Band 
Zweyter Theil
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Arriem / lat. üsri-mum, eine'Hoklandische siadk, wird nachAmsterdam für die gröste gehalten, von bannen sie nur; Meilenwest-wärts liget, an einem see , so darvon den namen führet, einemeile von dem meer/ und; vonLeyden, mit welcher stadt sie durcheinen banal, den man an. 1657verfertiget/ commuwc->rio„ hat.Es ligen gantz nahe darbey sehr lustige wiesen / ein angenehmerwald / und viel schöne und reiche dörffer / welche die gegcnd sehrgNMNthig machen. Von innen ist diese stadt mit schönen marckt-plätzen / einem prächtigen rath - hauß und vielen anderen öffentli-chen gebäuden mehr ausgezieret. Pabst Paulus V machte sie/auf des Königs in Spanien Philippi II anhalten / zu einem Bi-schöflichen sitz unter dem Ertz-Bischoff von Utrecht . Es ist wohlvor eine fabel zu halten / daß sie von eines Königs aus Fricßlandsöhn/ namens Lem, erbaut sey. Wahrscheinlicher ist es/ daß dieNormänner in dem 9 seculo den gründ darzu geleget. Ihre ein-ivohner haben sich bey den Heer-zügen in das gelobte land sehr wohlgehalten / und vornemlich zu eroberung Damiatä unter dem Kö-nig Ludovico 8. an. 1249 viel beygetragen. An. 1292 wurde siedurch die t-Ltion der sehr mitgenommen / die sel-

bige unter sich brachten. An. i?47 wurde sie fast gäntzlich in dieasche gelegt. An. 1572 schüttelten die einwohner das Spanischejoch ab / und nahmen die Reformirte religion an. Nicht langedarnach wurden sie von Friderico von Toledo / des Hertzogs vonAlba soh»/ belagert/ und nach gethanem lapffern widerstand, so8 monatlang gewähret/ sich auf Mscrcuon zu ergeben genöthjget/wobey von den Spaniern grosse grausamkeiten verübt / und dergröste theil der bürgeren aufgehenckt oder crtranckt worden/ so abernur die andere Holländische städte in Verzweiflung zu bringen / undzu ernstlicherer gegenwehr anzusporen diente; wie dann auchnachgehends dieser ort von den Staaten wieder erobert worden.Sonst rühmet sich Harlem/ daß in ihr zu erst die buchdrucker-kunstan. 1440 vvnLaurentio Costero erfunden worden / dessen buchsta-ben nachgehends einer von seinen dienern gestohlen und in Teutsch-land gebracht haben soll / aüwo Liccronis oKcis das erste buch ge-wesen / so jemals gedruckt worden. Es ist aber der eigentliche undgewisse bericht auf dieses vorgeben von seilen der stadt Hartemschon droben in dem art. Buchdruckerey angeführt worden / daman zugleich gezeiget / wie irrig es seye / wann man die »Kcm cff-ccronis für das erste durch Zusammensetzung der buchstaben / undalso nach der wahren drucker-kunst verfertigte buch ausgibt.

cieicr. NsrLv. in gnnsl. TÄ««»«» I. ^ öc

«>»» 6elcr. kelgii. Ä/'-rrt-,. *

Harleston/ ein Englischer marck-flecken in Ershan-Hundred/an der süd-ostlichen gräntze von Norfolk an der west-seite des flussesWavency.

^arley/ (Johann) Bischoff zu Hereford unter Henrici VIIIregierung / >var in Buckinghamshire gebühren / und zu Oxford indem Magdalenen-coiieZio auferzogen. So bald Eduardus VI zurCron gelangte / fieng er an die Protestantische lehre zu predigen /ohngeachtet man damals noch nicht wüste / wie es damit ablauf-fen/ und welche varthey endlich die oberhano behalten würde.In einer K>i-ni>en fasten - predigt, welche er in der 8. Petcrs-kirchzu Orford hielt/ stellte er mit grossem Nachdruck/ die rechtftrtignngdurch den glauben allein/ vor/ woraufer als ein ketzer nach Lvndengebracht / daselbst aber wieder loßgesprochen / und erstlich GrafIvhannis von Warwick / hernach aber Hertzogs von Nortbum-verland söhnen zum informsror zugegeben worden. Ferner er-wählte man ihn zum Bischoff von Hereford; allein er verlohrsein Bißthum / weil er sich im ersten jabr der Königin Mariä inden ehestand begab / und hätte er länger gelebet / so würde esihn auch ohne zweiffel sein leben gekostet haben. um. rcs-

korm. ?. r.

Darling/ eine von den vornehmsten Adelichen familien inNieder» Sachsen . Anton von Harlingen bekleidete um das jähr1; zz bey dem Grafen von Oldenburg die stelle eines Raths. Des-sen enckel Christian / war zu ansang des 17 seculi Oldenburgischergeheimder Rath und Land-Drost/ und zeugte Anton Günther/der an. 165? / als Braunschweigischer Hofrath / Hofgerichts »ElLr und Land-Drost der Grafschafft Diepholt / nnt Hinterlas-sung etlicher söhne/ gestorben. Von dessen enckeln war HeinrichChristoph aufBienenbüttel an. 1690 Braunschweigischer oss-am,und ein vatex Sibillä Elisabeth/ welche an. 170; Aebtißin zu Ebs-dorsi worden. ^r»c^e//». OI6enb. ckron. ee-r/-rö. LN. 170z

Aarlingen/ lat. tt-rünga . eine grosse/ reiche und feste han-dels-stadt in West-Frießland / bey dem ansang der süder-see / hateinen vortreflichen Hafen, der wohl befestiget ist / und kan schwär-lich eingenommen werden/ weil sich das land umher unter Wassersetzen laßt. Nclgium.

Burlington / ein flecken in Midlestx, sitze Arlington.

/ eine art von wägen / dergleichen vornem-lich die weider gebraucht. Bey den Persern pflegte man maul-thierdavor zu spannen. 6e re^n. kcrs. I. - p. 2ZY.

Parmas/ eine Griechische stadt in Böotien. Sie wird alsogenennet/ weil der Wahrsager Amphiaraus samt seinem streit-wa-gen daselbst von der erde soll verschlungen worden seyn/ weswegendieser ort mit Pfeilern umgeben war. Man gibt vor, daß weder dieVogel daraufruhen/ noch die wilden thiere das graß/ soaufdersel-ben weyde gewachsen/ haben fressen wollen. se/L-,»«» l-xic. tilg. *

. Sarnienopulus / (Constantinus ) Richter zu Thessalonich

UN i2 seenl0/ hat einen tractat cic vpinionibus ll«recicorum , L6cixrofelllonem und xromotusriull, juri« hinterlassen» «/« ?<».

H-x.

^arModrUS / em Athenienstr / sihe AristogttStt.

^armonia/ eine tochter Martis und Veneris / s ^ermione.

Tarmonidas/ ein Trojaner/ welchen dre Göttin Pallas der»Manen siebte, daß sie ihn alle geheimniß der bau-kunst lehrte. Ebendieser war es, welcher die schiffe bauete, worauf Paris in Grie-chenland segelte, «-/»er. iUs6.

HVXN08HL, war ein zu Lacedämon, welches

m urbsnum und exrcrnum getheilet ward. Der Harmosta / so fürVl6 stavl ertvählöt lvükö/ tvtkd dvn I^LlieLrnLlUvM^

Rom. V-Äacore verglichen, und soll nur in solchen Zeiten erwähletworden seyn, wann der zustand des gemeinen Wesens einen allster,ordentlichen gemalt erforderte. Es wäre also nur eine person, undscheinet er nur für eine gewisse und kurtze zeit erwählet worden zuseyn; dann was Meursius aus dem alten Sck»>i»tie k>n6sri von ei-ner anzahl 20 dergleichen n-rmoffsrum sshliessen will, ist ohnezweifel falsch, und hat entweder der ScliviiLiic? darin» gefchlct,oder dieser muß von denen ttsrmolllr extern,'?, deren zahl sich in ge-wissen zeiten gar wohl auf20 hat erstrecken können, verstandenwerden. Die tt-rmoll« exrerv, sind fast mit gleicher gewalt übesdie insuln und stadte, welche unter der Lacedämonier dothmäßig-keil stunden, als Oouverncurz gesetzt worden, nur daß sie denen, sozu Lacedamon das regiment führten, wegen ihrer Handlung rechen»schafft geben mußten; I» der zeit, da der Svartaner ansehen amgroßen ware/haben viel außländische sonst mächtigeSlände zu zei-chn dergleichen manner von denselben begehret, um ihre facheneinrichten zu helffen, welche alsdann denjenigen gewalt hatten, sodiese fremde Stande für gut befanden ihnen zu geben. Wie diesettsrmoll« extern, zugleich mit dem ausserPeloponneso ausgebreite-ten gewalt der Lacedämonier auffkonimen, nemlich in dem Pelo-ponncsischen krieg und durch die stürtzung der Acheniensischenmacht, also nahmen sie auch mir deren ihr ende, so daß nach desLeuctrischen schlacht, darin» der Lacedämonier Herrschafft zu bo-den fiel, nichts mehr von ihnen gehört wird, und sie bloß ?4 jährmögen gedauret haben. -v-«». n-ck-c.; L/c/br». 6e ksw. leg. j.»

sixl.; in kceor.; Lro-t. Äc.; Lr/kHtt» ue re^.

misc. Lscon. *

HVWO8VXI, war zu Lacedämon ein welcher

sorg tragen muste, daß sich das frauenzimmer fein ehrbar und rein-lich in kleidern aufführte. Er hatte auch die aufsicht über die gantzeauffuhrung des frauenzimmers, als welches daselbst in den gese-tzen eben nicht sehr eingeschränckt war, und zimlich frey lebte. Da-her muste er bey ihren spielen, tantzen und lustdarkeiten seyn, indemdiese jungfrauen sich meistens nackend in dem tantzen, lausten, rin-gen und andern kampff- spielen, auch so qar in gegenwart dermanns-bildern, oder wohl mit denselben zu üben pflegten, damitgleichwohl sonst nichts ungebührliches dabey vorgehen möchte»

gx rep. L-cecl. -^rcu:. leü. *

Harnland/ sihe Harrten.

^aro / eine stadt in alt Castilien am fluß Ebro unweitgelegen , hat an. 14;-- von König Johann II den titul einerGrafschafft empfangen, zu gunsten O. ?ccir<> kernZnclex l-eris 6c Vs-

läi'co. L. LkÄt 6e I'Lch. ^>. 270. *

^aro/ ist ein altes berühmtes geschlecht in Spanien . Es hat.selbiges seinen Ursprung von Zurio Bianca, sonst Fortunio Lopezgenannt. Dessen söhn Jnigus Lopez, genannt der lincke/ wieAlvarus Fereira schreibet, Graf und Herr zu Biscaya undTunica,und dessen ur- enckel Lopez Jniquez, oder wie Argota 6e Molinaihn nennet, Lopez Diaz, der erste Grafzu Biscaya gewesen, undrm ii seculo nach Christi geburt gelebet, von welchem die nach-kommen den namen Haro angenommen. Diego Lopez Juan vonHaro, Herr zu Svrbas und Lobrin, Königs Fcrdinandi csrllo.lici Vice. Ls in Gallicien, brachte durch seine heyrüth mit Beatmevon Sotomavor die Herrschafft Carpio an sich, dessen sohns Lu-dovici söhn, Diego Lopez von Haro und Sotomayor, an. 15^9von dem König Philippo II in Spanien zum ersten Marggrafenzu Carpio creirt worden. Weil aber seine männliche iinie ausgestor-ben, so erhielt des obgenannten vics - k- in Castilien andern sohnsDiego Lopez enckel, Lndovicus Mendez von Haro, durch heyrathseiner bluts-verwandtin Beatricis von Haro die MarggrafschafftHaro, und starb an. 1614. Ihm folgte sein söhn, Diego Lopez,Marggrafzu Carpio, Herr zu Adamuz, Morenne und Perabald.Dieser hatte mit seiner gemahlin, Francisca von Guzman, Hen-rici von Guzman, Grasen von Olivarez tochter, Don Louis Men-dez von Haro, Guzman und Sotomayor, Spanischen Staats->i-.n,llre. Selbiger zeugte mit seiner gemahlin, Catharina Fer-nande; von Cordova, Caspar von Haro, und Guzman 6c i-e-r,^l-rquis 6cl Carpio und Eliche, Graf und Hertzog von Olivarez,Hertzoq von Montoro, Grafvon Morenne, o,sn6 von Spanien ,welcher an. iüz9 gebohren, Staats-Rath,Groß-Cantzler von In-dien, -4mbsffL6eur zu Rom und endlich Vice-L- zu Neapolis gewe-sen , allwo er den 16 nov. an. 1687 verstorben. Seine gemahlinwarAntvniaMariaäeirCerda, des Anton» Juan, Hertzogs vonMedina Celi, tochter, welche den 16 jan. an. 1670 verstorben.Die andere gemahlin war Donna Teresia Henriguez, des Admi-ranten von Castilien eintzige tochter. Er hinterließ nur eine eintzlgetochter aus erster ehe, Catharinam, so an. 1688 an Francsscumvon Toledo , Hertzog von Alva, vermahlet ward. Des Don LouiSvon Haro anderer söhn war Johann Dominicus Haro von Guz-man Zunigaund Fonftca, Grafvon Monterey . Sonstenwarec6rsn6 von Spanien, Groß - commeo6Lwc von Castilien und vonTreze im orden 8. Jago, würcklicher Königlicher Cammerherr,Königs Caroli Ü Staats- und Kriegs-Rath, des Mbr

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