Band 
Dritter Theil
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Pflug zum Stein lebte um das jähr i; 60 bey dem Churfürsten Au-gusts, und war würcklich geheimder Rath. Otto Pflug zu Strehla wallfahrtete um das jähr i?8c> nach wohl gelegtem gründ in kuckttdurch Franckreich und Italien in ?-i-eüinsm. ward aber bey Alep«po in Syrien durch eine hitzige kranckheit weggerafft, und hernachzu Strehla mit einem kostvaren mouumenr beehret. Fast umgleiche zeit ward auch Hanß Sebastian Pflug auf sothaner meer«fahrt bey der insul Rhobts, über bord beerdiget, welchem der ge-lehrte Fadricins in KKro rriüium eü> Lateinisch cp>rspd>uw verfer-tiget-aus welchem man siehet,daß er nicht älter als 2; jähr worden.Dam Pflug zu Posterstcin, aus dem Hause Strehla , hatte sich vieljähre durch kostbare reisen in auswärtigen ländern wohl versucht,und sonderlich in Italien , aUwo damals der haupt-sitz der erutlmonwar, euie geraume zeit aufgehalten, daher man ihn nachgehends inSachsen , gemeiniglich den Welschen Pflug zu nennen pflegte. Erlebte zuletzt in seinem Vaterland in ruhe, und correh,vnci,rte mit ge-lehrten leuten, wovon unter andern die episteln, so er an GeorgeFabricium,und dieser an ihn geschrieben, zeugen können. Sein äl-terer bruder, Otto Pflug, zugenamt der schwartze/wird als ein ge-waltiger, wohlversuchter und berühmter kmgs-held gepriesen. Alledrey vorherstehende haben den alten Bastian zu Strehla zum vatergehabt. Alexander Pflug auf Colndach aus dem Hause Strehla lebte um das jähr 15 70 als Chur -Psäitzischer Lauds-Hauptmann zuAuerbach. Ein anderer dieses namens ward an.l?47 nebst etlichenander» der fürnehmsten ooklette von Churfürst Johann Friedrichen

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Heinrich Pflug zu Strehla,war in philosophischen, historischen undpolitischen wiffenschafften, auch >n jure so wohl fundirek, daß er sichzu verschiedenen mahlen in öffentlichen schrifften und h-eciminil,»;

LkLilewicis, <le tLrskbus rerum puklicsium periociis, <ic LucorltLte flirirkeuilslis- äe ünguisri LieAoruin Ssxoois: ew!nenri2,L:c. rühmlich se-he» lassen; daher man an ihm einen andern Julium seines ge-schlechts gehofft, wofern er nicht in der besten dmlhe seines alterswäre weggerafft worden. Innvcentius Pflug zu Frauenhayn,Odrister und Kriegs-Rath zu Gotha , Andreas Heinrich Pflug,Odrister und Hof-Marschall zu Meinungen, Augustus Pflug,Obrister-LieutenantiCarl Pflug,Odrisier-Lieutenant bey der Fürstl.garde zu Eisenach,Otto Pflug,Ober-Jägermeister daselbst,AndreasPflug,Fürstl. Sachscn-Gvthmscher Ober-Land-Jägermetster, undGeorge Carl Pflug auf Vollmarshayn, Fürstlicher Sachsen-Go-thaischer Hof-Rath bey der regierung zu Attenburg, sind auch nichtzu vergessen- Hieronymus Siegmund Pflug, Ritter auf Ober-Ot-lendorff, Kottwitz und Zschepa , war Churfürst Johann Georgedes II Lämmer - Herr und Trabanten -Hauptmann; in welchergualität er auch höchstgedachten seinen Herrn an. i6;8 auf denKayserlichen wähl - und crönungs - tag nach Franckfurt am Maynbegleitet,und daselbst von dem neu-erwählten KayferLeopoldo nebsti; andern fürnehmen Grafen, Herren und Edlen, gewöhnlichembrauch nach loienoirer zum Ritter geschlagen worden.Hanns Sieg-mund Pflug,aufKraynitz,von vier rslpeüive Churfürsten zu Sach-sen und Königs in Pvhlen Lämmer«Herr und Trabanlen-Haupr,

in der stadt Meissen zu Versicherung und geiffel ausgelesen,und nach mann,des Johanntter.Ordens Ritter, hat unterschiedene söhne go

Wittenderg geschickt, aber bald nach der Mühldergischen Wachtrelliruirtt. So wir aber die zeit-rechmmg und andere umständerecht erwegen, so scheinet dieser und der gemelkte Chur -PfältztscheMinister eine person gewesen zu seyn. Christoph Pflug zu Mausitz,Churfürstlicher Sächsischer Hauptmann des Kayserlichen freyenweltlichen Franen-Stissts Quedlinburg , starb an. 1189,und ligt indem Pflügischsn erb-begräbntß zu Pegau,neben des Bischoffs Juliibrüdern begraben. Gryphiander lobet einen andern Pflug,so glei-chen namen geführt,und Gräflicher Oldenburgischer Rath gewesen,wegen seiner trefflichen geiehrsamkeil in vielen wiffenschafften undantiquitäten, als einen pohKiHor seiner zeiten. Otto Pflug zuFrauenhayn war zu Churfürst Christian des I, und dessen Nachfol-ger zelten Ralh,Ober-Steuer-emnehmer, Amts.HauptmanuzuMühlderg, Dodrilug und Finsterwalba, auch inffcLw-- der Chur »fürstlichen vorwrecke, Zadeltitz, Tiefen«», Porschitz und Pakisch,auch als ein trefflicher haußwirth berühmt. Wie denn von diesemfürnehmen geschlecht insonderheit angemerckt wird, daß es sich vorandern nuch der «conowlschen klugheit, als worauf die erhaltungeiner famtlie, ja eines landes und staats ankommt, beflissen habe,daher es auch in vielen l-cwis an reichthum und gütern gewaltig zu«genommen,und sich wert ausgebreitet. George Pflug zu Eytra hatan. 1Ü02 in Jena studieret, und wegen seines ungemeinen ingenliviel lob bey gelehrten lenken verdienet. George Pflug der altere zuPosterstein und Vollmarshayn,Alexanders söhn, hatte auf der Uni-versität zu Morff und fvtgenbs ; jähr i» Italien studieret, undward bey der rückkunfft an des damaligen LämilMrLtoris derChur Sachsen, Hertzog Friedrich Wilhelms, Hof noch Torgau ,darauf zu der Churfürstlichen jungen Herrschaffl nach Altenburg,von dar als Berg-Hauplmann nach Freyberg,und endlich als Läm-mer- und Berg-Rath wiederum nach Dreßden beruffen, allwo erauch an. 1621 den 2; sehr. sein leben geendiget,und in der Sophien»kirche daselbst zur erbe bestattet worden. Er ist in allen künsten,son-derlich aber in der Chymie, sehr erfahren gewesen. Sein bruder,George Pflug der jüngere, befand sich zu gleicher zeit in Churfürstl.Hauß-Marschalls-undOber-Land-daumeisters-destallung zu Dreß-den, und wohnte an. ,678 der grosse» berg-cowmlMon zu Freybergin aufgetragener vollmacht bey. Otlo Pflug zu Saatfeld,war umgleiche zeit Fürstl. Sächsischer Rath zu Coburg , und Marggräf-licher Drandendurgischer Hofmeister zu Culmbach. Dam Pflug zuLumperswalda, bediente an.is,8 bey derCbur-Sächsischen armeeObrisk-Lieutenants-cdsrZe; ingleichen Dam Pflug zu Strehla Ca-vitain-Lieutenants-tunÄion, und Jnnocentius Pflug daselbst und zuEöritzObrist-Liemenants,stelle. Cenlurius Pflug zu Gersdorff,Kriegs-Obrister bey der Chur-Sächs. armee und Amts-Haupl-mann zu Troffen, hat sich durch seine tapffere concluics und benck-würdige thaten hochverdient gemacht. Dam Pflug war an. 1614bey der Chur - Sächsischen militz Rittmeister; Wolff SiegmundPflug aufNebendorff/ Cbur-Sachsischer Ämts-Hauptmann undOber-Forstmeister zu Gommern ; Hans Christoph Pflug, Fürst-licher Sächsischer Schloß-und Landes-Hauptmann des Fürsten -tbums Altendurg. Bernhard Pflug zu Heuchewalda, Fürstl.Sächsischer reljEvs geheimder Rath, Hof-Marschall, Ober-auf,scher und des Hof-gerichts zu Jena . A». 167; und 168;emvfieng er am Kayserlichen Hofe im namen der Fürstl. gebrüderzu Weymar, Eisenach und Jena die lehn über den Sachsen-Alten,1676 aber halffer den mit den Kayserlichen

zeuget, welche in fürnehmen boflund kriegs-ek-rg.cn sich Lgn-Miret,und zum theil ihr leben von des Königs in Polen Augusti dienstenaufgesetzet. Ferdinand August Pflug lebte in zweyer Churfürstenzu Sachsen bestaüung als Hof-Marschall und Oder.-Hofrichter znLeipzig . August Ferdinand, Graf von Pflug, auf Kottwitz, Tra-fen«», rc. Kdnigl. Polnischer und Churfürstl. Sächsischer Ober-Hof-Marschall, würcklicher geheimder Rath, Ober-Cämmerer,krcwick'^iniüre, starb an. 1712. ^»EL- 7 -i,.kÄöetti«-, Le,»ec. ^4/ör». 8:i>:k6s ckron.

vic. Klgurilii LIeA. Ssxon. msoulc. LerL/er. illukr. Kemm. k^urksu-ckron. Lok, cokm. Le/e«. ja vit»

Llbcrri sniwok. in cornm. «je Vsickkiicl. Ssx. Sc LoloÄi

Lulsn<Z. ia vier Lli« kmrtckii.

Vflug/ (Julius) letzter Bischofs zu Naumburg , war ein söhnCäsaris Pflug auf Eytra, Hertzogs Gevrgii zu Sachsen vornehm-sten Raths. Durch seine grosse gelehrfamkcit und staatS-klugheitbrachte er sich hoch empor,wurde Domherr zu Mayutz,Raumburg,und Dom-Dechant zu Meissen , wie auch Kayserlicher geheimderRath und in den wichtigsten Reichs. und religions - geschäfften ge-braucht , wie er denn auch zu 2 mahlen in hohen Versammlungendas ciireÄorium geführet. An. i;4l ward er von dem Kayser aufdas eoiloquiuw nach Regenspurg verschicket, und im selbigen jähevon dem Dom-capikul zu Naumburg zum Bischofferwählet, abervon dem Churfürsten zu Sachsen verworffen, und an dessen stelltNicolaus LmbsclorKus erwählet. Julius nahm hierauf seine zu-flncht wiederum zu dem Kayserlichen Hof; als aber gedachter Chur-fürst an.i?47 bey Mühlderg gefangen wurde, ward er mit grosseraulorität alsbald in besagtes Bißthum eingeführet, und ^mbs-«lorSus vertrieben. Das jähr darauf halff er auf dem Reichs-tagedas bekannte buch -m-rim verfertigen. An. 1557 vertheidigte erdie Catholtsche lehre auf dem coiioquio zu Worins. Er starb an.i; 64 in dem 61 jähr seines alters. Nach seinem tod sind von ihmbriefe zum Vorschein kommen, daraus man sehen können, daß er in-sonderheit zuletzt im hertzen ein guter Lutheraner gewesen, wie erdenn keinem menschen durch einen gewiffens-zwang in seinem Biß-thum beschwerlich gewesen. Das; eine refc>rm«-c>n dazumal in derkirche nöthig gewesen, hat er gar gerne gestanden; daß er aber aufv. Luthers feite getreten wäre,hat er nicht übers Hertz bringen kön-nen, vielleicht weil die schönen canonicate ihn zurück gehalten. Eewar mit einem Wort ein Hochgelehrter i keoiogus und ein scharffsin-niger kokricus. welcher nebst Gott im Himmel auch zugleich gerneden Kayser und den Pabst auf erden zu freunden haben motte. Seintestament, grabschnfft und c^logus seiner ehrten theologischenschrifften sind in den unschuldigen nachdichten <l« son«, 1707x. 421 zu lesen. Ar/!.

Pforten / eine kleine stadt, mit einem schloß, in der Nieder-Laußnitz, an einem kleinen fee,zwischen Guben und Sorau,gelegen,und den Grafen von Promnitz gehörig. t.suü>. m-rckw.

pforla/ ( von der) eine von den ältesten avelichen familien irrMeisten, welche die güter Pinnewitz, Westnick,Dbbettitz,Pnschwitzund Neusten besitzet. Bruno, ein rapfferer kriegcs-held,ist an.i 48 rgestorben, und ligt zu Pirna begraben. An. 1644 war Hans Cbur-Sächsifcher Odrister, und ein anderer dieses namens Cantzler zuNaumburg. August Friedrich diente an. 1709 dem König in Po-len als Obrist -Lieutenanr. «ÄE pro^. kittn. Lvnrl. 3 sx.

vurgischen aniheil, an. ......,

Deputirten aufgerichteten bundes-receß als gevollmächtigter Rath Pfortzheim / eine stadt in der Niederen Maraarafschafft Ba.

und Abgesandter vollziehen. George DieMch Pflug aufPosterstem den, dem Fürstlichen Hause Baden-Dur,ach Nund Vollmarsyavn, anfangs Fürstl. Sächsiicher Gotharscher Hof- ^

und Consistorial-Rath bey der Fürstlichen regierung zu Attenburg,hernach aber geheimder Rath, letztlich auch Cantzler zu Attenburg,und v,ce-Hofrichter zu Jena , war wie sein bruder Bernhard wegenseiner qelehrsamkeit berühmt. Andreas Pflug war anfangs Fürstl .

Sächsischer Hofmeister zu Eisenach, Cammer-okEv? zu Jena und Amts-Hauptm-ann zu Altstädt. Dietrich Pflug, ein söhn Chri-stophen des poiykittorix, Fürstl. Sächsischer Rath und Hofmeister ,auch folgends Hof-Marschall und Ober-vormundschaffts-Rath zuAviha, war sonderlich in galanten studien wohl v-rkret» Otto

in einer angenehmen gegend am Hagenschieß, um die gräntzen desGreichgaues. Die Enze fließt dadurch, worein die-Nagolt und ohn»fern davon oberhalb die Wärme fällt. Reuchlinus, dessen Vater-land diese stadt gewesen, meynet, baß sie von Phorcy,einem vertrie-benen T.ojaner, erbauet worden; da hingegen Deatus Rhenanusmit mehrerer Wahrscheinlichkeit davor hält, sie habe ehedeffen Or-cynheim geheissen, und von der 5>ivs orcynm vei »ercxni» oderdem Hartzwalde den namen bekommen, daher» sie auch von eini-gen ?c>rrs ttercyniL genenntt wird. Man glaubet,daß Pfortzheimnach absang Conradini des letzten Hertzogs in Schwaden an dasÜI theil. Sppütz Fmst-