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der jetzigen benennung, in der Natolifthen Provintz Oermian, <bvorzeiten ein Ertz-Bißthum unter dem Patriarchen von ^mochtenwar,gelegen. Die Türcken nennen sie kambouilil-tc, das «st, baum-wou-thum/weqen den daselbst herum gelegenen weissen seifen.Man sihet daselbst nichts mehr als uberbliebene rest von alten tem-peln unhadern,auch mineralische quellen,welche zur ge,undheit lehr
dienlich, und wegen der topasier-farb berühmt,md. vov^L.
6ierat/(Antonius) einCöllnischer Buchdrucker,welcher wegender unzählichen menge der von ihm ohne einiges menschen beystandgedruckten heiligen kirchen-väter,da deren erste cciir.on sehr rar wor-den, berühmt ist. clo Lrce typoZr.
^ierax/ ein Egyptischer ketzer, astroic-gur und zauberer, zu enddes dritten seculi. Er lehrte, daß der leib des menschen nicht werdewiederum anfferstehen, sondern allein die seele; desgleichen, daßniemand wurde feelig werden, als allein die, so ehe-loß gelebet; daßdas paradis kein sichtbares ding noch ort sey, sondern es bedeutenichts mehr, als die sreude und Vergnügung der jeelen; und daßMelchisedec der heil. Geist sey. Gleicher gestalt unterschiede er auchdas wesen des Worts von dem wesen des vaters,und verglich es einerlampe mit 2 kochten, gleich als ob noch eine mittlere natur obhan-den wäre, von welcher veyde ihr licht her hätten- Leine Nachfolgerwurden tticr2ci»ni, ingleichen /rtzltinciiies genannt, weil sie sichvomwein und einigen speisen enthielten. Er verfertigte ein buch vonden 6 tag-wercken, so mit vielen fabeln angefüllet war; nichts destoweniger liessen sich durch seine scheinheiligkcit viel verfuhren, seinelehren anzunehmen. Evaarius meldet, daß, als dieser bctrüger seingisst unter den Egyptischen Mönchen ausgestreuet, der Abt Maca-rius, weil er ihn durch vernunffls-gründe nicht bewegen können,ihn endlich durch ein wunder - wcrck überzeugt habe. Andere abersagen, es sey einer von seinen discipeln gewesen.
6/ I. 6 llelrinikLrc.L-i^onr«. sn. 287.0«^ still:. I>c.
Bieres/ ist eine kleine Frantzöstsche stadt auf einer an der küssevon Provence gelegenen insul, 2 weilen von Toulon . Sie ist einevon den alten Marsilianischen colonien, oisti- (welches in derGrie-chischen spraach glückscelig heißt)genaunt,wegen der gute des dasi-gen Hodens. Nachgehends bekmn dieser ort den namen x-LL, vonwelchem die jetzige benennung Hieres entsprungen, so gleichfalls ei-nigen aufdem Mittel - nieer gleich gegen über ligcnden insuln gege-ben worden, welche man sönsten auch u-8 , und u-
l-erinr nennet; wie sie denn auch schon vor altcrs Mlul-r l.innc,ile;hiessen, und wegen den sich allda aufhaltenden gelehrten,denen manaber in der lehre von der gnade und bekehrung des menschen einenhalben yeisgiLnilmum zumessen wolte, im sünssten und folgendenlecuiis berühmt waren. Lie war vorzeiten ein der vcstcsten Plätzender küsse, allwo die pilgram, so in das heilige land reisen wollen,absegelten, ehe der see-comp»i- erfunden wurde. Diese stadt undHerrschaffnst vor altem denen Vice-Grafen von Marseille zustän-dig und ein LpprnLfllum oder abtheilung der jüngeren söhnen gewe-sen.Gottfried H hat sie an. 1140 seinem iüngern söhn Pons ll- Fosgegeben,dessen Nachkömmlinge solche besessen, biß an. -257, da Ca-rolus,Hertzog von Anjou und Maine, ein brudcr Königs Ludovici8Ln0di, so bald er durch seine hcyrath mit Beatrix dem GräflichenErd - Fräulein von Provence diese Grafschafft in besitz genommen,so gleich sehen lassen, daß er keinen freyen und von ihm unabhängi-gen Adel im land dulden wolte,wie er dann einen nach dem andernunterjochet hat,biß aufNogerium und Bertranduin llc Fos, Herrenvon Hieres, welche ihm starckcn widerstand gethan, also, daß er sichgezwungen sahe, sie in ihrer stadt Hieres zu belagern , die sie auch; monat lang tapffer ausgehalten, endlich aber dem gemalt wei-chen, und in einen -ccoell eintretten mußten,krafft dessen sie die stadtHieres mit allen zu - und angehörden, obgedachtem Hcrtzog Caroloübergaben, und dargegcn andere örker und land von ihm empfien-gen. Es wird allhier viel meer-saltz gemacht. Man findet auch nir-gends schönere gärten als allhier.Es ist in gemeldler stadt eine coUc.Kiar- kirche vor weltliche Lrno„icor, welche an. 1572 dastlbst durchWilhelmum te »Ulic. Bischoffvon Toulon, sind gcstifftec worden;und nachdem der daselbst an. 1544 gcstiffrete gcrichts-sitz eineskenznks von dem Senccli^i selbiger Provintz, an. 1644 nach Toulon verlegt ward, richtete der König an. i6;f durch ein -cstü einen an-dern mit allen darzu behörigen bedienten an.Bey der au. 1707 vondem Hcrtzog von Savoyen vorgenommenen bclagerung vonTou-lon landete die Engelländische flotte allhier. (sihc
stillolr. <ie yrovencü. 4 -
zuvor nktz«/z?or,!L aenamit, einestadt in Doris, so eine Provintz in klein- Asien ist, zu Lndicn gehö-rig. Dieser name ist ihr dem zu ehren gegeben worden, wievielen andern geschehcn.Es befände sich allhier ein berühmter tcm«pel der Persischen Dianä, wovon die einwohncre vorgaben , daß erschon von Cyro wäre erbauet worden, und wann auf die altärc des-selben qantz todte aschcn, und darüber dürres holtz gelegt werde,sichsolches von sclbstcn entzündete. Dieser götzcn-dicnst wurde zum zei-chen dessen ersten Ursprungs immer nach Persischer art verrichtet,und mästeten auch die einwohncre deswegen dem tempcl das rechteines Lhii oder freye» orts zu, welches deme in der unter KayserTiberio geschehenen Untersuchung bestättiget wurde. Es foll einloch an diesem ort gewesen seyn,aus welchem eine lufft heraus kam,wodurch diejenigen, die sie in den hals gezogen, gelobtet wurden.Es gibt auch dastlbst einige wasser, welche alle darein gewordenedinge in stein verwandle«. Eben diese stadt schcincts gewesen zusey», welche kurtz vor der obgcmcldtcn bcstätigung des -ssii neben«ilffandern städten in klein Asien durch erd beben gantz zerfallen,
auch deswegen von Tiberio neben anderer bey-HWedstterung des -.-Kurs erhielte. 20031. i. - c. 47 ^!. z c.
^ierocles / war der -m°r des buchs, welches den titul sübr-noder liebhaber der Historien. Wenn man dem 2glauben soll, hat er viel wunderliche dinge darinnen vorgegeben «df.'uergesagtssaß rn der hitzigen 2°^ die leute so grosse chrmLten, daß solche ihnen wider die sonne schatten machten, nich Äger auch die fuß-solen an den deinen,wann sie solche in dk h22ben- Er berühmte sich, daß er solches gesehen, auch wolte ng h ihaben, es gäbe menschemdie gar keinen kopff, und andere hingdie 10 kopffe, 4 bände und 4 fusse hätten. Man kan nicht vor g m.isagen, zu welcher zeit er eigentlich gelebet, jedoch scheinet es MdaßesebenderHieroclessey, welcher aus der stadt Hyllarima mCarlen gebürtig gewesen, und aus einem ->rk!er-> einvw>„c ->2wocdcn ist. cstil. 7 still. 146.LL7L,«
-6ierocles/lebte zu ansang des vierdten seculi, und war anfäiia-lich in Dlthynien, hernach aber OouverneurvonAlem^
drien. Er war der vornehmste urheber der Verfolgung, welche dieChristen unter dem Kayser Diocletiano erduldeien.Er ließ siel ghnicht begnügen, selbige durch seine gemalt zu erschrecken, sondernsuchte sie auch mit seiner feder zu widerlegen. Zu dem end verser.tigte er 2 schrisslen, worinnm er behaupten wolle, daß die heiligeschafft dadurch,daß sie ihr sechsten widerspräche, ihre klafft verlohnEr war gar hefftig wider unsern Heyland und die Avostel,und stellteeine vergleichung an zwischen Christi und des Apollonii Tvanäiwunder - wercken, um darzuthun, daß Apollsnius Christo in die.sein stück gleich käme, oder selbigen wohl gar überträffe; LactaiMund Euscvlus aber haben wider ihn geschrieben. Es wird gesagt,daß der Märtyrer AedesiuS einsten mit einem grossen eyfer befallenworden, indem er, als Hierocles über die Christen zu Mexandrieiizeucht hielt, zu ihm genahet, ihn mit harten Worten angelassen,endlich gar in das gesiebt geschlagen, zu hoben geschmissen, und er.innen, nicht mehr wie bißhero wider die Christen z,Verfahren.Doch ist auch wahr, daß Eusebnis hicvon sehr dunckel redet, undsich vergnüget hat zu sagen, Aedesius hätte den wider die Christenallzu feindseligen Alexandrinischen amtmann mit Worten und inder that beschimpffct, ohne daß er im übrigen desselben namen ver-meldet. Die aber alles klar ausdrucken, und den namen Hieroclisdeutlich hinsetzen, als ^l-r.ipkerll-z und die Griechische dt-nLZ, ha-ben bey weitem nicht das nöthige ansehen, daß sie eine solche fachkönlen glaubend machen, welche auch in der that an Aedestosdleicht nicht zu loben wäre. comra ttie-ockin. ic, oc mLttje,
?2>a:lki»L c.; z> ;e6 Le in nons. still. Iitt>:r *
hierocles/ war des Alypii söhn, der in Engelland comw-w-Hrthatte, und welchen der Kayser Iulianus nach Ierußileinfchicktc, um den tempel daselbst wiederum aufzubauen. Weilda-mahlcn die Christen sich gern an denen rächen mosten, welche ihmin den vorhergegangenen Verfolgungen allzu grosse drangsalenan-gethan halten, so wurde auch dieser unter des Valcnlis regiermgnebst seinem vater angeklagt und greulich gemartert, daß er sagmsolle, was man von ihm verlangte. Endlich als er nichts bekennestwolte, wurde er zur straf des feuers verdammt und gcsfchret; allein,da dieselbe vollstreckt werden solle, kam das volck Haussen - weiß zudem Kayser, und bat inständig vor ihn, daß er endlich gnad erhielt.Er war in seiner jugend Libanii lchr-jünger gewesen, von dem ergar hoch geschähet worden. L-L»». cp. 184. 8- mcomxr-li.
tlci nrcun 1.19. *
Aerocles/ein Platonischer istiiioli-pllu; aus dem z seculo lehrtemit grossem rühm zu Mrandricn, und verfertigte 7 bücher vonderprovidentz und dem tsro > welche er dem Olympiodoro, dcr dnechseine gesandlchafften dem Römischen Reich zu des Kaysers HonomundTheodosti des iüngern Zeiten grosse dünste gethan hat, zuschrieb,wiewol selbige bücher nicht mehr übrig sind. Allein so viel mau ausdes Photti -xcraÄ, den er darvon machet, ersehen kam hat er zeigenwollen, daß die lehre Platonis mit der Aristotelis lehre gar genauübcrcin kante, und daß diejenigen, so darinnen einen unterscheidsuchten, beyde nicht recht verstünden. , Insonderheit suchte er ciclehre von der providentz und den k-nsiitätemso wol als von des men-schen freyem willen, genau zu erklären, und gab vor, daß das mn-
hierzu m der lehre von der Wanderung der stele aus einemleib in den andern begriffen wäre. Er wolte auch behaupten, dasPlato gelehrt hätte, die weit sey aus nichts erschaffen. ErverM-ralhcte sich auch, und weil seine frau besessen war, bemühest er >>cy,den teuffcl aliszutreibeii, aber vergeblich, hingegen ein andererem,l olopkus, Thcosebius, welcher des Hcrodis lchrmeister gewesen,soll dene, ohne daß er die beschweerüngeu je gelcrnet , gar wehtvertrieben haben. Doch wird die cigcnkliche art, so er dabeyge»chct, von Photio nicht angeinerckt- NK.; c.
Inül. ^ c. l8. x>role§. in ttieroclem. L/I've NI .
liccer. L/rx/e. ^
Aeron I, des Dinomcnis söhn und des Gelonis brudcrKchvon Svracnsa,welcher, als er die stadt Gela unter sich geMWi' lglücklich war, daß die stadt Syracusa sich ihm imlcrwarst, °anur einige bürgcr, welche aus der stadt vertrieben waren, da>c >wieder einsetzen wolte. Er übergab hieraufdie stadt Heia ue> .seinem brndcr Hicroni, und bemühest sich nur, die stadtin bessere aufnähme zu bringen. Er regierte daselbst fthr gmm 0und erlangte durch feine siegreiche waafcn grossen niM , W /sich auch durch seine gute regterung bey seinen untcrthanm Dliebt. Hieron aber, der ihm auch in der regiermig von