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einer slarcken armer in Bretagne ankam. Doch auch dieser rich-tete ni'chts aus, sondern der Frantzösische Cron - Printz Johannes,Hertzo g der Normandir, schloß ihn dergestalt ein, daß es ihm übelergänz en wäre, wenn nicht Franckreich durch der Päbstlichen Ge»sandten, Vermittlung sich zu einem stillstand auf; jähr lang hätte be-reden Kissen, wordurch nicht allein Eduardus stch wieder nach En.aeiland zurück ziehen tonte, sondern auch der Graf von Montfortseine frelyheit wieder erhielte,der hernach alsobald aufs neue seinemversprechen zuwider in Bretagne Händel ansteng. In eben diesemjähr i)44 machte der letzte Graf DaupKin von Vlenne, Humber-tns IIeinen tractat mit Philipps, krafft dessen er gantz Dauphin«durch eine schenckung >nt«r vivor an die cron Franckreich vermach,te, mit dem beding, daß der andere, oder wie hernach verändertwordein, der erste Cron-Printz den titul und das Wappen davon füh-ren solte. Und dieser tractat ward an. i;q >9 völlig erfüllet, indemHumbertus noch bey lebzeiten das land Johanni, des Königs älte-stem söhn, abtrat, und in ei» closter gieng. So -e-drte auchcm.i )44Jaco'öus von Aragonicn, König von Majorca , Philipps alles recht,so die Könige von Aragonien b.ßher in Montpellier gehabt. Mitt-lerweile ward der stillstand mit Engeüand zu beyden theilen schlechtgehalten. Denn die Engelländer nahmen an. i Z48 einen festenplatz nach dem andern inGuienne ein-und daPhilippus seinenCron-Printzen Johannem dahin schickte,stieg indessen Eduardus «11.1)46in der Normandie unvermuthet aus, eroberte auch sogleich Caen ,und hatte vor Rouen zu belagern. Pdilippus aber ließ alle drückenüber die Seine adwerffen, und als Eduard aus einer unzettigenruhm-begierde jenseits der Seine gerades weges biß nach Parißgieng, folgte ihm Philippus auf dieser feite immer nach, biß endlichdie Enaelländer ihren fehler erkennten, da ste stch nicht mehr zurückziehen conten. Sie waren deswegen willens nach Flandern zu ge-hen, weil das gantze land daselbst es mit ihnen hielte; sie kamenauch dnrch einen falschen marsch wüicklich bey Poissy über dieSeine , aber Philippus gieng ihnen mit einer armee, die wohl nochü mal stärcker- als ste war, aufdem fusse nach, biß endlich Eduardzu Croissv in der Picardie in einem vortheilhafften und wohlver-jchantzten kager die Frantzosen in der besten ordnung erwartete.Philippus war anfangs willens, den feind einen lag später anzu-greiffen, um seine armee desto besser in ordnung zu stellen, aber erkonre die Hitze der seiuigen nicht aufhalten, welche die Engellanderin der grösten Unordnung angriffen, und corsiiter geschlagen wur-den. Man findet, daß die Engelländer damals schon des pulversund der canonen sich bedienet haben. Diese schlacht war gantzFranckreich Denn eS gierigen nicht allein alle Plätze in Guyen-ne hierauf verlohren, sondern Eduard eroberte aufder einen feiteCalais, in Bretagne spielte seine parthey auch die vderhand, indemder Graf von BloiS gefangen wurde, und endlich ward an. r; 47ein stillstand biß auf das jabr i^o geschlossen. Ja eben diesem jährstarb Philippus den 22 aug. zu wogem ic «.07. Er war ein tupf«ferer, verständiger und guttdatiger König. Weil aber sein gegner,Eduardus, ihm an klugheit weit überlegen war, so waren seine letz.ten jähre unglücklich, da er sonst wegen der erster», und weil er sounverhofft zur crone gekommen, der glückselige genennet worden.Der zuname Catholisch wurde ihm von dem PabstJohanneXXIIan-iZLy deswegen gegeben,weil er wegen der geistlichen juri-cUÄionder clerisey anständige verordnnng gemacht. Aber da er nachge-hends wegen einer andern lache 2 Cardinäle gefangen setzen lassen,war der Pabst nicht wohl mit ihm zufrieden. Die kriege mit Engel-land nöthigten ihn zu vielen auflagen und müntz-erhöhungen.Son-derlich machte er sich damit, daß er einen sccir auf das saltz legte,«ine üble nachrede. Denn die Engelländer nenneten ihn deswegenzum schertz den »rheber des Salischen gesetzes. Seine erste gemah-lin war Johanna, Roberti II Hertzogs von Burgund rochier, dieihm gebohren Johannem II, feinen Nachfolger, und Pdilippum,Hertzog von Orleans und Valois. Seine andere gemablin, die ernicht lang vor seinem tode geheyrathet, war Bianca,Königs Phi-lippi von Navarra tochter, die nach seinem tode eine tochter, Jo-hannam, zur Welt brachte, welche unvermäblt gestorben. Man fin,det auch einen natürlichen söhn von Philippo, namens Johannes.
Kitt. <lc krLnce r. r. lütt <le krsnce r. r col. 4)7 sg. ttik.
<ie Nkilippc; <lc Vsl. öc clu l'LkkL cle Lkviis.
Philippus/ des Königs von Franckreich, Ludovici VI, ältestersöhn, weichen er mit Alir von Savoyen gezeuget hatte, ein Herrvon trefflichen eigenschafften, und sehr grosser Hoffnung. An. 1129ließ ihn sein Vater, als seinen künfftigen Nachfolger, croncn. Alleinan. ki)i den ; oct. da er in der Vorstadt von Paris spatzieren ritte,warff sein pferd, welchem ein fchwein zwischen die deine gelaustenwar, ihn mit solcher gemalt herunter, daß er stch gefährlich an demkopffverletzte, und noch denselben abend sterben muste. Der heiligeBernhardus soll den König Ludovicum VI nicht lange zuvor wegenseiner gegen die Dischöffe erwiesenen härtigkeit mit dem tode die-ses seines ältesten svhns bedrohet hüben. ^-r.c,^kitt. äc krsnce r.r
j>. 8), 86.
Philippus / zubenamet kceir ü>5 6« krance. Hertzog von Or-kans, Valois, Chartres und Nemours , Montpensier, und Regentvon Franckreich, rc. von Franckreich, Ritter der Königlichenvrden und des güldenen hosenbandes, ein söhn Philippi, Hertzogsvon Orleans,und Elisabetbä Cbarlottä, Churfürst Carl Ludwigs inder Pfaltz tochter, ward gebohren den 2 aug. 1674. Seinen erstenfeldzuq thäte er an. 1691, und nachdem? er unter König LudovicoXlV, als seinem der belagernng von Mons beygewohnet,bliebe er den gantzen sommer über bey dem Hertzog von Lurem-bürg,als damaligen Generalen der Königlichen armee in Flandern .An. 1692 thäte er wiederum einen feldzug in Flandern , befände sich
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in dem treffen bey Steinkerquen, und commsnflirke daselbst das-orp5 -le r-iirv-, wie er denn auch selbst an der schütter verwundetworden. An. 169) eommsnaipze er die csvsierie in Flandern , undllßnsiifirte sich in der schlacht bey Neerwinden , da er auch bey naheden femben in die Hände gerathen wäre, indeme er von selbigenzum sunfften mal umringet gewesen. Gleichwie dieser Herr ge.lehrt und ein grosser liebhaver von künsten und wissenschafftenwäre, also ist er auch von deine an, da der friede geschlossen worden,damit umgegangen, und hat sich auf einige derselben hauptsächlichgelegn, b,ß an. 1706, da ihme der König das commsau«, seiner ar-mer ,n der Lombardie auftruge. Er wäre aber allda sobald nichtangelanget, als schon der Printz Euqenius von Savoyen gantz un-vermnthet über den Po.fluß gtenge, und zum entsatz von Turin , sodamals von dem Hertzog -le is Feuillade belagert wäre, mit schnei-lem marsch anruckte. Diesem folgte auch der Hertzog von Orleansalsobald nach, und langte schon in denen linien an, bevor der PrintzEugemuS sich zum vorhabenden angriff nahe genug postiren mö-gen. Philippus riekhe damals, man solle heraus und dem feindentgegen rucken, gleichwie auch sein Herr vater an. 1677 bey 8.Omer gethan hätte; allein es ward dieser anschlag, obwohl zuschlechtem Vortheil der Frantzosen,verworffen,so daß die linien, wel-che ihres allzuweiten Umkreises wegen nicht tonten wohl verwah-ret werden, auf der einen feite k>rc>rt wurden: Der Hertzog vonOrleans käme zwar eilends herbey, ward aber von dem feindlichengeschoß zu zweyen malen verwundet, und diese Verwundung Phi-lipp« iv woyl als der tod des Marschalls <l« Marcin, welcher unterihme comwsixlirte,brachte die Frantzosen gar bald in gäntzliche Un-ordnung, worauf der Hertzog sich mit wenigen rrouppen über daSgebürg zurück zöge. An. 1707 bezeigte er ein verlangen, dem Königin, Spanien succurß beyzubringen, welches ihme auch von demKoulg zugestanden warb, allein er konte sich da zu seinem grossenVerdruß nicht ehenber mit der Spanische» armee coojunßixen, als2 tage nach deren bereits erhaltenem sieg bey Almanza, als wozu erwohl gewünscht hätte etwas beyzutragen. Inzwischen halste erdoch die fruchte desselben gemessen, indeme er sich der bey,den Königreichen Valencia und Aragonien bemächtiget, und nach-beme er verschiedene polten mtt seinen »ouppen bestket, zur beia-gerung von Lerida schritte, welcher ort dahero um so viel wichtigerzu achten wäre, weilen es denen Frantzosen schon offt davor miß-lungen hatte. Dermalen wäre der ort mit einer starcken desatzungunterm Printz Heinrich von Heffen-Darmstadt versehen. Wie demallem, so wurden die belagerten gezwungen, den 10 nov. an. 1707zu capituliren, da 6 wochen vorher» die rrenck-es eröffnet worden.Den n lulii des folgenden jahres nähme er Tortofa ein, worauf erendlich, nachdeme er biß zu ende dieses fcldzugs gegen den Grafenvon Scahremberg ausgehalten, sich nach Franckreich zurück bege-den. Den 2 sept. an. > 7-8 ward dieser Herr,zmolge der von seinergeburt her badenden rechten, währender Minderjährigkeit KönigSLudovici XV von dem Parlament einhellig zum Regenten des Kö.nigreichs ernennet, k>r«icmirte sodann bey der krönung diesesKönigs die person des Hertzogs von Burgund , gleichwie er auchdem Parlament beygewohnet, als der König daraufseine vi-j°rc°-m'tals - erklarung in demselben thäte. Daß sich dieser jungeMonarch seine Verwaltung wohl gefallen lassen, ist daraus abz».mercken, baß er dene ersuchet, die besorgung der fachen ins beson-dere zusamt den Verrichtungen eines vornehmsten Staats.Mni,sters auf sich zu nehmen, in welcher qualität er auch den i, aug. an.172; den eyd abgeleget. Allein diesem wichtigen amt wäre er nuremc kurtze zeit vorgestanden, als thue der tod den 2 dec. des nem-lichen jahrs zu Versailles urplötzlich hinraffte,seines alters 49 jähr,4 monat. Sei» leichnam warb hierauf nach 8. Dcnys in Franck-reich, und sein Hertz nach der Abtey v-i cr,-ce gebracht. Vonseiner nachkommenfchafft siehe Orleans/l- r>. *
Röntge von Spanien und Navarra :
Philippus I, der schöne zugenamt, Ertz-Hertzog von Oester-reich , Hertzog von Brabant rc. war des Kayscrs MaximiM-m Iund der Burgundtschen Mariä söhn , gebohren zu Brügge den 22jun. 1478, und vermählte sich den 21 oct. 1496 mit Johanna, derKönigin von Spanien, Ferdinandi V, Königs von Aragonien,und Jfabellä, der Königin von Castilien zweyten tochter und erbin. Erwar ein leutseliger und friedliebender Herr, jedoch der liebe desfrauenzimmers gar sehr ergeben, wodurch er auch feiner gemahlin,die ibne inniglich liebte, sehr grossen kummer solle verursachet undzu deren bekannter gemüths-krcmckheit den meisten anlaß gegebenhaben. Er starb in dem 27 jähr seines alters zu Burgos , den 2;fept. 1506. Man sagt, er sey davon kranck worden, daß er bey demball spiele kaltes wasser getruncken. Er hatte 2 söhne, nemlichCarolum V und Ferdinandum I, welche beyde nach einander Kay-ser wurden, und 4 töchter: Eleonoram, so erstlich Emanuelis,Königs von Portugall und hernach Francisci I, Königs von Franck-reich gemahlin worden ; Elisabeth, so an Christiernum II, Königvon Dänemarck; Mariam, die an Ludovicum II, König von Un-garn und Böhmen , und Calharinam, so an Johannem III, Königvon Portugal !, vermählet worden. Kitt. «Kp. *
Philippus II, König in Spanien , ein söhn Kayser Carls V,und der Portugiesischen Printzeßin Jsabrlla. Er ward 1527 zuValladolid gebohren, und soll seiner multer wabrender.schwanger.schafft geträumet haben, sie trage die gantze welt-kugel im leibe.So erzehlt man auch von ihr,sie habe bey seiner geburt sich gczwun-gen,den geringsten laut nicht von sich zu geben, auch die lichter aus-löschen lassen, daß man ihr keine schmertzliche gebende ansehenmöchte. Sein vater gab ihm Johannem von Zuniga zum Hof-meister , und ließ ihn beyzeiten zur regterung erziehen, wie er denn