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Biblia das ist: Die gantze heilige Schrifft / durch D. Martin Luther verteutscht: mit D. Pauli Tossani hiebevor aussgangnen Glossen und Ausslegungen
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it

Cap.XVIII.

S.Matthei.

e+ Deer/ allein. fel fuhr auß von ihm/ vnd der knabe ward ge-

( 6) Marc.9.28.

d D. auch nur eis sund zu derselbigen stunde.

nen kleinen glauben.

Diß ist nicht von demglauben zu verstehen/

19 Da traten zu ihm seine Junger besonBet allen Chriſten ges der's/ vnd sprachen: Warumb fonten wirwir dem Evangelio ihn nicht außtreiben(?

mein ist/ durch welchen

glauben/ vnd vnser

vertrawen auf Chris

vom glauben/ wunder.

eine sonderbare gab

20 Jesus aber antwortet/ vnd sprach zufium fetzen/ sondern ihnen: Vinb ewers vnglaubens willen. Denwerck zu thun/ welches ich sage euch warlich/ So jhr glauben habtwar/ die Christus set als ein senffforn/ eso möget ihr sagen zu di-chen Lehrern/ in der er sem berge/ Hebe dich von hinnen dorthin/ sothen gegeben hatte/ she wird er sich heben/ Vnd euch wird nichts vnftätigen/ S.1.Cor.1z. miglich seyn( 7).

nen Apoffein vnd etti-

Chriftlichen Kir

relehre dardurch zu be

9,10. Solcher glaub

fihet allein auf die All-

21 Aber dise art fehret nicht auß/ dennmacht Gottes/ durch durch betten vnd fasten.

deffen krafft die wun

derwerck geschehen/

tan derowegen auch in

22 Da sie aber ihr wesen hatten in Galiden heuchtern vnd fat lea/ sprach Jesus zu ihnen): Es ist zukünff1.Cor.13.2. Aber der tig/ daß des menschen sohn vberantwortetaller wahren Christen werde in der menschen hände/

schen Christen seyn/

feligmachende glaub

fihet auf die gnade

Gottes in Chrifto Jesvnd allen denen

23 Vnd sie werden ihn tödten/ vnd amnöthig/ die da wollten dritten tage wird er aufferstehen. Und siee D.í. So werdet wurden sehr betrübt.

felig werden.

vnglaubliche wunders

i

k

ihr auch gar groffe vnd 24 Dasienungen Capernaum famen)/werd thun tönnen/. giengen zu Petro die den zinsgroschen eyntes erfordert/ vnd der namen/ vnd sprachen: Pfleget ewer meiſternicht den zinsgroschen zu geben?

wann es die ehre Got

H.Geist euch eingebenwird.

( 7) Matth . 21. 21.Luc.17.6.

hiermit zu verstehen/

dem monsüchtigen ges

25 Er sprach/ Ja( 0). Vnd als er heim

f Der Teufel. Gibt fam/ fam ihm Jesus zuvor/ vnd sprach: Wasdaß der Teuffet/ der in diincket dich/ Simon? Von wem nemen' diewesen/ ein sonderlich fonige auff erden den zoll oder zinse? Vonschädttcher Teuffet ge- ihren kindern/ oder von" frembden?

böser/ grimmiger vnd

wesen/ wie auch dar

auß erscheinet/ daß er

in dem armen mens

26 Da sprach zu ihm Petrus : Vonfähen so gewütet vnd den frembden. Jesus sprach zu ihm: So sindins fewr/ bald ins was die finder" frey.

getobet/ vnd ihn bald

fer geworffen hatte:Lehret vns also/ daß

chen vnd gewaltigen

ben/ wir nicht trág/

o

2.7 Auffdaß aber wir sie nicht ärgern/ sowann wir mit foratie gehe hin an das meer/ vnd wirf den angel/feinden zu kämpfen bas Vnd den ersten fisch/ der aufferfehret/ denBattfinnig od. vermes niñ/ Vnd wenn du seinen mund auffthust/burch ein gläubiges wirstu einen stater finden/ denselbigen niñ/suflucht zu Gott nem vnd gib jhn für mich vnd dich.

fen seyn sollen/ sondern

eiferiges gebett vnsere

men.

29

c Od. euch veráns

3 Vnd sprach: Warlich ich sage euch/ Es deret. D.i. disen ewessey denn daß ihr euch cvmbkehret/ vnd werdet ren ebraeits ablegetwie die finder( 2)/ so werdet ihr nicht ins him-melreich kommen.

4 Wer num sich selbst nidriget wie diskind/der ist der gröffest im himmelreich(). Und wer ein solches find fauffnimt inmeinem namen/ der nimt mich auff(+).

g

6 Wer aber 5 ergert diser geringsten ei-nen/ die an mich glauben/ dem were" besser/daß ein milstein an seinen hals gehencktwürd/ vnd ersäufft würde im meer/ da esam tieffften ist.

7 Wehe der welt der' ergernis halben. Es" muß ja ergernis kommen/ Doch wehe demmenschen/ durch welchen ergernis kommet().8 So aber deine" hand oder dein fuß dichergert/ so hawe ihn ab/ vnd wirff ihn vondir( 7)/ Es ist dir beffer/ daß du zum leben lamoder ein krüppel eyngehest/ denn daß du zwohände oder zween füsse habest/ vnd werdestdas ewige fewer geworffen.

in

auß/ vnd wirfs von dir/ Es ist dir besser/ daß9 Und so dich dein auge ergert/ reiß esdu einäugig zum leben eyngehest/ denn daßzwey augen habeſt/ vnd werdest in das helli-sche fewer geworffen.

I

du

10 Sehet zu/ daß ihr nicht jemand vondisen kleinen verachtet: Denn ich sage euchIhre Engel im himmel( 8) sehen allezeit dasangesicht meines vatters im himmel.11" Denn des menschen sohn ist kommenselig zu machen das verloren ist().

cfen von meinem reichfahren last.

d R. demütig/ ein-fältig. S. Matt.11.25.

1.Cor.14.20.+ Wie

David von sich bezensget/ PL.131.

1.Cor.14.20. 1.Pet.z.

( 2) Matt.19.14.

*.2.

( 3) 1.Pet.5.6.e D.i. einen solchenvnder meinen Jungesren/ der ohn arges vndohn hoffart sey/ wie cin

tind. Beret.#. 6.berberger/ sondern auch

f Nicht allein bes

sonsten ihme allerleywerck der liebe erzeigt.( 4) Matth. 10.40. Marc.9.37. Luc.9.

g Verachtet/ beleis

48. Joh.13.20.diget/ in feinem berufdet irret vnd hinderetlehret/ dardurch einanderer zu sind und

vnd gottseligem wan

Od.etwas thut vnd

abfall verleitet wird.( 5) Marc.9..42.

h

Denn daff er von

daßwegen solches gegebenärgernus ewig versdamit wurde.

vingen müßtficin/ inden bench gegengeht,

i Gr.Esets- mülsstein/ wird einem gee

bräuchlich

k Od. in die tiefsfe des Meers.

1 Durch das wort/

ärgernus/ verstehet er

böse exempel vnd alles

das

jenige/ dardurchgereint vnd in dem

ein anderer zum bösen

lauff der gottseligkeitaufgehalten vnd ges

hinderet wird.

m Nicht daß Gottdie leuth darzu treibevnd nötige/ sondern in

ansehung des Teufelsboßheit und wuart/ die

boßheit/ der Menschen

das böse nicht lasser

12 Was düncket euch?* Wenn irgend einmensch hundert schafe hätte/ vnd eins vnderdenselbigen sich veririet( 0)/ Leßt er nicht die können/ deßigletchersneun vnd neunzig auff den bergen/ gehet hin/ auch Gottes gerechtenvnd suchet das verirzete?

13 Vnd so sichs begibt/ daß ers findet/warlich sag ich euch/ er fretvet sich dariiberD.i. durch einen veſten glauben/ der durch ein eiferiges gebett geftärcket wird/ worzu der mensch mehr/ denn vber die neun vnd neunzig/ die

durch das fasten bereitet wird/ dann hierdurch wird das fleisch gedämpfet vnd der Geist erwecket.( 8) Matth. 16.21. vnd 20.18. Marc.8.31. vnd 9.31. vnd 10.33. Luc.9.22,24. vnd 18.31.

h Dieweil die Creutz- predigen ihnen nicht wol ennwolten/ vnd sie ihnen noch immer von einemtridischen Reich traumen liessen.( 9) Marc.9.33.i Weil er allda wohnhafft war/k Gr. Didrachma, war ein fruct gelts/ that zween drachmen/ hielt am gewicht

deßgleichen auch Chriftus/ S.Matth. 4.13. vnd 8.14. dergleichen schatzung mußte ein jeder für fein wohne

platz bezahlen.

ein halb toth filber/ ſo viel als ein ort des Reicht haters. Diſen mußte ein jeder Jud den Römeren jähr-

lich zur Schatzung zahten/ vnd hatten fie allenthalben ihre Kentmeister/ die denselben eynnamen. Vnd istJu mercken/ daß den Juden befohten war/ Exod.30.13. eben so viel/ als derfelbe zinsgroschen machte/ N.einbalben secket/ nach dem seckel des Heiligthumbs/ dem HErzen jährlich zu bezahlen/ zu vnderhattung

nicht verirzet sind.

14 Also auch ists für ewerm vatter imhimmel nicht der wille/ daß jemand von disen kleinen verloren werde.

a

gerichts zulassung.t Sihe 1.Cor.11,19.2. Theff.2.11.12.

( 6) Matt.26.24.

Act.2.23.vnd 4.27,28.n S.die außleg.Matth.s.vb.y.29.o D.i. dampfe dieböse begird/ die sich indir regt vnd dich reis

thet/ daß du mit deiner

hand od.fuß sündigest:

Caffe dir nichts so liels

seyn/ daß du dich durchdasselbe tasfest aufhatsten/ in dem weg dervon abwenden.( 7) Deut.13..6.Matth. 5.29,30. Marc.

15 ª Sündiget aber dein bruder ban dir/ gottseligkeit vnd darsder Hütten des Stiffts/ wie auch nachgehends des Tempels/ 2.Chron.24.9. Neh.10.32. Dife schatzung so gehehin/ vnd straffe ihn zwischen dir vndhatten hernach die Römer an fich gezogen/ S.Jofeph.de Bello Jud.lib.7.c.26.( 10) Matt.1 Die N.Oberherzen sind vnd vnder keiner anderen herzschafft.

22.21. Rom.13.17.

m D.i. die nicht vnder ihr Hofgesind gehören/ od. die nicht von ihnen herkommen/ wie Christusvon David Hertam. Luc.1.32.n Wil sagen: Wann die finder der Königen auf erden fren

find/ von erlegung der ſchatzung: ſo bin ich vielmehr frey/ als der ich des biſitſchen Königs( N.Gottes)o Od. jhnen anfstof od. vrsach geben/ vns vnd vnser tehr

Sohn bin vnd ein Herz des Tempels.zu laſtern.p Ist ein Gricchisch wort vnd bedeutet eine mintz od. fuck gelts/ so viel als zwendidrachmen/ od.ein gantzen seckel/ ein toch schwer/ vngefehrlich so viel/ als ein halber Reichsthaler. Gibtalso Christus doppel/ weil er für sich vnd für Petrum zahtet.

a Oder/ zeit. AtsChristus gen Caper:naum gekommen war:gleichwol hatten dieJünger schon auf demweg/ von der frag/ diefie Chrifto allhier fürbringen/ vnder sich geftritten/ wie Marc.9.13.zu sehen.

Das XVIII. Cap.

*.1. Christus vermahnet seine Jünger/ durch das beyspiel eines kindleins/zur demut/ 6. Warnet fie für árgernus/ 8. Wie fleissig man sich müssehúten/ daß man die kleinen nicht árgere/ 11. Lehret/ durch die gleichnus einesvertornen schafs/ was sein ampt fere vnd warumb cr in die wett kommen/35. Wie man der ärgernus/ durch brüderliche vermahnung vnd Kirchen- difci-plin solle stewren vnd wehren/ 19. Wie träfftig das gemeine gebett der glaubigen seve/ 21. Vn wie offt ein Bruder dem andern verzeihen solle/ 23. Vnd erktá-ret es/ durch eine gleichnus/ von cinem Konig vnd seinem vnbarmherzigen knecht.

a

V derselbigen stunde tratenDie Jünger zu Jesu / vnd spra

ihm alleine().

C

16 Höret er dich/ so hastu deinen brudergewonnen: Horet er dich nicht/ sohnim noch

9.43.

Gr.Gehenna,cringen/ are

Sihe Matth.5.22.

men/ vnansehen icherChrisiglaubigen/ die Gott dem HErzen in wahrer demut vnd gottesf.rcht dienen. I D.l.wiewol sie von der welt verachtet sind so hat doch Gott sie werch vnd nimmt sich ihrer an: wie er dann ihnengewisse Engel zugegeben vnd verordnet hat/ die sie schüßen vnd verthädigen sollen. S.Hebr.1..14.( 8) Pfal.34.8. f D.i.haben freyen zugang zu dem thron Gottes/ befeht von ihme zuempfangen/ dife kicinen zu schützen vnd zu straffen die/ welche sie möchten verachten vnd vnderdrucken/ ersscheinen dann täglich wider für Gottes angesicht/ rechenschafft zu geben deß jenigen/ was ihnen anbefoh( en worden/ vnd ben ihme anzubringen/ wann iemand seine auferwehlte Setcrdiget od. jhnen schaden zusfügt. Ist eine aleichnus hergenommen von den Orientalischen Königen/ welche ihren fürnemstersDieneren/ durch die sie ihr Reich regierten/ zugang gestattet/ ihr angesicht zu sehen. Efth.1.14. S. Luc.1.19. Apoc.8.2.+ Od.berim hmmet ift.a Ats spräche er Dieweit der Sohn Gottesfich solcher kleinen halben so sehr gedemütiget/ daß er in dise welt kommen ist/ vnd menschliche natur angesnommen hat/ sie seliazu machen/ so solle sie billich niemand verachten.( 9) Luc.19.10. X Mitdiser gleichnus wil Chriftus anzeigen: Wann jemand von den gläubigen irgend verirzet/ lasse er nichtnach/ biß er ihn wider zu recht gebracht.( 10) Luc.15.3.4. y Od.ewers Batters.z N. deren/ die an mich glauben/ S..6. a Im vorgehenden hat Christus geredevon denen/ die andere ärgern: jetzt redt er von denen/ die von anderen geȧrgeret werden. b Odertgegen dir. Entweder/ das er dich beleidige vnd die vnrecht thie: Oder/ daß er in deiner gegenwart etwasthue od. rete/ das vnrecht vnd wider Gottes Wort ft. Erredet aber allhier nicht von groben/ schwerenvnd offenbaren sünden vnd laftern/ welche die Obrigkeit straffet/ sondern von aemeinen fehteren/ die auß

t

chen: Wer ist doch der groß ihr schwachheit begangen werden. Dann offenbare fünden müſſen offentlich gestrafft werden.

fest im himmelreich( 1)?

2 Jesus rief ein kind zu sich/vn stellet das mitten vnder sie/fern. Mit difer frag geben die Apostel zu verstehen/ daß fie die tehre Christi/ von seinem Reich/ noch nicht

b Oder/ wer wird

recht begriffen/ vnd von demselbigen iridische gedancken hätten.( 1) Marc.9.34. Luc.9.46. 22.24.

1.Tim.5.v.20.

c D.i. vermahne vnd vberzeuge ihn seiner missethat. d Dieweilsonst niemand von solcher sind weifit/ dann du.( 11) Lev.19.17. Prov.17.10. Luc.17.3. Gal.6.1.e D.i. Erkennet er fine finden vnd verheißt er sich zu besseren nach deiner vermahnung.

Jac.s.19.

f D.i. So bistu cin mittel vnd werckzeug/ durch welches dein Bruder auß dem gewalt des Teufefels/ in welchen er durch die sünde cefallen war/ herauf gerissen vnd wider zu Gott gebracht wird/ Siheg Nach dem du ihn nicht eben nur einmal/ sonder zu vnderschiedlichen maten alleinermahnet haft. h Aufdaß deine vermahnung desto mehr ansehens vnd trafft habe: vnd so er sichnoch vber das hatsstarzig erzeigen folte/ vnd die fach für die Gemein mußte gebracht werden/ du jhn seinerhalsstarrigkeit vberzeugen mögeft.

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17.

9.7.

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3.22

5.20.

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7.1.16.

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4.1.6.

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