^!eru» Nachgehend; ßatte^r «neu grossen streit mit dem oßge«dachten Grafen von Flandern / welcher nachdem tode feiner s<»mablin / die ohne kinder gestorben/ die Grafschafflen Vermandorrund andre guter / so sie als erbtn ihres valers ihmzugedrachl/demKönig/ welcher solche als Lehns-Herr einziehen wolle/ vorbehrel e.Doch der König zwang rhn mtt grosser tapfferkett solche m dem frie-den an. i i 8 r zu rckiwiren. (/) Er zerfiel hierauf mit dun Kömg mEngelland Henrico ll/ weil dieser die heyrath seines sohnes undder Frantzösischen Printzeßin Adelheid verhinderte / dle lehnS.hm-digung wegen Poiwu verweigerte / und die vormundschafft überseines sobns Godofrrdi tochter Eleonoram / «rbrn von Bretagne /führen wolle/ die PhilippuS als Ober-Lehns-Herr p^^„«»tt.Nachdem aber Philippus etliche Plätze in Polio» weggenommen/vermittelte der Päbstliche Gesandte an. 1187 einen 2 Mrigen still-stand / um sie zu einem zug ins gelobte land zu bewegen/ well dieckorLtmii ein Persisches volck daselbst Jerusalem eingenommenhatten. (5) PhilippuS hielt zu dem ende ei» co..c>liu.»zu Paus an.n 88 / warb aber durch einen neuen krieg mit Henrico II abgehal-ten/ welchen er mit gutem ll-cc-ssführte/ weil Hemm eigener söhnMchard es mit ihm hielte. Endlich als HenricuS II an. 1189 starb/Machte Philippus mit Richardo / dessen Nachfolger / einen auft ich.tigen frieden; 0) und brgab sich hierauf mit demfelben auf die ret-se nach dem gelobten lande / an. n 9-> / da schon der sommer halbverflossen war. Er nahm Acre ein / schlug 17000 Saracenen / undkam um weyhnachten 1190 wiederum nach Hause, (siehe Creutz-farthen.) Im folgenden jähre nöthigte er den Grafen von Flan-dern Balduinum VIII / daß er ihm die Grafschafft Artols,/ die ernach dem tode Philippi von Flandern wegen der hevrath mit dessenbase pr-ecenöiitt / geben / und wegen der Grafschafften Boukogne/Guines/ und 8 . Paul die leben von ihm empfangen mußte. (;)Gleichwie aber Philippus II schon im gelobten lande Mit dem Kö-nig Richard von Engelland wegen unterschiedlicher streitigkeilenzerfallen; also fieng er auch bald nach seiner wiederkunfft an / ihmzu schaden / und nachdem er erfahren / daß Richard auf seinerrückrctse von Leopoldo / Hertzog in Oesterreich / gefangen genom-men worden/ hetzte er dessen bruder Johanneman/ daß« nachEnqelland gehen/ und sich daselbst zum König aufwerffen solle/ fielauch selbst in die Normandie ein/ und eroberte an. 1192 Vertuund Evreux; belagerteader an-119; Rouen vergeblich/ und alsRicharduS bald darauf von seiner gefangenschafft loßgekommen/brachte er seinen bruder Johanne« / wieder auf seine feite / warmich in etliche» scharmützeln wider Philtppum glücklich / und nö-thigte ihn zu einem frieden / darinn er doch Philippo das landlcinWerin/.nebst andern platzen abtrat. O) ES währte aber dieser frie-de kaum etliche monathe/ so fiel Philippus dem Richards / welchereinen seiner Vasallen beleidigt hatte / wieder ins land. RicharduShingegen brachte einen grossen theil der Frantzösischen vasallen/undunter andern Balduinum IX / Grafen von Flandern / auf seinefeite / welcher viel platze wegnahm. Weil aber RicharduS an. 1199starb/ kam es an. 1200 zwischen dessen Nachfolger Johanne undPhilipps zum frieden/ darinn unter andern dem FrantzösischenCron-Printzen Ludovico aste Englische provintzen in Franckreichversprochen wurden / im fast Johannes ohne ächte kinder sterbenwürde. Der Grafvon Flandern verglich sich auch mit dem König/und überließ ihm endlich das westliche Flandern / oder Artvis/ gut-willig. W Kurtz zuvor aber verstieß Philippus seine gemahlin In-selburq von Dänemarck / um AgneS von Meran zu ehlichen / undzog sich dadurch den kirchembann über den halß / wodurch er genö-thiget wurde / selbige wieder anzunehmen/ welches er selbst frey-willig ihm/ ohne des Concil», so deßwegen versamlet war/ seinenaussprn.ch zu erwarten / um seine autorität zu erhalten. O) Derkrieg mit Engelland nahm indessen gleich im folgenden jähr wiederseinen ansang. Dann es hiengen sich etliche Vasallen Johannis/nebst Ariuro/ dessen velier / der auf die crone anspruch machte / anPhilippum / welcher hierauf unterschiedliche Plätze weqnah m; undobgleich Johannes Ariurum gefangen bekam/ und dieser starb/ward doch sein lod von dem gantzen lande Johanni schuld gegeben/und Philipp»« nahm bey dieser gelegenheit Chakeau-Gaillard / dievornehmste gräntz.vestung/ und nach dieser ohne grossen widerstanddie gantzc Normandie weg/ die auch von dieser zeit 1204 beständigbey der crone Franckreich geblieben / nachdem sie seit an. 912 unterCarolo 8,mpi,cc davon abgerissen worden. (») Es blieb aber hier-bey nicht; sondern Philippus nahm auch gantz Maine/ Anjou undPoitou em; und MS der Hertzog von Bretagne aus ja!»«;« wegendieser progressen sich mit dem König Johanne/ dessen feind er bißdato gewesen / in einen tractat eingelassen/ eroberte er Nantes / undzwang ihn zum frieden, l» Johannes kam zwar an. 1206 mit ei-ner armce zu Röchelte an/ und nahm Angers ein / zog sich aberSketch wieder zurück/ und ließ sich an. 1208zu einem stillstand be-wegen. (?) Unter solcher zeit ließ der Padst Jnnoremius III das«reutz wider dte Albigcnser/ die der Graf von Toulouse und derKömg Petrus von Aragonien beschützte / predigen, (siehe Rai-mundus VI/ Graf von Toulouse/und Simon von Moniforl.)Philippus gleng nicht mit zu selbe / erlaubte aber seinen unter,ha«neu/welche lust hatten/ bascrrntz zunehmen; und als an. 121cdurch klnen Pabstltchen auSspruch die Grafschafft Toulouse Rai.mnndo ihrem natürlichen Herrn ab und Simone von Momfortzugesprochen worden / nahm er diesen zu seinem Vasallen auf/ und^ ^c°il.on dessen sohn Amaury vonArt. (?) Mittlerweile hatt- der Padst auch den König inZWud ? bann gethan / und Philipps Augnsto aufgetragen/desselben wurckl.ch vorzunehmen/ und Engellandmit franckreich zu vereinigen. Philippus fand sich auch hierzu sehrLktittüt / und rüstete mit grossen kosten eine flotte aus/ um nach En-
Phi
Mond Überzugehen. Mein der Päbstliche r.-gttm jn CnaMnkbrachte Jobannem dahin/ daß solcher sich mit dem Padst amL.ie/ und demselben gar das Reich zu lehn auflrug; wvdurckd?«gantze werck mit grossem Unwillen Philippi zurück gieng; (-) m„cher seine Waffen hierauf gen Flandern wendete / und dem Graf,»daselbst / der es mit Johanne hielte/ Douav, Ryffel, Ppern/ Msei und andre Plätze abnahm; dahingegen aber Johannes seine sto'tc angriff/ und gantzlich rumirle/ sodann in Poitou und Anw»einfiel/ und den Kayser Ottonem IV / welcher mit ihm in »er.wandischafft stunde/ und dem deßwegen Philippus allezeitenia .gen gewesen / bewog / daß solcher aufder seile von Flandern em.brach. Doch Philippus schickte Johanni seinen söhn Ludovicumentgegen/ welcher demelben schlug und gantz verjagte; er selbst abergieng wider Ottonem IV zu selbe / und erhielte an. 1214 bey Bv.vincs einen unvergleichlichen sieg/ ob gleich er nur?o°oo n>Mhatte / die feinde aber 150000 starck waren. Ferrandus/ Gras vonFlandern / Renaldus/ Grafvon Boulogne/ undnoch;andreGrafen / wurden daselbst gefangen / nebst 25 Herren/ welche diesahnen und standarten führten. Der König hielt sich in dem treffenüberaus tapffer / verlohrsein pferd unter dem leibe / rindM,,zum andrucken dieser sü,»» die Abley von ^0-» v2me ä« >-> vis«.re unweit Senlis . Gleich hierauf ward ein stillstand zwischen Phi.lipvo und Johanne auf 5 jähr lang aufgerichtet. (H Als aber in,folgenden jähr 1215 die Engelländer wider Johannem einen Lffent.lichen aufstand erregten/ und den Frantzösischen Printzenkudm-cum zu ihrem König ernennten/ ließ solches Philippus gerneMe.hen / nild schickte ihn würcklich nach Engeilanv / i-dvch alles unlerdem verwand/ als ob er nichts damit zu schaffen hätte/ wie er dannden stillstand mit Johanne gar nicht brach / sondern vielmehr zumschein seinem söhn seine yüler con6ll»te. Weil nun der Padst sichJohannis/ der sich zu dessen Vasallen gemacht/ sehr eifrig annahm,und so wohl Ludovicum als Philippum in bann ihm / wurde der.selbe nachdem indessen erfolgten tobe Johannis/ wvrdurch diegantze rc vollc ohnedem ein ende nahm / genöthigt / mit Johannishinterlassenem söhn / Henrico lll/ friede zu machen/ aufEnge!.land verzicht zu thun / und wieder nach Franckreich zu gehen, (r)Nachdem aber der odgemcldle stillstand verflossen war/ nahm Phi,lippuS den Engelländern Rochelle weg / so er jedoch durch einenneuen stillstand aufbahre an. 1219 wiedergab, l» Nicht langehernach starb Philippus den i4iul. 122; zu Mamean der Semne. (-) Es war einer der klügsten / iapffersten und glücklichsten Ko.nige/ der jedoch so viel nicht würbe ausgerichtet haben / wenn dieKönige in Engelland eben die qualitälen als ihre vorfahren gehabthätten. Er bat den ersten gründ zu der nachfolgenden wuv-rsinc-sder Könige gelegt / viele-lom-men mit der crone vereinigt / auchdie stadi Paris mit vielen gebäuden geziert. l>) Er hatte; gemah-linnen: Jsabellam von Hennegau / die ihm seinen Nachfolger Ludo.vicum V III gebühren; Jngelburg von Dänemarck: und Agnesvon Meran / mit welcher er gezeuget Philippum / Grafen vonBoulogne / und Mariam / eine gemahlin Philippi / GrasendenHennegau und nachmals Henri« IV / Hcrtzogs von Drabant. (r)
a) l.Lo».r». L. Nrv» sä
1165. 2ä2». 1179. (ö) Lirks Uiiilipgiä. 1.1. (c)
6 L .7 p. 72. 2ä 2» >180.
Roöerc äe 2ä. ä. 2 (ä) clcl. II. (e) äe gell. nllil. äug. g.
; üc 6. Li'/co 2ä 2NN. prilli. cont. L0//4»-/, gä a. rz
mLrr. (/) 2ä sn, 1181 all ll.»,
p, Zjo. in cdron. sll <j. an. 6«,/. l z,
(x) < 9 «r/e/w. I. ; c. 7 öc c. 14. Loge?, ,/e si! ro,
nzü 5 q. R.F-»--/. (/,) s>. rs. 6«//. I. ry c. 45.
sei LN. 11L8 llz- Ra-P t/e D/cero imsg. Iiill. p. 641 lg.clnon. scl sn. 1189. (r) ull LN- »91. (t)
I. 4 c. Z4. /P Lcr/o I. 4 6e s. i/i k. (l)
I. s c. 18 llj. c. zo lg. Lei sn. 1197 ilj.
26 gn. iroo.(m) Lci an. »§z, Mtts.
sll sn. 1195. L«-/. Dicecs im-ig. Nill. p. 68l. sllen.
1196. irol. sä an. irr;. miscellä». r. l p. 422 (H N«-
sä LN. 1201 sg. Liils I. 6,7, ää, N. äcl, sZ,
(0) /irtto I. 8. Lä 2n. 120s. (/>) 2g. liiii.
äe V7orm2näie. (^) 6««/. c. 26. v2»>e,. Iiill- ll!
kiLncc t. 1 col. 144;. (1) 2ä 2». 1211 5 g. RiFoii/
9. (r) 7 >>ilo l. 9 öc 10. L/rio». 2ä an. 1214
Le»o». ä. 2. (k)LL,tt/r. äe an. 121s sq. («) dM a!kr2nce col. 144s. (x) c>«„. i. 12. (7) Iiill. öi
ki2ncc col. 1449 lce>. (r) col. 14)2.
Philippus III / der kühne zugenannt / war 8. Ludovici IXsohn/und folgte demselbigen auf seinem letzten creutz-zugc an. nUda derselbe in Afrrca anländctc/ und in währender delagerung virstabt LuniS an. 1270 starb. Philippus war damals glctchden M'sten von der armee auch lödtlich kranck/ daher als er nach des °aterS tode zum König ausgeruffcn wurde/ verordnete er zMM/daß sein minderjähriger ältester Printz unter Ülnes brudersmunbschafft stehen / in dem 14 jähr aber m^oren» seyn / u>w"regicrung antrctlen solle / da sonst bißher die littnderiahrlWKönige biß in das 21 jähr gewähret. Weil inzwischen der W 'Afrika mir schlechtem glücke fortgeführet worden / machte"mit dem Könige zu Tunis / und begab sich an. 1-7» wieder nm>in Franckreich / allwo er zu Rhcims denaug. von dem stzu Soiffons gekrönei wurde/ weil derErtz.Btfchöfllche ßtzn vv2L2»t war. Zu eben dieser zeit bekam er Nachricht/ daß sein vmAlphonsus / Graf von Poitou und Toulouse / der von dem MAfrica kranck nachJtalien gekommen / gestorben/ woiamefolge der an. ir-8 zwischen Ludovico IX und dcvl Grasen ^