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mam. Der älteste, Wilhelmus, locc-äirte ihm in der würde einesLords, undstarb an. 1627, nachdem er mit Katharina, einer tochterEduardi Wommerset, Grafen zu Worcester, 7 söhne und ; töchtergezeugt, nemlich Roderkum, Wilhelmum, Eduardum, Johannem,Thomam, Henricum, Georgium, Elisabetham,Mariam vermähl!an Johannem, Lord Teynham, und Catharinam. Robertus, derälteste söhn und Luccetior. starb an. 16;7, und ließ von Maria, ei-ner tochter Antonii Vrowne, vice-Gkasen Montague, ; söhne unds töchter nach sich, nemlich Wilhelmum, Johannem, Thomam,Mariam, vermähl! an Eduardum, einen söhn lind erden Wilhelmi,Lords Stourton, und Dorotheam. Der älteste söhn, Wilhelm,ward an. 1678 auforärs des Parlaments,weil er zum Nachtheil desKönigreichs der Calholischen religion tsvoriiixet haben solle, in denTower gefangen gesetzt,allwo er auch an. iü8; mit tode abgieng.Von seiner ersten gemahlt» Elisabeth, einer tochter Johannis,Grafen Rivers, hinterließ er kein kind,von der andern aber,namensBrigitta, einer tochrer Johannis Pincheon von Writtls, nur eineeintzige in dem Tower gebohrne tochter, Mariam,welche nachmalsGeorgium Hcnnage von Hainton heyrathete. Der titul eines LordsPetre fiel demnach aufseilten andern bruder, Johannem, und alsdieser an. 1684 ledig starb, kam derselbe auf den jüngsten bruder,Tbomam. Dieser zeugte mit Maria, einer tochter des Baronets,Tdomä Elision von Letham, seinen Nachfolger Robertum, nebst ei-ner tochter, Maria. 7/, x. 54, THe comx/e«,
v»I. ; p. ;68.
petre/ (Wilhelm) Johann Petre von Torbigan in der Graf»schafft Devonshire söhn, wurde in dem Lxccer-coilegic, zu Oxford erzogen, allwo er in voLorew juris promovirte, und sich durch seinerechtsgelehrsamkeit in so grosses ansehen setzte, daß ihn der KönigHenricus VIII zu unterschiedlichen wichtigen geschäfften, sonder,lich aber bey äMoiv-rung der clöster, gebrauchte. Er muste nebstCromweln, alle clöster visitiren, und den lebens-wandel der Mön»che und Nonnen untersuchen, für welche dienste er unterschiedlichestücke von den kirchen-gütern bekam, und in dem z z sten jähr Hcn-rici VIII zu einem der vornehmsten Staats.Sscrsksrien gemachtwurde. Nachgehends wurde er von diesem Könige zu einemStaats-Rath seines sohns und cron-erben Eduardi ernennet, beywelchem er nicht in geringerer ellime war; gestalt er von demselbi.gen in dem dritten jähre seiner regieruug zum Schatzmeister vonder sogenannten cammer der ersten früchte auf sein lebenlang ver»ordnet wurde. Die Königin Maria machte ihn zu einem ihrer vor-nehmsten Staals-Seci-ecsrien, und zum Cantzler von dem Ritter-orden des Hosen bandes. Die Königin Elisabeth erwehlte ihn zuihrem geheimden Rath. Nachdem er nun also hoch gestiegen war,wurde er ein grosser Wohlthäter von dem Lxcrer-coiicßio in Orford,und baute in dem kirchspiele von Jngarstone ein armen-hauß fürso arme Personen, so er wohlversorgte. Er starb an. 157s.
xe 77 , p.
petrejus/ (Theodorus) oder Petrei, ein Carthäuser- Mönch,war von Campen aus Ober- Mel. Er studierte zu Deventer,Swol und Cöln, woselbst er sich in dem 22 jähre seines alters in den Car-tbäuser-ordk» begab. Er publicirte verschiedene glaubens- bekänt-nisse, so er aus den schrissten des H. Gregorii, Cypriani, Tertullia-ni, Leonis, Bernardi, rc. gezogen. Er machte auch anmerckungenüber des Dorlandi clironicon der Carthäuser, und schrieb l-ibliorkg.
csm L-rtliullsnorum. lulrl. Neig.
8. petri orden ist, nach einiger meynung, an. 1520 von demPabst Leone X zu befchützung der see-küsten gestifftet worden- Bo-nanni hingegen meldet, es habe der gedachte Pabst zu getreuer s«i-mmiürscioo des schatzes, welchen man zu dem damaligen Türcken,kriege gewiedmet, und aus denen zu des Pabsts Pii II zeiten erfun-denen alaun-bergwercken gehoben, an. 1521 ein -oiiegium von 401Personen aufgerichtet, welche er Ritter 8. Petri genennet, und de-ren jeder looo gold-gülden zu bedürffniß der kirchengezahiet. Die-selben wurden unter den Adel von dem ersten ränge ausgenommen,Cowit« p-lisrii Qseersncnii! genennet, und mit vielen herrlichen pkl-vüegiü versehen, davon aber Pius V etliche wiederum zurück gezo-gen. Sie trugen an des Pabsts crönungs-tage ein rothes und andessen todes-tage ein schwartzes kleid. Auf der brüst hieng an ei-ner güldenen kette eine müntze, auf deren einen feite das bildnißdes H. Petri, und auf der andern das Päbstliche wapen zu sehenwar. Paulus III hat diesen orden zwar bestätiget, er ist aber nachdessen tode eingegangen. u. o. cLtsl. orä. eguellr.
> petri/ ober Cunerus Petrus/ Bischoff zu Leuwarden, wargebürtig von Duivendick, einem dorff in Seeland. Er studierte zuLösen, und wurde wegen seiner gelehrsamkeit und guten auffüh-rung zum ersten Bischoff zu Leuwarden in West-Frießland erweh-let; welches Bißthum er den 1 febr. an.1570 in besitz nahm, undden darauffolgenden 2? apr.daselbst einen lynollum hielt. Als ernachgehends durch die Protestirende von seiner kirche verjagt wur-de, begab er sich nach Münster, da er einige zeit das amt einesWeyh-Bischoffs verwaltete. Endlich gieng er nach Cöln, da eräo-irte, und den 1; febr. an. 1582 in dem 48 jähre seines altersstarb. Er hat geschrieben <le tscniicic, Miss«; äs weriroruw tdkriiti6c sanätorum conlcnlu ; gu«ltil>nes psllorsles, 6c äs cosIii>Lcu lsceräo-tua,; ver« sc germsn« ecclsll« Lliriüi äellznscio Z äs principis Liin-kisnioKcio; äs grsris, libsro srbikrio, pr«äsllinstione, jukillcscio-ve, in6ulgencÜ5 6c O. kerri csrksär« ürmirske 6cc. big. ecclss.
äesyLlg-Us;. äs ersü. novor. Lpikc. in Neig. t»8I.
LeIZ. äs icr. tec. i; 6cc.
petri (Bartbolomäus) c-nonicuz zu Douay, war in Brabantgebohren, und äocirte ro jähr lang zu Lösen, gieng aber, der Unruheder innerlichen kriege zu entfliehen, an. i;8c> nach Douay, woselbst
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er Urokesscir und endlich Csnonicur wurde, auch allda in dem 8; stenjähre seines alterS an. iü;o den iü febr. starb. Er hat die op-r,Vincentii äe Lerins heraus gegeben,und commemsrios über die apo-ssel-geschichte geschrieben, rc. ^ 7 »^. bibi.8elZ.
petri/ (Suffridus) gebohren zu Leuwarden in Frießland, warein ttilioricus. Poet und Redner, und in der Lateinischen und Grie-chischen spräche wohl erfahren. Er proLirte anfänglich zu Erfurt in Thüringen nach Eobani Heßi tode, welchem er üicceä-rte, undendlich ward er des Cardinals Granvellani L>bii<,tiiec»riur und se-crecsriur. Nachdem er aber des Hof-lebens überdrüßlg worden,be-gab er sich nach Lösen, allwo er eine zeitlang Griechische sueto,«erklärte. Nachgehends wurde er nach tzöln beruffen, und daselbstzum krokessorc juris gemacht, wobey er auch der FrießländilchenStände UilioriogrLpiius war. Er starb an. I; 97, da er ohngefähr70 jähr all war. Er wurde nicht allein von den gelehrten selbigerzeit, sondern auch von den Cardinälen Paleotio, Caraffa und San-torio, wie auch von den Päbsten Gregorio Xlll und Sirto V sehrgeliebet. Seine vornehmste wercke sind: <le orlglne krillorum;
continusllo clironici Lpiscoporum UlrrLjeHcaiium öc Lomitum 8ol-not« >'n Lulsbium, Loxomeauai öcc.; AtlienLgor« spojogispro LlirilHLM5 Lsrioe rsciciics cuw scholiis Ac. bitt.
lrilrl. kelg.
petrikow/ lat. detricovls- eine alte stadt in Groß-Polen in derWoywodschafft Siradien, ligt an einem sumpffichtev orte, und istmit einer guten mauer umgeben. Sie ist bekandt, weil aus alterund allgemeiner verordnnng des Königs und der Land'Ständc inPohlen alle Reichstäge allhier sollen gehalten werden. In derVorstadt ist das Königliche rathhauß und der gerichts-thurn mit ei-nem liessen wasser-graben umfangen; da allenthalben herum dieBischöffe und grosse Herren schöne Höfe gebauet. Ausserhalb derstadt ligt das Königliche lust.hauß Dugey, welches zwar nur vonholtz, aber gar kostbar unten an einem lust-walde gebauet war, wor-innen der König den Reichs-tag zu halten pflegte, so aber nunmeh«ro ruiniret. Allhier wird auch das tribunal der Königlichen land»gerichte des winters, gleichwie zu Lublin des sommers gehalten.Vorzeiten wurden auch hier die Polnische Könige erwehlet: nach-dem aber Pohlen und Litthauen sind vereiniget worden, so geschie-het diese wähl zwischen Warschau und dem dorffe Wola im selbe,allwo man zu dem ende ein gebäude aufgerichtet, welches Szopagenennet wird. Es fitzen aber nur die 8e„scores des Reichs, darun-ter der gemeine adel stehet, unter freyem Himmel. An. 1640 warddiese stadt fast gantz von dem feuer verzehret. An. 1412 hielten diePvhlnischen Prälaten allhier ein Concilium, darinnen man beschloß,die orllinstione- der alten I>nociorum zu Gnesen in ein volumen zu-sammen zu bringen, welches auch geschehen, und an. 1417 von demPabst Martins V bestätiget worden. An. 148;, 1491,15)0,1554wurden auch allhier «donciii» gehalten. Es sind die -s» von de»neu an. i5)9,i;4<>und 1542 allhier vor die rekorwsrion angestell-ten «donciliis vorbanden. An. 15 51, 52 und 5 ; wurde» ebenfallsdergleichen gehalten, ferner an. r 5 78. An. 1621 war ein berührn-ter hnocill-, dessen orsrione, Gregorius XV spxrobiret. An. 162zward ein Concilium provinciUe hier gehalten.
petrina/ oder petrinia/ ein festes schloß oder stadt in Eroa.tien,ligt an einem flusse gleiches namens, welcher in den fluß Kulpfället, 8 weilen von Agram, einer stadt in Sclavonien. Diese ve-stung ließ derSultan Amurath an. 1592 aufbauen, welche 2 iahehernach von den Christen zerstöhret, von den Türcken aber wiederaufgebauet, und an. 1595 zum andernmal von den Christen erobertund besetzet ward. Diese haben sie auch nachgehends behalten, undder Kayser hat sie den Grafen von Erdödi erblich übergeben.
eine lles lisktMgr. Oain 1 .12 6c i;.
petro Brusianer/ s Bruys.
petrom/ (Richard) ein Cardinal von Siena , war in den geist-lichen und weltlichen rechten so erfahren, daß man ihn von allen or-ten über die schwersten rechts-fachen um rath fragte. BonifaciusVIII machte ihn zum Vier. Cantzler der kirche, brauchte ihn her-nach zu zusammentragung des 6 buchs der decretalien,und gab ihman. 1298 den Cardinals-Hut. Er befand sich mit aufdem General,Loncilio zu Vienne in Dauphins, und gieng hernach als Legat nachGenua , woselbst er den 26 febr. an. i; 1) starb. Sein cörper wur-de nach Siena gebracht, da er die Carthause,das Hospital 8 . Catba-rinä, und die clöster 8 . Clarä und 8 . Nicolai gebauet. L,
lrik. lle, Lrrll.
8 .Petvonius/Bischoffzil Bononien indem 5 leeulo, schriebdas leben der EgyPtischen Mönche. Es versichert auch Genna-dius, daß er einen tractat von erwehlung der Bischöffe gelesen, wel,cher dem Petronio beygelegt werbe. Allein er hält davor, daß erseinem vater zugebdre, welcher auch Petronius geheissen, undkeÄus kr«roni, dabey sehr beredt und tugendhafft gewesen. 8 . Pe-tronius führte ein heiliges leben, und starb unter der regierungTheodosii und Valentiniani III. Der Cardinal Paleotus, Bischoffzu Bononien, bat das viNcium aufgesetzt, so daselbst an seinem fest-läge nebst der oeesvs gelesen wird. 8 . Eucherius von Lion geben»cket seiner in epik. sä V-Ieris». äs vir. illulir. - 7 ^«-
äe lumin. eccl. 6cc.
Petronius/Arbiter , lebte zu Neronis zeit, und stund bey ihmin grossen gnaden. Einige halten dafür, daß er eben derselbe sey,von welchem Tacitus sagt, er sey ein wollüstiger mann gewesen,der den gantzen tag über geschloffen, die nacht hingegen entwedermit allerley ergötzlichkeiten ober mit andern Verrichtungen zuge.bracht, und gleichwie andre leute sich durch ihren fleiß berühmt ge.macht, also hingegen sich durch die faulheit einen namen erworbenlll Theil. Rrrrr habe.