8^4 hos . „ ,
brauchen dachte. Er führte ^ ^^n^angelegen seymUnter an-auf, und ließ sich das gemeine bestelltem angel^ wurde,
derm veryliiderte er, va8 0 9 wider willen, und
hingegen willigte er,obfchon aum,v^, sperren, in ern
^^^s^w^mider^dieProtestanttn, welches von der stadt, darin-
net wird Er wohnte in selbigem jähr der Versammlung zu Fontai-nebkäu, ingleichem der zu Orleans , welche bey ansang des KönigsCaroli IX regierung gehalten wurde, der zu 8. Germam e-> Layean. i;6Äem -oUoqulo zu Poissy selbigen jahrs, der versamnllunazu Moulins an. i566, und andern mehr, bey; es wurde auch bisan. 1568 nichts wichtiges ohne seinen beyrath geschlossen. Er be-mühete sich des innerlichen friedens halben gar sehr, den Reform^ten die religions-sreyheit zuwegen zu bringen, weshalben «hm auchdie Catholischen nicht gar günstig waren,und ihn heimlich für einenProtestanten hielten, auch daher» sagten: Gott behüte uns vor-es Hospitals messe. Allein er war von so grossem amehen, daßer ohngeachtet alles Widerspruchs der Römischen parthey durch-drung. Endlich, weil er niemals zum krieg wider die HiiKonotlenrathen wolte, machten ihn seine feinde und selbst die KöniglicheMutter bey dem König, der ohnedem gegen die Hugenotten erbit-tert war, so verhaßt, daß er nicht mehr zum kriegs-rach gezogenward. Als er nun sahe, daß er sich den grostcn theil des Hofes undselbst den König auf den hals gezogen, danckte er von sechsten ab,und begab sich im jun.an. 1568 auf sein lust-hauß Vtgnay,ohnfernEstampes, da wenig tag darauf die siegel von ihm abgefordertwurden,die er auch willig hergab. Man sagt, er hatte bey der Pari-ser blut-hochzeil auch ermordet werden sollen,wen es nicht dieHer-tzogin von Ferrara abgewendet hätte. Er starb endlich den 1; mayan. 157; im 68 jähr seines alters, und wurde auf seinem gut Ca-moteur ohnfern Fontaiuebleau begraben. Er hatte von MariaMorin eine eintzige tochter, so an Robertum Hurault, Herrn vonBclesbat, Königlichen Rath, «.cquLcenmeister und nachmals beyder Hertzogin Margaretha von csavone» aus dem Königlichenhauß Franckreich Cantzler, vermählt. Es haben einige bemerckenwollen, daß er dem Aristotcli ähnlich gesehen. So viel ist gewiß,daß er ein gelehrter,kluger und erfahrner mann gewesen.Selbst dievon der Römischen kirche können ihm das lob nicht absprechen,daßer die wahre Wohlfahrt von Franckreich ohne arglist gesucht, sichder auffrichtigkeit und unsträflichkeit hauptsächlich beflissen, allerUngerechtigkeit gesteuret, deswegen auch offt den grosten im Reich,mit sonderbarem muth widerstanden, und viel dem land hochst-nützliche Verordnungen befördern helssen. Man hat von ihm -xi-
üolss scu sermoncs; kLrsngue contenLiic I» rcmomrrncc tkike ctevrnk
ckaries IX und po°mrrs.Sonberlich hat dieser mann in Lateinischerspraach, so wol in gebundener, als ungebundener rede, fürtreflichwohl geschrieben , wie dann bekandt, daß einige seiner gedichtenauch selbst von gelehrten Männern für alte und in der besten zeitversertigte stuck sind angesehen worden. >„ ciox.
THevrv vie 6e» komme» illuürcs. letkre«.
eloZe öuLonneksbleKkonmorenc/. kill. öckrrnce.
clogcr. ^47/«. *
Hospital / (Michael Hurault von ) Herr von Bclesbat rc.war obigen Cantzlers enckel, und sonst auch unter dem namcn desHerrn 6u Fay bekandt. Sein groß-vater befahl ihn in allen wissen-schafften zu erziehen, hinterließ ihm auch seine KiKilorK-c. Er warerst bey dem Kvnig Henrico III in Franckreich «.cquscemneister,weil es aber an diesem Hof so schlecht zugieng, verließ er denselben,und begab sich in Navarrische dienste, da er denn bey König Hein-rich Cantzler, und von demselben in wichtigen Verschickungen nachHolland und Deutschland gebraucht ward.Man findet jedoch nicht,daß er die Reformirte religion angenommen. Es wird davor ge,halten, er Habe können Cantzler von Franckreich werden, wenn ernicht das Staats-Kiimllerium selbst verlassen u»h dem krieg nachge«zogen wäre. Er starb an. 1592 vor Verdruß, weil er das gouvernc.menc von Quillebeuf in der Normaudie, welchen ort er beseitigenund sich daselbst mit 800 Engelländern setzen wolte, auf beseht desKönigs, der ihm deswegen nicht recht traute, an den Hern: vonBellegarde übergeben solle. Er hinterließ von Olympia «m Faux,des berühmten Guidonis von Faur, Herrn von Pibrac, welcherkr-^enl bey dem Parlament zu Paris war, tochter, verschiedenekinder, worunter Petrus Hurault von Hospital, xcguecenmeisterwar, welcher erben hinterließ, und Guido Hurault von Hospital,war Ertz-Bischofs von Air. kiii. 6» kt-icr«
<Zei 8.e<;usc. Ackere^.
Hospital / eine berühmte Frantzöstsche.familie. Sie stammeteigentlich aus dem KomgreichNeapolis her, und ist ein »cben-zwcjgdes Hauses Gallucci. Die xen^iogie fängt Philibertus Campaniuevon Godofredo, Herm von Galluecio, an, welcher an. 116; gelebt,und aus der Lombardey hergestammet. Sein söhn ist gewesen, Hu-
Galluecio, von ivelchem Rogerius von Galluecio erzeugt wor-de-bdessen gemahlin,Sadba 6°ii' Aquila ihm gebohrenRichardum,Herrn von Galluecio, und Petrum Gallucci, Herrn -l- i'HospitalIN dem prmc,p-r oirm. und Vice- xs von -perr- 6i Lavoro , ums'Ls -28;. Dieser Petrus hatte an. 128; Catharinam, Angcli6tt,2Marra, der an. 129z Vicc. x- von Neapolis gewesen, tochter ge-rathet, so ihm ; söhne gebohrcn. Des ältesten Ludovicitat M an.i502 ausgestorben, und damals hat eine tochter dien>° Galluccro an ein ander hauß gebracht- Ein anderer tobn des be-sagten Petri von Galluccw war Alphonsus von Galluecio, Herr 6c
Carolus II von Napoli an. 1 ;°8 dasrecht ertheilet, daßerzahrlich,n ferner Herrschafft Hospital 8 tag
hos
lang einen jahr-marckt möchte halten lassen. Dieses AlvboullFribericus vonGalluccio, Graf von Hospital, hat MMam LPrmtzen von Tarento tochter, zur ehe gehabt. Diesem > 2 »2 söhne zugeschrieben, Fridericus und Johannes; KiderlsÄ.cher keine ünber hinterließ, daher die Herrschafft Hospital 82tags von den kloster- nmgsrauen 6-il -innonciLa,-s, Navoli vsenwird. Verändere,Johannes6ei'Hospital, hateinensobna!habt gleiches namens, welcher sich an. 1,5° in Franckreichdet, und den namen 6e i Hospital aufseine nachkommen
fortgepflantzet. Er war Herr von Chvisy aur , desKvniasÄ.hannis Rath undCammer-Herr, ward auch an 1 ; 6 vvnseLmzum Großmeister der armbrust-schützen gemacht. Erheyraikan. i;64,Johannam Braque von Choisy, Nicolai Bm L mvon Chvisy Ch-tillon, so bey dem König Carola V Rath, Hv 2ster und General der ün-ntzen gewesen, endlich aber als Adqesand.ter rn Engelland gestorben, und Johannä von Tremblay, simm»Chvisy, tochter, die ihm bemeldte Herrschafft zubrachte. Seine kni.der waren Frauciscus II . 6 - i'Hospital, Herr von Chvisy, welcheszum unterschied anderer orter dieses namens -ur log» beyaenannlwird. Er war Hertzogs Caroli von Orleans, wie auch der KöniaeCaroli VI und VII Rath und Cammerherr, ingleichen Ober-teiw.und Jager-meister in Franckreich, Champagnie unbBrie, und end.lich der KoniginJsabella, gebohrner Hertzogin von Bayern,Ober .Hofmeister; JacobuS oder Nicolaus, ein Geistlicher; Agnes,^0.hannis von Beaumont , des Hertzogs Johannis von Berry Cwn.merherrn gemahlin; Nicolea, Anselmi ll-Bouteville, Herrn mOrville; und Catharina, Nikolai von Fonteney, Herrn von 8 . Lie»baud, gemahlinnen. Von Francisco stndgebohren Catharina, diean. 1424 anJohannem vonCourtenay,Herrn vonChampignelles nüBIeneau,vecehlichet worden; und Johannes III a-i'HospilchHmvon Chvisy, der an. ^45 8 gestorben. Er verhcyrathete sich an. 144san Blancam von Mannes, Thomasini und Elevnorä von Bmestochter, welche mit dem hauß Croy, den Hertzogcn vvn Arschok,Printzen von Oranien und Grafen von Chalons verwandt gewesen,und rhm gcbohren Adrianum, Herm von Choify, welcher KönigsCaroli VIII Cammer-Herr, Hauptmann über eine cowxszme, Ge-neral-Lieutenant in Bretagne , auch Qouverncur von 8. MalvnndCaudebec gewesen; und bey der Königlichen armee in der Wachtbey 8. Aubin 6„ Cormier die -v-mgLrU- geführet, wie denn auchder darinnen gefangene Hertzog von Orleans in seine verwa^rung überlassen worden. Er starb an- 1509. Seine gemahlinwar Anna von Rouchaut, Joachimi, Herrn von Gamaches mbBoismenart, auch Marschalls von Franckreich, und Franciscävon Volvire tochter, welche ihm ; söhne und; tochter gebohrcn.Es sind ausser 2 söhnen, Adolphs, der dieHerren von Chvisy fortge-pflantzet,und Carole,welcher eineneue linie der Herren von Hospi-tal und Hertzoge von Vitry gepflantzet, von denen hernach soll ge-sagt werden, die übrigen jung verblichen. Fcancisci anderer Duwar Ludovicus, Herr von Nogent in Brie, welcher an-1511 ohn-vcrheyrathet gestorben. Seine tochter aberClaudia,MichaelisPi-gaffe, Herrn von Carebonncs in der Normaudie, gemahlin; undMaria, welche erstlich a»Hurtinum 6-i'Estandart, Herrn vonConbcrt, hernach an Johannem Cbcna, Herrn 6u Bcssay, und letz-tens an Franciscum/Hcrrn 6-1- Fett- -u vicomrc vcrehlichetwar.Adolphus 6e? Hospital, Adriani söhn, Herr von Chvisy, Königli-cher Rath und Cammerherr, Hauptmann von Fontaiuebleau undOber-Forstmeister über die Waldungen von Orleans,heyrathcte Louisen von Poisieu, Claubii von Poisteu, Herrn von srims Mineund Montigny,CLpir-ioi bey derKöniglichen fthloß-pforte, tochter,mit welcher er; söhne gezcuget, Johannen; IV, welcher das ge-schlechte fortgepflantzet; Henricum, vicomkc -j» Vaur und Herrnvon Mainville, der an. 1501 des Hertzogs von Aujou KlritteUc^r-öcrokbe worden, und ohne kinder gestorben; und Renaturn, welche«eine neue linie her Herren und Grafen von Mesme gestifflet, vondem hernach. Johannes IV , Lldolphi ältester söhn, führte zu erflden titul eines Grafen von Chvisy. Er ward von dem KöniMaro-lo IX zum Ritter des Königlichen ordens,zum Cammerherrn,uudzum Hauptmann über eine von 50 man» cüraßirerge-
macht, war auch des jungen Hertzogs von Alengoii, Francisci,Hot-meister. An. 1547 verchlichte er lich mitLeonora Sruart,HertzogsJohannis vonAlban natürlicher tochter, von welcher, aussercimrtochter,namensCathariua,die erstlich BaronJohaimis von Orbcc,hernachRenati vonLaval,Herrn 6- i-Faigne,gemahlin gewesen,ge-hohrcnJacobus.zu erstGrashernachMarggraf vonChvisti, deran-1598 den Königlichen orden erhalten, auch ckev2>i°r ä'k°Ek0e»der Konigin Margaretha, llouverncur und seneckri von Auverguegewesen, und anfangs Magdalenen von Coss, Arturi, Grafen vonSecondigny undMarschalls vonFranckreich tochter, hernaWralvciicam >c Picard,Jacobi von Beauvau wittwe, zu gemahlinnen ge-habt,von denen gebohren Carolns,Marggraf von Cbony, vouo mhernach; Arturus, ein Capucincr; Achilles , Baron von Cord»,der mit inner gemahlin Catharina von Bruges, Renati Herrn-^Gruthuien tochter,keine kinder erzielet; Franciscus,so ohnverehiMgestorben; Louise, die an. 1610 johannis 6- ls Croit,Barons 00Castres , gemahlin worden; Magdalena und Jacobina,Nonn «-Francisca, Jacobi i<- Roy, Herrn 60 u Gränze Qumei geiliM»-Genevieva, eine Nonne. Carolus, Marggrafvon Cboisy,seiner mit Renata von Beauvcau,Jacobi Herrn vonRiva» t0M-geführten ehe gezeugct Nenatum, Marggrafcnvon CbE 'lichMariamCharlottam 6e i» Marc,Henrici Robert«, GrastN-Braine tochter, und nach ihr Helenam von Moutiers,Jacobi, «romte von Mcrinville tochter,zu gemahlinnen gehabt, und Mvon der ersten zwar 4 kinder gebohrcn, die aber alle sniMagstophen; von der andern hat er gehabt Gabriel, MaMastm