Band 
Dritter Theil
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zeugen kan, deneman ihm schon zu seinerzeit unter der berühmtenvlcircie, oder zahl der sieben Poeten eingeräumt/ welche wahrenderreaiecung Ptolemäi Philadelphi in Egypten florirt / und von demaus sieben nahe beysammen gläntzenden sternen bestehenden gestirnbcr ki-uL-lum ist benennet worden. So hat er auch einige tragodlenauffgesttzt, deren Suidas Meldung thut. Er büßte sein leben durcheinen pfeil-schuß ein / wovon jedoch der einige Ovidius meldet,undzwar ohne ferner zusagen,von wem dann und aus was urmch dreierPoet also erschossen worden. in icin. -mn. 8 tt-n. -04.

cis Nucr. Or. c. 8. /e fles koürcs Qrccs. Ler-r/r/'«.

vouve». cle >L rcp. llcs Icctrcs n». i7o; p. Z keq. *

Lveopolis / eine stadt in Aegypten an dem fluß Nilus. Dio-dorus Siculus berichtet, daß die Aegyptier andem ort, wo siedieiLstadt erbauet/wölffe anzubellen pflege»/und dahero sey selbigeLycö-polis oderwolffsstadt genennet worden. Heut zu lag Hecht ueMunia/lind war vorzeiten ein Bifchöfflicher sitz. Die kirchen-hlsto-riegedencket eines Bifchoffs zuLycopolis/Mit namen Malenus,wel-cher eine gefährliche spaltung in der kirche erregt hat. >.; c. 9.

Ä^öol.17. lib. Illtt.

Lycoris/ deren Mrgilius in seiner 16 ecioZg gedsnckt/ ist dieberuffene commödiantin Cytheris,eine freygelassene des Volumnii/die aderMarcum Antonium nachdemdermapen eingenommen,dicher sie mit grossem gefolg durch gantz Italien / und zwar öfflers aufeinem mir löwen dcspannlen wagen herum geführcl / als welcherneuen art von gewann sich Ankonius ohnedem eine Zeitlang bedie-net. Cicero warffSlntönio mit gröster bitlerkeit vor/ baß er Liesel-bige alles bey sich hätte gelten lassen, und welche einige gnade vonihm zu begehren gehabt / sich jeweilen mehr an die Commödiantin(Mimam) wieerfolche zum fchimpff allezeit nennet/ als unfeineMutter L-iretHren müssen; baß sie auch ein prächtigeres gefolg alsdie mutter Antonii gehabt, und daß letztlich diese die Cyrheris hättemüssen um sich leyden/ und sich gegen derselben aufführen/ Eben alswann sie ihre schnür oder sohns-srau wäre. Das rareste ist / daßCicero selbst zu einer zeit, da dieses Weib schon verschreyt genug, erhingegen durch die vornehmsten chren-stelien des Römischen volcksgegangen war, unter währender vletscuc des Casaris, in deren ge-seUschafft bey Volumnio gespeiset; worüber er sich zwar anstellet,als ob er sich entschuldigen wolle, aber doch genug zu erkennen gibt,daß es ihm aber nicht so gar leyd seye. Cornelius Gallus , ein guterPoet, und der auch Louv-rncur von Egypten gewesen, hatte sichsterblich in sie verliebet, an den die gedachte eciog- des Virgilii ge-richtet ist, darinn er ihn über sein Unglück tröstet, daß von der Cy>theris Marcus Antonius in der liebe ihm vorgezogen werde. L,c.

Art. I. IN cp. >c>. öc sci krmii. 1. 9 ep. .6, item in ktnliPx. ^/c. inAnton., LccI. 10 Lc idi Sexi,. ^

Lycosthenes / oder wolffhark/ (Cönradus) zu Nussachin Ober-Elsaß an. i; i 8 gcbohrciystudirte zu Hcydelberg,und mach-te sich durch seine erfahrung in spraachen und andern fachen be-rühmt. Absonderlich wurde er wegen seiner historischen wissen-schafften mit Henrico Stolone, einem Prediger zu Heybelbecg, be-kandt, mit dem er an. 1541 aufven convenc der wl>-oiogorum,iachRegenspurg kam. Nachgehends wurde er Nrot'cNor der gi-smm»ricund NiLlcüic.auch bald darauf visconn, zu BNsel,allivo er an. l; 6 ldas zeitliche gesecgnet. Er ließ einen comm-neLrium über wimumjuniorem lle viriz illullrikus hinter sich, gab chlü Okke^uentis

lle xrocllxiis heraus, und contmuirte ihn. So hat man auch von

ihm compenllium bibliotkcca- Lelneri : ir. Ne mulicrUm pr^-tlsre cti-AisLkräic; Ne pritcis R.omLnorum Icgibus; calenciLrium lllNori-cum ; illullrmm virorum zpopktezmrcs; snnorscioncs in ^uttinnni,

VLicrium virximum öe kcnellcllsm.öcc. desgleichen fieng er auch einwerck an unter dem tilul : cbeLtrum virn.-lniinnn«, welches hernachvon Theodors Zwingers vollends ausgeführet wurde.

I. ; proiopogr. tkcsrr. in vic. Leim. tlicol.

rtieLrr.

war ein fest, welches die Zacedämonier ihremgesetz-geber Lycurgo zu ehren jährlich feyerten, und ihm daran opf-ferten, wie er bann hiezu seinen eigenen tempel hatte, und in anse-hen seiner grossen Verdiensten um das vatlerland recht als ein Gottverehret wurde. Es bat auch solches bis zu den zeiten der Römi-schen Kayseren gewähret Lr^cia k-num. *

Lycurgus / der berühmte LacedäMonische gesetz-geber, warein söhn Eunomi, des Königs derLacedämonier und bruder Poly-dcctä, welcher leinen, vatter in der regierung nachfolgte. Seinemutter war Dianasscy des Eunomi andere gemählin, wicwol einige8cr,bcmen jo wohl hierinnen,als in der zeit,wenn er gelebet, verschie-dener Meinung sind. Aristoteles und einige mit ihm sagen, daß erunter dem Jphito üoriret, und ihm in anstellung der Olympischenspiele behülfflich gewesen. Andere setzen seine zeit viel höher hinauf,und sagen,daß er 103 jähr vor den Olympischen spielen gelebet. An-dere vergleichen beyde Meinungen dahin, daß Lycurgus bey dem al-lerersten ansang der olympischen spiele, und also 108 jähr vorhero,als sie zum andern mal rec-blirt worden, den Spartanern sich vor-gestellet. Seine grosse liebe zur weißheik trieb ihn an, durch allestädte in Griechenland und Crcta, wie auch nach einiger Scib-menbericht, in Spanien, Aegypten und Indien zu reisen, und mit dengelehrten leutcn in selbigen länvern sich zu unterreden. Nebst demwar er au^ch ein tapfferer und kluger kriegs-mann, weswegen ihndann dieSpartaner sehr hoch bielten.Nach seines brudersPolydectätod schickte dessen wictwe zu ihm, und ließ ihn ersuchen,die crone an-zunehmen, mit beygefügtem versprechen, daß sie das kinv, womitsie damals schwanger gieng, von ihr abtreiben wölke, wofern er sieheyrathen wurde. Lycurgus war zwar sehr entfernet,«» dergleichen

lyc

Missethat zu willigen,ätich viel zu großmüthig,um sich den weg zuntReich durch eines unschuldigen kindes tod zu bahnen. Weilen aberdieses leben aufden fall seiner Weigerung bey so leichtsinnigem ge-muth des bemeldten weibs damisch in gesahr hätte lauffen können;so stellte er sich anfänglich an,alü ob ihm deren Vorschlag nicht miß-fiele, und ermähnte sie nur, die frucht zur geburt kommen zulassen,damit sie nicht durch unzeitiges abtreiben sich selbstin gesahr setzte.Indessen aber sorgte er, daß das kind gleich nach der genesung vonihro weggenommen, und falls es ein knad wäre, zu ihm gebrachtwurde.Als nun dis geschehen, und man die geburt männlichen ge-schlechts ihme,da er eben mit den vornehmsten Obrigkeitlichen Per-sonen an einer Mahlzeit war, überreichte, böte er diesen solches bar,mit denen wörren; Uns/ ibr Männer von Sparta / ist hierein konich gebohren. Er gab deine hieraufben namen Chan»laus, und führte seine vowmndschafft mik ungemeinem fleiß. Sobald als dieser letztere mündig worden war,übergab er rhm das regi-ment. Allein so vorsichtig und unsträflich sich auch Lycurgus in die-sem stück aufführte, so muste er sich dennoch von seinen feinden be-schuldigen lassen, als ober nach der cron getrachtet hätte. Diesesverursachte, baß>r Sparta verließ - und sich nach Creta begab,allwo er seine gantze zeit mit erforschung der natürlichen gesätzeund gebräliche der völcker zubrachts. Nach der zurückkunfft m seinvatterland verbesserte er das rcgiment daselbst, und machte sehrheilsame gesätze, zu deren unverbrüchlichen bevbachlung fich dieLwarlan'er theuer verbanden. Man sagt, daß die Spartaner aufsei» ansuchen ihm versprechen müssen, seine gefiitze so lang zu hal-ten - biß er von seiner reise, so er zu dem or^-uio i^lpmcnvorhätte-wieder zurück kommen würbe. Darauf soll er sich in Crcta begebenhaben, allwo er sich, wie einige berichten, selber entleibet, nachdemer vorhero besohlen,daß die aschc von seinem cörper in das meerge-morsten werden solle,damit nicht etwa die Lacedämonicr,wann sol-che zu ihnen gebracht würde, von ihrem eid, da sie seine gesätze bigzu seiner wiedcrkunfft zu hatten versprochen, desreyct zu seyn glau-ben möchten. Unter andern seinen satzuugcn war auch diese, daß dieSpartaner ihre äcker unter alle gleich theilen sollen,damit niemandüber armuth zu klagen ursach hätte.Gleichwie sie aber ihre äcker ge-theilet, also muffen sie auch in den übrigen glücks-gütern eine gleich-heil treffen,damit der übermäßigen schwelgerey,Hochmuth, neiö unddergleichen lästern alle gelegenheit möchte abgeschnitten werden.Aus gleicher ursach nöthigte er sie alle üvercin zu speisen,und eisernemüntze zu gebrauchen, wie auch alle unnöthige küuste und handwn-cker einzustellen. So ließ er auch sonderlich dre-nugen lenke zu denÜbungen des leides anhalten, und muffen die jungftauen eben sowohl als die jünglinge im lauffen, ringen und schienen ihre zeit zu-bringen. Bey gewissen fest-tagen muffen sie gantz nackend tantzen,daß dadurch die jünglillge zu dem ehstand möchten angereihet wer-den; wiewohlLycnrgus hierum auch andere absehenmag gehabtha-dcn, welche er aber wohl durch ein ehrbarers Mittel hätte sollen inswerck zu richten suchen. Im gegcntheil bekamen diejenige- so keineweibcr nehmen wollen,nebst allerhand fchimpff und spott biß zu ih-ibrcr straff,daß sie gleichfalls nackend aufdcm marcklhmimgehen-und ein wider sie gerichtetes lieb absingen muffen. In dem ehestandpflegte er es mit seinen bürgen, so zu halten, daß sie sich nicht allzuofft der licbb bedienten, gleichwie es ihnen frey stliud, so fern sie an-ders starckcs leibs und von sonderbarem verstand waren, mit einesandern chcweib sich fleischlich zu vermischen; welches letztere dochfast alle andere gcsätz - gebcr als eine fach, die nicht nur schändlich,sondern auch gar schädliche folgen nach sich ziehen koute, so wohlin als ausserGriechenland geflohen badcn.Damtt er auch seine bür-gcr desto wachsamer und emsiger machen möchte, erlaubte er belldiedstal: wenn sich aber einer darüber betrcttcn ließ, muste er we,gen seiner Unvorsichtigkeit harte straffleiden. Wobey jedoch die ge-lehrte schon längst in acht genommen haben, daß diese erlaubniiZnur allein die junge knaden betroffen habe, und zwar in anfthungdessen, so sie zu ihrer lust von obst und andern garten-gcwächsen mitttst und geschwindigkeit ertappen mochten, aufemdere und kostba-rere dinge aber nicht gegangen seye; da dann noch dieses klar, wieder zweck des gesätz- gebers darin», über das vorgemeldte auch ge-wesen, die junge leut hurtig und verschlagen zu machen, damit ih-nen solches nachmals auch im krieg wohl zu statten käme. In denreden muste» stekurtz seyn, und allezeit ihrer Meinung eine wohlge-gründte ursach beyfügen. Die alten sangen ihre helvcn-licder, Laßdadurch die jugend zu gleicher tapfferkeit möchte angespornet wer»den; und damit sie nicht durch fremde sitteu in eine weibische zärt-lichkeit verfallen möchten, verboth er ihnen das reisen. Diese undandere seine gesätze wollen anfangs denen wollüstigen»»!) reichenso wenig anstehen, daß sie ihm vielmehr allerhand Verdruß darübererregten, und ihm ein jüngling das eine ang aus dem kopffsoll ge-staffelt haben; allein er wüste alles durch seine sanfftmutb, äusser»»che demukh und eigenes strenges leben,zu überwinden. Doch mitdem allein ist von den verständigsten längst angemcrckt worden,daßdie gesätze Lyciirgi darinn einen grossen fehler gehabt,weil sie dieLa»cedämonische burger wohl zum krieg haben tauglich machen kennen,gar wenig aber bequem gewesen, solche zu lehren, wie sie den friedenund ruhestand recht ertragen, und dadurch so wohl sich, als die ih-rige glückseelig machen müßten; als welches in einer klug e>M»richteten Republik auch mitten unter allen kriegs-Übungen nie solleversäumt werden. in ittom.

>. I. Ltt/c/. in ckron. A Ä'Ä/rFc»' in ttiis snirnallvcrü Iscunicis.

/»-///»»- I. z c. r Z. in ckron. /r. kvl. ;n6-

cbrnnol. rckorm. r. i !. z n. Z> lle Ucp. ttac.

Aittcctt. I-sc. *

Lycurgus / des Pheres, Königs in Thessalien söhn, undAdmeli druder,bekam zu seinem erblichen antheil die landlchM UM