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6ro„ dragoncv / in Cöur-Säehfische dienste, und wurde anfangszu Grossmhayn, hernach aber zu Freyberg Commendant, woselbster die Schweden zweymal von der stadt abgetrieben / an. r6;6aber in Leren letzteren abzug am ? apr. in etnein ausfall tödtlichverwundet worden / woraus er im ;;sten jähr seines alters seinengeist aufgegeben. Er liget zu Freyberg in der 8 . Peters - kirche be-graben. Deckes/, rlicsir. 8sx. Läcl-lp. ,-csoüczr
krez-b. l.su 5 . merclcvv. Ä-r/r^/r Lcülcs. curios. ^e--ror>c- äc;
r. äsrnieres Lsmp. cle Xlr. äe ^uecnne cn ^Ilem. *
Javier / (Thomas) sonst gemeiniglich wiat genannt / einEngelländischer Ritter / welcher an. rzz; wider die Königin Ma-ria von Engelland eine parthcy K-nmrte. Er war der Reforlnirtenreligion zugethan / und wolte nicht zugeben / daß die Königin solchein ihrem Reich solte abschaffen. Er war im krieg wohl erfahren/soll aber nicht genug verstand gehabt haben / wichtige sachen aus-zuführen; er besaß viel guter/ und wurde von dem Adel sehr geste-het/ auch von dem volck sehrästimirt. Die feinde der Königin Eli-sabeth und der protestirenden Engelländer behaupten / weil Havietoder Wiat / nicht vor das Haupt der conwirsrwn habe wollen ange-sehen seyn / habe er die Priutzeßin Elisabeth mit auf seine vartheygezogen/ nebst Courtenay, Königs EduardilV enckel, unddem Hertzog von Suffolk. Allein / was die zwey erstere betrifft /so ist nie kein ander bewcißthum wider sie vorgebracht worden /als baß anfangs Haviet,in Hoffnung/ durch solches mitte! sein lebenzu erretten / sie beyde beschuldiget bat; welches er aber kurtz her-nach widerruffcn/ und / daß sie gäntzlich unschuldig / noch in demaugenblick seiner cxecuri»» auf dem trauer - gerüst betheürct. NunhakteHaviet nut beselzung der stadt Maidston den ansang gemacht /brachte darauf 1200 mann zu pferd und 8000 zu fuß zusammen/gieng damit auf die stadt Rochester loß, und eroberte selbige durchdie darinnen habende Verständniß im jan. an. 1554. Er versichertesich zu gleicher zeit zweyer grosser schiffen/ welche denInfanten vonSpanien nach Engclland überzubringen sollen gebraucht werden /und gieng r-Ää ausLonden loß. Die Königin ließ ihm sagen / daß/wenn ihr vcrbündniß mit dem Infam von Spanien den Engel-ländern mißfiel / sie sich nach ihrem gefallen einen andern gemahlausersehen würde / und versprach ihm grosse dinge / wenn er dieWaffen niederlegen würde. Allein Haviet / weil er durch seine an-lhängere meinte in Londen eingelassen zu werden, schlug alle dieseVorschläge aus. Er käme auch würcktich in die Vorstadt South-wark, und von dort in die stadt. Aber neben deine, daß niemandvom volck zu ihme fiel, welches die Königin sthon vorher mit gu-ten Worten auf ihre feiten gebracht hatte, so nähme auch Havietseinen marsch so unvorsichtig / daß er sich mitten zwischen die Kö-nigliche soldaten, welche unter->Hiorä Clinton um Wbitehal her-um P-Mirt waren, gleichsam einsverrte. Da wurde er dann aufeinmal von allen feiten her angefallen / und seine lenke zerstreuet.Er samiylete zwar zur stund noch 500 mann zu sich / mit welchener durch die stadt striche, aber ohne dadurch seinen anhang zu ver-stärken / oder etwas fruchtbarliches für sich auszurichten. Son-derlich wäre ihm der Graf von Pembrok mit einiger reuterey aufdem halß, so daß endlich Haviet, als er sich durch das thor vonLudaate zu retten vermeinte, aber dasselbe verschlossen fand, vonkrämen gank erschöpfst, und von mannschafft entblößt, au jenenergeben müsse. In der gefangenschafft erzeigte er sich anfangseben so kleinmüthig und zaghaffr, als er währender seiner rebcl-lion frech und trotzig gewesen, wovon zum theil schon im ansangdieses articuls eine prob angeführt worden. Er wurde den i1 avr.an. i;?4 enthauptet, so wohl als der Hertzog von Suffolk, unddessen brudcr Thomas Grey, John Throgmortou , und viel an-dere von geringerem stand. Peter Earrew, welcher auch grossentheil an dieser ausruhr gehabt, wäre in zeiren aus dem Königreichentflohen. big. äc I» Kcü ä'^ngt. bild. ä ^nxlec.
tiill. äcs rcvolurions en mscicre äc rcügion. *
^avila/ Hcvila/ oder Lhavila / ist eine landschafst, vonwelcher in der heiligen schrifft Meldung geschiehet. Denn in derbeschreibung des Paradieses ivird gemeldet, daß der fluß Pisonum das ge.utze land Havila siiege, und daß man daselbst das vor-treflichste gold, wie auch Bedellion und den edelstem Onyr finde.Wo nun diese landschafft gelegen, davon haben die gelehrten un-terschiedene Meinungen. Etliche wollen dieselbe in Indien suchen;andere machen ein theil von Arabien daraus; andere behaupten,daß diese Provintz von dem gelobten land so gar weit nicht könneentfernet geweftn seyn, weil -Sam.iz stehet, daß Sau! die Ama-lekiter von Hevila an bis gen Sur, die für Egypten liget, geschla-gen , wie denn 6-n. rz berichtet wird, daß die Jsmaeliten vonHevila an bis gen Sur gegen Egypten, wenn mau nach Assyrien gehet, gewöhnet. Es werden aber unter den lindern und nachkom-men Noä 2 erwehnct, die diesen namen geführet, und von dereneinem dies Provintz ihren namen mag bekommen haben; der einewar ein jodn Chus aus dem qeschlecht des Hains, der andere einsichn Iokthan aus dem geschlccht des Sems. v. n, c. ,c>
V. 7, c. r; V. l8. l §/»/». c. »z V. 7. in küslcß. I. 2 c. 1.6
t?, I. 4 c. >». -i/,r» t/'r/l äc 6ru prrsäili. ^Ä 7 Li/i/rr« in bilko-
li.r psrsäili. sä Qcncv c. r v. 11.
k^aunold / (Christoph) war au. IÜIO zu Altenthan in Bayern gebohren, und begab sich an -ü-.o in die Societät Jesu. Er gienggegen auSgang des 17 sccull äc tod ab, nachdem er 15 jähr zuFreyburg und Jngolstadt die theologie llocirt hatte. Seine schaff-ten find ! conrcov. äe jutkic. öc jurc^rivscorum univ. ; curlus cbcol. ;inlkir. ckeoioLiL; äckenllv pro intÄIIikniilsl« eccl. Komsn.blbl. L.
haunsperg / eine Gräfliche familie in Bayern , welche w,«von den Hunnen herführet; denn es soll ein Obrister derÄnahe bey Saitzdurg auf einem berg einen sitz oder schloß erba,«ben, so hernach Hunnensberg, und endlich Haunspergworden, davon seme nachkommen den namen angenommen A»1146 lebte Friedrich, und an. 126° stund Heinrich in gutem an'sehen.. Von seinen nachkommen starb Georg an. 1472 alssswBischöflich-Saltzburg-.scher Rath, Hof-Marschall und Gesandtan unterschiedene Hofe, Jacobum hinterlassend, der KavierliM nRath, und ein vater ivorden Wilhelmi, eines gelehrten Cava8und Ertz-Bischoflich-Sa!tzburgischen> Raths, und Johannis, Dgers zu Langen, welcher seinen stamm mit 2 söhnen: -)Ertz-Bischöflich-Saltzburgischen Gesandten auf dem Reichs-ws,und an unterichiedene auswärtige Höfe, und r)Wolffaanao,'sM.gepflantzet hat. Der letztere, so Ertz-Bischöflicher Rath und K,sandter gewe,en, und an. i z?; verstorben, hat folgende männliclieerben hinterlassen: (1) Johann Christoph, der in vielen spraacdenund wissnschafften erfahren gewesen,und zu Rom verstorben -Sebastian, der, »achdein er viel länder, und insonderheit Palalii,„am besehen, Ertz- Bischöflich - Saltzburgischcr Hof- Marschallworden; und ,(;) Wolssgang Sieginund in Wachenbura undNeufahren, Fürstlich-Bayerischen Rath, und Ertz-Bischöflich,Saltzburgischen Cainmcr-Rath, wie auch Land-mann und Ueaerin Rastadt, dessen nachkommen noch heul zu rag floriren. Semsöhn, Johann Jacob, Chur-Bayerischer geheimbder Rath, Cam-mer-Hcrr, v>cc-Dom zu Landöhut, und c im der Land-Stände in Nieder-Baycrn, brachte um das iahr 1660 die Gräf-liche wurde auf sei» geschlccht, und zeuqctc Bonavcnturam undFrantz, Grafen von Haunsperg, welche Chur - Bayerische Caiu-iner-Herren und Räthe worden. ü-mw. ?. 4.
Hauptwcil / ein flecken und schön - gebautes schloß in demoberen Thnrgöw, nicht weit von Bischoffzell gelegen, denen Gvn-tzenbachen von 8. Gallen zuständig, allwo viel leinwand vcrscr-riget wird.
^avra / eine stadt und Hafen in dem glückseligen Arabien amrothen mcer, 20 meilen nord-wärts von Algiar gelegen. Es ist einreicher ort, welcher ein gut castell und einen schönen sreinbruch hat.Der berg Radua liget nahe darbey gegen süden zu, welcher dmbesten Honig in der weit hat. renken/,-.
^avrau / eine stadt von Gcshur in der nördlichen gegend vondem gelobten land, deren Ezcchiel gedencket, wovon die nördlichsgegend daselbst >rursnirii gcnennet worden. oor. °rd.
!.z c./z.
^avre Svaoe / lat. ?o«u, czrsnr:, oder krsnciicozwi,'!,eine Handels - stadt nebst einem vortreflichen Hafen in der Nor-mandie, zwischen Harfleur und Fescamp, am ausfluß der Seine,ohngefähr 20 meilen von Rouan . Sie ligt sehr lustig, lreibt gniehandelschafft, und ist nut einer schönen citadell versehen. Franci-scus I, von welchem sie den namen krsncilcopoii- bekommen,sicng an sie zu «Eikciren, um sie zu einer schütz-maucr widerEngelland zu machen, und dessen Nachfolger Hen'ricus brachte esvollends zu stände. In den einheimischen kriegen des 16 fecnliwurde dieser platz von den Protestanten an. 1562 erobert, welcheihn den Engcllandern einräumten ; allein das folgende iahr dar-auf vcrlohren ihn die Engelläudcr wieder, da denn allhier einegrausame pestilentz regierte. DicHugonotten hatten zwaran.ize-Anen neuen anschlug auf diesen ort, welcher ihnen aber nicht vonstatten gieng. Ludövicus Xlll vcrgrösserte die vestmigs-wercke,und bauete noch eine citadelle nebst vier grossen Haupt - bastcym.
liitkoi. üb. -7 L 4s. Lk-H,« rccliercü. äer rnriguilcr s»viUex äe ki-snce. ikin. OsIÜX.
kgausberg / ein Brandcnburgisch schloß und amt im Fursten-tbmn Minden, auf der ost- feite der Weser, war ehedem eineGrafschafft, welche der letzte des geschlechts Otto III , BaMzu Minden, an. 1 diesem seinem stifft vermacht.
pausen / eine kleine stadt nebst einem schloß, in dem.Weni-ger.- that in Schwaben gelegen, und den Grafen von Furstenderggehörig. UeQim. s!. l.
pausen/ Haussen/ ein uraltes adelichcs gcschlttht mrk»>ringen, von welchem an. 1184 Fricco, und an. 1 iy? Egbrcchl ge-lebet, und zum kloster des heiligen Creutzes in Gotba und dc»mhospilälen viel gutes gestifftet, mithin das etwan eine meuc mGotba sich befindende amts - dorffHaussen, mögen erbaut Wcn.Einige geschieht - schreibcre wollen, als wäre dieses gcjchlcclilmauf Hcmonem, einen Mönch im kloster Loccum , ausgciwrmgewesen, welcher auf äupciuscio,, des Pabsts die cclle vcriahssidoch mit dieser bedingung, sich künfftig!sl cünchhausen zu uauneu; da er sich denn an. 1212 alsodald unter Hertzog Bmw»w
von Sachsen begeben, und init demKayscrFriedrich widerenSaracenen in Asien gezogen, auch nachhero bey temcr nnee r-kunfft von dem Kayser mit dem hanß Sparenberg belchnss, Malso der stamm - vater derer von Münchbausen worden, aumman findet, daß nach verfliessung eines gantzen l-cui, dw von HEsen dennoch in ihrer ruhe geblieben, und an. 1226 RutoipyHaussen mit Ludwig IV, Landgrafen von Thüringen, zumund dessen Heer gezogen; Albertus, genannt cle vomo, hat an. ?eine schwcstcr Elisabeth, und eine tochtcr Kelam, wLußnitz vbnweit Altenburg eiugekaufft; und an. > ;invon Haussen, unter Marggras Georg von Brandenburg , ,»-»0spurg bey Übergebung der AugspurgischenNoch an. isyr ssnd die gebrüdere, Rndolph, Gottsttch und C ^