Band 
Zweyter Theil
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8l6 hol)

MräKn von Ziemen, evbm des Bergen ob Zoom, Zkugre

er eine eintziae tochter, Henriettam Franciican,, welche chr mütter-lich erb ihrem qemahl Friderich Moritz vo»E, Grafen voilA-vergne, an. 166s zugebracht hat, und an. 1698 gestorben. Hierauffiel die Fürstliche Legierung auf seinen nächsten bruder, PhlkppFriderich. Dieser war bey dem Ertz - Ottfft Colln und Vtraßburgc->n°nicu-, verließ aber, weil fein älterer bruder keine männliche er-ben hinterließ, aufvorhergehende Pabstliche mffcMzc,°n den geist-lichen stand, und vermählte fleh an. 1662 mit Maria Sldoma,Marqgraf Hermanni korcunau zu Banden tochter. Er tratnach feines bruders tod dieregieruim aiywclche er auch biß am 1671aeführet. Seine Ander waren 1) Friderich Wilhelm, von dem sofort; 2) Hermann Friderich, qebohren den n ian. 166;, welcherdie csnoniäce bey dem hohen Stifft Cölln und Straßburg verließ,dem krieg folgte, und darum anfangs o-ner-l.Wachtmeister, dannOencr-i-Feld-Zeugmeister, und an. i724wurcklicher6c^crL> Feld-r^LrtcKsii wurde; Seine erste gemahlin Eleonora Magdalena,Marqgraf Christiani Ernesti zu Brandenburg Culmbach tochter,startn» Etlingen an. 1711, und hinterließ Eberhardinam Eleono-Lam nach sich; die zweyte aber Maria Iofepha Teresia, FrantzAlbrechts, Grafen von Oettinqen- Sviclberg tochter, brachte ihmMariam Christtnam auf die welk. z) Leopold Friderich, gebohrenan. 1666 den n febr. blieb als Käyferlicher 1684 den 18jul. vor Ofen; 4) Maria Margaretha Apollonia,, gebohren denL6 apr.an. 1670, starb den 24 apr. an. 1687- Der älteste Frideri-rus Wilhelmus, gebohren an. i Sü;, Käyfcrlicher o-nc-s,. Fcld-Marfchall-t-lcm-nLm. wohnte an. 1691 dem treffen bey Salame-went bey, ward an. 1702 in dem bey Friedlinqen gefangen, machteAch aber wieder loß,und ist es falsch,was etliche berichten,daß er da-mals umgekommen. Er hat an. 169, den Fürstlichen littst vor sich«nd alle feine nachkommen erhalten, auch wegen des Burggraf-thums Nürnberg einen erb-vergleich mit dem hauß Brandenburg bis auf Käyferliche coi-llrmsno» gemacht. Seine erste gemahlinwar Maüa Leopvldina Louifa, Gräfin von Sintzendorff, an. 1687den 22 jun. Nachdem diese den 26 may an. 1709 zu Wien gestor-ben, bat er sich mit MaximilianaMagdalena,Fräulein von Lützau,vermählet. Sie wurde erstlich Homburg genenner,

nachgehends aber von dein Kayfer in den Grafen -stand erhoben.Seine Ander sind Fridericus Ludovicus, Fürst zu Hohcnzol-lern, Burggraf zu Nürnberg rc. Käyferlichcr General von der ca-v-lierie, und Obristerüber ein regiment ctti-Lllirer, gebohren den ;oauq.an. 1688 zu Scraßburg, welcher sich den -8apr. an.' 722 mitMaria Cäcilia, Frantz Albrechts, Grafcns von Oettingen» Spiel-berg , und Johannä Freyin von Schwcndi tochter vermählet.Louifa Ernestina Friderica, gebohren zu Ulm den 7 ian. an. 1690,gieng, als sich der vater zum andern mal vermählte, zu Wien inskloster,ward aber den 19 febr. an. 171; an Francifcum Antonium,Fürsten von Lamberg, vermählt, und starb an. 1720 zu Skcyer,nachdem sie zuvor eine Stern- crcutz- ordens- vsme wurde; Char-lotta, gebohren und gestorben an. 1692; Christum Ebcrhardina,gebohren den; mertz an. 169;, gehet ins kloster zu Pilsen in Böh-Fridericus, gebohren und gestorben an. 1697 und Sophia

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Friderica, gebohren den 16 febr. an. 1698, ist in einem Niederlän-dischen kloster; Eberhardus Fridericns, der cintzigc söhn von fei-ner zweyten noch lebenden gemahlin,gebohren den 18 stpt. an. i7> 1,wird cle Homburg genennet. Die gerechtfame des HausesHohenzollern anbetreffend,so sind sie 1) des heil. Röm.Reichü Erb-Cämmercr, womit sie von Brandenburg belehnt worden. ( siheLämmerer.) 2) Ihre lande tragen sie nicht von dem Reich zu!ehen,ausserdaß sie von dem Kayfer den blut-danu, und eine steucrüber das Schultheissen - amt in der stadt Neullingen empfangen.Das andere, als die Graffchafft Vehringen, gehet an Oesterreichzu lehn, welches auch über Sigmaringcu die Ober-Herrfchafft fu«chet, darwider sich aber die von Zöllen, bis hieher mz.nccniret. Sotragen sie auch die Herrfchafft Haigerloch als ein Hvhenbcrgifchstück von Oesterreich zu lehn. Die Graffchafft Hohenzollern aber ist»iiogizi und unlehnbar, wie solches Kayfer Ferdinandus in offt-ge-dachten Fürsten -briefen bekennet, z) Das land ist gar klein, undhat ein Fürst vonHechingen jährlich über ;oooc> fl. nicht cinkünffte.Mit ihren lehns-v^nen ist es wie in dem Würtcmbcrgifchen, daßsie Reichs-immctli-ri und keineLandcs-stände sind, muffen aber dochvor dem lebn'gerichte erscheinen / welches aus denen lehn-manncnbestehet. So ist auch unter die Privilegs des Hanfes Hohenzollern zurechnen, daß sie von dem Käyferlichcn Hof-gericht zu Rohtweil -xi-«ilrt sind. Mit der Fürstlichen würde ist es so beschaffen, daß an-fänglich von dem Käyfcr Ferdinands II an. isr; nur JohannGeorg von der Hechingifchcn linie in den Fürstcn-stand erhobenwurde ,welche würde nach ihm allemal der älteste Herr dieser linieführen, die andern aber im Grafen -stande verbleiben sollen, wiedenn auch an. i6?z dessen ältisterPrintz Eitel Friderich in dasJür-sten-coUegi'im eingeführet worden. Nachqchcnds wurde auchMeinardus Sigmaringifcher linie von dem Käyfcr in den Fürsten-stand erhoben, dcrsitz und stimme aberaufdem Reichs-tag blieb al-lein bey der Hechingifchcn und Johann Georgischen nachkommcn-schafft. Hierauf haben Eitel Friderich von Hechingen undMeinar-dus von Sigmaringcn mit Kayfcrlicher co„6>-mskicin einen lractaterrichtet, daß allezeit nur der ältst - gebohrne regierende Herr einFürst sey, die andern aber in dem Grafenstand verbleiben sotten,bisendlich an. 1692 Fürst Friderich Wilhelm von dem Kayfer Leopoldein exiengnns-cli^iom» erhalten, daß hinfort auch alle ce-llcrren undjüngere Herren feiner linie Fürsten seyn sollen. Dergestalt sinddcutiqs tags die Haigerlochifche linie und nachkommcnschafft,GrafFrancifci Antonii und die gebrüdere des Memardi von Siqmarin-gcn nur noch im Grafensiand.Jm rang baden die Fürsten von Ho-tzenzollern aufdemReichs-tag nachAreWurg chren sitz bekommen;

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Sie haben aber nachgehends gesucht, sich an die Brandeuh^l.schen Marggrafen anzuhangen, und mit denselben dievierdteSals die Churfnrstliche,Bayreuthifche, Anspachische undZEr scksauszumachen, wodurch sie zwar keinen höhern sitz aufderFmLbanck verlanget,, dennoch aber ausser diesen in der personal Fürs,chen würde den Marggrafen gleich und vor alte Fürsten qeMekauch allen denjenigen vorgezogen seyn wollen, denen diese vomVrandenburgifchen hang vorgehen, worinnen sie aber von den mei'sten Fürstlichen häujern Widerspruch gefunden. Wegen der erb-folge und titulatur haben sich die Fürsten und Grafen von Hoben«rollern schon mit demChurfursten FriderichWilhelm vonBranden-burg verglichen, daß sie sich Burggrafen von Nürnberg nennen mö.gen, gleichwie die Brandenburger wiederum sich von Hohenzollern schreiben. Aus welchem vergleich die von Zollen, die allererst «,geführte p^r-mion anfdie alte,denen Marggrafen gleiche,Fürsten -wurde grünven, weil dadurch das Königliche Preußische hMß ßxvor ihre stamms- verwandten und vor Burggrafen von Nürnderaerkannt. Sie fetzen noch hinzu,daß ihnen diese würde schon vorzeitender theilung in die Burggräfliche und Zollcrifche linie zugestanden,ob die von Zöllen, gleich nach dem damaligen gebrauch den tiiulvon Nürnberg nicht geführet; so wären auch die Grafen vonZollern und darunter Friderich im titu! den Fürsten gleich ge.halten, und iiiuiwcs, wie auch hoch - gebohrne Muiire worden,welches in damaligen zcilen ein kenn - zeichen eines höhern alsGräflichen standcs war; wiedenn daraufder Kayfer FerdinandusII in seinem Fürstcn-briefbefonders icNcüiret. Endlich ist noch zubemercren, daß der Kayfer denen von Zollern den littst oheim gibt,so sonst eigentlich nur den weltlichen Churfürsten geschiehet.

ttLictir-Lrciiiv psrr. istec. num. I von >Zollcn 2 ollein. kreFttre« Tcu,.scllcr r-ßi'ei-uiigr-chicgcl. Lg/i/r»« burix-r berickr von öcw tta-

benxolleriickcn tt»inni - bnum. 2oIIerilclis ßencilo^c.

ttcmiriL iNullrillimL fninili« 2ollereniis. llemm»

ßenenlozicum iLollc^rnuni. ttcminsr. Lrnnclcnl,. L««»

Lccje-nbLvn, origincs Nrznscnb. Lixcbmkter ile oii,

ßinib»5 i^Lbffnnglco - 2ol>erenlibuz. /ZexoÄ p. ;;ok. I.

pr«cell. unci ller sukor clcr Lrgn-ienb. llsztt.

^oher Priester / war unter denen alten Hebräern der vor*nchmste Priester / welcher aus den söhnen Aarons abstammen»ste. Seine würde war so groß / daß er nach dem Könige der vor«nchmste in gantz Israel/auch vrLll-l.nr über das grosse ^ncckiu«war; wicwol man dadey nicht glauben muß/ daß dieses8vnesrillmso lange gestanden / und biemit der sonderlich grosse gemalt/wel-chen der Hohe Priester durch diesen Vorsitz erhalten hat / M dlizcilen hindurch gedauret/ wie die Juden vorgeben. Erwarb mden vornehmsten und älkcsten des volcks aus scinen brüdern erweh-ret,; denn es kamen nicht eben allezeit die crstgebohcnen zu dieserwurde / sondern wenn einer eines von den gebrechen halle / die r-.vir. r,, -7 beschrieben werden / so konte er nicht darzu gelangen. Züdiesem amt ward er eingeweihet / indem man ihn abwusch / mi!dem heil. öl salbte /und die heil. klcidcr anzog. Die Juden Be-ben selbst / daß dem Priester über die äugen mit der salbe em mutzgemacht worden sey. Seine klcidcr / die er anziehen mustc/wamgantz änderst/ als man sie insgemein trug/und auf Göttlichen be-seht gemacht/ als der leib-rock/ amk-schtldlein/seiden rockn. Erdurffke keine wittwe / geschwächte/ oder verflossene zur ehe nehm,.Er hatte deßwegen einen grossen vorzug vor andern / daß er m dertraucr sich nicht bcschercn/odcr sein Haupt entblößen/ auch nicht b!tklctder zerreißen/ oder zu einem todten / csmochte gleich valer odermuttcr seyn / nahen durffte/ sondern im lempcl bleiben kome. v«-.21/10. So hatte er auch das Vorrecht vor andern Priestern/daßer allein am versöhnnngs - fest ins allerheiltgsie gehen / auch Volksonst durchs llr.in Uild5tiuaim>m fragen kome.Vermögc GötllMVerordnung war nur ein Hoher-Priester/wcil es aber wol geschahe/daß einer gebrechlich oder verunreinigt ward / kam ein anderer andessen stelle/ ja wenn auch der Hohe Priester gleich frisch und ge-sund war / so hatte er doch scinen welchen man M

bcdürffcnden fall brauchen konte. Und dieses ist die ursache/warmim N. T. vieler Hohcn-Pricstern Meldung geschichet/wiewohlaWnicht zu läugncn/ daß durch das work auch nur enmt-

uehmer oder in grossem ansehen stehender Priester verstanden wer-den könne. Doch ist noch eine wahrscheinlichere crlaulmmg himüber/ welche darinnen bestehet/ daß eben zur zeit Christi/und nutzvorher/ die Hoben Pricstere von den Römischen 6ouvcmcms, MJüdischen Fürsten aus dem stamm Herodts,welche sich bcrglciW

rechtens anmaßkm/ so offt stnd geändert und emietzclwordcn/ oax

nothwendig sich zu verschiedenen Zeiten nicht nur zween / lom >lauch drey / vier / und mehrere haben können zusammen ;

welchen dieser titul beygelegt worden. ll- /ucc-u. --> -

ricbr. «je rcb. rsckr. <Ze rep. tiedr.

XsoL 6c rnr. >!ebr. *

^olach / (die Graffchafft) wird das an den Schwäbischen MFränckischcn aräntzen/ um die siüffc Japt und Kocher/ gclcMund den Grasen von Hobenlohe aehörtqe geblct genennet - d«»auch diese Grasen so wohl Grafen von Holach / slS vonlohe hctffm/ sonderlich den den Frantzosen/ welche das !MWort nicht so wohl aussprcchen können. * .

holdem / (Johannes) ein berühmter mahler/ und ^lers söhn von Augspurg gleiches namens/ der dlck ' üMan. 1498 daselbst gezeuget/hernach gen ^asel gczoge /vmseinen jungen Johannes die mavlcrey nilt MelbahreMM!. ^lehret; er wurde damals in ermcldtcr stadt ncht mcl MMs ^g'te unter den gemeinen künsilern/ und schasste um dc rag >^das likde drvdk zu erwerben / wendete de-neden als mr