Vhadon/ein bürger?u Athen -welchen die;otyrannen selbigerstadt bey einem banquet tödteten. Seine töchter, welche sie nöthi-gen wölke»/ auf dem saale/ allwo das banquet gehalten wurde, na,ckendzutantzen, stürtzten sich, ihre keuschheit zu erhalten, in einetieffe grübe.
phädra/eine lochrer des Königs Minvis von Creta, von wel-cher die Poeten gedichtet, daß sie den Athenienstschen König Tbe-seum, nachdem derselbe ihre schwester, Ariadne, treuloser weise ver-lassen gehabt, geheyrakhet; baß sie aufHippolytum, welchen ihr ge-mäht vorher mit einer Amazonjschen Königin gezeugt, eine unge-bührliche liebe geworffen,und daß sie, da selbiger ihr zu willen zuseyn sich gewegert, ihn bey Tbrsev angeklagt, als ob er ihr unziemli-che dinge zugemüthet, worüber nachmals Hippolytus jämmerlichumgekommen, und Phädra aus verzweiffelung sich mit einem strickerwürgt» IN wersmorpk. L epill. ^gnrkeon wz-lkic.?. - 4 ?.
phädrus/ein schöner jüngling, welcher zu des berühmten welt-welftn Platonis zeilen lebte, und von demselben sehr geliebt wur-de. Seine feinde sprengten aus, daß solches auf eine ungebührlicheart geschähe. Die meisten aber haben ihn dißfalls entschuldiget;wie denn auch insgemein smor kl-couicus vor eine recht unschuldigeund unsträfliche liebe genommen wird. siehe Pluto.
phaedrus / ein Lateinischer Poet, der in ; büchern des Aesopifabeln in jambische verse versetzt. Er war aus Thracier,, und einfreygelaffener des Augusti. Er lebte noch nach dem tode Scjani»so bey dem Tiberio favorit war, und diesen Phädrum unterdrückte.Selbiger versicheret im übrigen von sich selbst,er habe sich nie lassenangelegen seyn, geld zu sammlen. Diese tabul» -TK-pic-sind an.r;9üdurch Petrum Pithöum herausgegeben, als sie bißdahin den gelehrten gantz unbekannt gewesen, hernach zum öffternwieder aufgeleget,und mit anmerckungen oder coma-eniL-iis der be-rühmtesten cririiorum erläutert worden ; als Couradi Rittershusii,Nicolai Rigaltii, >c r-vr- cle Sauwur, NicolaiHeinsii, Johan-nis Schefferi, Ioh. Ludwig Prajchii, Marquardi Eubii, so Bur-mannusan. isy8ediret, und Davidis Hoogstratani- Sie sindauch von den Herrn cle Portrvyal ins Frantzösische übersetzt wor-den. Avienus »nb Martialis gedencken des Phädri.
x-nf. tslr, ep. ro lib. Liz«/». ep. sfl Lug. I'kuso.
LcLeLe» jn virs kd^clri. lle vsriir morslia crsclenll! aiollis.
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Vhädrus/ (Thomas) krokcüar eloguentik: zu Rom zu ende des
und ansang des isden le-uii. wurde vor den Ciceronem seinerzeit gehalten. Er war Lsnonlcus j» Lateran, und Liblwrliecsriui indem Vsricsno. Den ansang seines glücks machte er von der Vor-stellung des Senecä tragödie, Hippolytus genannt, da er der Phä-vra Person so wohl gechielet, daß er auch den namen davon bekom-men. Die umstände seines todes sind merckwürdig. Als er einsmal-durch die stadt ritte, und ihm ein karn mit ochsen bespannt begegne-te, wurde sein maulthier scheu und warff ihn herunter; ob nungleich der karn über ihn gieng, ohne ihn zu berühren, so verursachteihm doch das schrecken so eine kranckheit, davon er nicht genesen.Wenn er noch länger gelebt hätte, würde er seine angefangene wer-
cke, als; spologiLrn Liceroais in obrrcÄscorss ; sanLlium l>rcv> 2 -rium- in klorsrii poccicsm coniwsnksria; in klsm. comosäiss gus:-
Aiones öcr.zu ende gebracht haben. Voßius häll ihn vor den smo-reiri der »nriguirsrum ljerruri«, welche unter dem falschen namenProsperi heraus gekommen. <le io5elic. licer. in
«rsr. snre x>r«Ie<2. cpiii. oic. Lcl Lrric. cle big. ksc. l. I c. 9.
phämas/oder phönias/ ein Peripatetischer kliiiofopbus undschüler des Aristotelis , lebte L.k.440. Er hat eine Historie dertyrannen und verschiedene andere wercke geschrieben, so von Dro-gerie Laertio, Athenao, Plutarcho, Suida rc. «tixel werden.
phaeton / war ein Fürst der Ligurier und ein vortrefflicherstern-kündiger,welcher sich vornehmlich auf die forschung des lauffsder sonnen legte. Zu seiner zeit wurde Italien auf der feite des flns-fes Po mit ungemeiner Hitze geplaget, baß die erde viele jähr langgantz dürre und unfruchtbar war, von welcher begebenheit Ovidius die berühmte fabel in seinem andern buche lse»m<,rpkoieon herge-nommen hat. Torniel, Salianus, Spondanus und andre mehr,welche es mit Eusebii jahr-rechnung halten, sagen, daß dieses L.iel.s;zo geschehen sey. L,</»/>. in cliron. i.r mecLworxli. fsb.i.
Vhaetusa/ hatte, nach den gedichten der Poeten,die sonne oderApollinem zum vaker, die Nyinphe Neära zur mutter, und Lampe-tiam, nebst Pasiphae, oder Phöbe, welche zugleich mit ihr Heliadesund Phaetontiades, genennet wurden, zu fchwestern. Als ihr bru-der Phaeton den sonnen-wagen zu regieren auf eine vermessene artüber sich genommen, und darüber sein leben verlohren, beweintenfeine fchwestern an dem ufer des Po diesen unglücks«fall aufxine soklägliche art, daß endlich die götter sie aus mitleiden in pappel-bän«me verwandelten. c)vrä.m-tamorpii.>. ,Ll,. i, r.z. rr«r«l.
1.6 c. ; fsl>.
phainus/ ein alter sehr berühmter sternseher, gebohren zu Elisin Griechenland , war der erste, welcher dir zeit des längsten tageSund nacht aufdem berge Lycabeto, nahe bey Athen , beobachtete,all-wo er auch zugleich den laussder steinen anmerckte. Meton, einandrer berühmter stern-kündiger, war sein schüler.
Iib. äe ilgniücLr. ccinpeksc.
phalanthus/ von LacedämowAraci oder Arati söhn, welcher,als er bey der belagerung der stadt Messene in Peloponeso war, undsahe, daß die Lacedämonische armee, welche geschworen hatte, ent-weder Messene einzunehmen oder davor zu verderben,sehr abnahm,
und daß mitlerweile die Lacedämonische weiber keine kinder mehrgebabren, diese» rath gab: daß die jungen leute, welche erst nachdem bemeldten eydschwure ins lager gekommen, wiederum nachSparta gehen und urlaud haben sollen, bey den weibern dererjeni-gen, so im lager zurück blieben, zu liegen. Diesem rath folgte man,und die kinder, welche die weiber durch dieses Mittel gebohren, wur-den Parchenii genennet, welche nachgcheiibs in der 19 olymp. umter.des letzlgedachten Phalanthi ansihrung in Italien kamen, »tldsich meister von Tarento machten. 1.
Phalanx/ ein Athenienser, lernte die kriegs-kunst von der göl-tin Pallas zu eben derselbigen zeit, da selbige seine schwester Arach-nen nähen und weben lehrte. Als er aber mit seiner schwester eineblut-schande begangen halte, wurde Pallas hierdurch so erbittert»daß sie sie beyderseits in nattern verwandelte, und zu ihrer nochgrösser» straffe verordnete, daß die jungen nattern sich durch ihrermükter eingeweyde burchftessen musten.
kll^l.LXX> war eigentlich eine gewisse ordnung des fuß»volcks bey den Macedoniern, welche sehr dichte in einander stunden,daß fuß an fuß, schild an schild, und mann an mann anstießen, undzwar solcher gestalt, daß wann man aus den feind stieß, daß andereglied dem ersten, das dritte dem anderen, und so fort, hart an demrucken stunde, und wenigst die vier ersten gliedere ihre spiesse demfeind entgegen setzten, und selbiger also durch vier reyhen spiessedurchbrechen muste, ehe er die im vordersten glied mit dem degenberühren mochte. Sie stelleten sich aber ins gevierbt, so daß sie ge»gen allen vier feiten solche förchterliche reyhen von spießen konterthervorragen lassen. Solche plisis-ix machte gemeinigltch ,600smann aus, wiewohl man auch eine sowohl grössere als kleinere zahlalso stellen konte. Es soll diese schlacht-orbnung Phrlippiis, desAmyntä söhn, erfunden haben. Sie wird auch Alexandra U. die-ses Philippi söhn zugeschrieben. Im übrigen nennet man etwa»auch andere gevierdte schlachlordnungen pt-Lisngcs, ob sie schon we-der mit dergleichen spießen bewaffnet, noch auf gleiche weise gestel-let wurden,wann sie nur schwäre rüstung gebrauchten. Doch kom-met der name in dem genauesten verstand nur der vorerwehntenordnung zu. In einer weiten ebne, und gegen der reuterey, wowenigst der feind kein scharffes geschoß führte, und die äussere eckendieser schlachtordnung durch einen graben, fluß oder etwas desglei.chen gesicheret war, fände man dieselbe unvergleichlich. Hingegenliesse sie Ach gar schwäriich theilen, umwenden, wurde durch jedenvor sich antreffenden holen oder sonst unebenen weg leicht in Unord-nung gebracht, wäre sehr schwach an den ecken, und konre sich letzt-lich mit den fpiessen nicht mehr helffen, so bald die feinde einmahlmit ihrem kmtzen gewehr in die hinein gedrungen wa-ren. !>E/. cle wiiir. iiuw. Ls/«. cie re milik. Rom , wlic.
Nscon. 1, r. sfl luliso. orsr. I k». SA. o. 66s.
. war bey den Römern ein pfeil, den sie bey be-lagerung der städte auf folgende art gebrauchten. Er war in dieanderthalb eilen lang, m der mitten aber gieng er nicht gerade zu,sondern hatte einen rechten bauch, darein man schwele!, pech undandre brennende Materie legte, sie anzündete, und sodenn auf diefeindlichen thürne und Häuser, vermöge einer gewissen mact-we log-drückte, wodurch solche in den brand gesteckt wurden. Er hatte sei,nen namen von pkai,. welches einen in die höhe gebaueren thut»bedeutet, aufwelchem man die gedachte mscdine stehen hatte. /.»-8. Ä-wecL,«« g«i Veger. 4, ,8. sä Kvünuw ig,
,o. L/xss«, koliorc. 5,5.
phalaris/ein tyrann von Agrigento oder Gergenti in Sicilien,bemeisterte sich dieser stadt in dem andern jähre der ;r, oder wieandere wollen, der ;o olymp., und erhielt dieselbige ,6 jähr lang.Er war sehr grausam. Man hat noch einige briese, welche AbariSan diesen tyrannen geschrieben, samt desselben antwort. Lilio Gi-raldi hält dafür, daß selbige von dem Luciano herrühren. Untervielen peinigungs-werckzeugen, welche er erfinden und zubereitenließ, war auch ein ochse von ertz. Wenn man einige darein warff,und fener darunter machte, schrien sie wie die ochsen. Als der künst.ler Periüus, welcher denselbigeu verfertiget, eine grosse belohnungfür seine ersindung begehrte, wurde er zur probe am ersten hineingesetzt. Endlich kunte das volck seine grausamkeit nicht länger er-tragen, sondern wurde rebellisch, nahm ihn beym kopsse, und fetzteihn selbst in diesen seinen ochsen, wortnnen er lebendig verbrennen
Mllste. L«cr->». clisloß. z clekoer. ia cdroa. Lc.
phaleg/ein söhn Heber, war 1788, da fein vater 84 iahealt war, gebohren. Dieser name heiß eine zertheiiung, und wurdeihm gegeben, weil zu der zeit seiner geburt die weit getheilet wurde.Als er ;o jähr alt war, zeugte er Regn, lebte darnach 209 jähr, undstarb 6.. Ki 2026. c-»»A 2. 2 L n. ick.
1788 6c 2026.
. war eigentlich ein riem, der mit güldenen knöpf,fen ausgezieret war, oder bedeutet vielmehr überhaupt allen Pferde-zierath, dergleichen sonderlich an den brustriemen und zäumen ge-mein waren. Dergleichen pflegte man den soldaten, die sich im krie-ge wohl gehalten hatten,statt einer belohnung zu geben. Was eint.ge haben mnthmassen wollen, daß es solche zierrathen gewesen, wel.che die soldaten an ihrem eigenen leib haben tragen können, ist bis-her noch nicht genug erwiesen worden, ausser daß unter den Kayse»ren bißweilen die läuffere, so man zum pracht mit sich führte, der-gleichen getragen haben, deren gestalt jedoch, und ob, oder wie siemit den ptisleris der Pferden überein kommen, nicht gar klar ist. Ei-nige halten es vor einen feberbusch. 6e rorguibur c. 4 s-
n. LM«- 6e lllilic. Kolli.17. Nrcoü» äe rriumpk« c. lo §.ki-
ll! Theil, Lrr rr»