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Trier . Friedrich Wilhelm/gebobren den ro jus. warb denr; Nil . 1689 vor Mayntz erschossen. Maria Sophia Elisabeth/gebobren den Saug. isss, wurde an. 1687 an Petrum 11 / Königvon Portugall, vermählet / und starb den 4 ang. 1699. MariaAnna/gebohren den 28 oct. >667/ward an Carolum II, König inSpanien / an. 1690 vermählet. Pbilippuö Wilhclmus / geboh-ren den 18 nov. iS68/ starb zu Reichstäbt in Böhmen den roapr.169;. Dorothea Sophia / gebohren den 12 jul. 1670/ ward 1690Mit Odoardo Farnestv/ Hertzogc von Parma/ und nach dessen tobemit seinem bruder Francisco, Hertzyge von Parma / an. 169; ver-mählet- Hedwig Elisabeth Amalia / gebohren den 18 jul. 167;,wurde mit dem Königlichen Polnischen Printzen Jacobs Sobieskyan. 1691 vermählet. Leopolbina Eleonvra/ gebohren den 24 may1679/ starb den 8 mertz 169;. lxliog. llüt. Zcnesi.
vor. krocer. L»7o/>.
Marggraf von Baden.
Philippus 1 / Marggraf zu Baden / Marggraf ChristophsundOlttlten/ Gräfin von Kazenelenbogcn söhn/ ward gebohrenden s novembr. an. 1478. Er war ein Herr von grossem verstand/dannenhero ihn sein Herr vattr der Regierung absonderlich wür-dig erachtet / und ihmr deShaldrn in dem erb-vergltch / den er zwi-schen seinen; weltlichen söhnen errichtet/ die gantze Marggraf-schafft Baden nebst verschiedenen andern landcS-stücken deschteden/auch folglich die Regierung darüber noch bey seinen «breiten über»tasten hat. In seiner ersten rügend diente er König Carolo V 1 H inFranckreich bey dessen Italiänischen zügen / schiffte hernach mit derVenetianischen flotte nach der insul LesbuS und wohnte der bela-gecungMitylene bey. (») Bey denen Religtvns-streitigkeiten mach-te Philippus in seinen landen zwar keine änderung / und schiene «Svielmehr mit der Catholischen parihey zu halten; wie dann in an.i?2i auf damaligem Rerchs-tage sein Cantzler und Gesandter r>.Vheüs / ein gelehrter und erfahrener mann/ um welchen nach töd-lichem abgang Philtppt/ dessen beyde drüder Bernhard und Ernstsich lange gestritten / v. Luthern durch eine geschickte und von ihm«selbst gelobte rede zum wtberruffzu bewegen suchte/ (>>) auch nach»gehenbs an. i z zc> bey der zu beylegung der RcligionS-streitigkrirenbeliebten Unterredung eben dieser v. Vdeüs von fetten der Catho-lischen mit depulirt wurde, (c) Vor sich sechsten aber war er derEvangelischen reltgion nicht abgünstig / inmassen er nicht nur sei-nem Prediger zu Pforzheim Johanne Unserer sich zu heyrathengestattete / sondern auch die Bibel nach r>. Luthers Übersetzungdrucken ließ / und sonsten nicht undeütliche kennzeichen seiner zunei-gnng zu dieser lehre von sich gab. An. iz 21 wäre er unter denen zudamaligem Reichs-Regiment erwehlten s weltlichen Fürsten / (N)wäre hernach des KayserS Gesandter beym ReichS-tage von an.e;2; (Kundwurde endlich garKanserlicher Statthalter bey ge-dachtem Reichs-Regiment. M Beym Schwäbischen rrryse stundeer in nicht geringerem ansehen / schriebe nebst Pfaltzgraf Philippenals damaligem Satthalter des HertzogrhumS Wurtemberg ver-schiedene creyß-täge auß / und dirigirte vieles in denen wichtigstenereyß-angelegenheiten/wre davon die Schwäbischen erryß-abschiede^e a-to Eßlingen den i8aprist i;zi/ inglrtchem <ts a-w Weil den9 jul. iz;2 und andere zeugen/worinnen auch Baden und Wür-tembcrg zu bleibenden creyß- oder zirckS-Hauptleuten ernennet wor-den. In der bäurischen aufruhr verbanden sich seine Unterthanenzu denen rebellen am Brurein. Philippus aber stillte sie mit vielerVorsicht- und gelindigkeit / und liesse selbige an. 1z 25 sich aufs neuehuldigen/ auch zugleich dem Brureinischen bundrydlich wiederabsagen. Er löste viele versetzte landes-stucke wieder ein/ kaufftr garansehnliche Herrschafften und gefällt/ und verknüpfte solche mit derMarggrafschafft. Er starb endlich den i7ftpt. an. iz zz/nachdemer in ermanglung mafllicher leids-erben seine beyden drudere Bern-hard und Ernsten in seinem testament als erben erkannt und sonstenverschiedene nützliche Verordnungen darinnen gemacht hatte. Seinegemahlin war Elisabeth / Philipps Churfürsten zu Pfaltz tochter/Wilhelmi / Landgrafen von Hessen witlwe/ welche er sich an. 1,0;den; jan. getrauet / und an. 1; 22 den 24 jun. durch den tod wiederverlohren. Er hakte von ihr nachfolgende krnder/1 Maria Ja.tobe/geb- den 2; jun. 1507/vermählt an Hertzog Wilhelm zu Ba-yern an. i;22/ starb den i; nov. i;8o. 2 Philipp/ geb. l?c>8starbi z 09 den is febr.; Philipp Jacob geb. und gestorben izn. 4 Ma.ria Eva geb. und gestorben -51;. ; Johann Adam starb als einkind izis. 6 Maximilian Cäsar/ gebohren und gestorben 1^9.
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Philippus Julius /der heryhafftigfte beygenamet / Her-tzog von Pommern / Ernesti Ludovici söhn / war gebohren den 27der. i;84/trat nach dessen absterben nach einigen reisen und erlang-ter venis ssksris i6c>2 die regierung zu Wolgast an / allwo er aller-hand gute auffalten machte. Darauf stillte er in pcrsohn die unru,he / so sich zu Greyphswald zwischen dem Rath und Bürgermei-stern angesponnen. Nach Hcrtzogs Casimirt IX tode fielen Rügen -wald und Bülau/ die derselbe besessen / vermöge der pa^oi-umf-,-niu« an Hertzog Bogislaum Xllt / dagegen derselbe Barch undCamp / so nachgchenvs Franzburq genennet worden / an HertzogPhilippum Julium abtretien müssen / jedoch baß dieser wegen dersvn Bogislao darauf gewendeten »»kosten e roooo gülden heraus
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dem creyß - tage zu
gad. An. iSoS wurde unserm Hertzog aufFranckfurr von dem Ober - Sächsischen rrryß das ämt erneS Nach-und Zugeordneten aufgetragen/ und zuvor schon hatte er nebst sei-!W?Er He^Wst Bogislao von dem Kayser Rudolpho erhalten/daß das p-ivn-8-um <le non zppe„-nNo^ auf;oo goldgülden erweitertworden. An. i soy mußte sich dre stadt Greyphswald/ wegen einesk'"gnffs lli d« Mrstltchen regalien / aussöhnen An. ? hat decHertzog theils durch seine aulorikat / theils auch mit gewaffneteoHand ernen schweren aufruhr zu Skralsund grkillet / und csi^ dierr/ulisen/solange zwischen den Hertzogen und dieser stadt geschwe-bet / durch «neu vertrag abgethan/ welche doch an. ,6,8 aufs neueangrrngen/ da der Hertzog einen vom Adel/ derzuStralsundei.Nen mord begangen / m fern geleit genommen / doch kam es auchwieder zum gütlichen vertrag. An. 1619 that der Hertzog einkreisenach Holl-und Engelland / suchte darauf bey angehender teutschenunruhe sem landen ruhe zu erhallen / und starb noch vor dem ein»brechenden ungluck den s febr. >02;/ worauf das gantze Hertzog»thum Pommern an BoglSlaum XIV/ den letzten Hertzog/ fiel.
kommest. I. z L 4.
PhilippusII/ Hertzog in Pommern / BogirlaixiII sohn/trat nach fernes vaterS tobe an. isos die Stettinische regierung an/und fände sich mit fernen 4 brüdern also ab / daß Hertzog FrankButou / BogislauL und Georg aber Rügrnwald« bekamen /' undulrrcus mrt ernem Ueputsr an gelbe zufrieden war. Es war dieseeHertzog ein sehr verständiger und gütiger Herr/ daher sein hofzumofftem von Kayseritchen/ Königlichen und andern Gesandten be.sucht wmde.Als dre umon einiger Prokestantischen Fürsten gemachtward / war unU Hertzog eben so wenig / als sein Herr verrer Phi-lipp Julius zu Wvlgast / mir dem er in vertrauter fteundschafft leb.tr/ dabin zu bewegen/ daß er darein getreuen wäre. An. 1612 wur-de em guter theil der strerttgkeiten mit der stadt Stettin !» punaades ,nr„ p3kron-tu8 »der eine ktrchcn / und der stadt-gerichten abgr.thau. An. 1614 setzte er durch aufdiettmg der iand-militz und an-Werbung etnrger soldaten dastand insicherheik/ welcher die star.cken Marsche in der nachbarschafft der damaligen Lon 5 «llerirten inPolen psEjua-cirltch fallen wölken; doch ist es ohne weitere unruheabgegangen. In eben diesem jähre bestellte der Hertzog mit zuthundes gantze» Pommmschen Hauses Eilhardum Lubtnum von Ro-stock / daß er das gantze land durchreisen / und eine accurate land»chartc davon verfertigen mußte. An. isiö entstund ein schwerer tu»mult zu Stcttm wegen der krancksteuer / die der Rath dem gemei.neu volckaufdrmgen wolle/ welcher mit mühe durch versöhnlicheinrerpvLion unftrs Hertzogs gesttllet werden können. An. »617 ließer das Lutherische jiivel-kst mit ansehnlichen Kienmtäten begehen;wte er denn das lob eine- sonderbaren eisers für die reltgion hat. Ecpflegte an sonn - und feymagen die mittags - Mahlzeit einzustellen/um zum gottksdtenste desto geschickter zu seyn / schrieb die llilpokcioi»der meisten predigten nach/ und hatte eine solche wissenschafft vontheologischen dmgrn erlanget/ daß er geschickt war / mit den gelehr-testen davon zu cootcsiren / und ihre büchrr zu beurtheilen. Er warauch em besonderer liebhaber und kennrr von allerhand rarikätmund snk.quitaten / wovon die von ihm angelegt« biblisch« undknnst-kammer ein zeugmß geben kunten. Uitker andern hat er einzimlich voium-n gesammlet/ davon manches blat ihn viel über 100Rihl. gekostet / indem er darein die handschrifft/ cont^t-it. lymko-tL und waaprn der zu seiner zeit lebenden Potentaten / nebst einerbiblischen fi gur durch die berühmtesten mahler auf Pergament undseiden bringen lassen. Dieser löbliche Regent starb an. 1618/ eh« ernoch 4? iahr alt war/ ohne erben/ und hinterließ zum Nachfolgerseinen bruder Franrtscum. 1.4 mir.
vhilippus / genannt ^»snimm oder der Großmüthige/Landgraf zu Hessen / war Wilhelms des mittlern einiger söhn / wel-chen ihm seine gemahlin/ Anna von Mecklenburg / den i; nov.i z 04 nicht weit von dem orte/ wo die Heßische armer die Pfältzischestadt Canb belagerte/ gebohren. Er verlohr seinen vatcr 1509/ undda entstund wegen der vormundschafft über den jungen Printzenviele Verwirrung/ inmassen die Heßische Ritterschafft die im testa-ment verordneten Vormünder anzunehmen weigerte/ und andreRegenten setzte / wozu auch kam /daß Wilhelms des ältern gemah-lin die Heßische regierung vor sich und ihren gemah l / der sie seinembruder Wilhelm dem mittlern abgewettert gehabt/ wieder zu erlan-gen meynre / und sich bereits einige örter huldigen ließ. Es wardaber dieses an dem Kayserltchen Hofe beygelegt/ und durffke Land-graf Wilhelm ausser Fürstlicher Verpflegung nichts fordern. So er-hielt auch/ nach vielen irrungcn/ des jungen Landgrafen mutteeendlich 1516 die vormundschafft/ jedoch ertheilte der Kayser Phi.lippo - z 18 / ungeachtet er nur »4 jähr alt war / vemsm , wo-rauf er die regierung aller Heßtschen lande selbst antrat. Cr bekambald einen feind an Frantz von Srckingm / der rhm auch Darm-stadt belagerte/ und einen nachtheiligen verglich abnöthtgte/ wel-chen gleichwohl der Kayser einiger Massen milderte.. Als aber - ->2»der von Seckingen den Churfürsten von Trter angriff/ mengte sichder Landgraf/ der ihm ohnedem noch mchk viel trauen durffle/ auchmit in diesen krieg / halff Seckingen zu paaren treiben/ und erober.«dabey das schloß Kronberg/ welches er erst i?4r um vorbehal-tungunterschiedener gerechttgkeittn wieder abgetretten. Indembauren-krirge 142; war der Landgraf einer von den Fürsten / dreversöhnlich mit zu selbe zogen /gestalt er thuen denn Fulda wiederabgenommen/ und der schlaffst bey Franckenhausen mtt beyge-wohnt/ vor welcher er/ ungeachtet er der inngste Fürst rm lageewar / dem volcke mit einer wohlaeietzten rede muth cmgesprochen.Bey dieser gelegenheit machte er mrt dem Churfürsten von Sachsm3 zz jz ; Joyanne