Band 
Zweyter Theil
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«ige streitigkeiten. Seine schrifften And: »ecueli tz-, ckem-nä-s

»ux miniltre-; I spo!»A>e cle ccs cicmsnües; snlimoniuin sll rcss>on-tum Nc2L; lliftiurLkio conrrs minillrum znonz-mum k4emsusenlem;fcirvÜL brcvis in bUrliorl^ 8ixri 8enüoli;. dllrl. lcri-ic. 8oc.

^av/ (Paulus) Herr von Chätelct,aus dem alten Hause llsHayin Bretagne, welches sich rühmet, aus dem obgemeldten Schotti-schen geschlccht von Hav, welches auch denen Grafen von Carlisleden Ursprung gegeben, herzustammen, wäre einer der ersten von derFranzösischen academie. Anfänglich war er General-Advocat desParlaments von Reimes, nachmals ReqMeiimeister, und endlichordentlicher Staats-Rath. Er hatte auch einige andere bedienun-«en/als die commiMon. das Parlament zu Pau in stand zu bringen,Und an. i6;; war er im-»ck>->c von der justttz bey der Königlichenarmee. Nicht weniger wurde er als commUHrius ernennet beydem procesi des Marjchalls von Marillac, wobey er aber seine ---puksrion für einige zeit zimlich vcrschcrtzte; Dann als ihne derweigerte für seinen richter anzunehmen, weilen er seinlod-feind,und würcklich eine gar bittre Satyre wider ihne geschrie-ben hatte, welches auch in der that also war, läugnete er anfangs,selbst in gegenwart des Königs , daß er der urhebcr davon wäre;hernach aber, da Marillac seine i-ccErivn widerholte, gestünde erdie fach; weswegen ihn der König gesanglich anhalten ließ. Dochwill Pelisson sicheren bericht gehabt haben, daß eigentlich Hay, dersichs für keine ehr achtete, unter solchen L<,mmiL,re; zu sitzen, wel-che man schlechter dings dazu ausgelescn hatte, daß sie denIi-r--diät, wie auch immer seine entschuldigungen ausfallen mochten,zum tod verdammten, dem beklagten die mittet ihne zu recullrenheimlich selbst an die Hand gegeben hatte, und alS Richelieu dar-hinter kommen , wäre diß die wahre ursach der arrcsrirung dessel-ben gewesen. Er wurde zwar bald hernach wieder auf freyen fußgestellt, aber so, daß auch diese bcsreyung ihme nicht mehr ehremachte, als das vorhergegangene gefängniß gethan hatte; weilenman klar sahe, wie er solche lediglich durch die über den Proceßdes Marillac vcrfenigtc schrifft erlanget,in welcher mehr nach demwillen und den abstehlen des hoffs, als nach denen genauen regelnder gerechtigkcit gercdt wurde. Er hat hernach auch das be-kannte Kcciieil lle piecer ti.'1-vw a l'Iiilloire an. 1640 herausgegeben, worinn lauter solche stücke gebracht worden, welche fürPen Cardinal ll° Richelieu, und um denc wider so viele anzüglichesschrifften zu vertheidigen, geschrieben worden , oder sonstcn zu die-sem zweck vor anderen dienen konten, wie dann auch die dafür ge-setzte vorrede in der that nichts anders als eine gar künstlich aus-gearbeitete schutz-rede für diesen Cardinal ist. In folgender zeit,als man auch dem Herm von Bouteville,und dreckst hon Mont-morenci den proceß machte, hat er sich sehr bemühet, gnade fürdieselbe zu erlangen, nicht ohne Widerwillen und zorn des Cardi-nals, vielleicht um die scharte wieder auszuwetzen, welche er inMarillacs Handel seiner ehre gemacht hatte. Er starb den 6 avrilan. iüz6 seines altcrs 4; iahr, 5 monate, und hinterließ einigeschafften. Er war schön von ansehen, bchcrtzt, von einem munternverstände,und redte sehr wohl. Kill. t'scsllem. rrsnc. *

Haydeck/ siehe Heydeck.

la^azgc/ eine stadt in Touraine,in demgouvcrn-msnr vonOr-!eans,an'dem fluß Claise,allwo Cartesius gebohren worden,

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^aye / (Johannes lle >L) ein Frantzösischcr Edelmann, welcherzwar vor sich sehr arm war, hernach aber mit einer reichen adeli-chen wittwe, deren angclegcnhcitcn er zu Paris vor gcrichke in achtgenommen hatte, sich verhcyrathcte, und mit deren gcld die cb-rzceines Königlichen Licutenauls-General in civil.fachen zu Poiticrscrkauffte. Als nachgehcnds an. 1569 diese stadt durch den Admi-ral von Colignn belagert ward , ließ er in deren beschützung eine sosonderbare tapfferkeit sehen,daß ihn die Grossen ihrer freundschafftwürdigten, und er selbst sich mit unter die kricgs-häupter zu zählenanfieng. Nun besaß er in der that sehr viel gute cigcuschaffleu, in-dem er einen vortreflichcn und MbrNen veruand, einen behertzccnMuth, eine ungcmeine beredtsiunkcit, und gegen alle diejenige, soseine gewogcnh'eit suchten, eine sehr angenehme gefälligkcit hatte.Alleinsein unermeßlicher ehrgeitz verderbte alles, und weil er, umdenselben auf eine oder die andere art zu befriedigen, alle nur cr-sinnliche räncke hervor suchte, so stürtzte er endlich sich selbst in das«röste Unglück. Er suchte anfangs die stelle eines Requ-ckenmei-sters,und nachgehends die würbe eines rvl-isicvoil Poitiers.Da ihinaber sowol das eine als andere, wider sein vermuthen, war abge-schlagen worden,gieng er tag und nacht damit um, wie er entwederdcnReformirlcn einen recht nachdrücklichen streich beybringen,undsich dadurch an dem Königlichen Hofe recom,neueren, oder im ge-genthei! den gedachten Rcsormirten zu einem sonderbaren Vortheilverhelften, und dadurch unter ihnen sich recht groß machen möchte.In dieser ungewissen und betrüglichen absicht war er einer von denersten Urhebern der Vereinigung des so genannten bo«, pubbci oderder smimLm-um mit den Resormirten. Hernach reisete er fast ohneaufhören bald nach Hofe, bald nach Röchelte (an welchem letzter,,orte er mit dem berühmten >.1 None eine absonderliche frcund-schafft stifftete) und that allenthalben vorthcilhaffte vorsihläge, ingeheim aber erbot er sich an einem jeden orte den gegenthcil zu be-trügen ; wiewol er diesfalls den den Resormirten schlechten glau-ben fand. I,„mittelst hatte er überall seine heimliche spionen undanhänger,machte hier und da verborgene anschlüge,und laurete aufeine gute gelegenheit, da er mit Nachtheil derjenigen parthcusso sicham wenigsten vorsehen würde, sei» glück befördern tönte. Inson-derheit suchte er entweder Röchelte, oder Fontenay ober Poiticrs

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zu überrumpeln. Wiewol nun sein anschlug auf Fontenay Mhintertrieben worden, so ließ er sich dennoch nicht abschrecken, ben-senigcn,welchen er aufPoitiers gemacht, zu cominmren, umso viel-mehr, weil er in solcher stadt einige feinde hatte, an welchen er sichzu gleicher zeit zu rächen wuntschte. Er selbst war in eines müllersHabit in dem letztgemeldeten ort gewesen, und hatte mit seinen cm-rechonckmen alles so künstlich veranstaltet, daß er an einem glücksi.chen ausgange gar nicht zweiffelte. Allein der cwuverneur vonPoitiers , namens Jay Boissegum, erfuhr den Handel durch die Un-vorsichtigkeit eines von den conipirLmen, namens Bastardi», wel-cher einen seiner guten freunde vor der bevorstehenden plünderunagewarnt hatte. Nachdem dieser Bastardin alles entdeckt, ward erden 16 jul. an. 157z enthauptet,und ic> bis 12 von denmil-fchuldi-geu wurden gehenckt. Zu gleicher zeit cxegwrte man Johannen,-l- Haye im bildniß; dannenhero seine freunde ihm rieche», ersolle sich fortmachen, welchc«>sie aber nicht von ihm erhalten kirn-ten,indem er vielmehr auf seinem land-gul >- Begaudiere, welchesgantz offen und nur eine meile von Poitiers war, gleichsam zumtrotz einmal wie das andre blieb. Unterdessen aber würckte seintobtfeind, Joseph Daniel 3-unre.3ouiinc. einen Königlichen besehtaus,daß man ihn lebendig oder todt hinweg nehme» solle,und um-ringte darauf mit z 60 mann zu vftrde den ort, wo er sich aufhielt.i)c iz Haye, da er sich solcher gestalt überfalle», und einen schmäh-lichen tod vor äugen sahe, that sein äusserstes, daß er durch eines sol-daien Hand sterben möchte, welches auch wegen seiner hefftigen ge-geuwebr erfolgte. Sein cörper aber ward zu Poiticrs durch deshenckers Hand gevicrtbeilt, der kopff neben sein gehencktes bildnißaufgesteckt, und ein ,edes von den 4 theilen an 4 unterschiedenepsä-le aufgehenckt. Man ha: von ihm ein journ-i von der belagerungder stadt Poitiers , iugleichem a- Lau>rr,»L si-m.

llill. tib. 6v. bist. llü llLnce row. ; x-. IAA, ZZA,

Z75. Z7S.

^aye / (Johannes <le is) ein Franciscaner- Münch, war z»Paris den 20 man. an. izy; gebohren. Seine cltern schicktenihn gar jung in Spanien , allwo er an. 1611 in ein kloster gieng,und weil er in den Nullus wohl zunahm, wurde er vor tüchtig ge-halten , in der Philosophie und thcologie zu lehren. Nachmahlsgieng er zurück in Franckreich, und wurde bey der Königin Annavon Oesterreich zum Prediger bestellet, wie er denn auch zu vielenanderen dingen, zumal in seinem orden, gebraucht wurde. Er starbendlich den iz oct. an. 1661. Unter den wcrcken, die er csiret,sind vornemlich die bil-ÜL MAXIMS in 19 vol. kill. crit. suv.^r.

^ape / (Wilhelinus von) war ein Advocat zu Paris , und wirbvor des Roverti von Have söhn gehalten. Er erlangte eine solchercpucLkion, daß er die stelle eines Präsidenten des cotiezii der r-,gusien in, pallast erhielte. Nachmals, als König Ludovicus XI,welcher ihn in verschiedenen wichtigen Verrichtungen gebrauchthatte, ihn auch wegen seinen dienstcn belohnen wolle, machle erihn ausser der ordnung zum Präsidenten der grossen Cammer dcsParlaments, zu Paris . Er führte solche bedicmmgen unter derrcgicrnng Königs Caroli VIII fort, rvurde an. 1484 Ober-Mf-seber der kaufleute von Paris , durch welchen namen der höchsteMagistrat in dem stadt-rath deren vornehmsten städtcn Franck-reichs xsieaet angedeutet zu werden, und lebte noch zu KönigsLudovici XII zeiten an. 1497. ,»ll. a-r kr-üä-m-u

?LrIemcnr. *

^avino / der auch Heims/ Aims/ Hemms/ Haiminusund Heun,o bey den alte» gcnenner wird, der dritte BischoffAHalberstadt, war von geburt (nicht ein Tcutfeher, wie Trithemius will, sondern) ein Angel-Sachsc, ein naher anverwandter Beda,Alcniiü schülcr undRabani Mauri,des berühmten Abts zu Ma,mit - schülcr. Er ist seinem lchrmcisttr Alcuino nach Tours mFranckreich gcsolgct, von bannen er nebst Radano Mauro nachTcutschland ,» das Stifft Fulda gekommen, wo dieser an. 8 rrAbt, unser Haymo aber l.eüor ri,eu>og,'L worden. Hier hak ccmitcr anderen den Hcirteum oder Her,sie,lm^ncillollorenfcm, (vonAnrcrre) welcher nemlich in dem klostcr 8 . Gmnain fAurmmBcnedictincr-Münch war, unterrichtet. An. 8 ;o ist er zu einemLehrer zu Corbcy undHjrschseld .(nicht aber, wie etliche wollen,zum Abt an dem letzter,, ort) bestellt worden, wo er ffechig mfeinen über die heilige schrifft, davon fo gleich, gear-

beitet. Das iahr darauf (nicht an. 841) ist er zum BillMHalberstadt beruffen worden, wo er durch erbauliche predWi»nd ein heiliges leben viel gutes gestiftlet. Damit er der unllmcy-tung so wohl seiner c>nonicoru>n als des gemeinen volcks des!»ungehinderter abwarten könte, übergab er die weltlichetU-rion des Stiffls einem gewissen Beamten, namens ZunM,deine er ei» land - gut unweit Halberstadt bauen ließ, welches zueinem dorfferwachsen, und von dem stiffter Hain, oderHoM jP„ennet worden, wie denn auch aus dieses ?rocurLwns gejchlWdie Adelichc familie deren von Hoym herstammcn soll, >MM»die fache nicht gäntzlich ausgemacht ist. Er hat das jctzollrte kloster an der Bode 8 . Wiperti, so zu erbaming der be,«-harten stadt Quedlinburg gelegenheit gegeben, Misstet, und D »alten schul-freundRabannmMaurum, den die widerspenMMüncbe von seiner Ablcy zu Fulda verjagt hatten, zum Pl»daselbst gemacht, im übrigen aber das kloster mit PenckictweuMünchc», die er zu Hirschfeld unterrichtet hatte, besitzt. Er Mauch eine schöne biblivthec in der Dom-kirche zuHalbcrM»'gelegt, die aber ohne zweiffel an. 1179 mit im rauch aufgeMW'Als an. 847 oder 848 wegen der lehreGodcscalci einMayntz, aufbeö Ertz-Bifchoffö daselbst, Rabani Mann, aiMoM