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guntz, nebst den Herrschassten räsconnol-. Luxexro», cllisrsiois,L^Iins, Lsr lu,-8c>iic und Boxers zubringen svlße , die aber imfall keine linder aus solcher ehe erfolgten, alsdann an Philippum,des Ertz-Hertzogs und der Mariä söhn, wieder Heimfallen solten.Von den städten der Picardie, der Grafschafft Doulogne, und demHertzoglhum Burgund, welches der König in vorigen kriegen weg-genommen, geschahe keine Meldung in diesem frieden, daher solchebey Franckreich blieben. Die übrige zeit Nach diesem frieden, brach-te Ludovicus zu PleW, einem schlöffe bey Tours, ln stetiger suxchkvor dem tobe zu, welche bey ihm so groß war, daß er alle natürliche«nd unnatürliche Mittel zurgesundheit brauchte, im gantzen Reichvor gesunde zeiten bitten, allerley reimen vor sich bringen,und denheil. Franciscum ->- Paulo aus Italien zu sich kommen lreß,und »hnaufden knien ersuchte, Gott vor die Verlängerung semes lebens zubitten. Er ließ auch das schloß Pleffis starck verschantzen, und sichdurch eine starcke gsröe bewahren, auch niemand leicht vor sichkommen, damit er nicht möchte umgebracht werden. SememLeib-öieUico gab er alle monate 10000 thaler pention. weil ihn derselbeberedet, daß wenn er ihn von sich liesse, er 8 tage daraufsterbenwürde. Weil er auch der jagd, so vorher seine gewöhnliche lust ge-wesen, nicht mehr beywohnen konte, ließ er in seinem zimmer grosseratten jagen. Und damit die Unterthanen und auswärtige von sei-nem schwachen zustand nichts gewisses wissen möchten, schickte eralle tage vrö-en durch das gantze Reich , setzte bediente ein und ab,fieng rr-Ltzren mit benachbarten an, kleidete sich auch kostbar, umsein elendes aussehen zu verdecken. Endlich da er sei» ende dochheran nahen sahe, ließ er den Dauphin, den er sonst immer ver-ächtlich und hart cr-üiret, zu sich kommen, und gab ihm unter an-dern den rath, daß er bey dem antritt der regierung die alten Mini-sters nicht abschaffen solle, wie er gethan,uns sich dadurch die Ugu-Uu die» Public zugezogen. Kurtz daraufstarb er den ;o aug. 148; lm61 jähr seines alters , und im 2; seiner regierung. Unter ihm istder gründ zu der unumschrcnckten gemalt der Könige in Franck-reich gelegt worden, daher der König Franciscus I von Ludovico XIzu sagen pjlegen , guc cÄvir lui, 9UI Lvoir mir les 8,075 lle krsnccboi s c>L5 p-ger, d. i. daß er die Könige in Franckreich zum erstenwehrhafft gemacht, und aus dem p-x-n stand, darinn sie wegen desansehenS der Grossen des Reichs vorher gleichsam gewesen, her.vorgezogen. Und dieses geschahe vermittelst einer besondern?».liric, die biß dahin nicht gewöhnlich gewesen , aber durch ihn da-mals in gantzEuropamzuerst gebracht würde,daß man aufkeinc zu-sagungen, oder aufdie treue und glauben der bauen börs-
te. Denn sobald er einen frieden öder stillstand eingieng, war er zu-gleich schon wider aufmittel bedacht, solche zu brechen, ohncrachteter sonst den krieg wcgc seines furchtsamen Eurem nicht liebte,auchnicht leicht eine Wacht wagte, sondern nur durch heimliche kunst-griffe seinen zweck zu erhalte» suchte. Auf auswärtige conguecenwar er so wenig bedacht, daß als die Genueser, welche unter denvorigen Königen etliche mal sich unterFrantzösischen schutzbegeben,aber immer wieder abgefallen waren, sich ihm aufs neue ergebenwollen, ersiemit diesen Worten von sich ließ: ihr übergebt euchmir/und ich übergebe euch dem teufet. Das cowmrncio seinerarmem, und die Verwaltung der pcovmren, gab er wol noch vor-nehmen vcrsonen,aber zu staats.sachen und gesandschafflcn brauch-te er meistens schlechte leutc, fieng auch viel nego-i^ionen an, nichtin der absieht,etwas zn schliessen; sondern nur entweder zeit zu ge-winnen, oder die Neigungen der andern auszuforschen. Seine gros-se kriege und armem nöthigten ihn, daß er die Unterthanen aufdasäusserste drückte,wie dann die auflagen bis auf4 Millionen und 700taufend Pfund gestiegen lvaren, welches damals eine grosse summewar. Doch nahm er sich zuletzt, da er von den Burgundischmkriegen loß war,vor,solche zu vermindern,auch ein gleiches maß undgewicht durch das gantze Reich einzuführen; er starb aber darüber.Weil er wüste, daß die Unterthanen ihn mehr furchten als liebten,bcstätigtecrallenbeamtenihrebedienungenauflebens- zeit, damiter zuin wenigsten diese an sich ziehen möchte. Er war auch der ersteKönig,so die posten aufbrachte,worzu ihm die Durgundische Händel«Maß aaben. Im übrigen war er von natur geitzig, trug meistensschlechte abgenutzte kleider, undwenn er freygebig war,geschahe esum feines eigenen Nutzens willen, die Kiwi'ücr an andern Höfen zubestechen, und dergleichen. Er r^üicke diejenigen, so in seine Un-gnade verfallen, grausam, und machte sich durch die neue erflndungharter straffen sehr verhaßt. Die gcrechtigkeit muste scharffgehand-habet werden. Von a»Uien wüste er wenig, und sein gantzes Lateinwar der spruch des RömischenKayferS Tiberiir (Lss ciiMmu.l-r-, nelcir rcgnrre, welchen er auch vortrefflich ausübte; gleichwieer denn auch in vielen andern stücken Dberio gleich kam, und daherauch von einigen der Frantzösische Tiberius genannt wird. Anderebemercken an seiner aufführung gegen seine verwandten, daß er einbö'er söhn, ein böser vatter, ein böser bruder, und ein böser gemähtgewesen, weil er nemlich gegen seinen vatter r-l,e>iiret, seinen sob»übel aufferziehm lassen,und die tochter offt mit füffen zettelten, sei-ne» brnder mit gisst hingerichtet, und viel msirrcUen gehalten; wor-zu von einige» noch die pr«lllc-tc eines bösen freundes, eines bösenNachbars, eines bösen haußherrn, und eines gefährlichen feindeSbeygefügt werden. Er hatte 2 gemahlinnen; die erste war Marga-rethaches Königs Jacobi linSchottland tochter,und nachdem diesean.1446 ohne kindcr verstorben,vermählte er sich mit CharlottachesHertzogs Ludovici in Savoycn tochter, die ihm gebohren Annam,die anPetrum vonBourbon,und Iohannamchie an Ludovicum vonOrleans , nachmaligen König in Franckreich, vermählt worden;sodann Joachim und Franciscum,die in der kindheit gestorben,undbarolum VIII, so ihm in der regierung nachgefolget.
Ac» biA. l-ullavici Xl. L>«.
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toi«, r p. 680. v^nietrom. r «ol. »69. bist.
Ue I2 msiton Xoysle c>e krLnce.
Ludovicus XII, der vatter des volcks zugenannt, gebohrenzu Blois den 27 mertz,oder wie andere wollen,junii, an. 1462, warein söhn Caroli Hertzogs von Orleans , und ein enckel LudoviciHer«tzogs von Orleans,welcher desKönigsCaroli V zweyter söhn gewe-sen. Seine groß-mutter war Vaientina,Hertzogs Joh. Galeacii zuMayland rochier, dadurch das hauß Orleans aufdas HertzoglhumMayland ampruch bekam, davon der articul Carolus/ Hertzvgvon Orleans,nachzulesen. Unter der regierung des vorigen KönigSCaroli VIII führte er den titul eines Hertzogs von Orleans , undmachte bey der Minderjährigkeit desselben anspruch aufdie vormund-schafftliche regiekung, als der nächste Prmtz vom geblüt, worausviel innerliche rroubiL« entstunden, die vor ihn unglücklich adlieffen,indem er eine zeitlang gefangen sitzen muste;wovon die umstände indem articulCarolus VIII erzählt worden.Er begleitete hernach an.t4S4 den König aufbem zug nachNeavolis,und schlugdieAragoni,sche trouppen beyRapallo im Genuesischen,blieb aber zuAstisso ihmvon feinem vatter her, als ein theil von dem in anspruch genomme-nen HertzogthumMayland gehörte,bisCarolus VIII wieder zurückaus Neapolis kam;und da inzwischen der Hertzvg zuMayland, Lu-dovicusSfortia,e,ne ligu« wider Franckreich veranlasset,und ihn zuAsti überruinpeln wollen,kam es zum kriea, und der Hertzvg nahmNovara weg, welches aber hernach wieder im frieden abgetrettenward. (s. Carolus VIII.) Carolus VIII wolle hernach einen neu-en zug nach Italien thun,und dem Hertzvg das com mancio über diearmer überlassen,und verstattete ihm feinen anspruch aufMaylandauszuführen;es schlug aber derHertzog solches ab,weil Carolus VIIIein kräncklicherHerr war,und er bey seinem erfolgten tod nicht ausdemReich abwesend seyn mochte.Carolus VIII starb auch alcichdar-aufan. 1498, und der Hertzvg ll-cce-lirte ihm als der näcbilc erb oh-ne jemands Widerrede. Ov bald er den 27 mav an. 1498 gekrönekworden,war sein erstes,daß er die auflagen, womit die Unterthanenbis dahin übermäßig beschwüret worden,zu mindern suchte,und zu-gleich recht und gerechtigkeit zu handhaben, sich angelegen fevn ließ.Als ihn einige anreitzcn wollen, er solle sich an denjenigen rächen,welche vorhin, ehe er zu der kröne gekommen, seine feinde gewesen,ließ er diese nachdenckliche antwort von sich vernehmen: daß es demKönig in Franckreich nicht anstehe,des Hertzogs von OrleanS strei-tigkeilen zu rächen. Er bezeugte auch insonderheit gegen das haußBourdon, so ihn am meisten verfolgt, die gröste gnade. Weil inzwi-schen die verwittidte Königin Anna, vermög ihres heyraths-conrrLA« wieder nachBretagne gegangen, und er nicht vor rathfamhielte, dieses Hcrtzogthum von der kröne abkommen zu lassen,brach-te er es bey dem Pabst zuweg, daß solcher in die trenniing der MitLudovici XI lochlecJohana wider feinen willen eingegangenen ehe,worwiber er bereits unter dem vorigen König dem Pabst einige pro-rcli-cioncs übergeben,willigte,weil er dieselbe niemals berührt zu ha-ben vorgegeben. Und hteraufverheyrathett cr sich mit des verstor-benen Königs wittwc,der gedachlenAnnavonBrctagne,die er schonvormals zu heyrathen gesucht hatte, und zwar mit folgenden konlli.cionen: daß wenn er mit ihr keine erben zeugte, Bretagne zwar auffeine lebens.-zeit ihm zum genuß gelassen,hernach aber der PrintzeßiNnächsten verwandten zufallen,wenn er aber Printzen zeugte,allemalder zweykgebohrne in Bretagne erben folte.Er muste auch den tituleinesHertzogs vonBretagne in fchrifften und müntzen führcn.Glcichbeydem antritt der regierung hatte er auchden titul eines KönigSbeyder Sicilien und Jerusalem , desgleichen eines Hertzogs vonMayland angenommen, wegen der anspräche, so er theils von demvorigen König,theils von dem Haufe Orleans aufdiese lande geerbt.Der zustand von Italien frischte ihn auch an, alfobald an einen Wdahin zu gedenckcn, um solchw rechte auszuführen. DemiderHcvtzog zu Mayland,Ludovicus vfortia,hatte sich mitdenVenetiauerNwegen der stadt Pisa,und derPabst mit demKönigFribericozuNea-poliS verunwilliget,daher Ludovicus XII Mit den Venetiancrn unddem Pabst ein bunbiß machte,auch imt dem Ertz-Hertzog Philippswegen unterschiedlicher streitigen Puncte sich dahin verglich, baß erdemfclbenHcdiN/Aireund Bethunestaut des an. 149; zuSenlisge-schlossenen friedens wiedergab, und versprach, seine anforderunge»aufLille,Douay undOrchics in der güte auszuführen,wörzu sich derErtz-Hertzog in ansehen feiner ansprücheaufdasHertzogthum Bur-gund auch verpflichtete, und hierauf einem von des Königs Gevoll-mächtigten die lehens-huldigungwegen Arlois, Flandern und Cba-eolois leistete. Nachdem nun Ludovicus XII sich von dem Hertzvgvon SavoyenPhiliberto einen freyen durchzug durch feine lande,ge-gen verziehung aller anfprüche aufdesselben länder, ausbedungen,schickte er zu end des julii 1499 eine armee unter der ansühruNg Lu-dovici von Lurembourg, Grafen von Ligny, in das Astische gebiet,woraufsolche theils durch hülst der heimlichen verstandnisseJohan-nis Jacobi Trivultii,theils durch die schlechte gegenwehrbesGene-rals Ludovici Sfortiä,theils durch verrätherey des Grafen von Ca-jazzo, das gantze Hcrtzogthum Mayland, keinen platz arisgenom-meminnerhalb 20 tagen eroberte/dergestalt,daß nachdemLudovicusStörtia sich nach Jnspruck tret,der KönigLudovicuS XII den 6octobr. 1499 feinen toicnneii einzng in Mayland hielt. Aber es wä-re diese schleunige cvnqustcfast mit eben solcher gefchwindigkeit imfolgenden jähr verlohren gegangen. Denn Trivultius, den der Kö-nig nach seiner abreiß zum Lou vcrneur der stadt und des Hertzvg-thums hinterlassen,hielt es gar zu eyfrig mit der üeHon derWelffenwider die Gibellinen,welche imMaylänbifchen einander fcharffver«folgten; daher an. i;c>obey gelegcnheit eineraü'flag aufdas fleisch,so der König abzuschaffen versprochen,welches aber nicht geschehen,eine öffentliche rebeiiwn entstund, der sich Ludovicus Sfortia derge-stalt bediente, daß er mit einer armee Schweiger und Burgundier,