Band 
Dritter Theil
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UnspaÄ tochter, an. I;; 9 den 4. iul. gebohren. Erwar ein grosserPatron der kirchen nnd schulen, laß fleiffiq in der heil. schafft, schaff-«, nachdem er seinem valer in der Chur -würde gefolget, dle Re-sormirte lehre ab, nnd führte an deren statt die Augspurgische co».Mioneman, i;76; ja an. 80unterschrieb er noch dazu dasI°ncur<l,e-tmch. Zu seiner zeit gieng die absetzung des Churfür-sten zu Cölln, Gebharbi, wegen der religwn vor, welchen er zwarschrissklich vertheidigte, allein bey demKaystrlichen Hofe gar weniggebörfand. Erstarb an. i;8z den ir oct. Mu seiner ersten ge-mablin Elisabeth, Landgraf Philipps zu Hessen tochter, Hafernebst Anna Maria, Königs Caroli IX in Schweden gemahlin ,Fridericum IV, seinen Nachfolger, gczeuget. Nachdem selbige an.iz8r verstorben, vermahlte er sich das folgende jähr mit Anna,Ezardi Grafen zu Ost-Frießland tochter; durch deren annehm-jjchkeiten er aber gar bald zum grabe befördet wurde, TL»«». kill.

l. 62,76,79. ssllog. vZg. r,^.. seg.

Ludovicus der bärtigte / zu Jngolstadt/ war ein söhn Ste-hhant II/ em sehr hochmuthiger und geitziqer Herr/ weicher wedereinen Wem noch seines gleichen um sich leiden kuntc. Er sieng pla.ckereyen wieder den BischoffzuFreysingen an/ und alserwiederseidigen nichts vermochte / wolle er sein heil an seinem bruder Jo-hanne versuchen. Hierauf begab er sich zu seinem schwager / Ca-rola VI/ Könige in Franckreich / welcher ihn mu der GrafschMMocton beschencket. Indem sich aber seine schwesterEiisabetha fastdes gantzen regiments in Franckreich angemaffet / wölke er gleich-es ancheil daran haben/ und suchte deswegen dreuneinigkeit zwi-schen den Häusern Orlcans und Burgund zu unterhalten/ dadurcher aber in grosse ledens-gefahrgerickh/ ja an. 14-2 gar Mengenverhaßt beleget wurde. Doch als er den Königlichen schätz in seineHände bekommen/ entrann er das folgende jähr / und kehrte wiedernach Tenischland. Hieselbst erregte er neue pnruhe wegen der erb-schafft/wurde aber deswegen von seines vaters brudern söhn/ Hen-rico dem reichen/zu Landshut an. 1417 öffentlich angegriffen undverwundet. Als es hieraus zu einem völligen kriege ausbrach / warLudovicus noch unglücklicher/indem er darinnen nicht allein sechsstädte verlohr/sondern auch noch dazu gantze vier jähr in dem elen-de herum schweißen musre. An. i 4 - 8 ward er aufdem cvncjilo zuBasel/wegen entheiligten gottes-dlenstes in den bann gcrhsn/dochaber wieder Moiviret. Hierauf wölke er seinen sohnLudovicum denhöckerichtmenterben / und ihm seinen dastardt / Wieland Frey-derger/ vorziehen. Allein der söhn Niedersetzte sich diesem ungerech-ten unternehmen/nahm den vater an. 1441 zu Ncuburg gefangen/Mdverkauffw ihn an. 1444 seinem schwager / Macqgras Aidrech-ten zu Brandenburg / vor 19000 gold-güldcn/ welcher ihn vor;r°oo wiederum an Hertzog Heinrichen zu Landshut überließ/ beydem er auch an. 1447 in dem 8 >stcn jähre seines allers gestorben.Er war noch bey sehr hohen jähren von so grosser stärcke / daß kei-ner/welchen er einmal recht aefassct/sich ohne andere beyhülffc ausseinen Händen loß machen konnte. Er hatte zwey gemahlmnen /Annam/Hertzogs Jobannis zu Bourbon/ und Catharinam/GrafPetti II zu Alen^on tochter. cllron. cum conrin, kau-

bolirH s^uci 8 cllüter, in coileA. rer. OerrriLN, öc

in snn«l. kvj 770 ««». kiff. 5 />e»ci'. lHIog.

Ludovicus/ der reiche zu Jngolstadt und Landshuk/ «ar einsöhn Heimci des rcichen/welchcn er 1417 mit Margarclha vonOesterreich aezeuget hatte. Nach angetretener regicrung 145° ließer seine erste sorge seyn/ wie er Hertzog Alberten von München we«gen der INgolstädtischen erbschaffl / welche sein vater fast gantz ansich gezogen hatte/ vergnügte. Er war von grossem ansehen imTeutschen Reiche / und wurde zu beylegung der wichtigsten streit-händel gebraucht. Doch wolle Kayser Fndrich III ihm und seinemHause nicht allzuwohl/ und suchte alle geleqenheiten an ihn zu kom-men. Dieseibigen ereigneten sich nun/ als Ludewig die ^uden/ sobey Friedetichen wohl gelitten waren / an. 14 aus seinem landejagte/ und einige jähre darauf -4; 8 die unter Ludewig dem bar-tiqten/ durchKayser Siaisnumdum von Bayern abgerissene stadtDonauwerth mit beyhülffe seiner bunds-geuoßcn in seine gemaltbrachte. Der Kayser sahe dieses als einen land-fticvens.bruch an /sind trug Marggraf Alberto von Brandenburg / der es zuvor selbstmit Ludwigen gehalten halte / die execurion wieder ihn auf. Nungab zwar Ludewig / um mit dem Kayser eS nicht garzu verderben /die stadt Donauwcrth wieder frcn/zerüel aber mit Alberto ln emenkrieg/weil derselbe kraffl Kayscriicher bricfe dic j «isUEvonim gan-tzcn Reiche üben wolle / und Ludcwigen vor sein rnbun»> geforderthatte. Beyde giengen mit grosser macht zn felde / dach wurde diefache durch zureden anderer dahin verglichen/ daß Albertus dieKaiserliche briefe an Ludcwigen auszuhändigen versprach/welcheser auch 14^9 auf der Reichs-versammlung zn Nürnberg m gegen»warf des Kaysers that. Ludewig aber riß selbige im angesucht desKayserS entzwei) / welches dieser vor eine bcleidignngder Mmcstatauslegte / und Alberto abermals die execm-on wieder mn auftruq.Ob nun wohIAlbertus auch dicsesmahl nichts wieder ihn ausrichtekuntc/ weil Ludewig die Böhmen auf seiner feite hakte; so glimmtedoch unter ihnen ein beständiger znnder des neides/ welchen KayserFriedrich 1461 wiederum zu einer gefährlichen flamme aufbueß/um nur Ludewiqen mir etwas anders zu thun zu machen / daß ernicht auf des Kaysers bruders Alberti von Oesterreich feite / mitwelchem er zu Eger cine znsammenkunfft gehalten/ wieder den My»ser treten möchte. Und damit diese p->v«r abjichl des KaM seinenschein habe / so lud derselbe Ludwigen zur Verantwortung vor sich /welcher aber wobl sahe/ wie es gemeiner / und sich bey zelten in denstand setzte/ dem herannahenden ungewitter zu begegnen. Er war

EW 267°

sch?r lM sÄnim mn c!r" ^vhnlffe seiner vettern von Münchi-.'I ,tttum mit seinem anhang aus denk felde schluü/ wozu

beytrug / daß der Kayser von seinem bruder zuWien belagert gehalten wurde / und seinem vorhaben wiederBayern kernen Nachdruck geben klink. Hierauf wurde dc?strei1

bi rRe brachtet übrrge M s-ims iebins

ln rl.ye zu / nachdem er -472 dre ->c«acmiszu Jngolstadtgesttffcet. Mtt ferner gemahlin Amaiia / Churfürst Kibrichs IIvon E-achsin kochier / zeugte er Gevrgium llivuem und Margare-

Churfürsten zu Brandenburg .

/ warein söhn des Kaysers Ludovict aus Bayern /weichen ihm seine gemahlin Beatrix / Hertzog Heim ichs des V!^Zloaau tochter / gebohren hatte. Zu seiner zeit starb der Chur -jurst Woldcmar von Brandenburg / weswegen ihn der vater mitder Marck Brandenburg und mit der Chur an. 1; 19 belehnte/auch darinnen an. i z-r bestätigte. Zwar als der Kayser Ludewigstarb / wölke dessen Nachfolger Carolus I V diesen Ludvvicum gernwicdcimm aus der Marck Brandenburg haben / und erregte ihmdeswegen durch einen falschen Woldcmar grosse unmhe; dochnöthigte chn endltchLudovicus durch andererFürsten bcyhülffe/daßeriiachDeffau entfliehen muste/woselbst er an. starb. Er über-ließ seinem bruder Lndovieo dem Römer die Marck Brandenburg/und vergnügte sich mit dem einkommen aus Lyrol / welche Graf-schafft er vermöge der heyrarh mit seiner andern gemchlinMarga-reiha Maulraschin / Hertzog Heinrichs in Ka'rmhm und Grafenzu Tyrol tochter und erbin / besaß. Weil er auch nach seines vaterstode die Reichs-kleinodien behaiten/sv lieferte er selbige demKayserCarolo IV aus/ nachdem er sich mit selbigem versöhnet Hatte-End-llch starb er an. 1;; 9 nicht ohne argwohn beygebrachten giffls/wie-wohlen viele scr-KeiMi/ davon keine Meldung thun. Er hatte zweygemahlmnen/ Margarctham / des Königs Christophort m Däne-marck tochter/ die ihm keine kinder gebohren/und an i?4i gestor-ben. Die andere aber / welche / wie gedacht/ die so berühmte Mar-garctha Maultaschin gewesen/gebahr ihm an. 14; 9 Metnharden/welcher an. i ausser der ehe verstorben/ da dann die besagteHer-tzogin Margareiha Lyrol an Oesterreich übergeben.

in snnal. ss-IIoß.

Ludovicus / mit dellf Zunamen der Römer / ein bruder-esvorhergehenden. Sein vater war Ludovicus/ Hcrtzogvon Bayernund Römischer Kayser / seine mutier aber Margareiha / eine toch-ter Wilhelm/ Grafen von Holland / welche ihn an. i;r 8 zu Rom gebahr / allwo sich damahls sein vater von dem Pabst crönen ließ.Sein ältester bruder / gleichfalls Ludovicus genannt / nachdem erdurch seine gemahlin/ Margamham Maultaschin/die landschaff-ten Kärnkhcn und Tyrol bekommen hatte/ trat ihm an. i;4s mitvordehalides Churfürstlichen tituls / die Marck Brandenburg ab.Zehen jähr hernach starb derselbe/ und da ward er würcklich Chur-fürst. Er ließ sich angelegen seyn / das yuccAi-om-rechr in dem Her-tzogthnm Pommern/ so sich auf gewisse alte vertrage gründete// zubehaupten; allein er kuntt nichts ausrichten. Wtewol er sich zweymal/ nemlich mit Jngelburg/ einer tochter Alberti/ Hertzogs vonMecklenburg / und hernach mit Anna/ einer tochter Friderici/Her-tzogs von Oesterreich / vermählt gehabt/ so hinterließ er doch an.izüü/ -a er mit lode adgieng/ keine leibes-erdm; daher ihm semjüngerer bruder Otto tt>cc-Mrte.

^ertzoge von Würtemberg:

Ludovicus der ältere/gefürsteter GrafzuWürtemberg.fsihewürtemberg.) .

Ludovicus der jüngere / gefürsteter Graf zu Würtemberg,(sihe Würtemderg.)

Ludovicus der fünffte/regierende Hertzog zu Würtemberg,verstorben an. i; 9 ?. (sib- würtemberg.)

Ludovicus / Hertzog zu Würtemberg Stuttqard, Kavstrl.General Feld-Marschall-Lieutenant, gestorben 1698. (flhewur-

Ludovicus Fridericus / Hertzog zu Würtemberg Mm-pelgnrd/(jihk lVuptemökkA.)

Landgrafen in Thüringen .

Ludovicus / zugenannt mit dem hart / l^^^ste Land-... Tbünnaen aewestn, wozu er von dem Kaystr ConradoSalico , der ihn seinen ««verwandten nennt, qemacht worden.Über sein geschlecht und ankunft ist nicht wenig streu. Ouigegebcnikn vor einen soh» GrafWilheim von OrleanS,gus,andere nennen

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Agullanlen aiiyc« ^ Kayser aufgehalten.