit mann die festung Scheidingenüberstiegen, und alle darinnen befindliche Francken niedergemachthaben. 'Man will auch, daß derselbe das schloß Sachsenburg auflcbens-zeit inne gehabt, und dabey ein hauß, die Hackenburg ge-nannt , erbauet habe, so noch heut zu tage diesen „amen führet.Fridrich und Johann haben an. 140; dem thurnier zu Darmstadt beygewohnt. Vorher» aber an. 1209 hat sich ein Hacke von Suhla,(vermuthlich,weil er zu Snbla im Henncbergischen gewöhnet) aufdem thurnier zu Worms mit befunden. Just Hacke, ein lapffererkriegsmann, führte in deinSchmalkaldischen kriege den grossen Hu-go von Mansfcld des nachts aus seinem schlösse gefangen weg, undließ ihn nach 2 jähren, nach erlegterrantzion von etlichen rooo gül-den, wieder frey. Er blieb endlich an. iz 5; in der fchlacht bey vie-vershauie». rbescr. 8sx. 5>3ß. ;c>6. XtsozL ctzrou.

öc/etzci-fpicgci. N. r.

Hacke/ eine uralte Adcliche familie in der Marck Brandenburg,welche daselbst das Erbschencken-amt besitzet, und an. 926 dahingekommen seyn soll. West sie mit denen Hacke» in Thüringen undMissen einerley waapcn führet, kan es seyn, daß sie zu gedachterzeit von denselben abgestammet. Einige geben vor, wiewol ohnegründ, sie hätten vorzeiten LIissen oder Blissel gehcissen , und den»amen Hacke von einer besondern bcgedenhcit erst zu MarggrafWaidemars zelten erhalten. Joachim Hacke hat an. 14;-- die Rit-tergüter Stansdorff und Stvlp an die von Strohband vcrkauffet,Und zu Svandau gewöhnet. An. i;88 war Otto Hacke aufBer-gen und Briefen , als Chur -Brandenburgischcr Amts-Verwcserzu Cotbus bekannt. Wiegand diente an. 1614 dem Chur -hauseBrandenburg als Obrister. Au. 1690 besaß Heinrich die cb-rg-eincs Cantzlers bey dem Fürsten zu Anhalt-Köthcn,und Ernst Lud-wig auf Machcnow, (unweit Berlin gelegen) gicng an. 171z alsKöniglicher Preußischer Os»ers> und commcnösnc zu Ber-lin mit tobe ab. Man findet auch, daß vorzeiten Adcliche qcschlcch-ter dieses namens in Holstein, Schwaben , und andern ländcrn flo-rirt. Von denen in Schlesien , stehe den articul Hocke.

ctzron. p. Z), 46, rio. klicari-. 8äX. Vlifn.

snnsl. Lucv.p.z-

Hackeborn/ eine von den ältesten und ansehnlichsten Adclichenfamilicn in dem Magdeburgisthen, deren stammhauß dieses na-mens i incilc von Grüningen unter Crvppcnstadt nach dem Hackel-waldc zu gelegen, hat ehemals zum theil den Gräflichen und Frey-herrlichen titul gcfübret, und sich von Gottes gnaden geschrieben.Ihre resident; hätte sie zu Helpede bey Eißlcbcn, und besaß zugleichWippra ; anietzo aber besitzet sie in denGNagdeburgischen in demso genannten holtz-cräyse Bahrendors, Stasmrl und Suhldorf,rc.Schon an. 979 wird der Edlen Herrn von Hagen oder Hackeborngedacht, welche den Hackeborn zu Halle erbauet. Ludolph von Ha-ckcborn ließ an. m; in der fchlacht bey dem Welphs-holtze stinetapfferkett sehen. Bruno florirte an n;z. Vondessen nachkommenhaben an. 12z; Albrecht II und Ludwig das in dem FürstenthumHalbcrstadt befindliche CistcrcienscrJungftr-stifft Hadersleben ge-siisstet.Ludwig zeugte mit seiner ersten qemahlin Albertum, nut derandern aber, so Hertzogs Boleslat c-ivi zu Liegnitz tochter wargindan. 1278 starb, Fridericum. Jetztgedachter Albertus zeugte nebsteinem söhne Johanne, eine tochter, namens Beatrix, welche anBolconem I zu Schweidnitz vermählt worden. Um das jabr1280lebte Mechtild von Hackeborn, welche das buch geistlicher gnadenund offenbahrung geschrieben, und c^noniiirt worden. An. nss4ward Elisabeth Äebtißin zu Quedlinburg , und starb an. i;7;; Fri-derich hat umdas jähr gelebt, fund zuletzt den Grafen -standgeführt. Um eben diese zeit waren Albin und Ludwig bekannt, diean. i ?78 das schloß Bcyer-Namburg in Thüringen vor 8°>°o breiteschock an die Landgrafen Fridrich Baltyasar und Wilhelm vcr-kauffhund nur den Adel -stand geführt haben. An. 1418 warMech-

MnburZ. Albrecht Fridrich und Hang

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tild Pröbstin zu QuedlinburHackeborn aufSorn und C

anspruch aufdas schloß Pribus ünd gebethenüsweqen,nit^mHertzoae zu Laganin strettigkeit. An. -711 war einer vonüLborn Königlicher Preußischer und L,.vo(/anL

Rußischcn hose, und wurde an. 1712 0/^

p. i;i. smic,u. sssllcnborn. p,°s'

5cbLuo!st2 p-z ii'- ttzui. merclcvv. p. i p. '

c^ueUiintzurg. llsmmb. p. ' ll>

Hackelman/ (Leopoldus, wurde an. i^ZzuStadeanb^M.be m dem Hertzogthum Bremen gebohren. Nach^me "die erstenn '^ulgelegt hatte, schickte man ihn naher hL

stadt aufdie Univ-rwat, allwo er eben wie zu Leipzig die?ln>°aiPwc- getrieben, nach der Hand aber sich zu JenaauMe Lworinn er unter gelehrter mannern anführung vermittelst dsm^nen gaaben gesetzten natürlichen fleisscs trefiich zugenommen-Sobald er nachgehendsvEorworden, hat er solang dersiuch'renden zeigend coiiegis gehalten, bis er an. i;8;die?r°k. lmll »tr2orci.mid iiach absterben Danielis Eulenbecii die beikommen. An. 1 >89 wurde er als Magdeburgischetr Rath von ssna nach Hall beruffen, und hat solche stell zum grösten veEmstilles Fürsten 14 jähr bedienet; inzwischen wurde er von ssemChur -Lach!>,chen Hof an Petri Heigii, eines berühmten Jurist nplatz beruffen, >chluge aber solche vvczcionaufeine höflichemanierauß, und nähme an. 1612 anderen stell die ihme von Leipzia auf.getragene n-oli )ur>5 an, wurde auch daselbst bald darauf Ess°c

curiL?rovi.'cisl,s üisir-m-e UlidLsnoincus zu Merfebura - Er flarl,.

an. lSl9 und hinterliesse folgende schriffcen: (LuXllionc'ziuri! E

ttriorcr ; czULlsioner fcicÄioccL ex jure puntik. Lc Histiurslivn» vsriäjin NmilleS. L ),i5 ?2rc-!»t.)enL tizbilz.

Hacker / (Jacodus) war Professor- rbeoloziN zu Freyburg imBnsgau zu ansang des 17 fecull. Er schrieb einen krsÄLk 6e or-ro-.

ü.nzi.one, wurde aber von einem Minvriten, Andrea Urciano, un-ter dem „amen Dan.Neidingeri angegriffen, wiewol er sich hienchder wohl zu cletenriiren wüste. Er hat auch 2 voiummL stder dmssliomrio ge 4 qmno geschrieben,

Hacket/ (Wilhelmus) war ein schwärmer in Engelland ausdem 16 leculo. Anfänglich diente er einem von Adel,namens Puf-fet, welchem er seine treue durch eine sehr bru^i- Ewn crwieß/ in-dem er einen von seines Herrn feinden hinterlistig anfiel, ibm dienase abbiß, und damit sie nicht wieder könte angeheilet werden, sol-che hinunter schluckte. Er hcyrathete nachmals eine reiche wiklwe,brachte aber ihr gut bald durch. Er hatte nichts studiret, war abervon vortreflichem gcdächtniß, welches er dergestalt mißbrauchte,daß er bey lustige» gclagm die predigten wieder hersagte, welche erzu keinem andern ende anhörte, als nur feinen spott zu treiben. Erliebte den wein und die weiber gar hefflig, und schändete eine jung-frali^ die zu ihm gekommen war, feines raths zu pstcgen. Endlichwarffer sich vor einen Propheten auf, und verkündigte, daß Engel-land mit z land-plagen , krieg, Hunger und pest würde heimgesuchtwerden, wofern nicht die kirchen-difcivlin daselbst wieder eingefüh-ret würde, und daß es mit dem Pabst nichts mehr würde gemeinhabe». Den ansang feiner prophezeyungen machte er in dcrpro-vintz Aorck und Lincoln, wurde aber deswegen öffentlich gcstäupetund ins elend verwiesen. Es kam ihn gar leicht an, aifofvrt eingebat mit den auserlesensten Worten zu Gott zu machen, welchesdenn bey dem voick glauben machte, es sey eine gäbe des heil. Gei-stes. Er machte so viel Wesens von seinem gebät, daß er auch zn sa-gen pflegte: wenn gantz Engelland um regen, und er gantz alleinum gut werter bäte, würde es doch nicht regnen. Er betrog michdurch solche falsche wege und seinen scheinheiligen Wandel deii Ed-mond Coppinger, und Henricum Arthington / welches ein paarge«lehrte männer waren,daß sie sich zu ihm schlugen, der erste zwar un-ter dem titul eines Propheten der barmhcrtzigkeit, der andere unterdem titul eines Propheten des gerichts. Arthingtoii wolle versi-chern, daß sie von Gott aiisserordcnllich geschickt wären, unddaß

nach Jesu Christo niemand eine grössere gemalt hatte, als HaM;

Coppinger aber ivolte behaupten, Hacket wäre der eintzige Königvon gantz Europa , nie giengen endlich gar so weit,daß sie ihn mitChristo vergleichen wollen, wvrwider sich Hacket nicht sctzte,,so!i-

dcrn vielmebr also zu bäten pflegte: Vater) ich weiß/ katz dii

mich liebest/ wie dich sechsten. Als sie ihn aber salben wollcn,gab er es nicht zu, vorgebend: der heilige Geist habe ihn schon nnParadiese gesaldcc. Indessen erklärten sie sich, ihm allen gehorsamzu leisten,wcßhalben er ihnen den iü jul.an. i zyrbesahl,durch allegaffen der stadt Londen zu gehen, und auszurüsten: daß IchsChristus gekommen wäre, die weit zu richten, ,logirte in einem ge-wissen wieths-hause, und würde ihn niemand todte» könne». Wel-chem befehl sie auch in solcher geschwindigkeit nachkamen, daß Ar-thiiigtoii sich nicht einmal zeit nahm, seine Handschuh zu holen , siesetzten auch noch dieses hinzu: Engelland thue busse, Eiigellanothue buste. Sie brachten durch ibr geschrey einen solchen MMvon dem volck zuweg , daß, als sie äufden grossen platz gekommenwaren,sie nicht weiter fortkommen tonten, sondern anschien leerenwagen steigen misten, den sie eben antraffen, allwo sie ihrecomm,!-iio,' ausrichteten. Als sie wiederum zu ihm kamen, und ihn MN,schrie Arthington vor allem volck: das ist der Kömg der erben.Sie gaben von ihm vor, daß Christus dem gcist nach «» dem sa-cket mit weit gröffecer Masse als bey einem andern wohnte; oasi»der natur verklärter leider theilhafftig wäre; er sey der enget, >Mchcr vor der welk ende kommen sollen; er fubrc den H>rlen-MMdie schafe von den böcken zu scheiden; er würde den M'.n mn»die süsse tretten , und das reich des Antichrists von gründ au» zer.stöhren; wer ihn sehen wolle, würde ihn in dem wirths-hansi

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