Band 
Dritter Theil
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MäMdrough/ (FÜrstundHrrtzoqvon) ist aeSMrenan-648. Sem vater/namensWrnsthonChurchil/ausdemmii^'ren Adel m Engelland , so man Gentlemens nennu, ha Eckdemllnglucksellgen Kömg Carl! viel getreue/dessen söhn Ar,Carl»/ unter deme er alsOberster gestanden/ weirsmßliNredienst rrwrestn; dtt mutier war Elrsadetha / ci->c kockterB-°«°MAs«.W-,wa-»hrku/«-,LL Vfohn/ von deme hler dle red / den studien gewidmet, nacknkb-nv«ader bey sehr wenig hierzu verführter neigunlLgenommenen ohngememrm trieb zu den waffen, unter den n Fran-tzösischen truypen / doch rn unrm rrgimrnt seiner »«> 7 ». versTdenen feld-zugen des Marschalls von Turenne am Nheinbmewohnt / welcher schon damahlen eine sonderbare achiunaM-simegererget/und sowohl ab seiner m mehreren gelegenhesien erwiesenentaMrkeit/als anderer auffuhrung nicht wenig vergnügen empfun-den ha. Bald nach dem todt dieses Marschals bcaabe stck Mir.chil wieder an den Englischen Hof'/ woselbst eWmMgem Hertzog von Dvrck/ und bruder Carl II / sich alsobald ingrosse Hochachtung gesetzt / der ihm die ctisrZ- alsäerobbe vor sich/ der König aber ein regiment draaoner anvertrautIndem er nun beyde .dieses» höchstrühmlich verwaltet ^ntten ihm ferne Kömgl. Maye,tät Carl II den Baron.stand aufAvmond und Sandrrg« / und mit Migem den tinü Lord Cbur!chil/ dessen Retchs-nachfolger aber Jacobus II begnadete ihn/nachdem er ihm sehr wichtige neue dienst wider den Her tzoa vonMontmouth,n ferner bekannten unglücklichen geleistet/Mit der ehrewstell eines Gencral-Lleutenants. Miklerwcil verehlich-<e er sich mit Richard Jennrngs Englischen Ritters/ tochter/ so denrauff.namen «ara gefuhrt/und erziklte mit dero fünffleibes-crben,als i) Johann Churchil von Blandfvrt an. isy; gedob»ren/ und 17°; auf der Universität zu Cambridge , wieder verstor-ben/ 2) Annam denkten jan. 1699 an Carl. Wpcntzer / Grafenvon Sunderland / <Dtaats> 8 ccreisrium vermählet. säenriettam«ine gemahlin Francisci GodolphinS / Ritters und einigen soknsHerren Stchey/Grafen von Godvlvhin. 4) Elisabetham vermähltan Serope Egerton / Grafen von Bridgewalcr/ Groß.stallmeistcrbey Prmtz Georg von Dännemarck/ und 5) Mariam an. 170;dem Klsrqu.s von Mountherman einigem söhn Rudolphi/Grafensvon Momagn/anvertrauet. Es ist unlaugbar/daß dieser Herr beydem unglücklichen König Jacobo in besonderen gunsten gestanden/auch aniehnlichc wurden und grosse gutthatcn von demstldigen em-pfangen ; wrc er dann neben anderem an. 1685, gleich nachdem ge-meldter König die regierung angetretten/als dessen extr-orginariLmirrssLgnr an den Frantzösischcn Hof ist geschickt worden; um sowohl den tod Caroli II/ als die erhebung Jacobi aufden throndemselben wissend zu machen. Allein diesem ungeacht hat er nach.gehends/ da die gefährlichen anschlägt Königs Jacobi zu einfüh-rung des PadstthumS und absoluten gewalts in Engelland sich vol«tend geäuffert / dessen parthey samt allen seinen ansehnlichen bedie-nungen zu verlassen/ und bey anländung des Printzen von Ora«nien/ nachmals Groß-Britannischer Mayestät/ in dessen dienste zuwetten sich in seinem gewissen verbunden erachtet / wäre auch kartzvorher mit unter denen Englischen Herren gewesen/welche diesenPrintzen / um sich der Englischen religion und freyhcit mit ernst an.zunemmen ersuchet / und sich auf solchen fahl öffentlich zu ihme zuschlagen erholten hatten; wobey er noch besonders verspräche / denPrintzen und die Printzeßin von Dännemarck / nachmalige Köni-gin Anna/ bey welcher seine grmahlin schon zu selbiger zeit allesgälte / nebst noch verschiedenen kriegs-Osiicrrern ausgleiche aedan-ckcn zu bringen. Wie nun leicht zu erachten / daß dlese aufführungdes Mylorvs Churchil von seinem gegemheil mit denen häßlichstenfärben habe müssen abgemahlet / und eines grossen undancks/ jagar einer schändlichen ireülosigkcit beschuldiget werden / also hatman zu woblgegründeter rcttunq seiner ehre zu bedenckcn/ daß er iseiner religion und der frcyheitdrs Vaterlands / welche damahlenauffS höchste gekräncket wurden/und in gröster gefahrstunden/durch gantz widerrechtliche und gewaltthätige mitte! völlig über nnHaussen gestoffen zu werden / noch unendlich mehr verbunden gewe-sen/ als kein Engelländer / ja gar kein mensch seinem komg menta-len verbunden seyn kan. r Daß er dem König Jacobo alle dre stm»«he/ durch welche dieser die gnnst der gantzen --skion von stch abge»wandt/ und nach dem urtheil deren / so derftlbigen wahre gründ«gesätze verstehen / sich alles auf die Englische krön gehabten rechtensverlurstig gemacht hat/ jeweilen / wo er nur darüber mit zu rath tstgezogen worden / eifrrig mißrathen. Ja Cburchtl hat hierüber ser-neu innersten sinn so wenig verborgen/ baß er schon m ferner Fran-Wschen gesandtschaffl an. 168? den jungen Ruvignn versicherte:Wann JacobuS / als schon damalm einige muthmaffeten / dre re-ligion und freyheit des Königreichs in der that anzugreiffen undrunzustürtzen unterstenge; so wurde er sich unfehlbar wtder stüt-zen erklären. ; Daß ihme von des Königs Wilhelm freunden /welche dir heimliche corretponclsntzen wegen der landnng m Enger-land und anderen nothwendigen anstalten gefubrct haben/ leweilendas zeugnus ist gegeben worden / wie er auch nach gegebenerdannoch/ so lang er noch bey Jacobo geblieben/ von dessen amchla-M dem gegentbeil nie ntchts entdeckt/ und also / was er sich außtrieb seines gewissens vorgenommen / auch aufemc ehrliche unogroßmüthige weise außgefuhret habe. Der buess/ welchen er diesesMs ehe er noch Jacvbum verliesse/ zu seiner rechiftriigungandtt.sm König geschrieben/ kan ohne bewegunq nlcktgelcsen werven.M nun die rcvoiukion auf die bekannte weis glücklich zu end gcrvsisen / hat Wilhelmus gleich an dem tag seiner kronung unter zwolssGrafen / die er ernennet / den Lord Churchil namentlich zum Gra-

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bestndlrchc besatzung von;°°° Mann sich als kcieg2famene mseden/gezwungen hat. Er ward mithin zum dmlen Comme,wamd-r ^stellet/als Obrister dem Königl. rrgimenk

«Ldas Könrgl. geheimdr RathL.-°u'Au«ausgenommen / und zum Qouvcrncur des Crvn-Plintzm Lerko-rWtlhelm von Glorestcr.veMdnet. Bey der im jähr-A?nWmconss.rsuon mvec Kömg Wtlhelmum wäre das Haupt derselbigcader clwv-!-er Fenwlch so frech / daß er an statt der würMchcn -°->-hnr-ntm eben dre vertrauteste Rathe rmd Ministers des Königs,und unser solchen zu allervorderst den Grafen von Maridorouahrmes hermltchen brteff-wechsels mit dem entsetzten König Jacobs

ru dessen ssvc-r geschmiedeter gefährlicher anschlagen be.Aulvme. Allein wre drese anklag ohne den geringsten beweiß vor.gebracht wmde/und rm grgrntheii der betrügliche Vorsatz Fenwichrgantz klar hervor schiene; so ward gantz keine achtung hierauf qc.geben. Vielmehr wurde Fenwlch/ als des hohen verraths üderwic.sener verdammt/ jedoch!aus besonderer Königlicher gnade nur mitdem dcyl gerichtet; Marldorough hingegen genösse Wilhelm gunstund vertrauen blß zu dessen rode. Als nun wegen dem kurtz vorhererfolgten absterben Caroli II Königs in Spanien ohne erden / unddem daher entstandenen succettEstnit, so wohl als wegen dervm selten Frankreichs dcschehencn erkenung desPrintzcn von Wal»M für emrn Konig in Engelland/ die Europäischen fachen sich zumrem sehr weit aussehenden krieg anliessen / hat alsobald die nachWilhelms aufden thron erhabene Königin Anna/die in selbigenwichtigen geschafften vorfallende gröste Verrichtungen diesem Hecmvor andern aufgetragen; wodurch er dann wegen des besondere»ansehen« / so Engelland bey allen Mitten gehabt / und seiner eige«nen so klug als tapfferen Verrichtungen das vornehmste werckzeugund gleichsam die serl derer vornemster mtternemcn gegen die zweyverbündete mächtige Königreiche / deren Vereinigung Europa in sogrossen schrecken setzte/ worden ist. Er ward also gleich anfangs alsKönigl. Englischer Menipor-misriur, um mit den Kayserlichea undder Herren General-Staaten bevollmächtigten/ wider Franckreichund dessen groß-sohn / den damaligen König in Spanien / dama»liycm vuc a'Anjoll eine <>n>und <iEenliv-sn>LN2 zu schließen / nachdem Haag verschickt / anch ihme fernerhin das comm-mao über diegantze Englische armer übergeben. Diesem zufolg / als an. 1702die Frantzosen seiner begierd zu schlagen aller orten ausgewichen,eroberte er Venlo/nahm darauf in eben dieser ca>r>?-8»-Stephans»werth und Ruremonde eyn / worausauch Lüttich in wenig tage»auf eine für die Mitte waffen sehr rühmliche weise eingenommenworden. In eben diesem jähr ward er auf seiner ruckreise nachHolland samt dem schiff/ worauf er sich befunden/ von einem Iran -.höfischen parthey-gänger auß Geldern angehalten / von deine eeaber mit wundersamer klugheit durch vorweisimg eines srembde»und schon veralteten pakpons sich enliediget/va dann desKömgs inFranckreich empsindung über den glücklichen erfolg diesesm-ris, aus den patthcy-gängec gefallen / Und deme/ wellen sclbigeeden paß nicht gründlich exLminirt / nach einiger bericht / welchesman jedoch nicht für gewiß achtet/ der sträng zur Vergeltung ange-wiesen worden. Übrigens ward er bey seiner anhcimkunyl in Lon-den von der Königin in den Hertzoglichen stand erhoben/ auch überseine ordentliche ihme noch 500s pfund sterling aufdie post-einkünffte -mucket/seine gemahlin aber samt gantzer K-miii- zu ve»höchsten ehrenstellen bey hos erhoben. An. 170; eroberte er Bon,Huy und Limdura mit grosser hertzhafft-und belWdlgktti/ m wel.chem jähr auch König Carolus/ ,etzt-regrerender Römschrr Kayseeüber Holl-und Engelland nach Spanten sich erhoben / und an bey«den orten von dem Hertzog nahmens der Kömgm c°mpi>m°nl,retworden. An. 1704 incomm»>tirten die Franzosen samt Chur-Ba»nern / so dero parthey angenommen / das Römische RM vermas»sen/ daß nach einiger meinung/ohne schleunige beyhnlss/ oder ei-gene ernstlichere gegen-verfassung/ selbiges auf dem sturtz setnes un«tergangs gestanden wäre; dahin nun verfugte sich der Hertzog mttseinen unterhabenden Eckern / und conjungitte sich erstlich umMarggraf Ludwig von Baden/ griff nebst deme dre Frantzosen beyDonauwerth in ihrem rcrrsnckement und vortbktl an / erschlug de-ren mehr als die helffte und erföchte also einen völligen sieg ; nach--gehends und nachdem er auch mit dem Punktn Eugenio von Sa-

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