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ihm zu ehren an. 1; 27 die n-»onie von Bourbon zu einem Hertzog«thum und Pairschafft. Indem folgenden jähr ließ er seine tapffer-keit in der schlacht bey Montcassei und anderweit mehr sehen. Erstarb im jan. an. 1 ;42, und wurde zu Paris begraben. Von seinergemahlin Maria,GrafJohannis II in Hennegau tochter, PetrumI, Hertzog von Bourbon, Jacobum, den stamm-vater der Graseni« Marche und Vendome, Beatricem, Königs Johannis inBöhmen gemahlin, und andere, hinterlassend. L-r-»-
H-c.
Ludovicus II, Hertzog von Bourbon, rc. der gütige zuge-nannt, war Petrj I Hertzogs von Bourbon undIsabeUä vouValoissöhn, gebohren den4 aug. an. i;;?- Er war einer von den gejssetn,die in Engelland geschickt worden, damit der KömgIohannes wie-derum auf freyen fuß gestellet werden möchte, allwo er 8 iahr ver-harrete. Nach seiner wiederkunfft halffer viel mit zu der eroderungder landschafft Guienne und Poitou, und nahmauch unterschiedli-che Plätze in der Normandie ein. Hieraufgieng er mit Carolo VIin die Niederlande , und commznci-tte die sc-icc-g^rä-- jn der schlachtbey Rosebec; an. i;82 und 8z halff er Bourbon belagern, und indem folgenden jähr das castell Taillebourg erobern. An.i ;88 mar-schirte er mildem König wider den Hertzog in Geldern, gieng nachgetroffenem frieden hinüber in Africam, belagerte an-1 ;yo Tunis ,da die ungläubigen den Christen sehr vortheilhafftige bedingungeneinzugehen gcnöthiget wurden. Nach seiner zurückkunffl trieb erdie Engellander vor Bclleperche weg, allwo seine mutter dazumalwar, und stund Ludovico dem König von Napoli wider Ladislaumbey. Er war in sehr grossem mischen bey Hof, verließ aber doch sel-bigen,nachdem Ludovicus von Franckrcich gelödtec worden, indem«dieses lieber tbun,als sich zu einer unanständigen Versöhnungverstehen wolle. Mttlerweil erklärte er sich vor diePrmtzen vouOr-leans, und bemi'ldetc sich, daß der Hertzog von Burgund zu einemNeichs-ftind clüclsrlret werden möctite, wiewol vergeblich, indemder Hertzog viel zu mächtig war. Er starb zu Montlu<zon den 19aug.an.1410. An. izüy stifftete er den sogenannten Ritter-or-den des schilkcs, gleichwie^er auch zu verschiedenen ansehnlichenkirchen den gründ gelegt, seine gemahlin war AnnaDauphinevon Auverqne, rc. Beroaldi ll des Grafen von Clermonr einigetochter, mit welcher er nebst Johanne Ludovicum zeugete, welcheran. 14011m 16 jähr seines alters gestorben. >n
jpstus viiL. bist. cle Lksclc« VI.
Ludovicus Armandus von Bourbon,Printz von Conty undPrintz vom geblüte, wurde» 4aprilan. 1661 gebohren. Er warein söhn Armandi von Baurbon, Printzen von Conto, und AnnäMariä Martinozzi, und ein enckel Heinrichs vonBourbon,PrintzenvonCondHvonCharlottaMargaretha v. Montmorenci.Seine mut-ier ließ sich nach dem tod seines vaters seine auierzichimg, so wolwas die goltesfurcht als die seinem alter anständige wissmschafflei,und lerbes-übungen belanget, sonderlich angelegen seyn. AIS siestarb, ließ ihn der König nach Hofkommen,da er nebst demPrintzen«je U«.ocl,e-st-r-Von> seinem bruder, bey dem Dauphin auferzogenwurde. Den iü jan. an. i68-> heyrarhete er die Printzeßin AnnaMaria, damals vmäcmoiiciie Blois genannt, Königs LudoviciXIV natürliche tochter, von der er kein kind gehabt. 'An. >68; thater seinen ersten feldzug, und wohnte der belagerung von Cvurtraybey, da er anfieng seine lapfferkcit sehen zu lassen. Äu. 1684 war erbey der belagerung von Lurenb»rg,da er sein reqimcnt mir grosserhertzhaffrigkeit commLnststte. An.168; that er iuiter der Kayserli-chenarmee einen feldzug in Ungarn , und war mit beyder belage-rung von Neubeufel, auch in der schlacht bey Gran. Nach seinerzurückkunfft bekam er zu Fontainebleau die pocken, daran er den 9nov. an. >68; starb. Er ligr zu Valery in dem bcgräbniß der Prin-tzcn von seinem Hause begraben.
^udovicus von Bourbon, der I dieses namens, Printz <l->L Rocke-st>r-Vc,n,Herr vonChampigliy a,i-Vcude,!c. war der jüng-ste söhn Johannis von Bourbon des II dieses namens, Grafen vonVendomevon Jfabella aeBeauveau. Er befand fiel! an. 1484 beyder crönung König Carls des VIII, den er in das Königreich Nea-polis begleitete, als er leidiges zu erobern suchte. Er folgte auch an.
1509 König Ludwig XII in Italien , der ihn bereits an. 1502 alsAbgesandten an Pabst Alcrandcnm VI geschickt hatte. DieserPrintz reyra.-st»iiite bey der crönung KönigsFrancisei I den Grafenvon Toulouse.Erwar an. 151; mit in derMarignaiisschen schlacht,und starb um das jähr i z ro. sein cürper ist in der capclle des H.Ludwigs zu Champigny , so er selbst st-,.ästet, beygesetzet worden.Den 21 marlii an. 1504 hat er sich mit Ludovica von Bourbon, ei-ner tochter Gilbers, Grafen von Montpensier und Dauphins vonAuvergne , die zuvor Andream von Chauvigny , Herrn vonChateau-rour, zum gemab! gehabt, vermählet, mit welcher er gczeugtt Lu-dovicum, der lhM sticcccsti-et ; CarolUM, Printzen ck lz Rocke luc-Vo,'. und Slistmnam, Claudii Herrn von Ricur andere gemahlin.
>Eudovicus von Bourbon I, Printz von Conde, war Caroli,Hertzogs von Vendome, siebender söhn, gebohren den 7 may an.
1; ;o. Wiewol er schon dem KönigHennco II in einige» feld-zügengefolgert, auch sonderlich a». 15 5 2 die stadl Metz wider den KayserCarolum V beschützen helffen, so ficnge er doch erst nach dessen todean, rechte stgur zu machen, nachdem er vorher in Piemont als Co-lonel von der st>f»merst gedient, und sonst in unterfchiedeneu ftld-zügen für die Cron Franckreich feine tapfferkeit erwiese». Die gele-genheit, in der Historie bekandt zu werden, aaben ihm meistentheilsdie innerlichen unruben in Franckreich,jn welchen er das Haupt dereinenparthey war. Denn als erhoffte bey der jugend Francisei IIeinen theil an der regierung zu haben,indem er nach dem König von
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Navarra der andere Printz von geblüt war, und aber sehen muffe,daß die Guisen alle gemalt an sich zogen, und ihn nicht allein baldanfangs, unter dem vorwand einer gesandschafft, an den König mSpanien , vom Hofweg und nach Flandern schickten, sonder» auchdas goiivcroemem von der Picarüte, welches ihm der verstorbeneKönig zugedacht hatte, einem andern gaben, verdroß ihn solchesdergestalt, daß er alle klagen anderer mißvergnügten, und insonder-heit der Hugenotten , willig annahm, auch dcghaiden 1560 zu>zFersseine Versammlung anstellte,;,, welcher beschlossen ward, denGuisen das regiment aus den Händen zu reisten, und sich ihrer per,soucn zu bemächtigen. Bey dem bald darauf ausdcechenden.soge-nannten anschlage von Ambosse befand sich der Printz am hofundward auch einiger Massen deßwegen verdächtig. Man kunce aberdoch nichts aufihn bringen, ungeachtet man so gar in seinem quar-tier eine genaue Untersuchung seiner fachen angestellet hatte, undbegab er sich,so bald er in lreyyeil gesetzt war, nach Brarn zumKö-nig von Navarra , mit welchem er allerhand geheime anschlagemachte, die aber dem Hof beyzeiten verrathen wurden. Nichts de-sto weniger ließ er sich bereden, nach Hof zukommen, und den Ver-sammlungen der Stände in Orleans beyzuwohnen, ungeachtet ervon seinen freunden gewarnet ward, und seine gemahlin, die ihmselbst entgegen kam, ihn inständig bat, umzukehren. Er ward auchgleich nach seiner ankunffl zu Orkans in sr-cli genommen und kurzdarauf zum tod veructheilr, welches jedoch , weil der König Fran-ciscus II gleich starb, an ihm nicht vollzogen ward. Denn bey demansang der regierung Caroli IX entschlug man ihn feines »rr-lkzog ihn wieder nach Hof uud in den rath, so wurde er auch in demParlament zu Paris völlig unschuldig erklärt. Allein die eiftrsuchtzwischen ihm und den Guisen verwickelte ihn bald wieder in neueUnruhen. Denn als oiese sich 1562 der person des Königs bemäch-tigt halten, zog der Prmtz die Protestanten an sich,und damit kames zum kriege, bey welchem der Printz in dem treffen bey Dreur ge-fangen wardzjedoch kam er nach dcsHertzogs vonGusse tvd cm.izü;wieder loß und machte friede. Nachdem er einige jähr ruhe ge-habt, indessen aber sich allerhand argwohn hervor gethan, daß manetwas gegen dre Hugenotten vorhabe, der Printz auch die anwart-schuft aufdicLonnsUirbcl-würdenichtcrhailen ku»te,und noch dazuvon dem jungen Hertzog von Anjou übel angelassen ward, kam esan. 1567 aberma! zum kriege, in welchem er anfänglich Paris bl-,.gustte, darauf aber das treffen bey 8. Denis verlohr, wiewol erund die seilssge in ansthung ihrer erzeigten tapfferkeit und der ih-nen weit überlegenen mänge der feinde schier die gröste ehre dabeyeingelegt, und au. 1568, als er eben Chartres belagerte, einen frie-de» cmgieng. Es gieng aber noch in eben selbigem jähr der kriegvon neuen an, weil der Hof heimlich befehl gegeben hatte, sich desPrintzen, der damals zu Noyers in Burgund war, zu versichern.Dieses nötdigre ihn demnach, über hals und köpf nach Röchelte zuRehen, und von dar aus zu selbe zu gehen. Nun war er zwar an-fänglich in Poitou und Taintonge zimlich glücklich, ward aber imniarcio an. 1569 in dem treffen bey Jarnac, nachdem er,«ngeachter von einer vorigen wunden den einen arm in der binde trug, auchihm nur wenig augenblick vor der schlacht durch einen pferd-schlagem fuß war gebrochen worden, dannoch unvergleichlich gefochten,gefangen und von des Hertzogs von Anjou Trabaiiten-Haupt-mami,namensMontefqliiou,mtt dieses feiner schlechten ehr,Massensich der Printz schon an andere ergeben halle, erschossen, woraufman seinen cörper, wie einige meinen, zum fchimpff, doch,nach an-derer Meinung,ohne besonders »Rehen, und weil dleOberste damalmit anderen dingen befchäffligel waren, auf einem efel nach Jar-nac schaffte, geraume zeit zur schau ligen ließ, und endlich selbigendemPrintzen vonNavarra auslieferte,der ihn zuVmdüme begrabenlirß. Er hat sich zweymul vermahlet gehabt, einmal mitEleonvcavo»Roye,ui>d das andere mal mir Francssca von Longueville. Vonder ersten hater Henricum von Conde, Francsscum von Conti, undCarolum, welcher nachgehends Cardinal worden; von der andernaber Carl,Grafen von Soiffons, Hiiiterlassen-Er war klein vonper-son, hatte aber einen grossen mulh,der ihn alles zu unter,ichinen ge-schickt machre.Die knegs-wrffe»fchatft befaß er in einem hohen grr-llc, war ungemem tapfer, dabey aber im geringsten nicht wilve,son-dern vielmehr trefflich leutselig, freygebig, mitleidig, aufrichtig, einftlnd aller schlimm ränckr.Er schcrtzte sehr gern,und war in allen ge-legeiihriten ausbündig beredt., Wenn er nicht stets so viel Wider-wärtigkeiten gehabt hättte, würde er sich vielkichl die Wollüste undinsonderheit die ftauen-Iicbe haben einschläffern lasten,gestalterdenin der Königlichen frau mutter ihrem sraueiizimmer zwey berühm-te liebeS-adentheurm gehabt,welche die Regeiitin, um idu an ernst-hafftern gedanckeu zu hindern, oder auch durch solches Mittel sei-ne geheimen vorschlüge auszuforschen, selbst befördern helffen,auchnach seiner ersten gemahlin tod sich beynahe durch des Marschallsvon 8. Andre wittwe berücken lassen, um solche zu heyralhen; wie-wol sonst die liebe dieser v-me dem Printzen in seinem vorhabennichts geschadet,fonden vielmehr ihr grosses gut, wovon sie ihm einansehnliches stück zukommen lassen, gar wohl aufgeholffcn hat.Eswil ihm von einigen, wiewol ohne gnugsame gewlßheit, beyge-mcffcn werden, daß er sich durch die Hugenotten auf den Königli-chen thron zu zwingen gesucht, und »11.1567 müntzen mit seinembildmsse und der überschrifft schlagen lassen; kuclov-cu-xitt o-i
grLciL Y-Lococum Rcx primus Lkriltisnus. RO6-
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^.udovieus von Bourbon / der II dieses namens, Printzvon Conde,Henrici II Printzen von Conde undCbarlottäMargare-the von Montmorsncy söhn,gebohren zu Paris den L ftpr-an-is-i,
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