lud
Her und des H. RönMen Reichs Fcld-Madschall.Lieutenalit/eiiMvfferer und kluger Feldherr / war ein söhn Marggraf Ferdi-nand! MMNilltam/welchen lhm ferne gemahlin Louisa Christia-ns / de? Prmtzen Thomä von Carignan aus Savoyrn rochier/ ruParis an. -6z z den 8 aprrl gebohren. Nachdem gedachter sein va-ter an. >699 den 8 ftpt. auf der iagd durch einen unglücklichenschliß das leben verlvhren / folgte er ihm m der regicrung / darü-ber ihm aber bald darnach die Frantzosische gewaltbätigkeiken sogrosse unruhen verursachten / daß er seine Zuflucht zu dem Kaysrrnehmen muste / bey welchem er auch sehr wohl aufgenommen wo»den/ und die wichtigsten bedienungennachgekends erhalten. Dieersten proben seines helden-muths legte er in Ungarn ab. Wie erdenn an..686Simontorna/ Funffkirchen/ Zicklos und Darda/wleanch Caposwar brnwea nahm / und die wegen ihrer ungemei-nm länge so beruffene Effecker-drucke verbrante. Nach der erobe-rnng von Griechisch'Wcissendurg that er an. einen strciff inBoßnien/ allwo er mit Pferden ein Turckischcs c»rpo beyi;o°° mann starck auf das Haupt geschlagen / und einige platze er.vbert/ welches die Turcken in solches schrecken setzte / daß sie balddarnach durch eine gesund schafft umfriede anhalten liessen. Obnun gleich diese durch den einbruch der Frantzoscn in das Reichwiederum neuen muth bekamen / so gieng er doch als KayserlicherGeneral'Felv-Marschall nicht über >8ooo mann starck denselbenbiß mittenin Srrvien entgegen / da er einen Türcklschm General/der mit 4000° mann m einem verschantzten lager an dem flußMo«ravaflund/ den 20aug.folgendenjahreS völlig ruinrrte. Erver-folgleden sieg / und griefden feindden 24scpt. bey Niffa so tapferan / daß er mir sehr grossem vertust die flucht nehmen muste. Diestadt Niffa ergab sich alsbald an die Kayserlichen/ deren exempelauchWrddin folgte. Hieraufwurdcder rest der campagne zuge«bracht/ sichder-omwuni-Liion zwischenNissa/ Widdmünd Bel grad / wie auch derwinter-quanicre in Servien und Albanien zuversichern. WcilnunaufsolcheartgantzL-ervien dcrKayscrlichenbochmäßigkeil unterworffen wurde / so rieche so wohl derMarg-grafLudwtg / als andere hohe Generals-persohnen / daß man eine«oniÄerLbK armer zusammen bringen / damit völlig über den bergHämum oaßircn / und milbin SophiamundNicopolmwegneh.mensolte/daß man ins küuffkige nicht nöthig baden müchke/mit«.ner grossen armee das flache land zu bedecken. Allein dir im eingan»gebcs jahcs iüyo zu Augspurg vorgegangene crönunq des KömgsJoseph! erforderte so viele kosten/ daß man auf Ungarn nicht allzu«wohl gedencken tonte. Mirlerweile brachten die Turcken m Servieneine grosse macht zusammen / gaben auch dem bekandken Töckeli24000 mami/dasFürstenkhum Siebenbürgen sich zuunterwerssen.Der Marggraf Ludwig halte nicht mehr als -2000 mann beysam-men/ dessen ungeachtet aber eilte er demchedranglcu Lrtebendu»gen zu/und jagte den eingedrungenen Töckeli darinnen hin undher / biß er ihn endlich aus diesem Fürstenchum innerhalb 4 wo.theil gar hinaus trieb. Hieraufgieng er in Oder-Ungarn / dafelbstden befürchteten aufstand beyzeiten zu dämpfen In Servien hin«gegen spielten die Turcken überall den melster/ brachten auch an.is-l ktne armee von 100000 mann zusammen/ in Hoffnung/ damitgantz Ungarn sich zu unterwerffen. Allein ihre Hoffnung schlug ih-nen soweit fehl / baß sie vielmehr bey Salenkeme» biß aufs Hauptgeschlagen wurden. So fort eroberten die Christen Lippa und diestadt Groß'Waradein/ wie auch Brodt/ Gradißka und anderePlätze. Das folgende jähr wurde der Marggraf Ludwig mit demllkut eines Generals-Lieutenants und «ouverncu« zu Raab beehret.An. 1S9; wurde er aus Ungarn in das Reich bcruffen / die armeram Oder-Rhetnstrohm wider Franckretch zu commandiren / da erbey jehlingem einbruch der Frantzoscn sich zwar in etwas zurück zie.hcnmuste/ doch aber durch eine von dem Schwartzwald biß anHeilbrunn gezogene Itnie/ der feinde ronccpt so nachdrücklich ver-rückte/daß sie den Winker über nicht sonderlich? kenlircn konten.An.1694 erschienen zwar die Frantzoscn abermahls gar früh im felve/ehe er seine völcker zusammen bringen konrc; gleichwohl that er mitdenen in aller eil zusammen gerafften Fränckischen und Schwadt»schcn troupen mannhafften widerstand/ so gar/ daß als er vre uvrl«gen regimenter an sich gezogen / der Dauphin mit 7°°«, mannabziehen muste; ungcachket sich die Frantzosen von diesem feld-zugungrmeine Hoffnung gemacht/und gewiß ausgegede hatren/bttz andie Donau u. noch weiter ins Hertz vonLeutschland emzutrrnge/dleReichs-armeehingegendamahlkaumdreißigtausend mann aus-machte. Einige meinten auch / es würde ihm der Marggraf /welcher ihm aus dem süffe über den Rhein in höchster etlnachgesol-get/ einen harten streich beygebracht haben; wäre aber an seinemvorhaben verhindert worden/ weil die Sachsen aus,ordrc nicht mit über den Rhein gehen wollen. Das folgende rayr169^ gieng man aus beyden fetten nur tick-nkv-, und an. isya
kunte gletchfahls nichts sonderliches ausgertchket werden /bißendlich an. 1697 der Ryßwickische friede erfolget / nach dcjjenMessung dem Marggrafen die vestung Kehl und der flecken da-elbst / was nemlich den boden und die daraus hafftende land.>errlichkeit betrifft / eingeräumet worden. In dem darauf erfolg,teil lüccelj.ons - kriege bekam er abcrmahl das commLncio derNeichs-armee/ da er dann an. 1702 die vestungLandau eroberte/auch in dem folgenden jähr alles anwandte / was zu wieder yer-beybrtngung der allgemeinen ruhe dienlich seyn koiilc. Aii.-7°4muste ihm beyder s^ion am Schellenberge/ der rühm sonderbarertapfcrkeit zugeschrieben werden / und Landau kunte gletchfals itt-ner macht nicht widerstehen. Er starb den 4 jan. nachdem er
rü scld-zügen/ 2; belaqerungen und i; Haupt-schlachten bcyge,wohnet. Er vermählte sich an. 1690 mit Franctsca Sldvlla Au-«usta/ Zulii Franctsil des letztem HcrtzvgS oon Sachsen -Lauen.
ö-c. I-dcn l.uä°vici Viik-imi von *
Fürst zu Anhalt:
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Ernst von Ketschau, so wol in pviio^kischenwiffenschass,Lateinischen spraache unterrichten. Hierauf beqlette-^dü ftmen lungern druder Fürst Johann Ernsten m dieNiederlandL/Undgien^ hierauf mit ihm nachEngelland,in welchemReiche er sich an derKonigmElisabeth Hofe einige zeit aufhielt, und^ unt groffer Hochachtung beehret wurde. Dergleichen ihmaaA nachgehendsm Franckretch von dem König Henrico l V wi-vvn ruckreise dnrch Durgundien nach seinen lan-
den besuchte er die hofe m Heidelberg und Darmstadt , und kam an.i; 97 wiederum m dem Furstenthum Anhalt an.Das folqendeiahr^aJtaliembesuchte dieKönigreicheNeapvliundSicilien,Malta, hielte sich aber die meiste zeit zu Florcntzauf, da er sich »n fonderbahre freundschafft des Groß-Hertzogs Fer-dwandt l und dessen sohnesCosmi gesttzet, so daß der letztere beyerzeigtem absterben seinesvakers solches durch die an den Kayserli,chen Hof deswegen abgefertigte gesandschafft zugleich m der Cölhi,scheu residentz dekandl machen lassen. Als er aus Italien zurück ge-hen wolle, trat er seine reise über Venedig und dieKayserlichen erb.lande wieder an, und besichtigte das in Ungarn bey Pappa stehendeKayserliche lager,woraufer an. i S02 über Böhmen glücklich zu Hau-se angelanget, und mit grossem nutzen seiner Unterthanen die reai»rung antrat,darzu ihm dieGrafschaffiWormdorsssamt den ämternWulffen, Lothen, Niendurg an der Saale und andere angewiesenwurden. Hierauftrat er abermals verschiedene reisen an, zu demKayser Rudvlphv 11 in Böhmen,wie auch nach Engelland, Däne-marck und die Niederlande. Als derKönig Gustav Adolph inSchweden den mehrern theil von Teutschland mit seinen völckernüderAwemmet, verordnete ihn derselbe an. i 6 ; 1 zum Statthalterder Stiffter Magdeburg und Hälderstadt, welche stelle er aber an.r 6 ;z niedergeleget. Gleichwie er aber auf seinen reifen der Italiä-nischen und Frantzösischen spraache sehr wol mächtig worden, alsohat er aus beyde»,wie auch aus dem Lateinischen,sehr viel schafftenin dasTeutsche übersetzt,ja verschiedene bücher selbst geschrieben,alsda sind: von den weisen alten; eine geistliche detrachkung eines lan-gen und kurtzen lebens; das buch Hiob in Teutschen reimenzdie sie,ges-prachteuPetrgrchä,das leben des Tartarn-KönigsTamerlams;den gecröntcn David.Dadey war er der Hebräischen spraache nichtunerfahren. Absonderlich hatte er gar grosse begierde die Teutschespraache zu verbessern, wie er denn an.iöi? juWeimar,aüwo er derbeysttzung seiner schwester Dorothea Maria, Hertzog Johannis zuSachsen Wittwe, beygewohnel, auf Veranlassung des Hofmei-sters/Caspar von Teulleben, die fruchtbringende gestllschafft, soder Teutschen spraache reinigtest und zierdezu ihrem endzweckhat-te , gcstifftet, und sich selbst darzu zum oberhaupt zu erklären keinbedrucken getragen, da er dann innerhalb )2 jähren 927 Churfürst«liche, Gräfliche, Freyherrliche, Adeliche und gelehrte Personen ein-genommen. Im übrigen warer ein fthr scharffsinniger Herr,unddabey von sehr grossem fleiß, welcher «n seinen regierungs-sachenalles viel lieber durch seine eigne als fremde Hände gehen lassen wol-te.Das Fürstliche schloß zuCothen,sv an. 1598 zu erbauen angefan-gen worden, gleichwie auch die daselbst befindliche gärten habenihm ihre zierde zu dancken. Er brachte auch das in dem StiffteHalberstadt gelegene amt Wimnngen auf gewisse Masse an sich,trat aber hingegen das amt Wulffen nach einigen geführten xr«-cEn seinem ältern bruder Augusto ab. Er starb an. 16;0 den 7jan. seines alters 70 jahr,s monat und z wochen.Erhatte 2 gemab-linnen, Amönam Amaliam, Graf Arnolds zu Bentbeim lochte»und Sophiam, Graf Simons zu der Lippe tochter. Die erste, soihm an. -6oü den 21 oct. beygelet worden, gebahr ihm LudovicumundLouisam Amönam, die aber bereits vordem Vater dieses zeit.liche qesegnet, und nachdem diese gemahlin selber an. 162; den 8sept. gestorben, schritte er des folgenden jahrs zur andern ehe, auswelcher ihm nebst Aemilia Louisa, so in zarter kmdheit verbuchen,an. 16,8 den; aug. Wilhelm Ludwig gebohren worden, der tbmin der regierung gefolget. z>. roi telz<z.
printzen aus dem haust Bourbon:
Ludovicus I, Hertzog von Bourbon «nd^Pair in Franck-reick, rc war Roberti von Franckreich,Ludovltt zungsten sobns,imdNeatriüs von« Frauen vonBourdon fvhn-Er wärmst
in der iclilachtbeyFurnes,unda.i297widerdieFlanderermderbey
Pont sVendiN/woraufer an.i;o2sich mit in demfeldzug beyCvur.
befnndwnd daselbst die von der armee -ommrn<t,r-
te, auch nachgehends zu dem sieg bey Mo»'sduelle mckt wen gkrnirua Er beakestete die Königin Isabella von sranarelw l«Enqellanwunv commsnö>ste,da man den Engeüändern einen kriegnUer. die armee in Guieone, allwo er Agen und Monft.
sch-n».ch--