Buch 
Biblia das ist: Die gantze heilige Schrifft / durch D. Martin Luther verteutscht: mit D. Pauli Tossani hiebevor aussgangnen Glossen und Ausslegungen
Entstehung
JPEG-Download
 

Cap.III.

S. Matthei.

II'

0,

Etu

15

06/

den

am

Tidy

ac

nias

Dare

nord

Bethe

ider

illen

veiby

thles

dent

nder.

Sentos

Гоби

ndie

rad

( 3) Jel... end heißt Nazareth : Auff daß erfüllet würde/| wolt sagen/ Wir haben Abraham zum vats 1.1.3.

60.21. Zach.6.12.

£ Difer spruch/ wie das da gesagt ist durch die propheten/ Ernomen auf Jud.13.5. sol Nazarenus heiffen.

atliche ineinen/ ift ge

da von Simson/ wel-

cher ein Fürbitb Chrifti gewesen/ gesagt wird: der knab wird ein verlobter Gottes( Hebr.Nazareer) seyn/von mutterleib an. Dann/ wiewol Chriftus fich nicht eben an das gelübd gebunden/ welches die Nazareerzu thun pflegten/ Num.6.2. so ist er doch ein rechter Nazareer gewesen/ d.i. heilig/ vnschuldig/ vnbefleckt/

ter(): Ich sage euch/ GOtt vermag demAbraham auß diesen steinen finder zu erwecken.

10 Es ist schon die' art den bäumen an dievon den fünderen abgesondert/ wie der Apoftet ichret/ Hebr.7.26. Es ist aber vermutlicher/ daß hier wurzel gelegt: Darumb/ welcher baum nicht

gesehen werde auf Jef.11.v.1. vnd 60.21. Allwo Chriftus NEZER, d.i. cin zweig od. sprößtein wird ge-heiffen/ darvon die statt Nazareth ihren nammen hat/ allwo auch Christus/ samt seinen Elteren/ eine zeitlang gewohnet/ vnd dahero vom volck/ vnbedachtsamer weise/ doch nicht ohne Fürsehung Gottes/ ein

Nazareer geheissen worden/ welcher Ram ihme eigentlich gebürte/ doch nicht von der statt Nazareth / da

er nicht geboren ist/ sondern aus der vrsach/ wie jetzt gemeldet worden/ dieweil er/ wie ein sprößtein oderzweig auß seinem ort/ vor seinem Vatter aufgeschossen/ Jef.s3.2. Jer.23.5. vnd 33.15. Zach.6.12.

a Verst. da Chriftus noch zu Nazareth wohnete/ im fünfzehen-den jahr des Keysersthumbs Tiberij, Luc.3.1.23.da Christus vastdrcffig jahr alt war.

b Bon seinenElteren geburt vndampt/ S.Luc.1.vndJob.1.

c Wird so gesnant/ weil er der erste

im N. Testament den

auß

Das III. Cap.

*.1. Johannes vermahnet zur Buß/ 3. Sein ampt/ tleidung vndſpeiß/

5. Hat groffen zulauff 6. Zauffet/ 7. Strafft die Phariseer vnd Sad-

ducer/ 11. Redet von der Hoheit der Person vnd Tauffs Chrifti 13. Taufefet Chriftum/ von dem auß dem himmel bezeuget wird/ daß er der liebe SohnGottes seye.

V derzeit famb Johannesder Tauffer/ vnd predigtin der Wüsten des Jüdischenlandes/

d

2 Vnd sprach: Thut bufse( 2)/ das chimmelreich ist nahe

herben kommen.

3 Vnd fer ist der/ von dem der prophetTauf berichtet/ auf Jesaias gesagt hat/ vnd gesprochen: Es istMatth. 21.9.25.Joh.1. cine stimm eines predigers in der Wüsten/8 Bereitet dem HErzen den weg/ vnd macht

dem befeht Gottes/ S.

7.33.

( 1) Marc.1.4.

Diß war ein stuck richtig seine steige.lands in Juda: ward 4 Er aber/ Johannes/ hatte ein" kleid vondieweil es etwas rauch kamelhaaren/ vnd ein ledern gürtel vmb seine

eine Wüste genefit/

vnd daher weniger/ abs

war: Gleichwol woh-

andere örter bewehnt lenden(+): seine speise aber spar i hewschreckennete dafelbft Zachas vnd wild honig. Mans ii. 18.

rías/ der Vatter Jo

waren auch darinn

k

hannis Luc.1.39. So 5 Da gieng zu ihm hinauß die statt Je:fiths hätte wie zu fes ruſalem/ vnd das ganze Jüdische land/ vndhen/ Jof.15.61,62.die alle länder an dem Jordan/

sechs

werden auch ihre dörf

fer vnd weiler gehabt

haben. Es ist aber Jo

der Wüste gebliben/

sondern hat auch an-derstwo geprediget/

6 Vnd liessen sich tauffen von ihm im

m

hannes nicht allezeit in Jordan/ vnd' bekanten ihre fünde.7 Alls er nun viel Phariseer vnd Sad:wie er dann endlich in duceer sahe zu seiner tauffe kommen)/ sprachdes Königs Herodis er zu ihnen: Ihr" ottergezüchte( 7wer hatKit gefangen vnd ge- denn euch geweiset/ daß ihr dem fünftigen( 2) Jef.56.1.Mare. P zornentrinnen werdet?

Hof kommen vnd das

todet worden.

1.7.5.

e D.i. die gnaden

8 Sehet zu/ thut rechtschaffene frucht

reiche zeit der zu der busse().

tunft Christi ins fleisch/

durch die predigt des

9* Dencket nur nicht/ daß ihr ben euch

Evangelij, durch welche allen gläubigen verkündiget wird/ daß Chriftus fie auß dem Reich des Teufelserloft/ vnd ihnen das Himmelreich erworben habe/ Bnd also fhme eine Kirche oder Gemein aufrich-ten vnd ausbreiten werde.f Johannes der Zäuffer.( 3) Jef.40.3. Marc.1.3.Luc.3.4. Joh.1.23.

Be

burd

erem.

vn seiner offenbarung/

Grie

ar has

worke

Маша:

stefen in

icht tret

m: trie

ere gleis

s getre

phraint

Kaba

nb begre

Gen3

alli

perftanden

Su Bethe

war wh

weil feina

bermahlige

bet waren:

audy nad

Jofephus

Exod.4.19

+2

fin allein

r: inma

palben/ ve

g Durch wahre erkantnus ewerer fünden/ hertzliches verlangen nachder gnade Gottes vnd rechtschaffene betehrung. Ist eine gleichnus/ hergenommen von groffen herzen/benen man den weg bereitet vnd die straffen fauberet/ vnd reiniget/ wann sie irgend in eine Statt wolleneynreiten: Also wil Johannes/ der Täuffer/ daß die Juden dem HErren Chrifto das hertz bereiten vndallen vnflat/ als hoffart/ heuchelen vnd andere sünden darauß räumen sollen/ damit er mit seiner gnad/treft vnd frewd/ bey ihnen ennziehe.h Dieweil er solte die Buß predigen/ führet er ein hartesvnd strenges leben/ mit kleidung vnd nahrung/ vast wie vorzeiten die Propheten des Alten Testaments.She Zach.13.4. Hebr.11.37. vnd von Elia insonderheit/ 2.Reg.1.8. in dessen Geist vnd trafft JohannesBommen war. Mal.4.5. Luc.1.7. Vergi. Matth.11,8,18.( 4) Marc.1.6.

i Diß war ein gewisse art hewschrecken im Morgenland/ welche auch ben geringen leuthen in derspets gebrauchlich vnd im Gesatz dem volck Ifrael zu effen erlaubt war/ S. Lev.11.4.12. da dise art hemfchrecken Arbe genennet wird.k D.i.die cynwohner der statt vnd des Jüdischen lands.

1 Solche bekantnus war kein ohrenbeicht/ dann sie geschahe vor der Tauff/ nur ins gemein vndoffentlich/ vnd zwar von denen/ die schon erwachsen vnd zu ihren jahren kommen waren/ darumb mußtenfie ihre fünden bekennen/ bey der Tauff/ dieweil die Lauff ein heiliges warzeichen vnd sigel ist der vergebung der sünden/ welche denen allein widerfahret/ die ihre fünden erkennen vnd dieselbe ihnen lassen hertz-lich lend sern.m Dißwaren besondere secten vnder den Juden/ welche ihre gewisse meinunghatten/ in Religions- fachen/ wie auch ihre besondere gebrauch vnd kleidung: vnd waren selbige/ hundertjahr vngefehr vor Chrifti zukunfft/ entstanden. Die Phariseer wurden genant/( wie ctliche meinen/) vomHebr. wort Paras, welches heißt/ Absonderen/ dieweil sie sich gleichsam von anderen leuthen absondertenvnd heiliger vnd frömmer wolten seyn/ als sie: wie zu sehen Luc.18.11. Die Sadduceer/ hatten ihrennammen/ von ihrem Vrheber/ nammens Eadokhy/ weil sie seine Rede/ Man folle Gott nicht dienen/ wederaus hoffnung einer vergeltung/ noch forcht der straff/ mißdeutet/ find fie ruchtose leuth worden/ die weder dieAuferstehung der todten vnd ewiges Leben/ noch die Bnsterblichkeit der Seelen/ weder Engel nochGift c. glaubten. Die dritte fect war der Essencr. Sihe von denselben den Geschicht- schreiber Jo-fephum, Antiq.lib.18.cap.2. de Bello Judaic. lib.z. cap.7.

und 23.33.

( 5) Luc.3.1.7.

n D.i.die jhr boshafftig vnd gifftig seyt/ wie ottern vnd schlangen.( 6) Matth. 12..34.o Als spräche er: Wie kommt ihr darzu 7 daß ihr euch bey der Tauffe ennstellet/als woltet ihr auch der gnaden Gottes theilhafftig werden/ da doch ihr Phariseer rechte heuchter seyt/ vndeuch duncken laßt/ ihr seyt gantz heilig vnd gerecht: Ihr Sadduceer aber ruchlose vnd gottlose leuth seyt.P D.i. ftraffe/ nemlich der ewigen verdamnus/ welche auf dem gerechten zorn Gottes herkommt.9 Oder/ Früchte/ die der Buß gemäß/ oder zimlich/ oder mit der wahren belehrung vberein( 7) Luc.3.8.r Od. Meinet nicht zc. Dieweil es nicht genug ist/ daß

Commen.

man von heiligen Eiteren geboren seye/ wenn man wil des Bunds Gottes vnd seiner gnaden theithafftigwerden/ sondern man muß auch ihrem glauben vnd frombkeit nachfolgen.

gute frucht bringet/ wird abgehawen vnd insfewer geworffen().

I I

( 8) Joh.8.39.f D.i. Gott ist an

kein vpick od. geschlecht

gebunden: wie er dañsolches mit der that bea

wisen/ in dem er die

Juden/ wegen ihres

vnglaubens end hatsund auf den Heydens

starzigkeit/ verstossen/

die zuvor gleichsamharte rauhe stein wasren/ jhme einen heiligen Zempel erbawet/

I

11 Jch tauffe euch" mit wasser zur busse/* Der aber nach mir kommet/ ist ster- gläubige tinder Abrascker denn ich( 0)/ dem ich auch nicht gnugs hams gemacht hat/ dicasam bin seine schuh zu tragen/ der wird Batter ist aller glänseuch mit dem heiligen Geist vnd mit ь fewer Bigen/ Rom.4.1I

tauffen.

e

f

act.1.5.

b

12 Und er hat seine" worfschaufel in seiner hand/ er wird seine tenne fegen/ vndden weizen in seine scheuren samlen: Aberdie sprew wird er verbrennen mit hewigemferver.

weit Abraham ein

* D.i. die rache vnstraffe Gottes/ wideralle vngläubige vnd

vnbußfertige/ ift fürhiemit Johannes aufSerufalem/ die nachbald erfotact ond

der thur. Vnd deutet

die zerstörung der statt

dez Chris

13 Zu der zeit kam Jesus auß Galileaan den Jordan zu Johanne/ daß er sich vonihm tauffen lieffe),

fit

ein fürbild gewesen istdés jüngsten gerichts.Mal.3.5.vud 4.1,

Giciche dröhung S:

Joh.15.6.

u Gr. im wasser× N.Chriftus/ welscher bald/ nach

14 Aber Johannes* wehret ihm/ vndsprach: Jch bedarff wol/ daß ich von dir ge- otaufft werde/ vnd du komst zu mir?

15 Jesus aber antwortet/ vnd sprach zuihm:' Laß jetzt also seyn/ Also gebürt es visalle gerechtigkeit zu erfüllen." Da ließ ers

m

ihm zu.

da

16 Vnd da Jesus getaufft war/ steig erbald herauff auß dem wasser: Vnd sihe/thet sich der himmel auff vber shm( 2)/ VndJohannes fahe den Geist Gottes gleich alseine taube herab fahren/ vnd vber ihn kommen( 13).

P

17 1 Vnd sihe/ eine stimme vom himmelherab sprach: Diß ist mein lieber sohn/welchem ich wolgefallen hab.

an

ne dem Läuffer/ aufges

tretien vnd zu predigenangefangen hat/ t S.

Joh.1.15.27.Luc.3.6. Joh.1.15,26

( 10) Marc.1.7.

Act.1.5. vnd 11.16.vnd19.4.

y D.i.den allersgeringsten od. schlechs

z Od.jhme nach

teſten dienst zu thun,zutragen.nertich in euch würckenvnd vollbringen/ burchstrafft des H. Gelsfes/ was durch das

a D.i. Er wird ins

die

wahrer ertantnus Gottes erleuchtet/ mit brünftiger liebe Gottes vnd des nächſten

ausserliche wasserbadsdas mir zu verzichtenbefohlen ist/ angedeutet

vnd fürgebildet ist.H. Gaſtes/ welche

b D.i.mit der traffe

des

einem fewr verglichenwird/ dieweil er die herathen der gläubigen mic

anzündet/ vnd rom

vnflat der sünden/ gleich wie das metall von schlacken vnd vnreinigkeit/ sauberet. Hiemit vnderscheidet

Johannes feinen aufferlichen Lauff/ von dem inncrilchen Lauff Chriſti/ S. dergleichen Joh.3.&. 5. vn

Act.1..5. vnd 2.4.

c Damit man das torn aufwirfft vnd von den sprewern sauberet/ weteches ben vns durch die wanne geschihet. Er verstehet dardurch die mittel/ welche Christus gebrauchtsdie glaubige von den heuchteren vnd gottosen zu vnderscheiden/ vnd abzusönderen. Solche sind dreyera

tey: Das erste ist die predig des heiligen Evangelii, durch welche die gläubige/ zu der Gemein Gottes/

des Evangelii folget/ vnd durch dasselbige werden erkant vnd bewährt/ welche recht- gläubige vnd wahre

beruffen/ vnd seiner gnade theihafftig werden; den vngläubigen aber vnd vnbußfertigen der zorn Gottes vn die ewige verdamnus wird angedrohet: Das andere ist das creutz/ welches gemeiniglich auf die predigChristen sind oder nicht: Das dritte wird seyn das jüngste gericht/ da die recht- gläubige vnd wahre gliderder Kirchen/ in die himtische frewd vnd seligkeit werden verfamlet/ die vnglaubige aber/ heuchter vnd gottslose zur Höllen/ in das ewige fewer/ werden verstossen vnd verdammt werden.d D.i.feineKirch/ in deren allhier auf erden viel heuchter vnd maul- Chriften/ mit den recht- gläubigen/ vermischefind.e D.i.die gläubige vnd rechte Christen.f Da er bewahret wird/ dasist/ tn den himmet.g D.i. die vngläubige/ heughter vnd gottlose. 1- Cough Od. vnsauflöschtichem fetr.i Nemt. von Nazareth / da er sich eine zeit lang bey seinen Elteren hataufgehalten/ biß die zeit käme/ daß er in die verzichtung feines Umpts allhier auf Erden cyntretten soltesS.Luc.2.51.( 11) Marc.1.9. Luc.3.21.k Od. wehret ihm sehr/ das ist/ vershinderte ihn hefftig/ ſetzte sich darwider/ ſo wol mit worten als sonsten.1 Qd. Laß nun ab.Nemt. mich hieran zu verhindezen.m D.i. alles das jenige/ was vns zu thun von Gott besfohlen ist. Christus bedörffte zwar der Tauffe nicht für sich selbsten/ dieweil er ohne sünd war: Aberdieweit er an vnser statt komen war/ vnd vnsere sünde auf sich geladen hatte/ hat er sich auch wollen taufafen lassen/ vnseren Zauff dardurch zu heiligen vnd vns durch sein exempel zu lehren/ daß wir den gebrauchder heiligen Sacramenten nicht sollen verachten oder gering schätzen. Od. da ließero Od.da thaten sich die himmel auf.von ihm ab.( 12) Marc.1.10, Luc.3.22.Joh.1.32.P D.i.inteiblicher gestalt einer Dauben/ Luc.3.22.

n

In einer solchen gestalt

hat der H.Geist/ der sonst aller orten gegenwärtig ist/ sich hier vber Chrifto wollen offenbaren/ seine vneschuld/ sanffiimut/ freundlichkeit vnd aufrichtigkeit zu erkennen zu geben.( 13) Jefa.42..1.Matth. 12.18. vnd 17.5. Luc.9.35. Col.1.13.vnd 2.Pet.1.17.9 Hie ist ein flares zeugnus

der breyen vnderschiedenen Personen/ in dem ewigen göttlichen wesen: der Batter/ der auf dem himinesredet/ der Sohn/ zu dem geredt wird/ vnd der H.Geist/ der widergefahren.

Das IV. Gap.

*.1. Als Christus in der Wüsten vierzig tage gefaffet/ wird er vom Teufelversucht/ das ist/ gereitzet Erstlich/ 3. Zum mißtrawen an Gott / 6. Darsnach zu fürwitziger vermessenheit/ 9. Zum Dritten/ zu teufftischer Abgötteren. 11. Als er solche versuchungen vberwunden vnd den Teufel von sich getriben/ dienen ihm die Engel/ 12. Verlaßt Nazareth / vnd zeucht nach Capersnaum/ 17. Daselbst fangt er an zu predigen. 18. Berufft Petrum vnd Andream/ 21. Jacobum vnd Johannem/ die verlassen alles vnd folgen jshmnach. 23. Er durchwandlet Galileam/ lehret in den schulen/ vnd heilet alsterien trancheiten.

Bij

Da