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«inM der Schotten und Picken zu beschützen/ von welchem letztem.L Uk ihren namen bekam. Man siehet noch heurzutagan un-
terichtedllchen orten einige stücke davon/ nebst Römischen inscriptio.n,bu8; wie dann auch an einem orte gegen Cumberland zu / allwoMch elmgc ruNers von gedachter mauer zu sehen / eine stadt ligt/Walltown oder Mauerstadt genannt / welche sonderlich deßwegenmerckwurdtg ist / weil SigcbertuS / der Ost-Sachsen König / da»selbst durch Paultnnm gemufft worden. Diese mauer war ansang-«ch mir von turf gemacht / und durch Pallisaden befestiget. DerKayser Storni- aber ließ sie an. 207 repariren und noch starckrrmachen. Um das jähr Christi 23s / unter dem Kayser Diorletia-no / wurde sie durch Carausium abermals rcparirct. Um das jähr;88 wurde sie von den Picken an unterschiedlichen orten ruiniret/worauf sie die Britannicr/ nachdem sie durch hülffe der Römerüber die Pinen um da- jähr 404 einen sieg erhalten/ wiederumgantz machten. Allein an. 406 wurde sie eingerissen. Um daS jahr4;o ließ sie Aelius/ ein Römischer General / das letzte mal auf-bauen / und zwar von Ziegelsteinen / und übergab sie den Britan-niern / sie zu beschützen.- Allein in dem folgenden jähre ruinirten siedie Schotten aufs neue / nach welcher zeit sie bloß zur grantze zwi-schen beyden nscioncn gedienet hat.
Victor / (Georgius) ein Teutscher meäicu-, war um das jähr
berühmt. Er schrieb iiecksriim nukuris; cie vsrüs wordorum
remecliis; cls rkerwiiruck, vickulibuz; cie rcbus non nskurslibus, 6i.c,
und hat auch über einigen werckrn der allen gearbeitet-
proüip. xH-e.
Vicumnus / ein Gott der Rutlller/ soll erfunden haben / wieman die cicker düngen müsse. u« iaoiois-r. i, 40.
Oeor. I p, ;6.
Vidara/ siehe Aarradslco.
Viemont / ein Fürstenthum in Italien / dem Hertzog von Sa-voycn gehörig / welches von den crnwohnern ?iem«nre. auf Latci-nisch über kea-monrium genennet wird. Es gehörte vorzeiten zuOF>!is 8 ubLip!NL, hernach aber zur Lombardei ). Unter dem namenPiemont verstehet man nicht allein das eigentlich sogenannte Für-stenthum/ sondern auch das Hcrtzogthum Aosta / die Marggraf-schafften Ivrea / Susa / Ceva/ Saluzzo / dir Grafschafft Asti unddie hrrrschafft Vercelli / worzu noch n Canavese gesetzt wird / samtdem stücke / worinnen Pignerol/ Perusa / Lucerna und PragueraSliegen. Dieses gantze land / welche- nicht allein sehr fruchtbar ist /sondern auch gute lufft und reiche cinwohner hat/ flösset gegen mor-gen an das Meylcindische gebiete und Montferrat/ gegen mittagan die repnblic Genua und die Grafschafft Nizza / gegen abend anSavoysn nndDauphinc/und gegen Mitternacht dasWaüiser-iand.Das absonderlich sogenannte Fürstenthum Biemont hat Turin zurHauptstadt / und begrciffr in sich Mondovi / Fassans/ ChivaS/ Ri-voli / Carignano / Pancalicre / Vigone / Villafranea / Racongi/Saviqliano / Coni/Tenda/Leva/ Cortemiglia/ Vene/ Chiera-seo / Chieri/ Moncaliere/ Carmagnola / und das dem kirchrn-staatabgenommene Fürstenthum Müsserano. Die 8 s>LL, 8 s.
xutü, l-ibicii und verschiedene andere völckcc mehr wohnten in die.scm lande / welches anjetzo dem Hertzoac von Savoycn gehöret.Dessen ältester Printz wird allezeit Fürst von Piemont tituiirek.
Nekcr. muncii. öc geoxr» öcc. Nist. cie
Lsvo^e. IllsLkie lls Srvo^e.
pienne / (Johanna von Hallilin/ Fraulein von) eine Staats-Dame der Carharina von Medicis / war sterblich in FranciscuNvon Montmorency / ältern söhn des connersbies, verliebt. Er ver-sprach ihr auch sie zu heyrathen / ohne seinen elrecn das geringstedavon zu sagen. Denn ob sie wohl von hoher ankunfft/ und dabeyso tugendhafft als schöne war/ so hätten sie doch diese heyraty nichtzugegeben / weil der König Heinrich II vor hatte/ ihn Mtt semer
anstünde. Dahcro ließ sich derselbe eifrig angelegen seyn / die zusa-ge / so sein söhn / der von Pienne gethan / zu brechen / und den Kö-nig / bey dem er in höchsten gnaden war/ dahin zu vermögen / daßselbige vor nichtig erkläret würde. Allein der Pabst Paulus IV /der gedachte Königliche tochker an einen seiner Nepoten zu vcrhey-raihen suchte / wolle die llNpenUrion, so der Kon'.g dtßfals von ihmbegehrte/ nicht ertheilen/ ungeachtet er damals mit ihm wegen einerligu- wider Spanien tractirte/ und man also sich keiner adschlagl-gen antwort leicht versehen hätte. Doch der König ergriff bald einander mittet / und publikirle em editt/ trafst dessen alle hemllch ge«schloffene ehe-handlungen unkräffkig gemacht wurden. Hieraufwurde die von Pienne in ein klostcr gesteckt / und ihr mit äst eure er-klärimg abgedrungcn/ durch weiche sie aller anfordening aufdreperson ihres so lieb gewesenen Montmorency gantzllch entsagte.Hiermit wurde der Pabst dravirt / und die Vermählung Franeffelvon Montmorency mit Heinrichs des andern tochtcr mrt grosserpracht vollzogen. Gleichwie es aber mit gedachter entsagung dervon Pienne nicht gar aufrichtig gespickt worden; also bekam nach-mals Montmorency einige gewissens-ftrupc!/ welche thm.der PabstPius IV durch eine richlige-llch-wlH-1-1 heben mnßtt. Die franleu-von Pienne hcyrakhetk einige zeit hernach einen Königlichen 3 --^.rrrium, und also weit unter ihren stand / wozu der Konig sowohl/als beyder versöhnen liebe und stumeur viel contribuirte.
Äion. trist. cisns I'grticle: pienne.
Vienza/ eine in Toscanien/ nahe bey Sicna/ wurde vondem Pabst Pio II/ welcher allhicr gebohrcn war / aus einem sie.cken/ derCorsignano hieß/ zu einer Bischöflichen stadtgemacyt/und Pienza genennet. Sie ist klein / aber wohl bewohnt / und ge-hört dem Hertzoge von Florentz. -
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VienzettüU/siehe Bienzenau.
vierce/ (Thomas) ein berühmter Engelländischer rstsoioZu-des vorigen 5 °cutt. war zu DewiseSin Willshire/ dasein vatccJohn etliche mahl kwj°r gewesen / um das jähr Chr. 1622 geboh.ren / und zu Orfurt m den studien auferzvgen / daselbst er als kei.!°vv t!N coNeZ. Li-gäsi. aufgenommen und an. 1644 mit dem8-ll-r.mul geehret worden. Als er aber an. 1648 seinen platz imweil er starck der Königlichen varthey zugethan war / ver.lassen mußte / nahm er ernen Prediger-dienst zu Bringlvn in Nor.thamptonsbtrr an / welchem er wahrender regicrung der Cromwel-len mit grossem lvb/als der für ein sehr angenehmer und erbaulichkPrediger gehalten wurde / abgewartet. Bey K. Carolt II Wieder-einsetzung sielen ihm die wurden und ämpter häuffig zu. Nicht nurward er besagten Königs Hof-Prediger / sondern auch cannnicurvon Canlelberg / H. Schriffl voKor, krLbenöZriuz von Langford /und hernach pr«üÄur collcßii rvtsZctLienL zu Orfurt. Doch/ weiler tüchtiger zum predigen und lehren / als aber zum regieren war /wie er dann durch sein allzuherrische regicrung in seinem coUcg-c. vielUnruhen soll angerichtet haben/ rctißmrke er aufverheissung einerandern beforderung diese p^keKur, und ward an. 107; zum vecs-»o von Salrsbury gemacht/ bey welcher würde er den 28 mark.an. 1691 verstorben. Er war ein mann von schönen gaben / lied-Ilcher wohlrcdcnheit sonderlich in Englischer sprach/und grosser ge-lehrsamkcrt; trcflich wohl in alten und neuen/propksn und krrchrn»fachen belesen / wie solches auch sein ür-'u«, der durchgehends aufstelle der suckoren sein absehen hat / aber auch deswegen zuweilenetwas gezwungen herauß kommt/ zu erkennen Met; erhielt eSsteiffso wohl mit der Königlichen parthey / als mit der Englischen klrchc/ welche er bey selbigen verwirrten zerren mit seiner fcdrr gegenallerhand Widersacher rapffer defrndirie; ob er schon in CalviniMeinungen betreffend die articul von der gnadenwahl und was da-ran hängt/ auferzvgen worden/ änderte er hernach seinen sinn/ undtrachtete die hierüber streitende partheycn zu vergleichen/ oder dochbeyderseits auf gelindere gedcmckm zu bringen. Zwischen ihm undvoüor Seth Ward erhub sich ein streit an. 1/-8; über die frag/wer das recht die würden der kirchen von Sarum oder Satisburyzu vergeben hätte / weiches Ward dem Bischofs/ Pier« aber demKönig zuschrieb / worüber unterschiedliche schriffttn sind gewechseltworden. Sonst hat man von ihm sehr viel in theils Latein / gröstmtheils aber Englisch geschriebene dücher im druck; als: iA° 8 mner
impIcScteö in ti!8 avvn Lourk. Tke ciivin Uuriry äefcnäell. Oivine plii-Isntropy üekcnciell. 1 °ke Lkrillian? Lclcue fcom tkl! Zrsnct Lkko,' ok tliS-I 4 ort!isn- wuckinßrks ksr-lliiv oksll Lvsnrz. kscillc-wrium orckvciox«
M-oioßi« corxuscuium. Allerhand Predigten / theils sonderbahr/theils zusagten gedruckt. Allerhand schriffren wider Barley / Bax-ter und andere : Lx cj. lcripr. >4. p'k'soÄt öc Aktien. Oxon.
Vierla/ war ein theil von Syrien/zwischen Phornicien undkrllcien in der landschafft / die sonsten Casiotis genennet wurde^ES wäre darinnen ein becg / so gleichfals den namen führte / undeine stadt.Seleucia/mit dem zunamen Pieria. Desgleichen wareine provintz in Macedonien gegen den meer-dusen von Lherma /oder dem s-nu Mermsic» und die Theffallsche gräntzen zu / welchediesen namen führte/ wovon die cinwohner kic-i genennet wurden.Picrus war ein berg in Thessalien/ welcher wegen seiner anmuthig-ketl den gewidmet war. Auch war dieses der name eines flus-seS in Achaja/einer provintz in Pelvpsnneso/und eines brunnenin Ells.
fremdes / die töchter Piere, eines Macedonifchen Fürsten,weiche die Musen heraus gefordert haben sollen, um zu sehen,welche von ebnen den sieg in der poesie davon tragen würden. Danun selbiger den Müssen zugefallen / sollen sie, um diese vermessen-heit zu straffen, die Piertdes in elftem verwandlet haben. Diesername wurde auch den Musen selbst gegeben, wegen des ihnen ge-widmeten berges in Thessalien. Ler-r/. in werrni.
Vierius / ein Priester zu Alcrandria, war unter Diocletianrregierung in ansehen, zur zeit, da Theonas die kirche in bemeld»ter stadt regierte. Die scridenken rühmen ihn als einen sehr bered-ten mann, guten cHlput^cor, und vortreflichen Prediger, so, daß erder kleine Origenes genennet worden. Er schrieb ein werck in 1 rdüchern, worinnen er unterschiedliche alte gebrauche der kirche er-zehlet. Photius sagt, daß er nicht recht von dem Heiligen Geist ge-redet habe, indem er ihn vor geringer gehalten als den Vater undden Sohn. Er comm-nrirte auch über den Propheten Hoseam rc. re-gierte die schule zu Alexandria , und war des Märtyrers PamphiliKhrmeister. I. 7 lük.Liero». lls lcripr. eccl. 1.76. bibl.coN. 1:9.
Vierius/ (Johannes) ein vortreßicher poet und redner von To-ledo in Spanien , dockte mtt rühm zu Alcala, und starb an. 1540,
Z; fahr alt. in ckron. oibis.
Vierrus Valerianus Belzani / war zu Belluno im Vene.tianischen gebiete gebohrcn, lebte im 16 lecuio, und wurde unterdie gelehrtesten mäner zu seiner zeit gezehlet.Er bat in seinen schriff-ten mehr belesenheit als urtheil gewiesen.. Selbige sind ausser eini-gen poetischen wercken ein commcmsriur über Virgilmin. die bicro-
glypkics, cls inkslicicscelüccstvrum cle ku!winuminterxrel.itione ;wel-
ches so curios als rar, jedoch in des Li-Lvil Lm.irom. eingebrachtist. Er starb zu Padua , in dem 8rsten jähre seines alters anin iridl. L. 1550 n.ir. in wut.
pierius / (Urbanus) ein Protestantischer Teutscher 'rveoio-guü.war an. 1546 in einem kleinen städtgen Suet an der Oder vonarmen eitern qevohren, und aus kosten des Grafen von Hohenstem,dem dieser ort zugehörte/ erzogen, und nach Franckfnrt gesendet