Band 
Dritter Theil
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404 mar

gantz nahe fahren können. Die einwohner sind mcistencheils Niesccckculeaufdcin mitte! Meer,und erfahrne fischer-. Liest stadthießvorzeiten die insu! oder danck 8- Genais; und ist der namc Mar-tiqncS wnrcküch erst in dem i; lccui» aufgekommen; (wovon aua)der art. 8 Genals kan nachgesehen werden / zu dessen ende an stakt8- Genast / Martigues zu lesen ist / wie der verstand von sechsteneinem aufme: cksamen lestr zeigen kan/ und man iedock allnuL nochvor enbung des gantzcn truckL / da jener bogen samt diesem durchverschrcidung Angeschlichenen fehler nachher gemachten einrich-tuna schon vor diesem gegenwärtigen ausgefertiget/ hat erinnernwollen.) Die Barbarn verheerten sie fast gantz; nach der zerr aberhak sie sich wieder erholet. Sie gehörte anfangs dem haust derer vonPoreclct / von welchem sie an die von Baux / so aus den v,c»mrc-von Marseille waren/ gekommen ist; da hingegen die Porccletslhr recht von Raimunde Dercngario dem Grafen von Provence /nnd dickrvon Hngone Boardt demEktz-Bsschoffzu ArleS erhal-ten hatten / wie man schon in dem vorgemeldtcn art. 8- Genast an.gezeigt. Ludwig von Anjou / Graf von Provence vereinigte solcherwieder mit dieser Grasschaffl im jähr -M» Der Konlg Renamsrrhöhcle eS zur v,cc>m^, und gadS unter solchem uml an strnenNecfCaroluiu von Maine/dcr von ihme nckhmals d,c GrasschafflProvence selbst ererbte/ und sodann MartigucS seinem verwand,ten Francisco von Luxemburg schenckke an. 148-. / der auch solchesbehauptet / obschon Lndovicist Xl König in Franckrcich / an wel-chen Provenee nach deL obigen Grafen Caroli tod gcsallen war /eben diese v,c°mst dem Palamedi os Fourbin verehret hatte; wie«r dann auch nicht minder die nachkommende Francistt/ dieCa-raccioli Prjntzen von Meist auS dem Königreich Napol,/ so einegleiche schcnckung vom König Francjsto I erhallen / eberifahis ab.wiest. Allein da Sebastian von Luxemburg an. 1579 Mit hinterlas.sunq einer einigen rochier Maria lodes verblichen / käme eS an de-ren aemabl Philippum Emmamielem von Lothringen / Hertzogcnvon Mercör / welchem zu gefallen Henricus IV die v>c->mst in einFürstenthum verwandelte an. icyy./ unter welchem namen eS deroeinige tochier Francista von Lothringen an Cäsar / Hertzogcn vonVcndome / Hennci IV natürlichen söhn von der Gabriele aLr,--.,gebracht hat/ mit deren großssohn dem bekamenoener-i und Her«tzog von Vcndome auch diese Fürsten an. 17-2 anSgcstorben; wor-nach dernd Hertzog von Villars im jähr 1714 das Für.

sientbum MarligueS geraufft hat. wii. n« ?rovcncc.

äcicripc. krov. I. 4 c. 5 h.l. ve/cr. S« -il-

Martina / war des Kaustrs Heraclii böse zwente gemahlin /auch zugleich dessen Neefin von seiner schwcster Maria / welche die»se Martmanl von ihrem ehmann Martino gcbohren hatte. Marti-na selbst aebahrc Heraclto 6 söhne und 4 töchtexn. Weil sie sich bc.fahrte / ibr söhn HeraclconaS würde nicht Kaystr werden können/indem ihres qemahlS solni ConstantmuS / der selbigem in der regle«rung nachgcsolgct / 2 söhne halte / so ließ sie diesem jungen Kanstrdurch Purrhum/ den Patriarchen zu Constankinopel/ mit gisstvergeben / nnd maßte sich also der regierung an. Allein ohngefehrnach 2 jähren sprach der Rath zu Constankinopel das urtheil übersie / daß ihr die zunge aus dem halst geschnitten werden solle/ da-mit sie nicht durch ihre bcredsamkeit das volck zu einem anfstandebewegen möchte; ihrem söhne Herarleonas aber / welcher sich Con-staiilimim l V nennte/ liessen siedle nastabschnciden/damiler nichtdurch seine schönhcit ihnen ein mitleiden gegen sich erwecken käme.Nachaehends wurden beyde nach Cappadocien / einer provtntz inKletn-Asien/inS elend verwiesen, c,<//,». i» >«3 »cäcl.i. *

Martinach/Martigny/lat . OQollui-nm oder vcr-ZrornmVicu5, ein schöner flecken und schloß auf einem fetten an dem zwi-schen bcvden durchlanffendc» fluß Dransa gelegen, im untern Wal-lst zwischen Sitten und 8. Moritz. Ermacht mit etlichen anderenbenachbarten dörffcrn das fünffie Paner oder gcmcmd des unternWallst. Es war zu der Römern und stui.oisri; ze,ten ein nam-,haffkcr ort, und gicng der paß aus Italien über die Alpen (nun-mehro 8. Bernhards.berg) dardurch, wie dann des Cäsars Gene-ral Sergins Galba, allda sein winter-läger gehalten, und nach ge-schehenem treffen mit denen WaUlsern und angräutzenden Alp-em-wohncren, den damaligen flecken verbrennt und darauf sich zurückgezogen. Nach der Hand wurde er wieder mit angebauewmit Mau-ren umfangen und zu einer Römischen vflantz.stadt gemacht, wiedann noch verschiedene inlcnprioneniu der kirche vorbanden sind.Unter den Christlichen Kayser» hat das Christenthum allhier einensrarcken anwachs bekommen, folglich gar frühzeitig ein Dißthumentstanden, wie man dann findet, daß contis-mus Mschoffzu Mar-tinach an. 497 im OncMo Lpaononü in Franckrejch zugegen qewe.seil. Als hernach in denen folgenden kriegen, welche Clodvväus dererste Cbristl. König in Franckreich, und feine söhne mit denen Nur«gundifchen Königen geführt hat,Martinach viel erlitten und also inäbaang, sitten hingegen in anfgang gekomensist derowegc» auch dasBißthnm an diesen ort verlegt worden- Das schloß aufdem seifengegen Martinach über, solle an. 1244 von Graf Peter vonSavovenerstmals erbauet worden seyn. Es wurde von dcnei^ landlcutenetlichmal zerstört nnd von denen Bischössen Iost von >Lilyiieii,undMatthäus Schyner wieder erbauet. §-,»/<". cic vLiest p. r?. o.§/»,«/>/. >. >' p. -rbrt A- p. 70:. *

Martincncchi / eine sehr vornehme und mächtige familie inder Vcnettanischen landschafft Brescia . Die Republic Venedig hatsie unter die zahl ihrerNobili aufgenommen,und zwar nicht um gcld,sondern mci-irn. Ewer aus diesem geschleckt, welchen man denGrasen <-»<>,r , nennet,«oll ausdrücklich sich damals aus-

bediingen haben, daß man ihn keinesweges m das so genannte gül-dene buch mit eilsschreiden möchte, indem er seinen angedohrnen

mar

Adel so hoch schätzte, daß er den zusatz des Venetianischen mehr füreine Verkleinerung , als für eine Verbesserung desselben ansähe. An.1607 hatte die Republic einen Grafen von Martinengo als Gene.ra! in ihren diensten. Aus eben diesem geschlecht war auch der ge.lehrte Benedicttner-Mönch, Tirus Prosper Martinengo, von demein absonderlicher articul zu finden. An. ,089 wurden auch dieGrafen Johann Baptista und Paul Martinengo dem Venetiani-schen Adel Sie scheinen ihren Ursprung zu haben von

dem kleinen ort Martinengo in der landschafft Bergamo -

Kitt. ciu ^ouvein. Ue z/eriise p. ^41, ;S?» Iivrz,

ri» LrctciLNL p.

Martinengo / CTitus Procher) ein Benedictiner-Mönch indeln kioster zuMonte-Cassino, war von Brestia gebürtig,und mach-sich durch seine wiffenfchaffr, die er m den gelehrten spraachen er,langet, berühmt. Eben deswegen ließ ihn das coUegium her Cardi-näle unter dem Padst bst I V nach Rom kommen, um daselbst diewercke des ktrchen-lehrers Hieronymi durchzusehen, und zu verdes,fern, worauf sie durchPaulum Manutium sollen gedruckt werben.Er musst auch die wercke Chrysvstorm, Theopyylacti und die Grie-chische bibel übesetzrn, so zu Rom heraus gekommen. Diese gutedienst nun zu vergelten, wolle ihn der Pabst ttius V befördern ; al-lein als Martinengo davon Nachricht erhalten, machte er sich vonRom fort, und begab sich in ein klostr zu Brescia,ließ auch hernachverschiedene schafften drucken, als da sind: o-UM-gelb nuomo

conolcltor 6i L iicttc»; tkso:oc«cll» tivc psrrtiLnvcilL , welches letzleri

er der jungfrau Mariä zil ehren verfertiget, rc. nbr-ri,

LrclciLniL p^08.

Martini/ (Franciscus) ein Carmelitcr-Mönch, lebte um dastahr i zyoglnd schrieb unter andern von der empfängniß der heiligenjUNgiraU Märst. bllss Lsrm. 0cc.

Martini/ (Raymondus) emDominicaner-Möuch vonSobi«rats inCatalonten gcbürlig,lebte zu ausganst des i; «-cu,-.und hattedie Orientalischen spraachen sehr wohl studiret,damit er die Judenund Mahometancr desto eher bekehren möchte, darzu er auch vonden Königen in Aragonien und Castilien eine penlion bekommen.Damit er die Juden mit ihren eigenen Waffen erlegen möchte,truger aus ihrenrabdinm verschiedene stelle zusammen,welche er in seinwerck, so an. 1651 zu Paris unter dem litul: pu^o 6Li, heraus ge-kommen,eingebracht. Aus ihm hat Nachgehends l'orcdclms lls 87I.vLlicis, und aus diesem oslLtinus das semlge in dem ii-^i lls St.c^n>s cLrbol,c->:v-rilLtir, ausgeschrieben. Man legt ihm auch einenrELt cspillrum^uclXorcim genannt, und eine reklxsrioa des Ast-ralst bey» b,bl. orU. prL'llic. p. 4;l.

Martini oder Martine;/ (Martmus) ein o-stor'rstoloßiL,und viuteUör zu Salamanca , lebte um das jähr i;Solind war vonCantapietra, in der -h«cc, jetztgedachter stadt gebürtig. Man hatvon ihm inliirlltioncs lingu^rum ttebrÄicE L: LNaiciricT, desgleichenb^pol^poies ikeolvßicar sci inrcliigLnllos socrL scripturs: ienlus,welche

letztere schrifft aber von dem ceonciiio zu Tridenc unter die verbote-nen bücher gesetzt worden. Franciscus Martini lebte zu ausgangdes i4l-c»n, und verfertigte einen van der empfängniß derjungfrau Maria. <Ie tcnpc. eccl. I.«c»r«bibi. errm-lit-L/e.

F-c in parsci. OLrmclit. yjyl. Uiip.

Martini/ (Marttnus) ein Jesuit von Leidest gebürtig, hieltsich viel jähr in China auf, und schrieb ein buch lle beijo HttLioz m-rcr <ÜL ckincnlcr, so an.;4 zu Antwerpen gedruckt wurde. Esistauch von ihm listoriL Lin-nst uild -erias sinicur heraus. An. lözlkam cl^wieder luEuropam.und stellte eine beschrcibung von Cbilianebst einer sehr ^ccur^en general-charke davon, und i z special-char-tenwon den i ? provintzen desChtnestsche» Reichs an das tage-licht.Desgleichen Hai er auch noch hinzu gefüget eine charte von derhalb-insul Corea und eine andere von Japan . Er gtcng aber her-nach wieder in Asten, und starb den ü M. rü6i zu Hang Chen inChina in dem 47 jähr seines allers.

Martinianus/ ein c-psti» oder Ariegs-Hauvtmann, welchersich durch seine tapsserkcit unter LiLinii armee in die hohe brachie.Er war erstlich laLgistr ostcioiuin, worauf ihn der Kaystr inChalcedon zum L.rl-rc machte.Und zwar so legen ihm die geschicht-schreidcr mehrere ehre nicht zu; da im gegentycil, verschiedene un-ter seiucm namen vorhandene müntzen ihn garAugustum nennen.Doch wie dem allem so währte sein gemalt gar kurtz. Dann alskaum 2 monai verflossen, wurde er nach der blutigen schlacht, wel-che Constantiiius nahe bey Chalcedon gewonnen, den üderwinbemin die Hände geliefert, die ihn an. Z24 in Cappadocia in stücken zer»risse». (siheLiciNius.) *

Marriitico/oder Martinique/ eine Amerikanische iissnl, m-zwar eme von den Anlilles oder Caraibes ; die alten einwohnethiessen sie -vist-rum; die Spanier aber gaben ihr den »amen,den sieietzo führet. Sie ist ohngesähr >6 weilen lang, von ungleicher brei-te, und begreifst 4; in ihrem umfange. Die Frantzosen haben sichseit an. i6zz darinnen niedergelassen, und sind von den Indianernoder Caraibes öffters heraus geschlagen worden.Lste ist anietzo einevon den volckreichsten instiln unter den Antilles. Das land ist lehrgut und fruchtbar von tvdack und maniac. Desgleichen hat manauch darinnen zucker,zimmtrindcn, baumwolle,erd>äpffel, Indiani-sche feigen u. d. g. Übrigens findet man daselbst sehr schädlicheschlangen, welche den Indianern in die Häuser,ja auch in ihre betieckriechen. Es ist anfdieser insul nur ein fort, 8. Petrigenannt,undaufden küitcn findet man viel schnecken. Die heutigen davon vor-handene reUiiuiii!, berichte»,daß 40 flüssk darinnen sey«, deren eini-ge eine gute strecke ins land hinein schiffbar seyn sollen. D>e Engckländer landeten unter Francisco Wbaler an. 169; auf dieser iiMan, üdcrschwemmeten den grösten theil davon, und rühmen ob»c

sonder-

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