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Biblia das ist: Die gantze heilige Schrifft / durch D. Martin Luther verteutscht: mit D. Pauli Tossani hiebevor aussgangnen Glossen und Ausslegungen
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Das

Cap.I.

Das I. Cap.

Das Buch Hiob .

1. Job ist auffrichtig vnd fromb/ 2. gesegnet von GOtt/ mit kindern/at Eine von cinemMann gleiches nam reichthumb vnd chre/ 6. wird auß anstifftung deß Sathans/ 12. vnd gött-mens her genannte licher Zulassung/ 13. zu seiner prüffung versucht mit verturst aller seiner

a

war ein mannim lande Vz/ der hießHiob / derselbig war

Landschafft/ vnd wird haab/ 18. vnd kindern/ 20. warüber er zwar zeichen der trawrigkeit von sichin H. Schrifft ihrer gibt/ doch aber sich widerumb tröstet/ vnd Gott für alles preiset.dreyen gedacht, so diesen Nammen gehabt.1. der erste war cinSohn Arams/ vndencket Gems/ Gen.10. 23. II. der ander/ein Sohn/ vnd zwarder erstgeborne/ Nahors/ deß bruders Abrahams/ Gen. 22. I.III. der dritte/ vonden NachkömmlingenEsaus . Gen. 36. 28.

der erste ist ein vat:

I

sprach: Meinstu/ daß Hiob vmbsonst Gottförchtet?

I O

C

10 Hastu doch ihn/ feinhaus/ vnd alleswas er hat/ rings vmbher verwahret:Duhast das werck seiner händed gesegnet/

e

f

c Ober/ vmbgänet. d. i. beschirmet vnd

befreyet von allem 65

sen durch deine allens

vnd sein gut hat sich außgebreitet im thaben gegenwärtige

lande.

g.

11 Aberrecke deine hand auß/ vnd tasteschlecht vnd recht/ an/ alles was er hat/' was gilts/ er wird dichgottsförchtig/ vnd ins angesicht fegnen?meidet das fböse.

ter gewefen der ein söhne/ vnd drey töchter.

wohnern des landsTrachonitis, fonsenach ihm Aufitis ge

ficher meinung nach

2 Vnd zeuget siben

3 Und seines viehs war fiben tausendnannt/ oder/ Vitis.chschafe/ drey tausend kamel/ fünffhundertwird von disem land/ joch rinder/ vnd fünffhundert eselin/ vndsem er sehr viel gesindes/ vnd er war herilihier gerede. Aber nach cher/ denn alle/ die' gegen Morgen woh-dardurch verstanden neten.ein tandſchafft in Gy-

deß lands Israel/ all:

anderer meinung wird

rien gelegen/ so seinennammen gehabt von

k

4 Vnd seine söhne giengen hin/ vnd

m

dem anderenuz. Auch machten wolleben/ ein jeglicher in seinem

finden sich ettiche/ dic

0

12 Der HEr sprach zumSatan: Sihe/alles was er hat/ sey in deiner hand/ ohn al-lein an ihn selbst lege deine hand nicht. Dagieng Satan auß von dem HErien.

m

fürsehung/ vnd all-mächtige Krafft?

+ S. BondiesGen. 12. fib.. 2.

fem wort/ Segnent

e And. sein vieh.f Oder/ ist inmenge aufgebrochen.

Gen. 30. 30. basHebr. wort wird auchfür eine sehr grosse

anderwerts genomen

vermehrung/ wieGen. 28. 14: vnd 30.43. Exod. 1. 12.g M.solches jusmit zu plagen.S. Gen.26. üb. V.11.

13 Deß tags aber/ da seine sohne vndtochter affen/ vnd truncken wein in shres beschädigen/ vnd hiesbruders hause deß erstgebornen:

14. Kam ein bott zu Hiob / vnd sprach:Die rinder pfligeten/ vnd die eselinnen gien-gen neben ihnen an der weide:

15 Dafielen die auß reich Arabia her:

dises land neien für hause/ auff" seinen tag/ vnd sandten hin/ ein/ vnd namen sie/ vnd schlugen die knaben

mea, da der Uz

cine provinz in Juz vnd luden ihre drey schwestern/ mit ihnenſeine wohnung ge- zu essen vnd zu trincken.

habt. S. Jerem.25.

20. Lam. 4. 21.

b Hebr.Job.S.

Y. II.

tig. d. i. auffrichtig/

in

vertrawen zu Gott/

s Vnd wann ein tag deß wollebensEzech.14.14,20. Jac. vmb war/ sandte Hiob hin und heiligte sie/c Oder einfät vnd machte sich deß morgens früh auff/ vndti di richtig opfferte brandopffer/ nach ihrer aller zahl.feinem glauben vnd Denn Hiob gedachte/ meine söhne möchvnd rechtschaffen in ten gesündiget/ vnd Gott gesegnet habennähesien. S. von die in ihren herzen. Also that Hiob" alle tage.9.( 1) Job. 2. 3. 6 Es begab sich aber auff einen tag/ darecht, N. gegen die kinder Gottes kamen/ für den HErnens hechſten. Dis rentraten/ kam der Satan auch vnder ihne.7 Der HEr aber sprach zu dem Satan:

der liebe gegen seinem

sem wort/ Geh.6. üb.

sei:

wort fihet meist auffdie gebott der anderntafel. Wiewoles offt

nomen wird für eine

y

h Eigenti: so er

dich nit ins angesichtunvollkommene rebe

wird segnen. Eine

wie dann gemeinlichbey den Hebreern in

den Evdschwüren dievnderwieffet/ so man

straffe/ deren man sich

sotte fälschtich schweswird wie allhier zuscheu

mit der schärffe des schwerts/ vnd ich bin ren/ verschwiegenallein entrunnen/ daß ich dirs anfaget. felen.16 Da der noch redet/ tameinander/ ne vn-vnd sprach: Das fewer Gottes fiel vomhimmel/ vnd verbrant fchafe vnd knaben/vnd verzehret fie: Und ich bin allein entrum-nen/ daß ich dirs anfaget.

I

17 Da der noch redet/ kam einer/ vndsprach: Die Chaldeer machten drey spizzen/vnd überfielen die kamel/ vnd namen fie/ vndschlugen die knaben mit der scherse deßßschwerts: Und ich bin allein entrunnen/ daßich dirs anfaget.

verschamber welf+6. t. macht vnd

k S. drob.ub.y.r.

gewalt.S.Gen.16.6.m d. i. seinePerson. Verst. Leibvnd Seele.

händen: d.i. an ihrer( der rindern) feiten.Hand/ für Seiten/2.16/& c. And, anweideten/ oder/ zur

So wird das work

genomen/ 2. Chron.

jhren örteren: N.daweiden pflegten. Sowird diß wort ges

braucht. Num. 2. 17.

o Seba: b. i.das heer der Sabeer.

auch ins gemein ge. Wo komstu her? Satan antwortet dem 18 Da der noch redet/ kam einer/ vndJer. 6. 3.HErm/ vnd sprach: Ich hab das land vmb sprach: Deine söhne vnd tochter assen vndtruncken im hause ihres bruders deß erſtgebornen:

ten/ noch zur tincken

von dem rechten weg her durchzogen().

abweicht/ sondern dais

inn verbleibt sich aller

ätzwegen enthaltet

ihn abwendig

8 Der HEr sprach zum Satan: Hastufundaron dende nit acht gehabt auf meinen knecht Hiob?machen tönten. So Denn es ist sein gleiche nicht im lande/und 17. 8. S. auch schlecht vnd recht/ gottsförchtig/ vnd mei-

drund. 4.7.vnd 8. 6.

Pfal.7. über V. II.

et Die wahre det das böse.

Gottesforcht ist ein

anfang alle tugende 9 Satan antwortet dem HErzen/ vnd

Prov.8.13. vnd 15.33-

doch gehet dises tob mehr auf die eigentlich so genannte Gottseligkeit/ vnd hattung der ersten tafel.f N. die sünde/ so in der ersten vnd andern tafeln verbotten sind. g S. von demHebr. wort Mikneh, Gen. 4. über v. 20. h darunder nach eigenschafft des Hebr. Worts/auch ziegen und geiſſen verstanden werden/ S. Gen. 12. über. 16. vnd Leu. 1. über v. 2.

iter/ acterbawes. S. Gen. 26. 14. man kan kommlich beydes verstehen/ weil/ wo viel ackerbaw/ da bedarff es auch vil gesindes.k Sebr. groffer. Nicht allein wegen seiner reichthumben/sondern auch vib seiner weißheit/ frombkeit vnd Gottseligkeit willen. 1 Diein ansehing

def lando Juda gegen Morgen wohnten. Bergt. Gen. 29. 1. Jud. 6. 3. fampt den gloffen.

m Oder/ mahlzeiten. nt verst. Geburtstag.So drund.3. 1.

Die waren nachtóm-

linge Seba/ deß fohnsJacsan/ den Abraham

mit Kechura gezens

get/ 1, 2.

Arabien.S. von dena

19 Vnd fihe/ da kam ein grosser windvon der Wüsten her/ vnd" stieß auff die vier wohneten in wüſt-ecken deß hauses/ vnd warffs auff die fna- faben Ezech. 27. 23-ben/ daß sie sturben: Vnd ich bin allein ent- vnderscheiden von eisrunnen/ daß ich dirs anfaget.m

2

a

20 Dastund Hiob auff/ vnd zerreiß seinkleid/ vnd raufft fein haupt/ vnd fiel auffdie erden/ vnd betet an/ Vnd sprach:

diesen Seba muß man

nem andern diesesMammens der ein

Sohn war Racmas

deß Sohns Cus/ deß

Sohns Chain/ des

Sohns Noah Gen.10.7. dessen nachtdm

21 Jch bin nacket von meiner mutter lei in Merentand habenbe kommen/ nacket werde ich wider dahin genomen. S. diegtofsSchickten bottenfahren. Der HEr hats gegeben/ der HEr Bud üb.*. 28.hats genommen/ Der name deß HErzensey gelobet.

so ihre Schwestern zur mahlzeit einiaden solten. So auch in folg. V. p oder die tage: wann cs

mäntich vnder ihnen war bherumb gegangen/ daß ein jeglicher seine mahrzeit gehalten hätte.

qd.i. befahr ihnen/ daß sie sich heiligen/ vnd gebührlich zum opffer/ das er für sie thun wolte/ schicken/

e

P Hebr. mund.

D. is en groß

vnd schrecklich fewer:nach art zu reden derH.Schrifft. Berg.

vnd vorbereiten fotten. Bergt. Exod.19.10. diese heiligung beftubude zwar fürnemblich in ablaffung von aller geistlichen vnreinigkeit der sünden: aber zugleich auch in der haltung gewisserleib-licher Ceremonten/ als zeichen der innerlichen Heiligung/ die von selbiger zeiten heiligen beobachtetwurden. Vergl. Gen. 35.2. über das wort/ Reinigen. rt Hebr. sagte: N. ben sich selbst.6. Gen.20. 11. f N. durch vnmässige frölichtet/ leichtfertiges wesen/ verschwendung der gaben vnd that nichts thörlichs wider Gott.Gottes hindansetzung der armen/ vnd auff andere weise mehr auf fleischlicher Vnachtsamkeit.

22 In diesem allen fündiget Hiob nicht/ Genef. 13. b.. 10.

d. i. Nicht gefegnet/ geheiliget noch gechret/ wie es sich gezimbte/ sonder möchten etwa bey ih-rem wolleben etwas gethan/ geredt/ oder zum wenigsten gedacht haben/ das zu entvnehrung des nammens Gottes gereichet. Wird also das wort/ Segnen/ welches sonst heißt token/ vnd preisen/ bierfür das widerspièt genommen/ N. für fluchen/ verachten/ verspotten. Dann es bedeutet hier die sünde für welche Job sein opffer verzichtete. So wird es auch gebraucht drund.*. 11. vnd/ 2.9.S. 1. Reg. 21. 13. fampt der gloß.u Wann seine finder jhr wolleben gehalten hatten.

g

meinten.

Löchter

And ein fewer/ dasGOtt vom himmelgesandt/ als sie versDas Hebr. wort heißt offt einei So wird das Hebr.

x D.i. auffdie kinder Hiobs/y S. Genef. 37. üb. V. 29.

r S. drob. üb. V. 3. f Hebr. häupter.schaar oder hauffen volcks/ wie allhier. Jud. 7.16. 1.Sam. 11. 11.wort genommen/ Prov. 8. 26. Jon. 4. 2. u Eigenti. traff.beydes Söhne vnd Tochter/ wie sie da bey einander waren.z Rind. Manter/ war ein übertteid/ oder Oberzock/ dergleichen die vornehmsten vnder demVolck zu tragen pflegten. a Oder/ schur: d. i. ließ scheren/ zum zeichen seiner grossen trawrigefeit/ nach gewonheit desselben tandes. S. Efdr. 9. 3. Efa. 3. 24. vnd 22. 12. Jer. 48. 37. Mich. 1. 16.Sonst liessen sie sich auch scharen/ wann sie ihre leiber wolten reinigen: vnd so nun solches geschahauff einen Frewden- tag/ so ist es auch ein zeichen gewesen der erquickung vndfrölichkeit/ Gen. 41.*. 14. vnd die vnderlassung desselben ein zeichen der trawrigkeit/ vnd icyds/ 2. Sam. 19. 24.b Das Hebr. wort heißt/ sich niderbeugen/ entweders für Gott / demselben göttliche Ehr anszuthun/ wie Gen. 24. üb.. 26. zu sehen/ oder/ für den Menschen/ ihnen burgerlich ehre zu beweisfen/ wie Gen. 18. üb.. 2. hier giltet die erste außlegung/ wie auß den folgenden worten abzunemmen/ in welchen er Gott / für alles/ das er ihm zugeschickt/ dancket.( 3) Gen. 3.7. Eccl. 5. 14.1. Tim. 6.7. c Diß fagt Job dem ansehen nach auff die Erden deutend/ zu deren er sichhatte nidergebogen. d In was verstand Satan vnd der Gottlosen böse wercke dem

x Hebr. Söhne Gottes/ d. i. die heiligen Enget: wie drund. 38.7.nicht/ daß sie von naturGOttes/ Söhne oder Kinder seyen/ Wie der eingeborne Sohn GOttes / sonder/ weil siediese ehr haben von der gab der Erschaffung/ vnd nach GOttes ebenbild vnd gleichnuß gemacht sind/ sein angesicht ſtats anzuschawen/ ihme/ vnd seiner Gemeine zu dienen/ vnd ewiglich mit ihm zu leben.y Diß wird also erzehlet menschlicher weise/ nach dem gebrauch weltlicherKönigen/ bey welchen ihre Diener zu gewisser zeit sich cynstellen/ vnd shres verzichtens rechenschafftgeben müssen; vnd wird vns hiemit zu verstehen gegeben/ daß der Herz nach seiner Göttlichenfürschung alles regiere/ vnd daß ihme/ alle creaturen/ ia auch der teuffet selbst/ zu gebott stehen müssen/ vnd ohne seinen willen vnd verhengnus nichts thun tönnen. vergl. 1. Reg. 22.üb.. 19.z D. i. widerfächer. S. 1. Chron. 21. 1. Also wird der Satan genennt/ dieweil er ein feindGottes/ vnd seiner gläubigen ist/ weiche er aus vnversöhnlicher feine schafft haßt/ vor Gott verklagt allgütigen GOtt zugeschriben werden/ darvon S. Gen. 45. üb... vnd 1. Reg. 12. üb.*.15.

a Deß Teuf

Apoc. 12. 10. vnd als ein brullender Löw zu verschlingen herumb taufft. 1.Pet.5.8.fels wercke ist/ alles zu durchlauffen vnd außzuspähen/ damit er die/ so mit acht auff sich selbst geben/erhasche/ vnd die/ so etlicher massen wachen/ quete vnd anfalle.( 2) 1. Petr, s.8. b Hebr. dir nichtzu hertzen gelegt. S.dergleichen art zu reden/ 2.Sam.18, üb.x.3. vnd drund. 2. 3. vnd 7.17. vnd 23.6.

wercken.

e+ Hebr. gesegnet. S. Gen. 14. 20. vnd die gloß daben. f weder mit worten/ noch mitg Eignete oder schrieb ihm nichts vngereimbts/ oder vnziemliches zu: das namlich der natur vnd eigenschafften Gottes/ oder/ der chre seines göttlichen Nammens zwwider geloff n wäre. Hebr. gab Gott nichts vngeschmackts zu.A

Das