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ein schantz-werck aus. Der rebell Mlriweys selbst, welcher inzwi-schen biß an die provintz Ghilan herbey gerncket, langte zwar allbafür den Kayser selbst zu spät an, wurde aber von dessen zu Derbenthinterlassenen und mit denen nächsten kalmückisch« Tartarisch-undCosakischen vereinigten kruppen nur allzu frühzeitig geschlagen undin die flucht gejagt. So dann Nahmen der Kayser und die Kayserinihre rückkehr nach Moscow , allwo sie wiederum einen stattlicheneinzng hielten/und folgende aufschrifft,aufdie stadt Derbent,welchevon Aiexandro erbaut seyn solle, zielend, in einem triumph-bogen sahen! klVXcr^r lisnL korcls reaer Iis>i<ü leO kortlorBey der Ottomanischen Pforte wüsten es inzwischen eines theilsMiriweys mit Vorstellung, daß Moscow nunmehro nach eroberungDagestan und Schirwan, nicht unterlassen würde, auch Georgien in seine gemalt zu bringen, andern theils aber ein Fürst von Da-gestan , welcher bey der Pforte,als ein vertriebener Muselmann,umschütz angesucht, dahin zu bringen, daß der Sultan öffentlich kundmachte, der Rußische Kayser müste im fall,da er den stieben mit derPforte beybehalten wolle, nothwendig dem vertriebenen Cham sei-ne lande wiederum einräumen, worüber dennoch der FrantzdstscheAbgesandte-le Bonac mit Vermeidung,baß Moscow der orten nichtweiter um sich greiffen würde, den Sultan auf andere gedanckenbringen konte, so daß man endlich mit Moscow friede zu hallen,hingegen die gemachte zurüstungen bey dieser gelegenheit gegenPersien anzuwenden beschlosse.Währenderabwesenheitdes Mosco-wnischen Kaysers hatten indessen viele, so gar hohe Beamte, ihrerPflicht vergessen, worunter sonderlich der v,ce-Cantzler Baron vonSchafiroff wegen m-iv-rlsrion des tobes schuldig erkannt, jeden-noch aufdem schafot wiederum begnadiget,und nach Siberien ver-wiesen ward. Bey dem zu dieser zeit gehaltenen Schwedischen Reichs-tag gelunge es beydes JH.Kays. Mai. und dem Hertzogenvon Holstein so wohl,daß jenem der titul des Kaysers von Rußland ,diesem aber, der Königl . Hoheit, zugestanden wurde,, welchesletztere dem Kayser um soviel erfreulicher siele, weilen er diesemHertzogen eine seiner Printzeßinnen zugedacht hakte. Deine zufolgwurde dem Moscowitischen Bevollmächtigten nach Coppenhagenauch alsobald o-clre zugesandt, an den König in Dänemarck dasdreyfache begehren zu thun, daß er den Ezaaren als Kayser erken-nen ; die Rußische schiffe zoll-stey durch den Sund ps"iren lassen,und dem Hertzog von Holstein den besitz aller seiner landen einräu-men , auch deme die vestung Tönningen --Kiemren solle. Zugleichwurde mit ausrüstung der flotte solche anstatt gemacht,daß die Dä-nen sich eines strelchs gäntzlich versahen, auch iedermänniglich indiesem Wahn noch mehrers gestärcket wurde, als eine aus mehr als20 kriegs-schiffen bestehende flotte unterm Kayser selbst von Revelwürcklich auslieffe , da man hingegen um so viel mehrers be-frembdet wäre,als die baldige rücktunffc dieser nur inner dem Meer-busen von Finnland gebliebenen flotte erwiese,daß es dißmalen, wieauch schon das vorige jähr geschehen, nur um eine nützliche Übungin dem see-wesen zu thun gewesen. Wenige tage nach des Ezaarenwiederkunfft wurde auf dessen prächtigem iust-fchlvß Pctershof inbeyseyn aller da befindlichen hohen standes-personen, das fest: dieeinweihung des kleinen Großvaters genannt, mit grosser loienni-tat begangen; dessen absieht wäre, dem volck eine lebhaffte Vor-stellung der in dem see- wefen vorgegangenen grossen Veränderungzu thun, als welches nunmehro bereits dahin gebracht wäre, daßRußland eine flotte von so schiffen von der linie in see zu stellen ver-mochte , der vielen fregaten, galioten, galeassen und galeeren, derenletztem 6 biß Zoo waren, anjetzo nicht zu gedencken. Den namendes kleinen Großvaters führte derjenige nach alt-Rußischer art ver-fertigte Rache, auf welchem ehemals der Czaar seine erste Übungenin der schiffabrt gehabt, und welches bißbero der nachkommenschafftzum steten angedencken wäre aufbehalten worden. Dieser Rachemiste unter einem stattlichen begleit von vielen jacht-schiffen erstlichauf einer galioten von Petersburg nach Cronslot gebracht, so dannden Kayser selbst samt einigen seiner vornehmsten kriegs«undstaats-bedienten aufhabend, 27 kriegs-schiffe in form eines »mpk,.tlic-rri gestellt,unter beydseitiger lösung der stucken, vorbey ?-ll,ren,und nachher» auf vorige weise wiederum nach Petersburg beglei-tet werden, allwo man es sodann in einem gewölbe zu einem ewi-gen denckmal der wunderbaren aufnähme des see-Wesens unter die-sem Kayser beygesetzt. Zu ansang des sept. käme Ismael Beck,ein Persianischer Abgesandter von dem jungen Ssphi oder Konigdieser landen zu Petersburg , mit erbieiiwg einer ewigen freund«schafft von feinem k-mciprien gegen den Kayser an; und einigetage hernach liesse die Nachricht von Übergabe der an der Caspischenste gelegenen wichtigen stadt Baku ein, da inzwischen mit ermeld-lem Abgesandte» eine bündniß geschloffen ward, worinnen derSophi dem Rußischen Kayser gegen die verheissene bülffleistnngdie städte Derbent und Baku samt aller deren zubehorde auf derCaspischen see, wie auch die provintzen Ghilan, Mazanderan undAsteraba abgetretten. Diese bündniß verursachte zwar anfangsbey der Ottömannischen Pforte einiges Mißvergnügen, allein dader Czaar solches als ein lediges hülffs-mitkel für einen von seinenrebellischen Unterthanen aus das äusserste mißbandleten Landes«Herrn mit Nachdruck vorzustellen, auch der friedliebende Groß«Besser, sowohl als die Rußische und Fcantzösische KtuMr, »je fachgeschicklich zu unterstützen wüsten, schritte der Grog-Sultan garbald zu milbteren gedancken, so gar, daß endlich zwischen beydseitt-aen Bevollmächtigten ein solcher vergleich getroffen ward,wodurchsich der Rußische Kayser nach hergestellter berutzigung der Persi-schen landen den ruhigen besitz von zweyen grossen und reichen pro-vintzien an der Cawischen see verheilten konte. In der gegenwär-tigen glückftligkeik erlitte zwar unser Monarch eine kleine zerstob-rnng von denen zwischen dem Don-fluß und Dorysthenes wohnen»
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den Waken, welche durch einige Abgesandte ihren Hittman zu.samt ihren ?-wiie§,en durchaus wiederum hergestellet haben wol-ken, welches feuer aber, vermittelst des Fürsten Galliczin, in we-urgek zeit gedämpfet wurde- Demnach wäre es auch um eine 5s-cnne crönung der Kaystrlicheu gemahlin zu thun. Jedoch,als erst-Ilch ekne dem Kayser zugeflossene gefährliche kranckheit, und nachdessen Wiederherstellung dw immer wanckende Türckische anschlügedie vorhabende reise nach Moscow , als den ort der crönung, nocheine weile aufgeschoben, so stifftete er inner dieser zeit durch einePublic,rte Verordnung,eine scsöemie zu Petersburg , welche aus I»gliedern, I 8ecret»rio, l Siblwrliecsrio, 4 DollmetscherN, Und ILlehr-jüngern bestehen solte, um solchergestalten durch fort-«pflantzung guter künsten und wissenschafften zu Verbesserungder litten seiner einwohnern alles mögliche beyzutragen, wie dankdieser Monarch selbst, seiner schlechten auferziehung ungeacht,theils durch eine natürliche gantz besondere fädigkeit in denen wissen«schafften das gute von dem unnützen wohl zu unterscheiden, theilsdurch eine fleißige Übung so weit gekommen wäre, daß er zugleichfür einen geschickten 'I^eologum, klatiicmLticum, püxlicum undxicclisnicum pslli-en konte. Die Rußische Historien hatte er so wohlinnen, als man es immer baden kan, wobey er auch durch eine lan-ge selbst eigene Prüfung so viel ihne selbst angehender flaats- unvkrregs-handeln sich zu einem vortreflichen staats- und kriegs-manttgemacht, und wirb seiner politic sonderlich die rubmwürdige eigen«jchafft zugelegt, daß sie mit offenhertzigkeit und großmuth vereinba»ret gewejen. Den nemlichen lag, da der Hof auf seiner angetret«tenen reise nach Moscau zu Olonitz angelangt wäre, liesse die nach«richt ein,daß der lclstere Nieustädttsche fticdens.schluß durch schlief-sung der biß dahin gepflogenen ferneren tractaten zu Stockholm mehrers erläutert und besonders den kauss-handel so wohl als dietitul und rechten des Hertzogs von Holstein betreffend, versicheretworden. Die ankunffc zu Moscau geschahe den i april, woselbstauch die cronung der Kayserlichen gemahlin Maria Aleriewna zuemer Kayserin von Rußland den rll may dieses ,724 jahrs voll-bracht wurde. Räch Verrichtung dieser ceremonien erhöbe sich Veitgantze Hof wiederum nach Petersburg , woselbst der Kayser dieübrige zeit des jahrs mit fernerer einfuhrung guter ordnungen ssiöaufnähme des commerci, »ab der schissahrt zubrachte, da er sonder»lich der anzahl der klöstern und der kloster-Ieuten so wohl als ihreneinkunfften ein gewisses ziel setzte. Und so weit hatte dieser grosseMonarch das wichtige werck inner so merckwürdigen regierungfortgeführet, alS er am H.; Königs tag an. 172;, da er eben einergewissen kirchen-ceremonie deygewohnet hatte, durch einen zuge-flossenen starcken Haupt-fluß auf das siechbetl geleget, und nach iLtagen, innert welchen er von hcfftigen schmertzen viel erleiden Mül-len , auß der weit abgefedert worden, seines alters 2 und ein halbjähr; da er vorhin auf seinem tod-bette dem 8-nzt und den ständendes Reichs anbefohlen, seine gemahlin Catbarinam an seine stelleals Kayserin zu erkennen, auch seine älteste Prmtzeßin Annam Pe»trownam an den Hertzog von Holstein vermählet, u.
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petschwiz/ peschowiz / eine alte übliche familie in Müssen,deren stammhauß Pctschwiz rn dem amte Lommatzsch gelegen. Siehat sich auch schon vor allen zeiten in der Marck Brandenburg aus,gebreitet gehabt; wie denn Heinrich von Pctschwiz an.1499 Haupt«mann des Stiffts Brandenburg gewesen. Wilhelm,), u. o.ist an.1? io Dom-Herr zu Missen und Chur -Sächsischcr Rath gewesen.Heinrich aufRödern undZschorne florirkean. i tS-zalsChur-Sächsi-fcher Land-Rath. In dem ;c> jährigen kriege war einer von Pet-schwitz als Kayserl. Oberster berühmt; Heinrich Günther von Pet«schwitz war an. -SZa Churfürst!- Sächsischer Oderanssther in deeGrafschafft Mansfeld. In Oesterreich floriret eine Frcyherrlichefamilie von Petschowitz, ob sie aber mit der von Petschwitz, inMissen einerley stammes sey, kan man nicht sagen. An. i sgo warCasimir Freyherr von Petschowiz Kayserl. Cammer-Herr, undAnton Ernst Freyherr von Petschowiz, Kayserl. Hof-Cammer«Rath war bey der-ciminitt-Lrion in Bayern , bis solches wieder anden Churfürsten an. 17,4 abgetreten wurde; hernach ward er inWien in Cameral-iachen gebrauchet, und wurde an. ,7,8 den 10jan. vice-Cammer-i'rL-6clcnr. Übrigens gehöret Gottfried von Pe«schwitz, welcher an. r 66r ksmillsm LElsrum, und an. r 66 x
den Hochteutschen Parnaß heraus gegeben, und BürgermeisterzttDantzig gewesen, nicht zu obiger familie.
pettau / ist eine alte stadt in Rieder-Steyermarck an dem flußDraw, nahe bey den gräntzcn von Sclavonien gelegen.
Vettendorff/ Bettendorss/ eine alte adlicheund nunmehrofreyherrlicht familie im Nheinlanbe/davon einer an. i;c>o zuLe»ckendorff dey Nabburg gewöhnet. Altmann ist an. 141z auf deinconcilio zu Costnitz gewesen. Dietrich hat um das jähr l?78 dieBischöfliche würde zu Worms besessen. Nachgchenvs fiorirte umdar jähr 1601 Johann Christoph/ und hatten söhne/ dre wareni) Johann Friedrich / der an. rü;2alS Gräflicher HanaulscheeStallmeister/ Hof-Richter/ Rath und Amtmann r« Wolffshe.Nverstorben / unv Georg Wilhelm / Fürstl. Badenischen Rath / m-gleichem Frantz Reinhardt / Chur.Mayntzischen Oder-Amtmannzu Milkenbura hinterlassen / welcher letztere Johann Philipp /Chur -Psaltzlschm 6enersi.!vl»j»- und O-nersI-InipeKn-von der in-knkerie, wie auch Johann Fridrich gezeuqet/ der Chur-Mayntzl«scher würcklicher Cammer-Herr / Obrtster zu fuß/Ober-Amtmannzu Miltenvurg und ein varer unterschiedener söhne nwrdcn. 2) Pe-ter Johann Christoph / Odrist Lieutenant und Eommendank zuKvniastein/ welcher Johann Adolph hinterlassen / der anfangsDomherr zu Wmtzdmg gewesen / nachdem er aber r-^oiret hatte/
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