666
han
da waren in den Niederlanden Antwerpen, Dordrccht, Amster-dam/ Roterdam, Brügge/ Ostende und Duynkercken; in Franck-reich Calais, Ronen, 8. Malo / Bourdeaur / Bayonne und Mar-seille : in Spanien Barcello,ia, Sevilien und Cadix; in PorcugattLissabon; in Italien Livoriw/ Napoli und Meßina ; in EngcllandLonden / nebst vielen anderen see - städten mehr / die sich der an,ah!'nach auf 72 erstreckten. Allein diese ausländische Hansce - städceverliessen solchen bund / als die Fürsten und Herren, unter denensie lebten, gewisse compaqnien aufrichteten, um den Handel ihrerUnterthanen dadurch zu befördern. Als diese Teutsche Hanse-städte in dem besten zustand waren , halten sie ihre allgemeine Nie-derlagen , pack - und kauss-hauser auch ausserhalb Reichs, nemlichzu London in Engelland, Antwerpen in Brabaut, Röchelte inFranckreicb, Brügges in Flandern, Bergen in Norwegen , undNovogrvd in Moscau. Dieser bund, welcher anfänglich nur zursicherheit der Handlung und cinmüthigcr der verewigten
städte wider die Fürsten und Potentaten angesehen war, wurdezuletzt so mächtig, daß auch die Hausee-städte einen krieg widerden König Waldemarum III in Dänemarck ansiengen, welcherum das jähr i;48 regierte. Ihre flotte gieng geraden wegs nachCoppcnhagen, und trieb den König in die flucht, welcher, um friedzu machen, ihnen auf iS jähr das land Schonen zu besitzen eingab.An. 1428 rüstete dieser bund wider Ericum, König von Dane-marck, eine andere flotte von 2;o segeln aus, nebst einigen troup-pcn zu land von 12000 mann, wodurch der König in sehr grossenoth gebracht wurde. An. 1615 entsatzten sie mit der Holländerlbcyständ die stadt Brannschweig, welche dazumal von dem Her-tzog Henrico belagert wurde. Auch zog dieser bund nicht alleinnach und nach das mano^oUum der co,»mcrclcn an sich, sondernes schlössen auch auswärtige Könige mit ihnen Sie
schickten Gesandtschafften, die nicht änderst als anderer Rcpubli-quen aufgenommen wurden, exercieren das kriegs- und frie-dens-recht, nieten unter sich strenge justitz, wie sie dennan. O8; die stadt Brannschweig wegen eines Verbrechens von dergemeinschafft der Hansce ausschlössen, und nicht eher wieder an-nähme» , als bis sie durch ihre Dcputirten auf dem cnnvem zuLübeck mit blossem hauvt und nackenden füsscn brennende Wachs-lichter von der 8. Mariewkirche bis zu dem zunffc - Haus, trage»,und daselbst abbitte und pa-»,rcnl; thaten, welches der KänstrCarolus IV ihnen gar gut gesprochen. Ihre allgemeine Versamm-lungen geschahen nur alle z jähr einmal, es wäre denn, daß einigeaufstossende außerordentliche noth oder andere umstände derglei-chen öffters erfordert hätten. Vor zelten halten sie zu ihrem beschü-tzer den Hochmeister Teutschen ordens; nachdem aber selbigererden in ziiulichcu verfall gerathen, nahmen sie den König vonDänemarck oder Schweden , und manchmal auch den König vonSpanien als Ober-.tzcrrn der Niederlanden an.Von Caroli V zci«ten au aber bat dieser bund abgenomen, theils weil frembde natio-nen ihre bisherige» cvmm-rc>ei! an sich gezogen, zumal die Portu-giesen durch ihre schiff-fahrten ihnen viel schaden gethan, theilsauch wegen den innerlichen unruhcn von Teutschland, da derKavftr selbst solche mächtige bündnisse nicht gern sahe. Da sichdenn eine stadt nach der andern, weil sie die schwären lösten, so zuconlervirung dieses blindes erfordert wurden, Nicht mehr ertra-gen kuntcn, selbst daraus begaben, andere aber durch ihre Lands-Herrcn solches zu thun gcnöthiget wurden ; daß also heut zu tagevon den eigentlich also genannten Hansec-stadten keine mehr übrigals Lübeck, Bremen und Hambussg. !. ,4. vanci-l. c.z.
6 clc civic. lliLnicacicis. cls kcvllcc. civic. I 4 an-
tesr. cie orig. hrgiic. I. r. «rss x>. 161.
lürum I i> p. 84. glolUriuw.
Lexo/-/. ?. 1 p. 96g.
Äanstein / eines der ältesten und ansthnlichsten AdeljchenHäusern in Hessen, so sich auch in Thüringen ausgebreitet, und imFürstenthum Bernburg- Anhalt das Ritter-gutOsshmarslebenbesitzet. D. Becman» führet deren Ursprung aus Ungarn her,worzu ihm vermuthlich das waapcn anlas gegeben, als worinnz schwarte mondcn zu sehen. Zinn anhccrn aber dieses Hauses inTcutschland setzet er Hellwig , lvclchcr bev dem Ertz - Bischofsund Chur -Fürst zu Mavntz, Conrado I, in grossen gnaden gestan-den, und, nachdem er Königs Belä UI in Ungarn beyde söhne,
Emmerich und Andrem», die im gefährlichsten streit gelebel, wie-
der zur Vereinigung dringen helssen, wegen seinen Ellen von demErtz-Stißt Mayntz mit dem v>cc-Doi».-amt von Rustenberg, undnachgehends mit dein schloß und dar;» gehörigen gütcrn Hausteinauf dein Eichsfeld an der Wrrre belieben ivordcn, so dessen nach-kommen noch heut zu tag besitzen, welche güter hernach dermaßenzugenommen, daß derselben zu unsern zeitcn in diegezehlt wer-den. Dieses Hcllwigs söhn, namens Heideurcich, der an. 1241
Dieses Hcllwigs söhn, namens Heideurcich, demit dem r >ce - Dom - aml Rustenberg belieben worden, ( davon
der lehn-bricsnoch vorhanden) hat sein geschlecht fortgesetzet, undhaben sich dessen nachkommen in unterschiedene linien und Neben-linien vertheilet, als i» die Livpoidische, Bcscnhausischc, Werls-hausische, -Obcr-Ellischc, Dicrmarsische, Ersbausische und Geiß-marischc, rc. Von dem Besenbausischen äst florirte» gegen aus-gang des 17 seculi 2 brüder: Dietcrich, als Hessen - CasselischerGeneral-Maior , und Liborius Friedrich, als Fürstlich-Würtzbur-gischcr Rath und Ober-Amtinanu zu Nauncck, wie auch des Kan-scrlichen land-gerichts in Franckcn Beysitzer. Von der Obcr-EUi-schen neben-liiüe sind unter anderen zu unsern zciten bekannt:Johann Ernst , Furstlich-Munsteriseher Obristcr zu pfcrd, undRudolph, Fürstlich-Hessen-Casselischer Brigadier, wie auch Jo-hann Reinhard, Commendauc des unteren schlosses zu Friburg,und Kayssrlicher Obrister, nachmals General-Wachtmeister, wel.
han har
eher an. 1721 mwerheyrathet verstorben ist. Sonsten sind»,aus dieser familie m den gcschichten folgende: Beckboldan. 1408 von dem Abt zu Fulda , der damals mit den Tbürina ?5tu einem krieg verwickelt war, gefangen worden -als Heßischer Feld-Marschall über den Hertzog vonBraunschwll^Heinrich, bey Norbheim einen vollkommenen sieg erhallen mi!an. -Z52 Kaystrlicher General und Comincudantam Mayn worden; Caspar, der um das jähr i; 88 Hen 2Plchcr Stadthalter gewesen; und Hans Heinrich, FsiM 'BraunschwcigischenHauptmann; desstn söhn Ernst FriA ch Ksichln,z°-,adrigen krieg alsKayserlichecObrist-Lieutenmubivor gethan, und ist ein Vater ivorden Johann Ludwigs, DZM ?Sachsen -Gothaischen geheimbden Raths und OberNZMder das obgedachte gut Oschmarsleben im Anhaltischen an Lgebracht. Von seinen 6, ohne,, ward Christian Albrecht SachAGothaischer Cammcr-^uncker und Amts-Hauptmann zuVolckrode. Übrigens wird dieser äst auch der Thüringische oder M.Mgrische gcncnnet. 46 el-spiesei x
siinen-tskel p. i. Lccr»«» gccettion KiK. Inhalt, p.
^antoun / siehe Hamilton.
^antehrre/ siehe Hampshire oder Southampton.
^aoaras/ ein volck aus der Barbarey in Aftica; siehe Ler»,berco.
^aoaxus oder Hsaxe/ ist ein Afrikanischer fluß, welcherauf dem Abyßinischcn gebürg entspringet, durch dasselbiae aameKönigreich hindurch läufft, und es fruchtbar machet, wie derNiius Egyprcn, welchem er an grosse nicht ungleich ist. Nachdemer 600 meilen gelösten, fällt er endlich in das rothe meer.
,/ro/rr 6t>icL.
^aolone / ein Tartarischer Fürst und culi-ü, des grvssaiCbams bruder. Er ließ sich an. 1256 mit demselbigen tmiffe,,,richtete eine grosse armee auf, um den König von Armenien ,Hayron, dessen Königreich die Saracenen verwüsteten, wieder ein-zusttzeu. Er bemächtigte sich nachmals des Königreichs Perm,legte den Califcn von Babylon gefangen, und ließ ihn in einemthun, mitten unter seinen schätzen Hungers sterben. Nach diesemeroberte er Aleppo , Dainasco, und das gantze heilige land, welcheser den Christen wiederum einräumte, wie er denn dieses zu seinemvornehmsten zweck hatte, die Catholische rcligion überall vest zusetzen. 8. Ludwig, König von Franckreich, schickte 2 Dominicanermit prächtigen gescheiteren an ihn, worunter vorncmlich ein stückvon dem holtz des Creutzes Christi war. x->c/-eck cillnz.
Kapsel / lat. u^lei-s, eine kleine stadt an der westlichen küstevon Esthland / an einem meer»busen oder ost-see/ 1; meilen mReval gelegen. Sie war vorzeiten ein Bischöflicher sitz/ unter demErtz-Bischoffvon Niga/ ist aber nachgehends nach Oesel verlegtworden, geoZrsptz. ecclell
^aqui',1/ der namc etlicher Nordischen Könige/ sche AgUlit.
Daraus / (FranciscuS) von Utrecht gebürtig/ wurde Uc-im.tU5 cllcologiL zu Dovay / und profitirte daselbst einige jähre dierhetoric. Hierauf that er eine reiß in Tcutschland/ Italien undMoscau / mit dem Ant. Posscvino / der als Pabstlicher ttumm;dahin qcschickt wurde. AIs er wieder in sein Vaterland zurück kam/wurde er anfänglich c-nonicus zu Hcrtzogenbusch/ hernach zu Na-mur/ und endlich zu Löven/ allwo er den 12 jan.an. wzr starb.Man hat von ihm 2nnLle8 0uculli Lrst>Lnci/r; crlcnsm Lurcsm m4 cvLnZclis; comgenlliiim cie virir LLnAoram cx llsur. 8 uiio; ol^w.xisllcs L tsiiox, 6cc. tzibl. Lcltz. lle llripc. llc. ,6.
^araldusl/ ein Könia in Engelland/ verwegen seiner ge-schwindiqkcit im lausten Hatefoot oder Hasenfuß genennetwnrde.Er warCanutil sohn/dcn er mitAIgivavoiiNvrlhalnplon/scmei'emm» aemabliii, oe>e»aet batke / iviemol einiae daturoal-
seinererstenacmahlin/ gczeugcthatte/ wiemol einige dafürhal-ten/ daß er ein fälschlich Angeschobenes kind gewesen/ welches saue
mntkcr von eines schnstcrs weib oder von einer magd bekomm/uni ihre Unfruchtbarkeit dadurch zu verhälcn.. Nach Cainili wd
wurde er/ vermög des von demselbigen auffgcsctzlcntcstamcmsnieiner grossen Versammlung zu Oxford von Lcosrico und den?M-ciancrn zum König auffgcworffcn; allein Alnot/ der damaligeErtz- Bischoss/ welcher die Königlichen Neider und zlerralhcn mseiner Verwahrung hakte / wölke selbige niemand aus ulemi/als allein der Emmä söhnen/ weswegen Harald sein lebemang s>eelerisey hastete/ wie er denn auch hin und wieder von derfMn nn-nig geliebt wurde. Godwin/ der Graf von Kent/ dle einwoWrzu Londen und dicWcst-Sachsen hielten es alle mltHardl-Cam 0/des letztem Könias söhn / den er mit der Emma gezeugcklM ,allein weil dieser dazumal in Dänemarck war / so bchmlHarW
die oberhand/ jedoch so/ daß das Königreich zmchcn sie MS»
theilet/ .unddaswest-und südliche theil von Emma fürHa»iCanntum biß auf dessen wiederknnfft auffgehoben werden jollcOaaberHarald die gewalt in Händen und dabey ftmes valers IMzu Winchester überkommen hatte/ bearbeitelecrfich dahin/ W ralles unter sich bringen möchte. Um demnach seiner 2halb-m s rEduardi und Alfredi / sich zu bemächtigen / 'nachte er uille Mmlitter Emmä namcn einen bricfan fie/ und ui^^leiie oaui.»«-nach Engclland / wie die cox.c davon noch bis diese stund m m",buch/ welches cncomium LmmM titulirt wird/ zu sehen M' -s.Ibrtef wurde durch etliche boiten nebst einigen geicheucken/unt lvorwand/ daß sie von ihrer Mutter Emma herkamen / an m ngen Prtntzcn / welche sich dazumal in der Normandie EW -geschickt.Sie schrieben durch eben diese boten die antwort ,mua/erklärten sich darinnen/ daß einer von tlMNdeririuttttM '?
isl
A!
K
-r!
ü
lÄ
K!
Lc!
Äi
Är
7 --
-ri!
Kil
-l-Sl