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vcvaicffen wird sonderlich Mario schuld gegeben,daß er die ansetzn- . Marms oderMas/ev/(Simon) em AnspachischeM-chenu.UMe und perd enteste RathS.-glieder tvd schlagen lassen- worunter »-u- m sranckenuvurde zu Guntzenhauftn an. i; 7° gebohren.Seiuder türtrefflitti- Redner N. Antvmns und Q. Catulus- sein gewe- vatrerwar Burgttmelfler an dem gedachten vrt, und hielt ihn Mscner c°i eo... im Burgermeisterthum, neben den zwey damaligen erlernunzder wl„enjchafften an; da er dann abjonderliebdirmm--
nen gegen-gniß ertheilte, wornach seine solbaten alwbalv zufuhren,und die lenke tod schlugen. In diesem blut - vergieffen warb Cinnafürs andere, Manns aber für das siebende mal zum Bürgermeistererwähltt;verglnchcn biß dahin noch keinem Römer begegnet wäre.Jedoch, da ohnedem diese letztere erwählung diesem mann schlechteehre machen kan; so bat er auch in der that wenig freude davon ge-nossen. Dann ehe er noch das amt antrat, kam der bericht, wieSylla, nachdem er Mithridatem geschlagen, und in Uonxu.i,zurück gejagt, mit seinem siegreichen kriegs-heer sich rüstete, in Ita-lien zurück zu kehren; wiewohl nun dieses in der that erst nach ei-nigen jähren erfolgte, so käme doch darüber Marium,der kein tüch-tiges noch geübtes kriegs- volck auf seiner feiten hatte, und die vor-nehmsten bürgere undRathsherren wegen seiner verübten gransam-keit hefftig wider sich erbittert sahe, auch selbst, nachdem er schondas 70 jähr seines alkers, aber nicht ohne grosse beschwärden errei«chet hatte, nicht mehr allzu geschickt wäre,einen schwären krieg mitNachdruck zu sichren, nothwendig eine grosse sorg und angst an. Ersolle aljö von dem an immer unruhig, und offt einiger Massen imkopffverwirrt gewesen seyn; wocaufbaid die beifüge kranckheit desstichs gefolget, der ihne am 17 tag nach angetretlenem Burgermei-sterthnm hinraffte, er. V. 6Sü7,odcr wie andere die Römischen jähreausrechnen 668- -</>/»«». ttc bsli. civ. IN chlius vicL.
l, r. §«//.»/?. <lc belln fugurib. lk 7 o^. >. ; c. z. p'rÄor.
cte vir. iüullr. c. 67. Lr,/^»/>rr^! I. 4 8 eL/-r>. drv., ^
- sommer einige kleine sternleinnm den Jupiterer-bückte, von welchen bißher kein mensch gewußt hatte. Er sechstenverwunderte „ch zwar hierüber,glaubte aber doch- es mochten eini,Markus / (Cajus) der jüngere zugenannt, des vorigen söhn- 6? von kleinen flr-sterncn seyn, welche man mit blossen äugenhatte anfangs theil an seines vakters Unglück und glück in dein bur- . I sehen rönnen. Allein weil der Jupiter damals eben zu-gerlichm krieg wider Svllam. Ais dieser sie beyde von Nom ver- l'ict gieng^rmd ihn gleichwol diese kleine sterne beständig begleite-ragte- flöhe der jüngere Marius erstlich zu seinem schwäher Mucio ("'"Aiotz Manns hieraus,es müßte mit ihnen eine gantz andre br-aus sein land-gnt, in Meinung, geld zur reise da mit sich zu nehmen; lmalfenheit haben, als er sich zeitbero eingebildet, und möchten esward aber von den feinden auSgespürt, und durch die treu seiner wohl Planeten seyn, welche «m den Jupiter herum giengen. Er
sclaven mit genauer noth gerettefals welche ihneunfeinen mit bob- . >. ....
ne» beladenen wagen luden, und damit denen ankommenden reu-tern entgegen anfdie statt zufuhren. Er ward also heimlich genRom , und in sein eigen hauß gebracht; von wannen er sich baldwegschlich, und i» Africa zum König Hiempsal üderschiffte. Dochüberfiel ihn auch hier eine neue gefahr, und konte er aus dieses Kö-nigs aufführung leichtlich merckengvie er ihn unterm schein der ehr,als einen gefangenen behalten wolle. In dieser noth halffihm ei-nes der kebs-weibern des Nmmdischen Königs, welche sich in Ma-rinm verliebt, heimlich davon, daß er zu seinem vatter gelangte. Erblieb hernach bey diesem biß an seinen tod. (sihe den vorhergehen-
den articul.) Wie er nun bey des vatters tod noch zimlich jung war,so geschiehet in denen ersten darauferfolgten jähren wenig Meldungvon ihm, biß da er nach dem tod des Cinnä neben dem Bürgermei-ster Norbano sich dem von dem krieg wider Mttbridacem zurückkommenden Svllä in Campanien entgegen setzte. Ader sie wurdennicht nur allda beyde aus dem feldgeschlagen,sondern alsMarms indem folgenden jähr mit 8; csbmcibus bey der stattS'.aniaeine neueMacht wagte, ward er durch deS Syllä alte und geübte sotdatcn,ob sie schon an der zahl viel weniger, von neuem gäntzlich üdenvun-den, und in der statt Präncste eingeschlossen; vor weicher stattSvlla den Lucreklum Ostllam mit etwas volck liesse; zwar kämePontius Telesimis,eii> Samariter, mit einer zimlichen macht an,Marium der delagcrung zu dcfreven, und fchlete wenig, daß ernicht dem Syllä, mit welchem er sich vor der statt Rom in ein ge-fecht einstelle, obgelegen, wie er dann wenigst dessen einen flugeldergestalt schlug, daß solcher sich selbst für überwunden schätzte.Aber wett es hingegen auf der andern leiten, wo Craffus cc»«mLn-ttl-te, für Svllam besser «bluffe, folglich auch dieser neue feind völ.lia qedämpfft wurde; blieb für Marium nichts mehr übrig, alsdaß er sich mit list rettete, oder stürbe. Er vernichte anfänglich daserste, und meinte, durch einen unterirrdischen graben den belage-ren, zu entkommen. Allein wie dieses fehl schlug, töttete er sichselbst, oder wie andere die fach erzählen, so föchte er zuerst mir dem
rius trug eben in diestm jähr, so nach crbauung der statt Rom das«71, odernach anderer zehlnng das 672 war, das Römische Dur-acrmeisterthimi, welches er aber nur 2; oder 26 iahr alt, wider diegesätze und mit gcwalt so wol als sein nuex», Cn. Pavirius Cardsan sich gerissen, und mit unqemsiner graulamkeit solle geführt ha-ben ; Massen beyde mit ihren gemäss,icten solbaten den Rath un-versehens umringet, und die Rathsherren,welchen sie feind waren,aus der verjammlung gleich als aus einem kercker herausholen,undniedermetzeln lassen; daher auch von dem an kcm rechtschaffenerbnrger seiner parthey anhangen wollen, und sein name bey allen ge-schicht- schrcidern mehr als keines andern verhaßt ist. tte
Keil Liv , ?/«?. in Vlsri» öc 8v>>a > /.r-v., öe
viris iNugr.c. c.rr.L«/^o/,rr« I. ; Hx, *
Marius oder Mario / (Georgius) von Venedig , war ein5ervir, und iiatte sich in der wiilcüopwe I,„d IksoioAie zjmlich um-gesehen. Er lebte noch um das iahr i;8i, und gab 2 bischer sei ider-»->rc eccieb^ttics. wie auch das leben Philipp! Bencii,eines Florenti-ners, in helden-versen heraus. lls t»tt. t.-c. l. z x-ss-v.
s^srar. öcc.
fiengdemnach an,von dem 29 dec. seine obisrvLiionn aufzuzeichnen,hatte aber bißher nicht mehr, als; solcher sterne entdecket. Dochals ihm vvnVenedlg etwas feinere undaccuratere glästr zugeschicktworden, obl-rvi-teer damit biß aufden 12 jan. des folgenden jahrs,da er dann immer mehr und mehr gefunden,daß dieser kleinen Pla-neten nicht; sondern 4 wärcn.Solchemnach hat er diese circumja-visics eher in Deutschland erfunden, als der berühmte Galiläus inItalien , dem doch insgemein der rühm dieser erfindung zugeschrie-ben wird.Diefts alles bat Marius sechsten in seinem munclosovi-ili,den er an.i6i4z„Nürnberg heranßgegeben,weitiäufflig ausgefüh-ret. Sonsteu hat er auch die ersten 6 bücher eiemenmmm kuciig»ins Teutsche übersetzet. Er starb endlich an. 1624. R-cc-o/«-m sl-
msZcü. roin 1 ckron. ?. r. L Lcrb/er-« in öiss.cie ssso hsbiris.
<lo iiivcmis nov sntiguiz p. 4z; lsg.
Mariza / ein grosser fluß in Lhracien/ welcher von dem bergeHamus herab fällt/ und nachdem er Philippopoli/ Admnvpelund andere vrtcr mehr bewässert/ sich m das Aegeische mecr ergeußt.
I. 4 Oeorg.
Marlborougss/ oder Marleberg/ Marlebridge / oderMarlmsborough / eine stadl in der Engelländischen provintzNorkshtre/ nahe bey dem Ursprung und ausser nord-scue dcs flus-scs Kenct gelegen / so in der nähe einen wald und schönebequemstch»keik zur jägeren Hai. Es ist eine alte statt / so bey den Römern un-ter dem namen Cmicfio bekannt war / nachgchends aber Marlbo-rough/ von dem vielen daselbst befindlichen Mergel oder tting-M/genennct worden. ES war vorzeiten ein castell daselbst / so in denEnglischen gesätz-büchern berühmt ist / weil umer Henricilll re-gierung ein Parlament daselbst gehaben worden/ denen zwischendem gedachten Könige und den Barons entstandenen strcitigkeMein ende zu machen. Wie denn der deßwegen vkrabfaffeie parlo-ments'schluß noch heut zu tage it-imum a- ktsrN-owiigii genemlstwird. Diesestadthatdurch öytmalsentstandenefcücrsbrünstemgelitten / und ist von dem König Wilhelms III mit dem tinii einerGrafschafft/ von der Königin Anna aber mit dem linst eines Her-tzogthumj in der person John Cburchils des hernach so bmihiiMGenerals von Marldorough beehret worden. a-Nc. a°i«
grsncle Lrersgne.
Marlborougb/ (Lords von) Diejenige/ so mit diesem titiilPairsvon Enqclland/ biß zu anfange des iZtenf-cnN, gewesen/sind folgende: i)Jacobus/ Lord Lei)/ Groß.Schatzmeister vonEn ,elland/welcher an. 1626 den e ftdr. von dem Könige Carole Izum Grafen von Marlborougb gemacht ward / und den -4 matt.1629 mit tode adgiena. 2) Henrich Lc»/ des vorhergehenden söhn.;) Iacobus Lcy/ ein söhn deS vorhergehenden / welcher nach einentzimlich aiiHiuten wandel ein vernünfftiges und Christliches lebenanfieng / und bald hernach den z jun. an. 1661; in einem sce-gestch«te wider die Holländer sein leben ohne leibeS- erden verlobe. 4) Wil-helm Lcy / des vorigen vaters bruder / welcher aber gleichfalls keinekinder nach sich ließ.;) Johann Cburchil/welchen der König Wil-helmus III an. 1689 den 9 aprill zum Grafen van Mariborongb/die Könlgm Anna aber den 14 dec. an. 1702 zum Hertzoge vonMarldorough / und der Kayser JoscphuS an. 1706 zum Reichr-Fürsten von Mlndelheim erklärte, s. Lhurchil.ve>p -a r.->-
ßlisk kill. p. Z94. Nriksnni» wird. Lggicioiir. N-e
voi. z x>,
auffgenchreie Fürsten- schul zu Heildrvnn auffneh.wen ließ. Doch burffte er nicht lang daselbst bleiben, sonder»wurde nach Anfpach in die Fürstliche hof-capelle gethan,darinnen ersich 4 gantze jähr gebrauchen lassen. Gleichwie nun gedachter
Marggrafnichts unterließ/wodurch er die ttuö,L in ausnehmendem-gen konte;alsoüeß er auch biestmMario nach verflicffung solcher zeitein stück geld reichen,damit er bey dem berühmtenTychone -ieBrähzdie wissenschaffl der gestirne erlernen möchte. Nachdem er nun da-selbst guten gründ gelegt,reisete er auch, seinen endzweck desto besserzu erhalten, nach Italien, allwo er sich sonderlich zu Padua undVe-nrdig etliche jähr aufgehalten. Darinnen gienq es ihm aber sehrhart, daß er emsmals in 8 Monaten kein geld gehabt; dessen unge-achtet ließ er sich dadurch von dem eyftr in der gelehrfamkeit pchmehr und mehr vest zu setzen, nicht abwendig machen. AIs er nunhieraufwiever zurück gekommen,wurde erzum dof- ktsrli-mLricozuAnfpach bestellet,allwo er sich sonderlich auf Verfertigung der raten-der geleget. Jmmittelst fügte eS sich, daß ein geheimber Rath anbesagtem ort, welchcrein grosserliebhaber derdasrii-m-iicwar,emsern-glaß bekam, und davon mit dem Mario sich unterredete. Bißhieher hatte man selbige nur zu den entlegenen fachen anfder erde ge,brauchet; alleinMarius wolle auch versuchen,ob er nicht am Him-mel ein und anders damit entdecken könte. Es glückte ihm auch,daß er a.1629 im sommer einiae kleine ikernleiniim dcn rriwi»-»